RVF015


S. L.
Diese Karteikarten bieten einen Überblick über die verschiedenen Formen und Auswirkungen von Genitalbeschneidung, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, sowie die rechtlichen Grundlagen in der Schweiz. Sie behandeln die Prävalenz, die Gründe für die Beschneidung und die möglichen Folgen wie Schmerzen, Trauma und Einschränkungen bei der Sexualität. Die Karteikarten sind besonders nützlich für medizinisches Fachpersonal, das sich mit den rechtlichen und ethischen Aspekten der Genitalbeschneidung auseinandersetzen muss, sowie für Pflegekräfte, die betroffene Personen unterstützen. Sie bieten auch Informationen über Präventionsmaßnahmen und Verhaltensweisen in der Pflege, um das Wohlbefinden und Selbstwertgefühl der Betroffenen zu fördern.
Flashcards
8
Students
2
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
11.11.2023 / 03.02.2024

Flashcards

• erklären das Fit-Konzept mit den drei Komponenten.

Konzept bezieht sich auf Wohlbefinden und Selbstwertgefühl des Kindes

- psychisches und physisches Wohlbefinden die Grundvoraussetzungen dafür, dass sich ein Kind bestmöglich entwickeln kann

- ein gutes Selbstwertgefühl ist entscheidet für seine zukünftige Beziehungs- und Leistungsfähigkeit

Die 3 Hauptkomponenten des Wohlbefindens und des Selbstwertgefühls

- Geborgenheit

- Zuwendung, soziale Anerkennung

- Entwicklung, Leistung

• kennen Artikel 24, die Rechte des Kindes auf Gesundheit, der Kinderrechtskonvention und beschreibt dessen Umsetzung in der Schweiz.

Kind Recht auf Gesundheit

 

• kennen die Rechtsgrundlagen zur weiblichen Genitalbeschneidung in der Schweiz.

Weibliche Genitalbeschneidung Ist verboten und strafbar, besteht jedoch keine ärztliche Meldepflicht.

KESB ist verpflichtet, Kinderschutzmassnahmen zu ergreifen

Asylberhörden sind verpflichtet, den frauenspezifischen Fluchtgründen Rechnung zu tragen

Strafbar ist auch wer die Tat im Ausland begeht

• beschreiben Vorkommen und verschiedene Formen der Beschneidung und deren Auswirkungen auf das Individuum und die Gesellschaft.

Vorkommen: Prävalenz in Afrika

Formen nach WHO 1996: 

Typ I: Exzision der Klitorisvorhaut / Klitorisspitze oder totaler Entfernung der Klitoris

Typ II: totale oder partielle Exzision der Klitoris und der kleinen Schamlippen

Typ III: Partielle oder totale Entfernung der Klitoris und der kleinen und grossen Schamlippen. Vernähen der grossen Schamlippen über die Wunde. Verbleiben einer kleinen Öffnung

Typ IV: nicht klassifizierbare Eingriffe

Auswirkungen:

Schamgefühl, Schmerzen, Schwierigkeiten beim Wasserlösen, Nervenschädigungen, Trauma, Einschränkungen bei der Sexualität

 

• beschreiben wesentliche Verhaltensweisen und Interventionen in der Pflege.

  •   signalisieren, dass man informiert ist
  •   Betroffene wahrnehmen als selbstbestimmte Menschen
  •   Sich hüten von Mitleids-Aussagen
  •   Informationsgespräch anbieten mit Spezialisten / Dolmetscher 
  •   Intimsphäre wahren
  •   sachliches Informieren über Folgen der Beschneidung
  •   Rechtslage Schweiz erwähnen

  •   beschreiben Präventionsmassnahmen

•    Aufklären der Folgen 

•    bei Frauen, die eine Tochter gebären, werden die Hebammen informiert

•    Gibt diverse Anlaufstellen/Organisationen, welche sich für die Aufklärung der Genitalbeschneidung beschäftigen und eine gute Aufklärung anbieten

•    Rekonstruktion durch Operation möglich (Nervenschaden weiter bestehend jedoch)

• kennen die Rechtsgrundlagen zur männlichen Genitalbeschneidung in der Schweiz.

Männliche Genitalbeschneidung ist erlaubt

- Rituelle Beschneidung ist erlaubt

- Im Spital wird dies durchgeführt

• beschreiben Vorkommen und verschiedene Formen der Beschneidung und deren Auswirkungen auf das Individuum und die Gesellschaft.

Männliches Geschlecht

Vorkommen: Prävalenz am meisten in Afrika, jedoch weltweit mehr verbreitet als Genitalbeschneidung bei der Frau

Form: Zirkumzision = teilweise od. Vollständige Entfernung der mönnlichen Vorhaut

Gründe: Hygienische und gesundheitlich präventive Gründe, Ästhetische und kosmetische Gründe, Medizinische Indikation, Religiöse Gründe

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