Synthese


E. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über medizinische und pflegerische Themen auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Blut, Gehirn, Medikamente und Patientenbehandlung. Sie decken auch Selbstvernachlässigung, Diabetes und Krebszellen ab, sowie die Unterstützung von Patienten und die Rolle der Pflege. Ideal für Medizinstudenten und Pflegekräfte, die ihr Wissen vertiefen und ihre Fähigkeiten in der Patientenversorgung verbessern möchten.
Karten
108
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
05.03.2024 / 31.03.2024

Lernkarten

Situationsbeschreibung

  • Einweisungsgrund: Der epileptische Anfall von Herrn K. wurde durch Knochenmetastasen im Gehirn verursacht, die zu einem erhöhten Hirndruck, einem Hirnödem und einer Behinderung des Liquorabflusses führten. Diese Faktoren störten die normale Gehirnaktivität und lösten den Anfall aus. Die Ablehnung weiterer behandlungsspezifischer Maßnahmen wie Bestrahlung und Chemotherapie führte dazu, dass Herr K. symptomatisch mit Fortecortin behandelt wird, um die Schwellung und den Druck im Gehirn zu reduzieren.
  • Dialyse und Transplantation: Die Notwendigkeit der Rückkehr zur Hämodialyse nach einer Periode funktionierender Nierentransplantation kann psychologisch belastend sein. Unterstützung und Beratung sind für die Bewältigung dieser Veränderung wichtig.
  • Immunsuppression: Nach einer Nierentransplantation ist die lebenslange Einnahme von immunsuppressiven Medikamenten erforderlich, um eine Abstoßung des Transplantats zu verhindern. Diese Medikamente erhöhen jedoch das Risiko für Infektionen und bestimmte Arten von Krebs, wie z.B. Hautkrebs. Herr K.'s Geschichte von malignen Hauttumoren passt zu diesem erhöhten Risiko
  • Hautkrebs: Die wiederholte Entwicklung von Hautkrebs, insbesondere von Plattenepithelkarzinomen, bedarf einer regelmäßigen dermatologischen Überwachung und Behandlung. Schutz vor Sonnenlicht und regelmäßige Hautuntersuchungen sind entscheidend.
  • Management von Diabetes und Niereninsuffizienz: Diabetes in Verbindung mit Niereninsuffizienz erfordert eine sorgfältige Überwachung und Anpassung der Behandlung, um den Blutzucker zu kontrollieren, ohne die Nierenfunktion weiter zu beeinträchtigen. Die Dialyse kann die Medikamentendosierung beeinflussen, da einige Medikamente während der Dialyse entfernt werden können.
  • Ernährung: Eine angepasste Ernährung ist entscheidend, um den Bedürfnissen einer Person mit Diabetes, terminaler Niereninsuffizienz und nach einer Transplantation gerecht zu werden. Diätetische Einschränkungen können Kalium, Phosphat und Flüssigkeitsaufnahme umfassen.
  • Psychologische Unterstützung: Die Bewältigung einer chronischen Erkrankung, der Rückkehr zur Dialyse, und der Umgang mit Krebsdiagnosen kann emotional herausfordernd sein. Psychologische Unterstützung und Beratung können für das Wohlbefinden von Herrn K. wesentlich sein.

Erkläre medikamente 

Atorvastatin Pfizer Filmtabletten 40mg
- **Wirkstoffgruppe:** Statine
- **Wirkung:** Senkung des Cholesterinspiegels
- **Nebenwirkungen:** Muskelschmerzen, Leberfunktionsstörungen
- **Indikation:** Hypercholesterinämie, Prävention von kardiovaskulären Ereignissen

Beloc Zok ret Tbl 100mg (Metoprolol)
- **Wirkstoffgruppe:** Betablocker
- **Wirkung:** Senkung von Blutdruck und Herzfrequenz
- **Nebenwirkungen:** Müdigkeit, Schwindel, kalte Extremitäten
- **Indikation:** Arterielle Hypertonie, Herzinsuffizienz, Angina Pectoris

Esidrex Tbl 25mg (Hydrochlorothiazid)
- **Wirkstoffgruppe:** Thiaziddiuretika
- **Wirkung:** Diuretische Wirkung, Senkung des Blutdrucks
- **Nebenwirkungen:** Elektrolytstörungen, erhöhte Blutzuckerwerte
- **Indikation:** Arterielle Hypertonie, Ödeme

Fortecortin Tbl 4mg (Dexamethason)
- **Wirkstoffgruppe:** Glukokortikoide
- **Wirkung:** Entzündungshemmend, immunsuppressiv
- **Nebenwirkungen:** Gewichtszunahme, Osteoporose, Blutzuckererhöhung
- **Indikation:** Entzündliche Erkrankungen, Hirnödeme bei Tumoren

Zestril Tbl 20mg (Lisinopril)
- **Wirkstoffgruppe:** ACE-Hemmer
- **Wirkung:** Senkung des Blutdrucks, Schutz der Nierenfunktion
- **Nebenwirkungen:** Reizhusten, Hypotonie
- **Indikation:** Arterielle Hypertonie, Herzinsuffizienz, diabetische Nephropathie

Eltroxin LF Tbl 0.1mg (Levothyroxin)
- **Wirkstoffgruppe:** Schilddrüsenhormone
- **Wirkung:** Ersatztherapie bei Hypothyreose
- **Nebenwirkungen:** Überdosierung kann zu Symptomen einer Hyperthyreose führen
- **Indikation:** Hypothyreose

Calciumphosphatbinder
- **Wirkstoffgruppe:** Phosphatbinder
- **Wirkung:** Vermindern die Phosphataufnahme aus dem Darm
- **Nebenwirkungen:** Gastrointestinale Beschwerden
- **Indikation:** Hyperphosphatämie bei Niereninsuffizienz

 

 

Zusammenhang Diagnosen und Medis 

Plattenepithelkarzinom des Lungenoberlappens & Metastasen
- **Fortecortin (Dexamethason) zur Behandlung Hirnödem --> Hirndruck 

Diabetes mellitus Typ I
Insulin Levemir FlexPen & Insulin NovoRapid:

Diabetische Nephropathie mit terminaler Niereninsuffizienz
- **Eltroxin (Levothyroxin):** Während Eltroxin primär für Hypothyreose eingesetzt wird, ist es wichtig zu erwähnen, weil Nierenfunktionsstörungen die Schilddrüsenhormonspiegel beeinflussen können. Eine sorgfältige Kontrolle und Anpassung der Dosis sind erforderlich.
- **Calciumphosphatbinder:** Diese werden verwendet, um den Phosphatspiegel bei Patienten mit Niereninsuffizienz zu kontrollieren, was wichtig ist, um die Knochengesundheit zu erhalten und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern.

Arterielle Hypertonie
- **Beloc Zok (Metoprolol), Esidrex (Hydrochlorothiazid), Zestril (Lisinopril):** Dies sind blutdrucksenkende Medikamente, die zur Kontrolle der arteriellen Hypertonie eingesetzt werden. Metoprolol ist ein Betablocker, der die Herzfrequenz und den Blutdruck senkt. Hydrochlorothiazid ist ein Diuretikum, das die Wasserausscheidung fördert und ebenfalls den Blutdruck senkt. Lisinopril ist ein ACE-Hemmer, der die Blutgefäße erweitert und so den Blutdruck senkt und die Herzfunktion verbessert.

Medikamentös substituierte Hypothyreose
- **Eltroxin (Levothyroxin):** Wird zur Behandlung der Hypothyreose eingesetzt, um den Mangel an Schilddrüsenhormonen auszugleichen.

Hypercholesterinämie (impliziert durch die Verwendung von Atorvastatin)
- **Atorvastatin:** Nicht direkt in den Diagnosen erwähnt, aber Atorvastatin wird zur Senkung des Cholesterinspiegels eingesetzt. Es ist wichtig für Patienten mit Diabetes und/oder arterieller Hypertonie, da sie ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.

 

Wieso kam es bei Herr K zum einen epileptischen anfall?

 

  1. Entstehung von Metastasen: Krebszellen lösen sich vom Primärtumor, gelangen in die Blutbahn oder das Lymphsystem und erreichen das Gehirn, wo sie sich ansiedeln und zu Metastasen wachsen.
  2. Raumforderung durch Metastasen: Während die Metastasen im Gehirn wachsen, nehmen sie Platz ein, der im starren Schädel begrenzt ist. Dies führt zu einer ersten Erhöhung des intrakraniellen Drucks (ICP), da das Gehirn, die Flüssigkeiten und das Blut um den begrenzten Raum im Schädel konkurrieren.
  3. Hirnödem: Als Reaktion auf die Tumorzellen im Gehirn reagiert das umliegende Gewebe mit Entzündungsreaktionen, die zur Ansammlung von Flüssigkeit führen – einem Hirnödem. Das Ödem erhöht den Volumendruck im Schädel weiter.
  4. Störung des Liquorflusses: Das Wachstum der Metastasen und das daraus resultierende Ödem können den normalen Fluss der zerebrospinalen Flüssigkeit (Liquor) blockieren oder behindern, was zu einem Stau führt und den intrakraniellen Druck zusätzlich erhöht.
  5. Erhöhter intrakranieller Druck (ICP): Die Kombination aus Raumforderung durch die Metastasen, dem Hirnödem und der Störung des Liquorflusses führt zu einem kontinuierlich steigenden Druck im Gehirn. Dieser Druck beeinträchtigt die Blutzirkulation und die Sauerstoffversorgung des Gehirngewebes und führt zu weiteren Schädigungen.
  6. Elektrochemische Störung: Durch den erhöhten Druck und die Schädigung des Gehirngewebes kommt es zu einer Dysregulation der ionischen Balance und der neuronalen Aktivität. Neuronen feuern unkontrolliert, was zu einer überschießenden elektrischen Entladung im Gehirn führt.
  7. Epileptischer Anfall: Die unkontrollierte elektrische Entladung breitet sich über das Gehirn aus und führt zum epileptischen Anfall. Dies ist eine direkte Folge der durch die Metastasen verursachten physiologischen Veränderungen im Gehirn.

 

Was genau ist der intrakranieller Druck?

  • Der Schädel ist eine feste Struktur, die nicht expandieren kann, und der Inhalt (Gehirn, Blut, Liquor) ist nahezu inkompressibel. Aus diesem Grund kann jede Zunahme des Volumens eines dieser Bestandteile oder das Hinzukommen neuer Massen (wie Tumore oder Blutansammlungen bei einer Blutung) den Druck im Schädelraum erhöhen. Um den ICP konstant zu halten, müssen Veränderungen im Volumen eines Bestandteils durch entsprechende Anpassungen in den anderen ausgeglichen werden (nach dem Monroe-Kellie-Doktrin).

Ursachen für erhöhten ICP:

1. Schädel-Hirn-Trauma.

2. Gehirntumore.

3. Hirnblutungen.

4. Entzündungen des Gehirngewebes (Enzephalitis).

5. Vermehrte Ansammlung von zerebrospinaler Flüssigkeit (z.B. Hydrozephalus).

 

Symptome eines erhöhten ICP:

1. Kopfschmerzen.

2. Übelkeit und Erbrechen.

3. Bewusstseinsveränderungen.

4. Sehstörungen.

5. In schweren Fällen Lebensgefahr.

Erkläre das Medikament: Fortecortin 

Wirkstoff:

  • Dexamethason

Medikamentengruppe:

  • Glukokortikoide (Kortikosteroide)

Wirkungsmechanismus:

  • Dexamethason wirkt stark entzündungshemmend und immunsuppressiv. Es beeinflusst den Glukosestoffwechsel und hat antiallergische Effekte. Der Wirkungsmechanismus beruht auf der Modulation der Expression bestimmter Gene, die für entzündliche Prozesse und Immunreaktionen verantwortlich sind. Es verringert die Freisetzung von entzündungsfördernden Substanzen und reduziert die Durchlässigkeit von Kapillaren, was zur Reduktion von Schwellungen und Entzündungen führt.

Indikationen:

  • Behandlung von Entzündungen und allergischen Reaktionen verschiedener Ursache
  • Zerebrales Ödem, insbesondere bei Hirntumoren
  • Bestimmte Formen von Schock und schweren Asthmaanfällen
  • Behandlung bestimmter hämatologischer und rheumatischer Erkrankungen
  • Adjuvante Therapie bei bestimmten Krebsarten

Nebenwirkungen

  • Erhöhtes Infektionsrisiko
  • Osteoporose bei Langzeitgebrauch
  • Magen-Darm-Beschwerden, wie Ulzerationen
  • Erhöhter Blutzucker, möglicherweise Verschlechterung einer bestehenden Diabetes
  • Gewichtszunahme, Flüssigkeitsretention
  • Psychische Effekte, einschließlich Stimmungsschwankungen und Schlaflosigkeit
  • Cushing-Syndrom bei Langzeitgebrauch
  • Muskelschwäche

Was musst du bei einer Kortisontherapie beachten?

  • Infektionsrisiko: Beobachten Sie Patienten sorgfältig auf Anzeichen einer Infektion, da Kortikosteroide das Immunsystem unterdrücken.
  • Blutzuckerüberwachung:Überwachen Sie den Blutzuckerspiegel, besonders bei Diabetikern, da Kortikosteroide den Blutzucker erhöhen können.
  • Magen-Darm-Schutz: Achten Sie auf Anzeichen von Magen-Darm-Beschwerden. Die gleichzeitige Verabreichung von Magenschutzmitteln kann angezeigt sein.
  • Kalzium und Vitamin D: Fördern Sie eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D, um dem Risiko von Osteoporose entgegenzuwirken.
  • Gewicht und Flüssigkeitshaushalt: Überwachen Sie Gewicht und Flüssigkeitshaushalt wegen der Gefahr von Gewichtszunahme und Ödemen.
  • Psychologische Unterstützung: Seien Sie aufmerksam für Veränderungen im psychischen Zustand des Patienten, einschließlich Depressionen oder Stimmungsschwankungen.
  • Management der Nierenfunktion:Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen, muss die Medikamentendosierung sorgfältig überwacht und angepasst werden, um eine Akkumulation und potenzielle Toxizität zu vermeiden.

 

Was ist das Cushing-Syndrom?

Das Cushing-Syndrom ist eine hormonelle Störung, die durch langfristig erhöhte Cortisolspiegel im Körper verursacht wird. Es kann durch langfristige Anwendung von Kortikosteroid-Medikamenten (iatrogenes Cushing-Syndrom) oder durch eine Überproduktion von Cortisol durch die Nebennieren (endogenes Cushing-Syndrom) entstehen. Symptome umfassen Gewichtszunahme, besonders um den Bauch und im Gesicht (sogenanntes „Mondgesicht“), dünne Haut, die leicht blutet, Muskelschwäche, Osteoporose, Hypertonie, Diabetes mellitus und psychische Veränderungen.

Warum kommt es  bei Kortison zu einem Blutzuckeranstieg?

Cortisol, ein Stresshormon, hat mehrere Wirkungen auf den Stoffwechsel, einschließlich der Erhöhung des Blutzuckerspiegels. Es fördert die Gluconeogenese in der Leber (Bildung von Glukose aus Nicht-Kohlenhydrat-Vorläufern), verringert die Insulinsensitivität der Zellen und hemmt die Aufnahme von Glukose in die Muskelzellen und Fettzellen. Diese Effekte führen zu einem Anstieg der Blutzuckerkonzentration, was besonders für Menschen mit Diabetes mellitus problematisch sein kann.

Welche Funktionen haben Hilfstoffe in den Medikamenten?

  • Füllstoff --> Menge geben 
  • Sprengmittel --> Medikamentenfreisetzung beschleunigen
  • Konsevierungsstoffe --> Haltbarkeit 
  • Geschmackstoffe 
  • Glasur --> Rutsch besser 
  • Farbe Beschriftung --> Erkennbarkeit 

Was bedeutet der Begriff Kumulation? 

Anhäufung der Medikamenten im Körper 

Welche Mechanismus können zu einer Medikamentenkumulation führen?

Zu hohe Dosis, zu kurze Einnahmintervall, Medikamenteninteraktionen, verminderte Abbau (Bei Leberstörung), verminderte Ausscheidung (bei Leber und Nierenstörung) 

Erkläre First-Pass Effekt? 

Nach der Resoption im Darm werden die Medikamente direkt zur Leber transportiert und dort teilweise um- und abbaut. Das kann dazu führen, dass weniger aktives Medikamenten an den Zielort gelangt. 

Was ist die therapeutische Breite? 

Die therapeutische Breite bezeichnet den Blutspiegel eines Wirkstoffes von Höhe, bei der die Wirkung eintritt, bis zur Höhe, bei der Vergiftungserscheinung auftreten. 

Wieso wird ein Medikament bei einer Alte Pat. anders dossiert? 

Wegen dem hohen Alter arbeit die Leber anders indem die Medikamente weniger gut abgebaut werden und die Niere dies auch schlechter eliminieren kann. 

Wieso muss ich Mischinsulin kippen?

Ist ein Suspension da Stoffenenthalten sind die sich mit der Zeit zersetzen das heisst sie sind nicht ständig vermischt. Durch das Kippen wird Wirkstoffe mit Lösungsmittel vermischt damit die korrekte Dosis verabreicht werden kann. 

Glukosestoffwechsel 

 

  1. Nahrungsaufnahme**: Mit der Nahrung aufgenommene Kohlenhydrate werden im Verdauungstrakt in einfachere Zucker, einschließlich Glukose, aufgespalten und ins Blut aufgenommen.
  2. Transport**: Die Glukose wird vom Blut zu den Zellen transportiert, wo sie als Energiequelle genutzt oder zur späteren Verwendung gespeichert wird
  3. *Insulin**: Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) spielt eine Schlüsselrolle, indem sie Insulin ausschüttet, ein Hormon, das den Zellen signalisiert, Glukose aufzunehmen. Insulin hilft, den Blutzuckerspiegel zu senken, indem es die Aufnahme von Glukose in Muskeln und Fettzellen fördert.
  4. Glukoseverwertung**: Sobald in der Zelle, wird Glukose durch Glykolyse,  in Energie umgewandelt, die von der Zelle genutzt wird.
  5. Speicherung**: Überschüssige Glukose wird in der Leber und in Muskeln in Form von Glykogen gespeichert. Bei Bedarf kann Glykogen wieder in Glukose umgewandelt werden, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.

Regulation des Glukosestoffwechsels

  • Insulin**: Senkt den Blutzuckerspiegel, indem es die Aufnahme und Verwendung von Glukose durch die Zellen fördert.
  • Glukagon**: Ein anderes Hormon, das von der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Es erhöht den Blutzuckerspiegel, indem es die Freisetzung von Glukose aus der Leber stimuliert.
  • Adrenalin, Cortisol und Wachstumshormon**: Diese Hormone können den Blutzuckerspiegel ebenfalls erhöhen, insbesondere in Stresssituationen.

 

Komplikationen DM 

Hypoglykämie (Unterzuckerung)

  • Pathophysiologie: Hypoglykämie tritt auf, wenn der Blutzuckerspiegel unter den normalen Bereich fällt (<70 mg/dl). Dies kann durch zu viel Insulin oder orale Hypoglykämika, unzureichende Nahrungsaufnahme, übermäßige körperliche Aktivität oder eine Kombination dieser Faktoren verursacht werden.
  • Komplikationen und Gefahr: Koma, Krampfanfällen und im schlimmsten Fall zum Tod führen.
  • Langfristig kann häufige Hypoglykämie kognitive Beeinträchtigungen verursachen.
  • Anzeichen: Zittern, Schwitzen, starke Hungergefühle, Verwirrtheit, Schwäche, Blässe, Herzklopfen, Angst, Sehstörungen.

Hyperglykämie (Überzuckerung)

  • Pathophysiologie: Hyperglykämie bedeutet erhöhte Blutzuckerspiegel (>180 mg/dl), was durch unzureichende Insulinwirkung oder -produktion und/oder erhöhte Glukoseproduktion der Leber verursacht werden kann. Häufig bei unzureichender Diabeteskontrolle.
  • Komplikationen und Gefahr: Kurzfristig kann es zur diabetischen Ketoazidose (DKA) bei Typ-1-Diabetes oder zum hyperosmolaren hyperglykämischen Syndrom (HHS) bei Typ-2-Diabetes kommen, beides lebensbedrohliche Zustände.
  • Langfristig führt anhaltende Hyperglykämie zu Schäden an Blutgefäßen und Nerven, was zu den oben erwähnten Mikro- und Makroangiopathien führt.

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HbA1c** (ein Durchschnittswert des Blutzuckerspiegels über die letzten 2-3 Monate):

- Normal: weniger als 6,5%

- Prädiabetes: 6,5% - 6,9%

- Diabetes: 7,0% oder höher

Makro und Mikroangiopathie 

Natürlich, ich erkläre dir gerne den Unterschied zwischen Mikro- und Makroangiopathie, insbesondere im Zusammenhang mit Diabetes.

**Mikroangiopathie** bezieht sich auf Schäden an den kleinen Blutgefäßen. Bei Diabetes bedeutet das vor allem die Kapillaren. Die hohen Blutzuckerspiegel bei Diabetes schädigen die Wände dieser kleinen Blutgefäße, was zu einer Verdickung führt und den Blutfluss behindert. Die Organe, die am häufigsten betroffen sind, sind die Augen (Diabetische Retinopathie), die Nieren (Diabetische Nephropathie) und die Nerven (Diabetische Neuropathie).

**Makroangiopathie** hingegen betrifft die größeren Blutgefäße, wie die Arterien. Diabetes kann diese Gefäße verhärten und verengen, ein Zustand, der als Atherosklerose bekannt ist. Dies erhöht das Risiko für Herzkrankheiten, Schlaganfall und periphere arterielle Krankheit, weil es den Blutfluss zu wichtigen Organen wie dem Herz und Gehirn, aber auch zu den Extremitäten einschränken kann.

Zusammengefasst: Mikroangiopathie betrifft kleine Blutgefäße und führt zu spezifischen Komplikationen in Organen wie Augen, Nieren und Nerven, während Makroangiopathie größere Gefäße betrifft und das Risiko für Herzkrankheiten, Schlaganfall und periphere arterielle Krankheit erhöht. Beide sind ernsthafte Komplikationen von Diabetes und unterstreichen die Bedeutung einer guten Blutzuckerkontrolle.

Diabetischer Ketoazidose 

Extremer Insulinmangen = Hyperglykämie 

  • Körper baut Fett anstatt Glukose ab, da ein Insulinmangel herrscht.
  • Kommt zum anstieg von Ketonen im Blutt Potenziell Lebensbedrohlich da Ketonkörper zur Azidose führt was widerum toxisch für Organe sind
  • Dabei kommt es zum Verlust von Na und Kalium da der Körper versucht die überschüssige Glukose über Niere zu eliminieren --> Dehydratio bis zu Azidose Koma 

Wieso führt Diabetes zu einer diabetischer Nephropathie?

  • Andauernde erhöhte Glukose Werte im Blut führt dazu das die Niere mehr Leistung erbringen muss um die überschüssige Glukose zu eliminieren. Das führt zu einer Überarbeitung der Niere die langfristig zu schäden führt an den Blutgefässen der Niere und hauptsächlich bei der Filterationseinheit die Glomeri. Anfangs führt es zu eine Glomulären Hyperfiltration folge ist dann die vermehrte Ansammlung von Protein --> Protein Urin 
  • Diebates ist ein wichtiger indikator für Arteriosklerose das heisst Plaques setze sich auch in den kleuen gefässen ab die Arterien werden weniger elastisch und es kann zu einen Blockade führen die die Durchblutung der Niere beeinträchtigt
  • Hypertonie

Funktion der Niere?

 

1. Regulation des Wasser- und Elektrolythaushalts
2. Ausscheidung von Abfallprodukten und Toxinen
3. Blutdruckregulation durch Renin-Angiotensin-Aldosteron-System
4. Regulation der Erythrozytenproduktion durch Erythropoietin (EPO) 
5. Säure-Basen-Haushalt durch Ausscheidung von H+ und Rückresorption von HCO3-
6. Regulation des Calcium- und Phosphathaushalts, Vitamin D Metabolismus
7. Detoxifikation und Metabolismus von Medikamenten

Welche Krankheiten können zu einen chronischen NI führen? 

  • Diabetes mellitus (Typ 1 und Typ 2): Hoher Blutzuckerspiegel kann die Nieren im Laufe der Zeit schädigen.
  • Hoher Blutdruck (Hypertonie)**: Unkontrollierter Bluthochdruck kann die Blutgefäße der Nieren beschädigen.
  • Chronische Glomerulonephritis: Eine Gruppe von Krankheiten, die die Nierenfilter (Glomeruli) entzünden und schädigen.
  • Polyzystische Nierenerkrankung: Eine genetische Erkrankung, bei der zahlreiche Zysten in den Nieren wachsen.
  • Autoimmunerkrankungen: Wie Lupus erythematodes, die die Nieren angreifen können.

Laborwerte bei terminale CNV? 

  • Serum-Kreatinin: Ein Abfallprodukt des Muskelstoffwechsels. Ein Anstieg weist auf eine beeinträchtigte Nierenfunktion hin, da die Nieren nicht mehr effektiv Abfallstoffe filtern können.
  • Glomeruläre Filtrationsrate (GFR):  Ein Maß für die Filterleistung der Nieren. Eine GFR unter 15 ml/min/1,73 m² zeigt ein terminales Nierenversagen an.
  • Harnstoff im Blut (BUN):  Ein Abfallprodukt des Proteinstoffwechsels. Erhöhte Werte deuten auf eine reduzierte Nierenfunktion hin.
  • Elektrolyte (Kalium, Natrium, Calcium, Phosphat): Essentielle Mineralien im Körper.
  • Proteinurie:  Das Vorhandensein von Eiweiß im Urin. Ein Zeichen für eine Schädigung der Nierenfilter.

 

Was ist ein Urämie und welche Symptome zeigt diese? 

Die Urämie bezeichnet die Vergiftung des Blutes mit harnpflichtigen Substanzen, wie Harnstoff, Kreatinin und Harnsäure.

  • Müdigkeit und allgemeine Schwäche: Ein sehr frühes Zeichen, das aufgrund der Anhäufung von Toxinen und Anämie auftritt.
  • Pruritus (Juckreiz): Schwere Hautjucken ohne sichtbaren Ausschlag, verursacht durch die Ansammlung von Abfallprodukten.
  • Metallischer Geschmack im Mund: Kann auch zu Mundgeruch führen.
  • Ödeme: Vor allem in den Beinen, Füßen oder Händen, verursacht durch die Flüssigkeitsretention.
  • Oligurie
  • Tackykardie und Hypertonie 

 

 

Wieso kommt es bei Niereninssufizienz zu Proteinurin?

Normale Nierenfunktion:
Die Nieren filtern Blut, um Abfallstoffe und überschüssige Flüssigkeiten zu entfernen und gleichzeitig nützliche Substanzen wie Proteine im Körper zu halten. Die Hauptfiltrationseinheiten in den Nieren sind die Glomeruli, kleine Blutgefäßknäuel, die nur sehr kleine Moleküle durchlassen, wie Wasser und Salze, während größere Moleküle, insbesondere Proteine, im Blutkreislauf zurückgehalten werden.

Warum sammelt sich Protein bei Nierenschäden an?

  1. Schädigung der Filterfunktion:** Bei Nierenschäden, wie sie durch langjährigen Diabetes oder hohen Blutdruck verursacht werden können, werden die Glomeruli beschädigt. Dadurch können sie nicht mehr effektiv verhindern, dass Proteine aus dem Blut in den Urin gelangen. 
  2. Protein im Urin (Proteinurie):** Wenn die Glomeruli beschädigt sind, verlieren sie ihre Fähigkeit, größere Moleküle wie Proteine zurückzuhalten. Das führt dazu, dass Proteine, insbesondere Albumin (ein Hauptprotein im Blut), in den Urin durchsickern. Dieser Zustand wird als Proteinurie bezeichnet.
  3. Hyperfiltration:** Eine anfängliche Reaktion der Nieren auf Schäden kann eine erhöhte Filtrationsrate sein, um die Effizienz zu steigern, was jedoch langfristig zu weiteren Schäden führt. Dieser erhöhte Druck und die übermäßige Filtration können die Durchlässigkeit der Glomeruli für Proteine noch erhöhen.

Wie entsteht ein Ödem bezogen auf Niereninssufizienz?

Ein Ödem ist die Schwellung von Körperteilen, verursacht durch die Ansammlung von Flüssigkeit im interstitiellen Raum oder Zwischenzellraum. 

  • Reduzierte Ausscheidung von Natrium und Wasser: Die Nieren spielen eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Wasser- und Elektrolythaushalts im Körper. Bei Niereninsuffizienz können die Nieren überschüssiges Natrium und Wasser nicht effektiv ausscheiden. Natrium zieht Wasser nach sich, was bedeutet, dass, wenn Natrium im Körper zurückgehalten wird, auch Wasser zurückgehalten wird. Dies führt zu einer Zunahme des Volumens der extrazellulären Flüssigkeit, was den hydrostatischen Druck in den Kapillaren erhöht und die Flüssigkeit in das umliegende Gewebe treibt, was zu Ödemen führt.
  • Reduzierter onkotischer Druck im Blut: Eine weitere Folge der Niereninsuffizienz kann der Verlust von Proteinen, insbesondere Albumin, im Urin sein (Proteinurie), was zu einem reduzierten onkotischen Druck im Blut führt. Der onkotische Druck ist verantwortlich für das Zurückziehen von Flüssigkeit aus dem Gewebe in die Blutgefäße. Wenn dieser Druck sinkt, wird weniger Flüssigkeit aus dem Gewebe zurückgezogen, was ebenfalls zu Ödemen führt.

Ödeme, die durch Niereninsuffizienz verursacht werden, sind typischerweise in den unteren Extremitäten lokalisiert, können aber auch im Gesicht, um die Augen (Periorbitalödeme) und in anderen Körperteilen auftreten. Sie können ein Anzeichen für eine fortschreitende Nierenerkrankung sein und erfordern eine medizinische Bewertung und Behandlung, um die zugrunde liegende Nierenfunktion zu verbessern und die Flüssigkeitsansammlung zu kontrollieren.

Funktion Protein und Problematik bei NI 

Warum Proteine im Blut bleiben sollten:

  • Wichtige Funktionen von Proteinen:** Proteine im Blut erfüllen viele lebenswichtige Funktionen. Sie helfen beim Transport von Substanzen, wie z.B. Hormonen, Vitaminen und Sauerstoff, im ganzen Körper. Eines der Hauptproteine im Blut, Albumin, hilft, das Volumen des Blutes im Gefäßsystem zu halten, indem es den osmotischen Druck reguliert, und trägt Substanzen wie Medikamente und Hormone.
  • Immunantwort:** Einige Blutproteine sind Antikörper, die eine Schlüsselrolle in der Immunantwort des Körpers spielen. Der Verlust dieser Proteine kann die Fähigkeit des Körpers, Infektionen zu bekämpfen, schwächen.

Warum Proteinurie problematisch ist:

  • Verlust wichtiger Proteine:** Wenn Proteine im Urin verloren gehen, verliert der Körper essentielle Substanzen, die für viele Körperfunktionen wichtig sind. Ein signifikanter Verlust von Albumin, dem Hauptprotein im Blut, kann zu einer Erkrankung führen, die als Hypoalbuminämie bekannt ist, und zu Symptomen wie Ödemen (Schwellungen durch Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe) führen.
  • Ödeme:** Da Albumin hilft, das Blutvolumen im Gefäßsystem zu halten, kann sein Verlust dazu führen, dass Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in Körpergewebe austritt, was zu Schwellungen, besonders in den Beinen, Füßen und manchmal im Gesicht, führt.
  • Weitere Nierenschäden:** Lang andauernde Proteinurie kann zu weiteren Schäden an den Nieren führen und eine fortschreitende Niereninsuffizienz beschleunigen.

 

Blutversorgung der Niere?

Die Nieren werden durch die Nierenarterien, die direkt von der Aorta abdominalis abgehen, mit Blut versorgt. Diese teilen sich in der Niere in kleinere Arterien auf, die bis zu den Glomeruli, den Filtereinheiten der Nieren, führen. Nach der Filtration fließt das Blut über ein Netzwerk von Venen, das parallel zu den Arterien verläuft, zurück in die Nierenvenen und von dort in die untere Hohlvene (Vena cava inferior).

Was ist Dialyse? 

Dialyse ist ein medizinisches Verfahren, das die Funktion der Nieren nachahmt, wenn diese nicht mehr in der Lage sind, Abfallstoffe, überschüssige Flüssigkeit und Elektrolyte aus dem Blut zu filtern. Es gibt hauptsächlich zwei Arten von Dialyse:

  • Hämodialyse: Bei dieser Methode wird das Blut des Patienten durch einen Filter außerhalb des Körpers geleitet, der Dialysator genannt wird. Dieser reinigt das Blut von Abfallstoffen und überschüssigen Elektrolyten, bevor es wieder in den Körper zurückgeführt wird.
  • Peritonealdialyse: Hierbei wird die Bauchhöhle (Peritonealhöhle) mit einer Dialyselösung gefüllt, die Abfallstoffe und überschüssige Flüssigkeit aus dem Blut durch das Peritoneum (die Membran, die die Bauchhöhle auskleidet) aufnimmt. Die verbrauchte Lösung wird dann aus dem Bauchraum entfernt und durch frische ersetzt.

Kalium und Phosphat bei Niereninsuffizienz

Bei Niereninsuffizienz können die Nieren Kalium und Phosphat nicht mehr effektiv aus dem Blut filtern, was zu hohen Konzentrationen dieser Elektrolyte führt.

  • Kalium:  ist wichtig für die Funktion von Nerven und Muskeln, einschließlich des Herzmuskels. Zu hohe Kaliumspiegel können jedoch zu schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen führen.

  • Phosphat: spielt eine Rolle bei der Energieproduktion und ist wichtig für die Knochengesundheit. Zu hohe Phosphatspiegel können jedoch zu Knochenproblemen und zur Bildung von Kalziumphosphat-Kristallen in den Geweben führen, was Schäden verursachen kann.

Calciumphosphatbinder bei Niereninssuffizienz

Patienten mit Niereninsuffizienz, die Dialyse durchführen, nehmen oft Calciumphosphatbinder ein, um die Phosphataufnahme im Darm zu reduzieren und so die Phosphatspiegel im Blut zu senken. Bichsel Kapseln sind ein Beispiel für solche Binder. Bei der Einnahme dieser Medikamente ist es wichtig:

- Die empfohlene Dosierung genau einzuhalten.

- Die Ernährung anzupassen, um die Aufnahme von Phosphat zu minimieren. --> 

- Regelmäßige Bluttests durchzuführen, um die Elektrolytspiegel zu überwachen und die Dosierung der Medikamente entsprechend anzupassen.

Für Menschen mit Niereninsuffizienz ist es wichtig, die Aufnahme von Phosphat und Kalium zu überwachen, da ihre Nieren diese Mineralien nicht mehr effektiv aus dem Körper filtern können. Eine zu hohe Aufnahme kann zu Gesundheitsproblemen führen, einschließlich Herzrhythmusstörungen bei hohem Kaliumspiegel und Knochen- sowie Gefäßschäden bei hohem Phosphatspiegel. Diätempfehlungen sollten mit einem Arzt oder Ernährungsberater abgesprochen werden, um die individuellen Bedürfnisse und Einschränkungen zu berücksichtigen.

 

 

Was ist ein Shunt?

Ein Shunt für die Hämodialyse ist eine chirurgisch hergestellte Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene. Die am häufigsten verwendeten Arten von Shunts sind:

  • Arteriovenöse Fistel (AV-Fistel):** Bei diesem Verfahren wird direkt eine Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene, meist am Arm des Patienten, hergestellt. Die erhöhte Blutflussrate durch die Vene führt dazu, dass sie sich erweitert und stärkt, was die wiederholte Einführung von Nadeln für die Hämodialyse erleichtert.

  • Arteriovenöser Graft (AV-Graft):** Wenn die Venen des Patienten nicht stark genug für eine Fistel sind, kann stattdessen ein Graft verwendet werden. Hierbei handelt es sich um ein Röhrchen aus synthetischem Material, das als Brücke zwischen einer Arterie und einer Vene fungiert, um den notwendigen Blutfluss für die Dialyse zu schaffen.

Pflege

  • Achten Sie darauf, dass der Bereich um den Shunt sauber gehalten wird, um Infektionen zu vermeiden. Informieren Sie Patienten darüber, wie sie den Shuntbereich pflegen und vor Verletzungen schützen können.
  • Vermeidung von Druck

RAAS System

Das RAAS ist ein hormonelles System, das den Blutdruck und das Flüssigkeitsgleichgewicht im Körper reguliert.

  1. Rezeptoren in Niere messen --> Wenn Blutdruck fällt oder der Natriumgehalt im Blut zu niedrig ist, setzen die Nieren Renin frei.
  2. Renin wandelt Angiotensinogen, ein in der Leber produziertes Protein, in Angiotensin I um.
  3. Angiotensin I wird durch das Angiotensin-konvertierende Enzym (ACE) in Angiotensin II umgewandelt, das ein starkes Vasokonstroktion Hormon ist und den Blutdruck erhöht.
  4. Angiotensin II stimuliert auch die Freisetzung von Aldosteron aus der Nebennierenrinde, was dazu führt, dass die Nieren mehr Natrium und Wasser rückresorbiert wird, um den Blutdruck zu erhöhen.

RAAS sollte BD stabilisieren -->Chronischen Hypertonie führt zurÜberaktivität vom System --> führtzu dauerhafte Vasokonstruktion--> hoher Blutdruck

ACE-Hemmer:

 

  • ACE-Hemmer sind Medikamente, die die Funktion des Angiotensin-konvertierenden Enzyms blockieren. Dadurch wird die Bildung von Angiotensin II reduziert, was zu einer Gefäßerweiterung führt und den Blutdruck senkt.
  • Zusätzlich vermindern sie die Aldosteronfreisetzung, wodurch weniger Natrium und Wasser im Körper zurückgehalten werden, was ebenfalls den Blutdruck senkt.

 

Regulation von EPO
 

Erythropoietin (EPO) ist ein Hormon, das hauptsächlich in den Nieren produziert wird und die Bildung von roten Blutkörperchen im Knochenmark stimuliert. Wenn der Sauerstoffgehalt im Blut abnimmt, zum Beispiel bei Anämie oder bei Aufenthalt in großen Höhen, erhöhen die Nieren die Produktion von EPO. Dies führt zu einer erhöhten Produktion von roten Blutkörperchen, die den Sauerstofftransport im Körper verbessern. Die Regulation von EPO hilft somit, den Sauerstoffgehalt im Blut konstant zu halten.

GFR Wert

Die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) ist ein Maß dafür, wie gut die Nieren funktionieren. Sie gibt an, wie viel Blut die Nierenfilter (Glomeruli) in einer Minute reinigen können. Die GFR wird in Millilitern pro Minute ausgedrückt (ml/min). Eine normale GFR liegt bei Erwachsenen etwa bei 90 bis 120 ml/min. Eine niedrigere GFR zeigt an, dass die Nierenfunktion eingeschränkt ist, während eine sehr hohe GFR auf eine übermäßige Nierenfunktion hinweisen kann. Die GFR ist ein wichtiger Indikator für die Nierengesundheit und hilft Ärzten bei der Diagnose und Behandlung von Nierenerkrankungen.

Nierentransplantation 

  • Lebenderspender oder Postmortale Spender
  • Lebenslange Einnahme von Immunsuppersion --> Um Abstossung zu verhindern --> immunreaktion da es Körperfremd ist 
  • Starke Nebenwirkungn da es das eigen Immunsystem dämpft und somit Risko für Karzinome erhöhen --> Immunsystem ist geschwächt da es unterdrückt wird, und verliert seine Fähigkeit abnormale Zellen zu zerstören Fördert Wachstum von Krebszellen und kann DNA Struktur verändern

Tumorschmerzen

Tumorschmerzen entstehen durch das Wachstum des Tumors, der auf umliegende Strukturen drückt, oder durch die Krebsbehandlung selbst. Sie können variieren in Intensität und Natur, je nach Tumorart und -lage. In der Schmerztherapie bei Tumorschmerzen gibt es einige Besonderheiten:

  • Multimodaler Ansatz:Kombination verschiedener Therapieformen wie Medikamente (Opioide, Nicht-Opioid-Analgetika, Adjuvanzien), physikalische Maßnahmen, psychologische Unterstützung und ggf. invasive Verfahren.

Das Hauptziel ist die bestmögliche Schmerzkontrolle bei Erhalt oder Verbesserung der Lebensqualität des Patienten.

TNM-Klassifikation

Beschreibung der Ausbereitung vom Tumor und der Krankheit 

  • T= Tumor --> grösse und Ausdehnung von Primärtumor 
  • N = Nobus lymphaticus --> Befall der Lymphknoten 
  • M= Metastasen 

Tumorarten 

Benigne Tumoren --> Gutartig 

  • Adenome**: Entstehen in Drüsengewebe und sind meist gutartig.
  • Fibrome**: Entwickeln sich aus Bindegewebe und betreffen häufig Haut, Uterus oder Muskeln.
  • Hämangiome**: Sind gutartige Wucherungen von Blutgefäßen, oft sichtbar auf der Haut.
  • Lipome**: Fettgewebstumoren, die weich sind und sich leicht unter der Haut bewegen lassen.
  • Osteome**: Gutartige Knochentumoren, die oft im Schädel vorkommen.
  • Papillome**: Wucherungen, die von Epithelgewebe ausgehen und oft Haut oder Schleimhäute betreffen.

Maligne Tumoren (Krebs) --> Bösartig 

  • Adenokarzinome**: Entstehen aus drüsigen Strukturen in epithelialem Gewebe (z.B. Brust-, Prostata-, Lungenkrebs).
  • Basalzellkarzinome**: Eine Form von Hautkrebs, die sich aus der Basalzellschicht der Epidermis entwickelt.
  • Leukämien**: Blutkrebs, der im Knochenmark beginnt und eine übermäßige Produktion abnormaler weißer Blutkörperchen verursacht.
  • Lymphome**: Krebsarten, die das lymphatische System betreffen, einschließlich Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome.
  • Melanome**: Eine aggressive Form von Hautkrebs, die von Melanozyten (Pigmentzellen) ausgeht.
  • Myelome**: Krebs des Plasmazellen im Knochenmark.
  • Sarkome**: Entstehen aus Bindegewebe wie Knochen, Knorpel, Fett, Muskel oder Blutgefäßen.
  • Plattenepithelkarzinome**: Entwickeln sich aus den Plattenepithelzellen, die viele Oberflächen des Körpers bedecken, einschließlich der Haut, des Mundes und der Atemwege.

 

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