Neuromotorik & Sensorik

Skript Neuromotorik & Sensorik604

Skript Neuromotorik & Sensorik604


A. S.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Neuromotorik und Sensorik, mit Fokus auf Symptome, Definitionen und Störungen des oberen Motoneuron-Syndroms (UMNS). Sie decken Plus- und Minus-Symptomatiken, adaptive Phänomene und spezifische Reaktionen wie Spastizität, Klonus und Babinskizeichen ab. Auch die Auswirkungen eines Schlaganfalls auf kognitive, sensorische und neuromuskuläre Funktionen werden behandelt. Diese Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich mit neurologischen Störungen und deren Therapie auseinandersetzen.
Karten
18
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
28.03.2024 / 16.05.2024

Lernkarten

Definition Schlaganfall

WHO: Ein Schlaganfall ist ein Krankheitsbild, bei dem klinische Zeichen einer fokalen, beziehungsweise globalen Störung zerebraler Funktionen plötzlich auftreten, > 24Std. anhalten oder zum Tode führen & nicht auf andedere Ursachen zurückzuführen sind.

3 Einteilungen des Schlaganfalls nach Lokalisation und Art

- Ischämischer Schlaganfall (80-83% aller schlaganfälle)

- Intrazerebrale Blutung (ICB, 10-12%)

- Subarachnoidalblutung (SAB, 7-8%)

Wichtigste Symptome nach Schlaganfall

Nenne 4 Symptome  zu Primäre neuromuskuläre Impairments 

- Hemiplegie/ Hemiparese

- Abnormer Muskeltonus

- Koordinationsprobleme

- Unwillkürliche Bewegungen (assoziierte Reaktionen, Klonus,..)

Wichtigste Symptome nach Schlaganfall

Sekundäre muskuloskeletale Impairments (3)

Aufgrund von

- fehlender physischer Aktivierung

- Spastizität

- Paresen

Wichtigste Symptome nach Schlaganfall

Sensorische Impairments (3)

- Somatosensorische Defizite

- Visuelle Defizite

- Vestibuläre Defizite

Wichtigste Symptome nach Schlaganfall

kognitive Impairments (5)

- Aufmerksamkeit

- Orientierung

- Erinnerung

- Explizites und implizites motorisches Lernen

- Problemlösungsverhalten

Erkläre das UMNS (Upper Motor Neuron Syndrom)

- Unter dem "Syndrom des oberen Motoneurons" versteht man eine Aufzählung typischischer Symptome, die nach einer Läsion absteigender Neurone (dem sog. 1. Motoneuron) oder Bahnen, die ins Rückenmark projizieren, entstehen können.

- Ursachen solcher Läsionen: Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Multiple Sklerose, Zerebralparese, Tumore oder neurodegenerative Erkrankungen

- Die Symptome des UMNS beziehen sich auf die Körperfunktions- und Körperstrukturebene der ICF.

- Das UMNS ist ein Modell das in der therapeutischen Entscheidungsfindung helfen soll, da es eine priorisierung der Symptome ermöglicht.

Nenne und erkläre die 3 Einteilungen des UMNS

- Minussymptome ( Fähigkeiten die nach einer chädigung, im Vergleich zu einer gesunden Person, nicht mehr das sind)

- Plussymptome (Symptome, die vor der Schädigung nicht da waren)

- Adaptive Phänomene (Anpassungen, die sekundär, nicht aufgrund der schädigung, entstanden sind)

Nenne die Aspekte welche zur Minus-symptome des UMNS gehören

- Kraftminderung (Plegie, Parese)

- Hypotonus

- Verminderte Geschwindigkeit der Kraftentwicklung

- Verminderte Kontraktions-Dekontraktions-Geschwindigkeit

- Verminderte Geschicklichkeit/ Feinmotorik

- Störung der Kraftdosierung

- Störung der zeitlichen Abfolge von Muskelaktivierungen

- Störung der antizipatorischen posturalen Kontrolle

- Gesteigerte, vorzeitige Ermüdbarkeit

Nenne die Aspekte, welche zur Plus-symtpomatik des UMNS gehören

- Spastizität (dynamisch-tonischer Dehnreflex)

- Klonus

- Positive Stützreaktion

- Babinskizeichen

- Pathologische Ko-Kontraktion

- Flexorspasmen

- Exstensorenspasmen

- Assoziierte Reaktion

Spastische Dystonie

 

Nenne die Aspekte zu den Adaptiven Phänomene

- Umbau der Muskelfasertypen

- Sakromerverlust

- Verkürzte Muskel-Sehnen-Einheiten (Kontraktur)

- Viskositätsveränderungen

Hypertonus

Wie lautet die Definition der Kraftminderung?

Und zu welcher Symptomatik gehört die Kraftminderung? (Minus-, plussymptomatik oder adaptive Phänomene)

 

Definition:

Verminderte Rekrutierung motorischer Einheiten und Erregungsfrequenz der Motoneurone der phasischen Muskulatur (Cortex).

- Gehört zur Minus-Symptomatik

Wie lautet die Definition des Hypotonus?

und zu welcher Symptomatik des UMNS gehört es?

Definition:

Verminderte Rekrutierung motorischer Einheiten und Erregungsfrequenz der Motoneurone der tonischen Muskulatur (Formatio Reticularis, Cerebellum)

Gehört zur Minus-Symptomatik

Wie lautet die Definition von Spastizität?

und zu wecher Symptomatik des UNMS?

Definition:

Spastizität ist eine motorische Störung, die durch einen geschwindigkeits-abhängigen anstieg des tonischen Dehnungsreflexes (Muskeltonus) mit gesteigerten Sehnenreflexen charakterisiert ist. Dieser Anstieg stammt von einer Überregbarkeit des Dehnungsreflexes.

- Plus-Symptomatik

Wie lautet die Definition von Klonus?

Zu welcher Symptomatik des UMNS gehörts?

Definition:

Klonus entsteht durch eine fehlende Hemmung afferenter Impulse auf die alpha-Motoneurone. Aufgrund der fehlenden Hemmung kommt es zu einer rhythmischen (klonischen) Zucken der betroffenen phasischen Skelettmuskulatur.

- Plus-Symptomatik

Wie lautet die Definition von Babinskizeichen?

UMNS wo zugeteilt?

Definition

Der normale Fussohlenreflex antwortet bei Beschtreichen der Sohle mit einer Plantarflexion der Zehen. Bei einer Schädigung des UMS führt das Bestreichen, vor allem des äusseren Fussrandes zu einer Dorsalextension der grossen Zehe, während die übrigen Zehen in Plantarflexion gehen.

- Plus-Symptomatik

Wie lautet die Definition der Assoziierten Reaktion (aR)?

wo im UMNS zugeteilt?

Definition

Assoziierte Reaktion sind durch die Aktivierung von motorischen Einheiten oder Muskeln gekennzeichnet, die normalerweise nicht an den auszuführenden Aktivitäten beteiligt sind. Sie korrelieren nicht mit Spastizität.

- Plus-Symptomatik

Wie lautet die Definition der Ko-Kontraktion?

wo im UMS eingeteilt?

Definition

Gleichzeitige Aktivierung der Agonisten und Antagonisten von Muskelgruppen, die dasselbe Gelenk kreuzen. Diese Aktivierungsmuster erhöhen die Gelenkssteifigkeit während sie gleichzeitig die Kraftentwicklung des Agonisten einschränken.

- Plus-Symptomatik

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