Land- und Waldbau

Land- und Waldbau

Land- und Waldbau


A. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen des Land- und Waldbaus, geeignet für Fortgeschrittene. Sie behandeln Themen wie die verschiedenen Baumarten, deren Wachstumszyklen und die Bedeutung von Monokulturen sowie Mischwäldern. Besonders hervorgehoben werden die Umtriebszeiten verschiedener Baumarten und die ökologischen Zusammenhänge, wie die Rolle von Vögeln bei der natürlichen Verjüngung des Waldes. Diese Karteikarten sind ideal für Forstwirte und Naturliebhaber, die ihr Wissen über nachhaltige Waldwirtschaft vertiefen möchten.
Karten
25
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
20.09.2023 / 20.09.2023

Lernkarten

Mastjahr

Mastbäume neigen zu zyklischer Fruktifikation (Fruchtbildung) in sogenannten Mastjahren. In den meisten Jahren werden also gar keine oder nur wenige Samen gebildet. In Mastjahren wird ein Großteil der Assimilation für die Samenbildung aufgewendet. Das Holzwachstum geht dabei stark zurück, was an den Jahresringen nachvollzogen werden kann. Der Zeitabstand zwischen zwei Mastjahren ist regional unterschiedlich und beträgt sechs bis zehn Jahre. Grund: Abwehrmechanismus gegen Fraßfeinde. In den mageren Jahren, wenn wenig Samen ausgebildet werden, können sich zum Beispiel Rötelmaus und Eichhörnchen nicht so stark vermehren. Setzt dann ein Mastjahr ein, produziert der Baum wesentlich mehr Samen, als die Fraßfeinde verwerten können, und es bleibt ausreichend

Blätterform Roteiche

Blatt im Umriß breit-oval, etwa 10-25 cm lang und bis zu 10 cm breit, vorne zugespitzt, am Grunde breit keilförmig, mit kräftiger, vortretender Mittelrippe. Oberseits mattgrün bis dunkelgrün, unterseits etwas heller, bis auf schwache Haarbüschel in den Nervenwinkeln unbehaart. Herbstfärbung bei jüngeren Bäumen überaus prächtig rot, bei älteren Exemplaren eher bräunlich.

Blätterform Stieleiche

Das Blatt hat einen sehr kurzen Stiel. Es ist gebuchtet, mit 4-7 rundlichen Lappen. Der Blattrand ist glatt. Die Blattoberseite ist dunkelgrün, die Blattunterseite ist blau-grünlich.

Terminaltrieb

Der Haupttrieb eines Baumes, der die Richtung des Wachstums bestimmt.

Terminalknospe

Die Terminalknospe eines Baumes ist die an der Triebspitze befindliche Knospe. Sie ist meistens dicker als die Seitenknospen der Triebe. Bei Eschenbspw. sehr schmackhaft für das Wild.

Blätter der Rot- und die Stieleiche

Die Roteiche erkennt man an den spitzen, größeren Blättern. Die Stieleiche hingegen hat kleinere Blätter mit runden Lappen.

Linden

Diese sind an dem runden Blatt mit einem kleinen Zipfel zu erkennen. Auch die kleinen, runden Nüsse erlauben eine gute Identifizierung. Linden eignen sich gut als Verbissgehölze. Verbissgehölze sind Weichhölzern, diese sollen durch Ablenkung Verbiss- und Schälschäden an Kulturpflanzen zu vermeiden.

Feldahorn

Der Feldahorn ist ein eher kleinerer Baum (bis 20 m) und kann auch als Hecken gepflanzt werden, da Feldahorn auch mehrstämmig treibt. Die gegenständigen Blätter haben lange Stiele und sind kleiner als die der anderen Ahornarten.

Erle

Die Erlen gehören zu den Pionierbaumarten und sind an nassen Standorten anzutreffen.

Pappeln

Pappeln sind schnell wachsend und werden daher als Energieholz eingesetzt. Sie werden daher gerne im Kurzumtrieb (schnelle Erntezeit) angebaut.

Birke

Die Birken gehören ebenfalls zu den Pioniergehölzen.

Vogelbeere

Wird gerne verbissen, gefegt und geschält. Dient als Äsungsgehölz und Deckung für Hoch- und Niederwild. Früchte sind beliebt bei Schalenwild, Vögeln und Füchsen. Wird auch für die Winteräsung eingesetzt.

Kopfweide

Steht in feuchten Böden und bietet der Stockente und dem Waldkauz Nisthöhlen.

Mischwald

Der Mischwald ist der gesündeste Wald. Seine Zusammensetzung besteht aus mehreren Baumarten in unterschiedlichen Altersstufen. In naturbelassenen Mischwäldern dominiert in Mitteleuropa die Buche. Durch die unterschiedlichen Baumarten erhöht sich die Stabilität des Waldes.

Monokultur

Monokulturen sind Reinbestände. Diese sind fast immer künstlich durch den Menschen begründet worden. Monokulturen haben eine hohe Anfälligkeit gegenüber Schäden und Schädlingen, daher werden heutzutage immer öfter Monokulturen zu Mischwäldern umgebaut. In Deutschland sind rund 50 % aller Bäume Nadelbäume, zumeist in Monokulturen.

Hähersaat

Der Eichelhäher sammelt im Herbst Eicheln, Bucheckern sowie Haselnüsse und versteckt sie als Wintervorrat im Boden. Da die Vögel nur einen Teil der Früchte wiederfinden, keimen die „vergessenen“ Samen im Folgejahr und dienen so der natürlichen Verjüngung des Waldes.

Niederwald

Beim Niederwald erfolgt die Bestandsbegründung (Anlage eines neuen Waldbestandes) nur durch Stockausschlag oder Wurzelbrut. Diese dienen zumeist der Brennholzgewinnung (bspw. Energiewälder).

Mittelwald

Der Mittelwald ist eine Zwischenform aus Nieder- und Hochwald. Dieser entsteht aus Stockausschlägen, Kernwüchsen, Samen und Jungpflanzen. Mittelwälder machen nur rund 2 % der Waldfläche aus.

Hochwald

Der Hochwald ist aus Naturverjüngung durch Samen, Saat oder Pflanzung entstanden. Er wird als schlagweiser Hochwald (Bestände nur einmal innerhalb einer Bestandesgeneration verjüngt) oder als Plenterwald (Bäume werden einzeln entnommen) genutzt.

Umtriebszeiten Fichte

80 - 120 Jahre

Umtriebszeiten Kiefer

100 - 140 Jahre

Umtriebszeiten Tanne

120 bis 160 Jahre

Umtriebszeiten Buche

120 -160 Jahre

Umtriebszeiten Eiche

140 bis 250 Jahre

Pflanzschock

Frisch gepflanzte Bäume durchleben einen sogenannten Pflanzschock. Der Pflanzschock macht sich im ersten Standjahr mit einer lichteren Belaubung und wenig Längenzuwachs bemerkbar.

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