Land- und Waldbau
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Lernkarten
Mastbäume neigen zu zyklischer Fruktifikation (Fruchtbildung) in sogenannten Mastjahren. In den meisten Jahren werden also gar keine oder nur wenige Samen gebildet. In Mastjahren wird ein Großteil der Assimilation für die Samenbildung aufgewendet. Das Holzwachstum geht dabei stark zurück, was an den Jahresringen nachvollzogen werden kann. Der Zeitabstand zwischen zwei Mastjahren ist regional unterschiedlich und beträgt sechs bis zehn Jahre. Grund: Abwehrmechanismus gegen Fraßfeinde. In den mageren Jahren, wenn wenig Samen ausgebildet werden, können sich zum Beispiel Rötelmaus und Eichhörnchen nicht so stark vermehren. Setzt dann ein Mastjahr ein, produziert der Baum wesentlich mehr Samen, als die Fraßfeinde verwerten können, und es bleibt ausreichend
Blatt im Umriß breit-oval, etwa 10-25 cm lang und bis zu 10 cm breit, vorne zugespitzt, am Grunde breit keilförmig, mit kräftiger, vortretender Mittelrippe. Oberseits mattgrün bis dunkelgrün, unterseits etwas heller, bis auf schwache Haarbüschel in den Nervenwinkeln unbehaart. Herbstfärbung bei jüngeren Bäumen überaus prächtig rot, bei älteren Exemplaren eher bräunlich.
Das Blatt hat einen sehr kurzen Stiel. Es ist gebuchtet, mit 4-7 rundlichen Lappen. Der Blattrand ist glatt. Die Blattoberseite ist dunkelgrün, die Blattunterseite ist blau-grünlich.
Der Haupttrieb eines Baumes, der die Richtung des Wachstums bestimmt.
Die Terminalknospe eines Baumes ist die an der Triebspitze befindliche Knospe. Sie ist meistens dicker als die Seitenknospen der Triebe. Bei Eschenbspw. sehr schmackhaft für das Wild.
Die Roteiche erkennt man an den spitzen, größeren Blättern. Die Stieleiche hingegen hat kleinere Blätter mit runden Lappen.
Diese sind an dem runden Blatt mit einem kleinen Zipfel zu erkennen. Auch die kleinen, runden Nüsse erlauben eine gute Identifizierung. Linden eignen sich gut als Verbissgehölze. Verbissgehölze sind Weichhölzern, diese sollen durch Ablenkung Verbiss- und Schälschäden an Kulturpflanzen zu vermeiden.
Der Feldahorn ist ein eher kleinerer Baum (bis 20 m) und kann auch als Hecken gepflanzt werden, da Feldahorn auch mehrstämmig treibt. Die gegenständigen Blätter haben lange Stiele und sind kleiner als die der anderen Ahornarten.
Die Erlen gehören zu den Pionierbaumarten und sind an nassen Standorten anzutreffen.
Pappeln sind schnell wachsend und werden daher als Energieholz eingesetzt. Sie werden daher gerne im Kurzumtrieb (schnelle Erntezeit) angebaut.
Die Birken gehören ebenfalls zu den Pioniergehölzen.
Wird gerne verbissen, gefegt und geschält. Dient als Äsungsgehölz und Deckung für Hoch- und Niederwild. Früchte sind beliebt bei Schalenwild, Vögeln und Füchsen. Wird auch für die Winteräsung eingesetzt.
Steht in feuchten Böden und bietet der Stockente und dem Waldkauz Nisthöhlen.
Der Mischwald ist der gesündeste Wald. Seine Zusammensetzung besteht aus mehreren Baumarten in unterschiedlichen Altersstufen. In naturbelassenen Mischwäldern dominiert in Mitteleuropa die Buche. Durch die unterschiedlichen Baumarten erhöht sich die Stabilität des Waldes.
Monokulturen sind Reinbestände. Diese sind fast immer künstlich durch den Menschen begründet worden. Monokulturen haben eine hohe Anfälligkeit gegenüber Schäden und Schädlingen, daher werden heutzutage immer öfter Monokulturen zu Mischwäldern umgebaut. In Deutschland sind rund 50 % aller Bäume Nadelbäume, zumeist in Monokulturen.
Der Eichelhäher sammelt im Herbst Eicheln, Bucheckern sowie Haselnüsse und versteckt sie als Wintervorrat im Boden. Da die Vögel nur einen Teil der Früchte wiederfinden, keimen die „vergessenen“ Samen im Folgejahr und dienen so der natürlichen Verjüngung des Waldes.
Beim Niederwald erfolgt die Bestandsbegründung (Anlage eines neuen Waldbestandes) nur durch Stockausschlag oder Wurzelbrut. Diese dienen zumeist der Brennholzgewinnung (bspw. Energiewälder).
Der Mittelwald ist eine Zwischenform aus Nieder- und Hochwald. Dieser entsteht aus Stockausschlägen, Kernwüchsen, Samen und Jungpflanzen. Mittelwälder machen nur rund 2 % der Waldfläche aus.
Der Hochwald ist aus Naturverjüngung durch Samen, Saat oder Pflanzung entstanden. Er wird als schlagweiser Hochwald (Bestände nur einmal innerhalb einer Bestandesgeneration verjüngt) oder als Plenterwald (Bäume werden einzeln entnommen) genutzt.
80 - 120 Jahre
100 - 140 Jahre
120 bis 160 Jahre
120 -160 Jahre
140 bis 250 Jahre
Pflanzschock
Frisch gepflanzte Bäume durchleben einen sogenannten Pflanzschock. Der Pflanzschock macht sich im ersten Standjahr mit einer lichteren Belaubung und wenig Längenzuwachs bemerkbar.