Unit 1


M. L.
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen des Baumanagements mit Fokus auf Rollen wie Bauherr, Planer und Totalunternehmer sowie deren Organisationsformen. Es werden Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken dieser Modelle analysiert, wobei Haftung, Kosten und Koordination zentrale Themen sind. Besonders relevant ist die Gegenüberstellung von Generalplanern, Planergemeinschaften und Einzelplanern, um die passende Projektstruktur zu wählen. Ideal für Studierende und Praktiker, die fundierte Entscheidungen in Bauprojekten treffen möchten.
Cartes-fiches
20
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3
Langue
Allemand
Catégorie
Technique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
22.10.2023 / 09.09.2026

Cartes-fiches

Beschreibe das Organigramm des Einzelplaners

Einzelplanende bieten in der Regel nur die Leistung ihrer Disziplin an. Bezeichnend für dieses Modell ist, dass jeder Planende einzeln ein individuelles Vertragsverhältnis (Planervertrag) mit den Auftraggebenden hat.

Beschreibe die Stärken des Einzelplaners.

-Sehr flexibel da jeder einzelne beteiligte frei gewählt werden kann(Bauherr)

-Verträge sind alle einzel gemacht (Bauherr - Planer)

-Direkter einfluss auf die jeweiligen Fachlaner (Bauherr)

-Hohe Selbstverantwortung (Planer)

-Einzelne Verträge kündbar (Bauherr)

-Planungsänderungen einfach dursetzbar (Bauherr)

-Übersicht für den Planer (Planer)

Beschreibe die Chancen des Einzelplaners

-Vertäge da Unsicherheiten jeweils auf neuem wider vereinbart werden können (Bauherr)

-Bauleiter und Gesamtleiter könne direkten Einfluss auf den jeweiligen Unternehmer nehmen (Planer)

-Schwellenwerte im öffentlichen Beschaffungswesen könnendurch Einzelvergabe geringer (Bauherr, Planer, Unternehmer)

-Viele Anbieter,d.h.mehr Wettbewerb

-Vergabeerfolge sind beim Auftraggeber (Bauherr)

Beschreibe die schwächen des Einzelplaners

-Hoher Aufwand da Viele Verträge vereinbart werden müssen (Bauherr)

-Einzelne Haftungdurch Planende(ist für die Auftraggeber eine Stärke) (Planer)

Beschreibe die Risiken des Einzelplaners

-Verträge Administrativer Aufwand (Bauherr, Planer)

-Einzelne Haftung durch Planende (ist für die Auftraggeber eine Chance) (Planer)

-Hoher Koorinationsaufwand (Bauherr,Planer)

-Schnittstelle zwischen den Beauftragten (Verzögerung im Bau- /Planungsablauf) (Bauherr, Planer, Unternehmer)

-Lücken und Doppelspurigkeit (Bauherr, Planer, Unternehmer)

-Suboptimierung durch zu viele Einzelleistungsträger (Bauherr da direkter Einfluss auf die Kosten) 

Beschreibe die Stärken der Planergemeinschaft

-nur ein Planervertrag (Bauherr) 

-Wenig Koordination (Bauherr) 

-Ein Ansprechpartner (Bauherr, Planer) 

-Freie Wahl des Planerteams (Planer) 

-Fachbauleitung übernehmen die Fachplanenden (Planer,Bauherr) 

-Solidarische Haftung (Bauherr) 

Beschreibe die Schwächen der Planergemeinschaft

-Ein Ansprechpartner (Bauherr,Planer) (was wenn dieser nicht gut ist?) 

-Ein Planervertrag (kann auch eine Schwäche sein für Bauherr) 

-Aufhebung von Einzelnen Verträgen schwierig (Bauherr, Planer) 

Beschreibe die Chancen der Planergemeinschaft

-Freie Wahl des Planerteams (Planer) 

-Konkurrenzfähiger (Planer) 

-Gleichberechtigung der Beteiligten (Planer) 

-Solidarische Haftung (Bauherr, Planer) 

Beschreibe die Risiken der Planer Gemeinschaft

-Solidarische Haftung (Planer Achtung!) 

-Zusammenarbeit zwischen den Planern 

-Fachbauleitung übernehmen die Fachplanenden (kann auch eine Chance sein) (Planer, Unternehmer) 

Beschreibe das Organigramm der Generalplaner

Das Organisationsmodell mit Generalplanenden (GP) ist analog zum Modell des Generalunternehmens eine Antwort auf den Wunsch der Auftraggebenden nach einem einzigen Vertragspartner, der alle Planungsleistungen einschliesslich der Haftung übernimmt.

Beschreibe die Stärken der Generalplaner

-Verantwortung liegt bei einem Vertragspartner (Termine, Qualität und Kosten) (Planer, Bauherr)

-Reduktion Aufwand für Beschaffung (Bauherr) 

-Reduktion Koordinationsaufwand (Bauherr) 

-Einfache Kommunikationswege (Bauherr, Planer) 

-Schnellere Abwicklung von Planung- und Projektierungsphasen (Bauherr, Planer) 

Beschreibe die Schwächen der Generalplaner

-Eingeschränkte Wahl der Fachplaner (Bauherr) 

-Kein direktes Vertragsverhältnis (Bauherr, SP) 

-Keine bestehenden Generalplaner Firmen (ARGE’s) (Planer, Bauherr) 

-Studie / Vorprojekt muss bereits vorliegen (Bauherr) 

-Aufwändiges Claimmanagement (Bauherr, Planer) 

-Benachteiligung kleiner Firmen (Planer) 

Beschreibe die Chancen der Generalplaner

-Förderung von Innovation durch Eigenverantwortung des Generalplaners (Bauherr, Planer) 

-Potential zur Verbesserung des Projektes als Ganzes (Bauherr,Planer) 

-Weniger Ressourcen benötigt (Planer) 

-Haftung liegt beim GP (Bauherr) 

-Organisationsfreiheit vom Planer (Planer) 

-Erweitertes Leistungsspektrums da «Subplaner» für die Leistungen, welche nicht vom GP erbracht werden können (Planer) 

Beschreibe die Risiken der Generalplaner

-Verantwortung liegt bei einem Vertragspartner (Bauherr, Planer) 

-Kein direktes Vertragsverhältnis mit Subplanern (Subplaner, Bauherr) 

-Weniger Angebote, weniger Wettbewerb (Bauherr) 

Beschreibe das Organigramm des Totalunternehmer

Das Totalunternehmen (TU) bietet alle Leistungen an, von der Planung bis zur Ausführung. Es unterhält Subverträge sowohl mit den Planenden als auch mit den Ausführenden. Richtungsweisend für die Wahl des Totalunternehmermodells ist der Zeitpunkt der Auftragsvergabe. Das TU wirkt in der Regel bereits in der Phase des Entwurfs mit.

Beschreibe die Stärken der Totanunternemer

-Nur ein Vertrag, nur eine Schnittstelle (Bauherr, Totalunternehmer) 

-Koordinativer Aufwand für Auftraggeber gering (Bauherr) 

-Totalunternehmer kann Bauprozess effizienter gestalten (Totalunternehmer, Bauherr) 

-Budget- Zeitkontrolle (Bauherr) 

-Qualitätskontrolle (Bauherr) 

-Fehlende Transparenz der Kosten (Totalunternehmer) 

-Vergabeerfolge gehen zugunsten des TU (Totalunternehmer) 

Beschreibe di Schwächen der Totalunternehmer

-Nicht flexibel (Bauherr) 

-Erhöhung der Gesamtkosten durch Übernahme der Risiken und Garantien des Totalunternehmer (Bauherr) 

-Fehlende Transparenz der Kosten für die Auftraggebenden (Bauherr) 

-Grosse Vorleistungen notwendig für die Grundlage und Ausschreibung (Bauherr) 

-Kostenintensive Ausschreibung (Bauherr) 

-Vergabeerfolge gehen zugunsten des Totalunternehmer (Bauherr) 

Beschreibe die Chancen der Totalunternehmer

-Bei klar definierten Projekten kann dies ein grosser Vorteil sein (Bauherr, Totalunternehmer) 

-Preisgünstige Verträge durch Subunternehmer (Totalunternehmer) 

-Optimierung Abläufen durch Einbezug des Unternehmers in früher Projektphase (Bauherr, Totalunternehmer) 

-Gewinn von Synergien 

-Know-How (Bauherr, Totalunternehmer) 

-Qualitätsoptimierung durch Übernahme der gesamten Verantwortung (Bauherr, Totalunternehmer) 

-Komplexe Projekte können für den Totalunternehmer mehr Gewinn bringen (Totalunternehmer) 

-Claim management (Totalunternehmer) 

-Kein Einfluss durch BH nach Vergabe (Totalunternehmer) 

-Wenig Qualifizierte Anbieter (Totalunternehmer) 

Beschreibe die die Risiken der Totalunternehmer

-Bei komplexen Projekten können die Kosten in die Höhe steigen (Bauherr) 

-Änderungen und Nachträge durch Auftraggeber schwierig da keine transparente Kostenkonsequenz vorhanden ist (Bauherr) 

-Geringe Einflussmöglichkeit der Bauherrschaft nach Vergabe (Bauherr) 

-Markt ist nur bedingt auf TU-Modell vorbereitet 

-Wenig qualifizierte Anbieter (Bauherr) 

-Gefahr Qualitätseinbusse infolge Gewinn-maximierung seitens Totalunternehmer (Bauherr) 

Beschreibe das Organigramm der Projektallianz

Alle Zusammen ein Ziel Gewinn wird prozentual ausgeschüttet. Verlust wird prozentual verteilt.

Étudier