Test123


M. P.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Schutzmaßnahmen in der Elektrotechnik, insbesondere für den Schutz bei direktem und indirektem Berühren. Sie behandeln Themen wie Schutztrennung, Schutz durch Hindernisse, Schutz durch Isolierung, Schutz durch Abschaltung, Schutz durch Kleinspannung, Schutz durch Schutzleiter und Schutz durch Schutzpotenzialausgleich. Elektrotechniker und Elektrofachkräfte profitieren von diesen Karteikarten, da sie die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen in elektrischen Anlagen verstehen und anwenden lernen.
Flashcards
29
Students
1
Language
German
Level
Other
Created / Updated
05.10.2023 / 25.01.2024

Flashcards

Woraus muss eine Schutzmaßnahme mindestens bestehen? Nennen Sie die zwei grundsätzlichen Möglichkeiten.

- zwei unabhängigen Schutzvorkehrungen, nämlich einer Basisschutzvorkehrung und einer FehlerSchutzvorkehrung oder

- einer verstärkten Schutzvorkehrung, die den Basisschutz und den Fehlerschutz bewirkt

VDE 0100-410 3.2

Nennen Sie ein Beispiel für eine verstärkte Schutzvorkehrung

verstärkte Isolierung

VDE 0100-410 3.2 Anmerkung2

Welche Schutzmaßnahmen sind in elektrischen Anlagen im Allgemeinen erlaubt? Nennen Sie vier Beispiele.

 

- Schutz durch automatische Abschaltung der Stromversorgung

- Schutz durch doppelte oder verstärkte Isolierung

- Schutz durch Schutztrennung für die Versorgung von einem Verbrauchsmittel

- Schutz durch Kleinspannung mittels SELV oder PELV

VDE 0100-410 3.3

Welche Schutzvorkehrungen dürfen in den nur für Elektrofachkräfte oder elektrotechnisch unterwiesene Personen zugänglichen Räumen angewendet werden?

Es darf z.B. die Schutzvorkehrung "Schutz durch Hindernisse" angewendet werden.

VDE 0100-410 3.7

Worauf muss geachtet werden, wenn bestimmte Bedingungen einer Schutzmaßnahme nicht erfüllt werden können?

Dann ist durch eine geeignete Kombination von ergänzenden Schutzmaßnahmen derselbe Grad an Sicherheit herzustellen.

VDE0100-410 3.7

Worauf muss geachtet werden, wenn unterschiedliche Schutzmaßnahmen in derselben Anlage angewendt werden?

Muss eine negative gegenseitige Beeinflussung ausgeschlossen werden.

VDE 0100-410 3.8

Bei welchen Betriebsmitteln darf der Schutz bei indirektem Brühren (Fehlerschutz) entfallen? 

Der Schutz darf z.B. bei Metallgehäusen, die Betriebsmittel mit der Schutzmaßnahme "doppelte oder verstärkte Isolierung" schützen, entfallen

Wodurch wird unter normalen Bedingungen "Schutz gegen direktes Berühren" erreicht?

Unter normalen Bedingungen wird "Schutz gegen direktes Berühren" durch die Basisisolierung aktiver Teile erreicht.

VDE0100-410 Anhang A/A.1

Welcher Schutzart müssen die Abdeckungen oder Umhüllungen aktiver Teile zum Schutz gegen direktes Berühren unter normalen Bedingungen mindestens entsprechen?

zum Schutz gegen direktes Berühren müssen mind. IP2X oder IPXXB entsprechen

VDE0100-410 Anhang A/A.2

Welche grundsätzlichen Anforderungen werden an den Fehlerschutz (Schutz bei indirektem Berühren) gesellt?

- die  Körper der Betriebsmittel müssen mit einem Schutzleiter verbunden sein

- in jedem Gebäude muss über die Haupterdungsschiene ein Schutzpotenzialausgleich hergestellt werden

- im Fehlerfall muss eie Schutzeinrichtung die automatische Abschaltung innerhalb der geforderten Abschaltzeit gewährleisten

VDE0100-410 411.3.

Welche leitfähigen Teile werden über die Haupterdungsschiene zum Schutzpotenzialausgleich verbunden? 3 Beispiele

- Erdungsleiter zum Fundamenterder

- metallene Rohrsysteme von Versorgungsleitungen (Gas, Wasser), die in das Gebäue eingeführt sind

- leitfähige Heizungs- und Klimasysteme

VDE 0100-410 411.3.1.2

Wann gilt in TN-Wechselstromsystemen eine Abschaltzeit von 0,4s?

Die Abschaltzeit von 0,4s gilt in TN-Wechselstromsystemen mit U<= 230V für Endstromkreise mit einem Nennstrom nicht größer als 32 A.

VDE0100-410 411.3.2.2

Welche Maßnahme muss ergriffen werden, wenn die automatische Abschaltung der Stromversorgung in der geforderten Zeit nicht erreicht werden kann ?

Es muss ein zusätzlicher Schutzpotenzialausgleich vorgesehen werden.

VDE0100-410 411.3.2.6

Welcher zusätzliche Schutz muss in Wechselspannungssystemen für Endstromkreise für den Außenbereich vorgesehen werden, wenn dort tragbare Betriebsmittel mit einem Bemessungsstrom von nicht größer als 32 A verwendet werden?

Steckdosen in Endstromkreisen nicht größer als 32 A sind mit RCD nicht größer als 30 mA auszustatten.

Zählt im Aussenbereich auch für festangeschlossene Betriebsmittel bis 32 A, sowohl wie für Leuchtenstromkreise.

VDE0100-410 411.3.3+4

 

Welche Bedingungen erfüllt im TN-System die automatische Abschaltung der Stromversorgung innerhalb der festgelegten Zeit?

\(Z_{S} \leq {U_{O} \over I_{a}}\)

Welche Schutzeinrichtungen für den Fehlerschutz (Schutz bei indirektem Berühren) sind in einem TN-system zulässig?

-Überstrom-Schutzeinrichtungen

-Fehlerstrom-Schutzeinrichtung, jedoch nicht im TN-C_system

VDE0100-410 411.4.5

Welche Bedingung muss in einem TT-System erfüllt werden, wenn der Fehlerschutz (Schutz bei indirektem Berühren) durch eine RCD erfolgen soll?

- die verlangten Abschaltzeiten eingehalten werden bei:

\(R_A \leq {U_L \over I_{\Delta N}}\)

Welches Symbol kennzeichnet Betriebsmittel mit der Schutzmaßnahme "doppelte oder verstärkte Isolierung"?

Das Symbol ist ein doppeltes Viereck (ineinander)

\(\Box\)

VDE 0100-410 412.2.1.1 

Welcher Schutzklasse entspricht die Schutzmaßnahme "doppelte oder verstärkte Isolierung"?

Schutzklasse II

VDE0100-410 412.2.1.1

Welche Teile dürfen nicht durch die isolierende Umhüllung von Geräten der Schutzklasse II geführt werden ?

Es dürfen keine leitfähigen Teile, durch die ein Potenzial übertragen werden könnte, geführt werden

VDE0100-410 412.2.2.2

Wie wird der Schutzleiter an die leitfähigen Teile innerhalb der isolierenden Umhüllung bei Geräten der Schutzklasse II angeschlossen?

Leitfähige Teile innerhalb der isolierenden Umhüllung von Geräten der Schutzklasse II dürfen nicht mit dem Schutzleiter verbunden sein.

VDE0100-410 4122.2.2.4

Welcher Leiter muss eine Wechselstromleitungsanlage für einen Stromkreis, der Betriebsmittel der Schutzklasse II versorgt, besitzen?

mus  durchgehend mindestens einen Außenleiter, den Neutralleiter und den Schutzleiter besitzen.

VDE0100-410 412.2.3.2

Welche Forderung wird an die Stromquelle bei der Schutzmaßnahme "Schutztrennung" gestellt?

Der Stromkreis muss von der Stromquelle mit mindestens einfacher Trennung versorgt werden.

VDE0100-410 413.3.2

Welche Nennspannungswerte dürfen bei der Schutzmaßnahme "SELV" nicht überschritten werden?

Der Spannungsbereich I darf nicht überschritten werden Die Nennspannungswerte sind 50V Wechselspannung oder 120V Gleichspannung.

VDE0100-410 414.1.1

Welche Stromquellen sind für die Erzeugung von SELV vorgeschrieben?

Sicherheitstransformatoren  nach DIN EN 61558-2-6 (VDE0570-2-6) oder gleichwertige Stromquelle

VDE0100-410 414.3

Welcher Grundsatz gilt bei der Anordnung aktiver Teile von SELV- und PELV-Stromkreisen?

Eine sichere Trennung von den aktiven Teilen anderer Stromkreise, die keine SELV- und PELV- Stromkreise sind.

VDE0100-410 414.4.1

Wie kann die sichere Trennung der Leitungen zwischen einem SELV-Stromkreis und einem Stromkreis des Spannungsbereichs II erreicht werden?

z.B.: durch die räumliche Trennung der Leitungen

VDE0100-410 414.4.2

Welche besonderen Forderungen werden an die Steckvorrichtungen von SELV- oder PELV-Stromkreisen gestellt?

- sie müssen unverwechselbar mit den Steckvorrichtungen anderer Spannungssysteme sein 

- sie dürfen keinen Schutzleiterkontakt haben

VDE0100-410 414.4.3

Welche Art der Berührung aktiver Teile soll "Schutz durch Hinderniss" verhindern?

"Schutz durch Hinderniss" soll nur das unabsichtliche Berühren aktiver Teile verhindern, aber nicht absichtliches Berühren durch bewusstes Umgehen des Hindernisses.

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