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E. S.
Diese Karteikarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Biologie der Nervengewebe. Sie konzentrieren sich auf die Struktur und Funktion von Nervenzellen, einschließlich Synapsen, Aktionspotenzialen und der Rolle von Ionenkanälen und Transmittern. Die Lernkarten erklären auch die Weiterleitung von Erregungen entlang von Axonen und die Bedeutung der Myelinhülle. Ideal für Schüler, die die Grundlagen der Neurobiologie verstehen möchten, vermitteln sie, wie Nervenzellen Informationen verarbeiten und weiterleiten.
Karten
26
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
23.01.2024 / 30.01.2024

Lernkarten

Aus was bestehen Nervengewebe?

Nervengewebe besteht aus Nervenzellen (Neuronen) und Gliazellen

was sind Gliazellen?

Gliazellen stützen und schützen die Neuronen, kontrolieren ihre Versorgung und unterstützen sie bei der Arbeit. Sie bilden auch die Myelinhülle um die Axone

Wie ist der Bau der Nervenzellen?

Nervenzellen oder Neuronen bestehen aus einem Zellkörper mit den üblichen Organellen und dünnen z. T. verzweigten Plasmafortsätzen. Die meisten haben mehrere kurze Dendriten und ein Axon, das sehr lang sein kann. Die Dendriten leiten nervöse Erregungen zum Zellkörper, das Axon leitet sie vom Zellkörper weg zur fol- genden Zelle. Der Axonhügel ist der Bereich, dem das Axon entspringt.

was sind Myelinhülle?

Die meisten Axone sind verpackt in eine isolierende Myelinhülle aus vielen Membranlagen, welche die Geschwindigkeit der Erregungsleitung erhöht. Sie besteht aus ca. 1 mm langen Abschnitten, die durch die Ranvier-Schnürringe getrennt sind.

was ist eine Synapnse?

Die Stelle, an der die Erregnung vom Axon auf einen Dendriten oder auf den Zellkörper des nächsten Neurons oder auf eine Muskelfaser überspringt, heisst Synapse

wo liegt die graue und die weisse Substanz?

Graue Substanz: Die Zellkörper der Nervenzellen liegen zum grössten Teil im Zentralnervensystem, d.h im Gehirn und im Rückenmark. Sie bilden hier zusammen mit Gliazellen die graue Subsdtanz.

 

Weisse Substanz: Die Axone mit ihren weissen Myelinhüllen bilden im ZNS die weisse Substan

was sind Nerven?

Ein Nerv ist ein von Bindegewebe umhülltes Bündel von vielen Axonen mit Myelinhülle

Was ist das Membranpotenzial?

Die unterschiedliche Durchlässigkeit der Zellmembran für verschiedene Ionen und der aktive Transport bestimmter Ionen haben zur Folge, dass viele Ionen in der Zelle nocht die gleiche Konzentration haben wie ausserhalb. Weil Ionen eine elektrische Ladung tragen, resultiert aus der ungleichen Ionen-Verteilung eine elektrische Spannung zwischen innen und aussen. Man nennt diese Spannung Membranpotenzia

was ist Ionenkanäle?

Ionen können die Zellmembran durch spezifische lonenkanäle passieren oder von lonen- pumpen aktiv transportiert werden. Ionenkanäle sind Eiweisstunnel in der Lipiddoppel- schicht der Membran, die bestimmte lonen passieren lassen. Sie können sich z.T. durch die Wirkung von Botenstoffen oder Spannungsänderungen öffnen und schliessen

was sind die Na+/ K+ - Pumpe?

lonenpumpen sind Membraneiweisse (Carrier), die bestimmte lonen aktiv, d. h. gegen das Konzentrationsgefälle, durch die Membran transportieren. Die Natrium/Kalium-Pumpe transportiert Natrium-lonen (Na+) nach aussen und Kalium-lonen (K+) nach innen. Sie wird durch ATP angetrieben.

was ist das Ruhepotenzial an der Membran?

Das Ruhepotenzial an der Membran einer ruhenden Nervenzelle beträgt ca -70mV. Es wird unter Energieaufwand durch die Natrium/ Kalium-Pumpe aufrechterhalten

Wie ist die Erregbarkeit von Sinnes- und Nervenzellen?

(Nervöse Erregung)

Sinnes- und Nervenzellen können nervöse Erregung bilden, leiten und verarbeiten. Sie verändern ihr Membranpotenzial als Reaktion auf Reize, elektrische Impulse oder Botenstoffe, indem sie die Membrandurchssigkeit veränder

was bedeuten Nervöse Erregung?

(am zellkörper, am axon, an synapse)

-an Zellkörper: eine mehr oder weniger starke Änderung des Membranpotenzials

 

-am Axon: eine Salve von Aktionspotenzialen mit einer bestimmten Frequenz

 

-an Synapsen: Ausschüttung und Diffusion eines Überträgerstoff

was ist die Membranpotenzial Änderung?

In Sinneszellen lösen bestimmte Reize Vorgänge aus, die zur Veränderung des Membranpotenzials führen. In der Regel wird das Membranpotenzial schwächer (Depolarisation). Je stärker der einwirkende Reiz ist, umso stärker ändert sich das Membranpotenzial

wan werden Aktionspotenziale gebildet?

und wie ist der Ablauf

Unterschreitet das Membranpotenzial am Axonhügel den Schwellwert von -50mV, werden hier Aktionspotenziale gebildet:

 

- Die Spannungsabhängige Natrium-Kanäle öffnen sich.

 

- Natrium-Ionen diffundieren ins Axon, wo ihre Konzentration tiefer ist. Der Na+-Einstrom depolarisiert die Membran und verursacht ein Aktionspotenzial von ca +20mV.

 

-Natrium-Kanäle schliessen, Kalium-Kanäle öffnen sich. Kalium-Ionen diffundieren nach aussen, wo ihre Konzentration tiefer ist. Durch den K+- Aussenstrom verschwindet das Aktionspotenzial innerhalb von 1-2ms

 

- Die Natrium/Kalium-Pumpe stellt die ursprüngliche Ionenverteilung wieder her. Die Natrium-Kanäle bleiben noch etwa 2-10ms blockiert: Die Membran ist refraktä

was beeinflusst die Erregungsstärke?

 

Ein Reiz löst eine Serie von Aktionspotenzialen aus. Ihre Frequenz ist umso höher, je stärker der Reiz bzw. die Potenzialänderung am Zellkörper ist. Die Höhe der Aktionspotenziale (Amplitude) spielt keine Roll

wie verläuft die Weiterleitung von Aktionspotenzialen am Axon?

(von Schnürring zu Schnürring)

Vom Axonhügel wird das Aktionspotenzial über das Axon bis zur folgenden Synapse geleitet. Axone mit Myelinhülle bilden nur an den Schnürringen Aktionspotenziale. Sie leiten mit ca 100m/s 100mal rascher als Axone ohne Hülle.

 

-Vom Axonhügel oder von einem Schnürring mit Aktionspotenzial fliessen kleine Ausgleichsströme zu den benachbarten Schnürringen und vermindern hier das Ruhepotenzial

 

-Sinkt das Ruhepotenzial unter den Schwellenwert, öffnen sich die spannungsabhängigen Natrium-Kanäle. Natrium-Ionen dringen in die Zelle ein und verursachen an diesen Schnürringen ein Aktionspotenzial

 

-Kalium-Ionen wandern nach aussen, das Aktionspotenzial verschwindet und die Natrium/Kalium-Pumpe stellt die ursprüngliche Ionenverteilung wieder her. Die Natriumkanäle bleiben noch etwa 10ms geschlossen: Die Membran ist refraktä

wie ist das Prinzip der Erregungsübertragung an den Synapsen?

An der Synapse wird die Erregung durch einen Botenstoff (Transmitter) vom Axon einer Zelle auf den Zellkörper oder einen Dendriten der folgenden Nervenzelle auf eine Muskel faser oder auf eine Drüsenzelle übertragen.

wie funktioniert die Transmitterausschüttung?

Das Endköpfchen des Axons enthält Vesikel mit Transmitter, die beim Eintreffen eines Aktionspotenzials zur präsynaptischen Membran wandern und mit dieser verschmelzen. Dadurch wird der Transmitter ausgeschüttet und diffundiert durch den Spalt.

was sind die Transmitter wirkungen?

Durch die Anlagerung des Transmitters an die Rezeptoren der postsynaptischen Membran öffnen sich bestimmte lonenkanäle. An erregenden Synapsen sind es die Natrium-lonen- Kanäle und der Na+-Einstrom schwächt das postsynaptische Potenzial (PSP) ab. An hem- menden Synapsen öffnen sich Chlorid-lonen-Kanäle und der CI- Einstrom erhöht das PSP.

wie verläuft der Transmitterabbau?

Ausschüttung, Diffusion und Änderung des postsynaptischen Potenzials geschehen innerhalb von 1 ms. Der Transmitter wird schnell abtransportiert oder gespalten. Die Spaltpro dukte werden oft ins Endbläschen aufgenommen und wieder verwendet.

zu was trägt die Bahnung von Synapsen bei?

Eine rasche Folge von Aktionspotenzialen am Axonende kann die Transmittermenge im Spalt und die Änderung des PSP für kurze Zeit verstärken. Diese «Bahnung von Synapsen» trägt zur kurzfristigen Informationsspeicherung bei (Kurzzeitgedächtnis).

Wie wirken Gifte und Drogen an den Synapsen?

Viele Gifte, Drogen und Pharmaka wirken an Synapsen. Gifte können die Bildung, die Aus-schüttung, die Wirkung oder den Abbau des Transmitters hemmen oder die Rezeptoren blockieren und dadurch Lähmungen oder Dauerkontraktionen verursachen.

welcher ist der bekannteste Transmitter?

Der bekannteste Transmitter ist das Acetylcholin, das z. B. an den motorischen Endplatten und an Synapsen des vegetativen Nervensystems benutzt wird. Im ZNS wird an erregenden Synapsen oft Glutamat und an hemmenden Glycin verwendet.

Wie ist sie Übertragung der Erregung vom Motoneuron auf die Muskelfaser?

Das Axon eines Motoneurons verzweigt sich in mehrere Aste, von denen jeder eine Muskelfaser versorgt. Die Synapse zwischen Axonast und Muskelfaser, die als motorische Endplatte bezeichnet wird, hat eine grosse Fläche. Weil auch die Transmittermenge gross ist, löst jedes eintreffende Aktionspotenzial in der Muskelfaser ein Aktionspotenzial und eine Kontraktion aus. Eine Serie von Aktionspotenzialen mit hoher Frequenz bewirkt eine Dau-erkontraktion (Tetanüs) der Muskelfaser.

Wie ist die Verrechnung der Potenziale am Zellkörper von Nervenzellen?

Weil ein Neuron im Gehirn mit ca. 10000 Synapsen übersät ist, muss es viele gleichzeitig eintreffende Erregungen kombinieren. Das geschieht durch Summation der Potenzialänderungen aller Synapsen. Das Membranpotenzial des Zellkörpers wird an der postsynaptischen Membran aller aktiven Synapsen vermindert oder verstärkt. Diese lokalen Änderun-gen des Potenzials breiten sich unter Abschwächung über die Oberfläche des Zellkörpers aus und summieren sich dabei.

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