Theorie


M. W.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über medizinische Grundlagen für Mittelschüler, mit Fokus auf Nervenzellen, Hormone, und das zentrale Nervensystem. Sie decken Themen wie die Struktur und Funktion von Nervenfasern, die Rolle des Großhirns, sowie die Bedeutung von Impulsen und Erregungen ab. Zudem werden wichtige Aspekte der Haut, des Auges und des Gehörs behandelt, einschließlich der verschiedenen Rezeptortypen und der Vorgänge beim Hören. Diese Karteikarten sind ideal für Schüler, die ihr Wissen in Biologie und Medizin vertiefen möchten, und bieten praktische Einblicke in die Funktionsweise des menschlichen Körpers.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
30.07.2023 / 31.08.2023

Cartes-fiches

wesentliche Aufgaben des Nervensystems

  • Reize der Umwelt wahrnehmen und als Empfindungen weiterleiten
  • Befehle zur Bewegung der Muskulatur erteilen
  • Funktionsabläufe und Tätigkeiten der Organe steuern
  • Reizverarbeitungssystem 

Teile des Nervensystems 

  • Zentrales Nervensystem
    • Gehirn
    • Rückenmark
  • Peripheres Nervensystem
    • Willkürliches (somatisches) Nervensystem
    • Unwillkürliches (vegetatives) Nervensystem
      • Parasympathikus
      • Sympathikus
      • enterisches Nervensystem

Regeneration vom Nervensystem

Im ZNS kommt es zu einer Glianarbe. Nervenzellen verlieren die Fähigkeit zur Teilung

Im PNS: Wenn Zellkörper intakt, kann proximaler Axonstrumpt ausspriessen

 

Aufbau einer Nervenzelle

  • Dendriten
  • Perikarion oder Soma
  • Neurit oder Axon

Zellkörper

  • Dazu gehören Zellkern und Zytoplasma
  • Stoffwechselzentrum der Zelle
  • keine Zentriolen vorhanden 
  • Teilungsunfähig

Zellfortsätze der Nervenzelle (Dendriten)

  • i.d.R. zuführende (afferente) Fortsätze
  • bis zu 10'000 Dendriten pro Zelle
  • Erregungsempfänger
  • leiten Erregung weiter

Axon

  • längliche Ausstülpung
  • entspringt am Axonhügel
  • für Erregungsweiterlietung (efferent)
  • am Ende eines Axons: synaptisches Endköpfchen

Zellfortsätze

  • übertragen Impuls auf Dendriten
    • Multipolar
      • Mehr als 2 Fortsätze pro Axon
      • kommt am häufigsten vor
    • Bipolar
      • efferente & afferente Fortsätze
      • in Retina und Innenohr
    • Pseudounipolar
      • sensibel
      • wie ein T
      • Spinal- & Hirnnervganglien
    • Unipolar
      • v.a. sensibel
      • Sinneszellen
      • Retina und Riechschleimhaut

Synapsen

 

  • besteht aus 3 Teilen
    • Präsynapse: Vesikel mit Neurotransmitter
    • synaptischer Spalt: mit Extrazellulärflüssigkeit gefüllt
    • Postsynapse: enthält Rezeptoren für Transmitter
  • Verbindungen zwischen
    • Axon & Dendrit = axondendritisch
    • Axon und Axon = axonaxsonisch
    • Axon und neuronalem Zellkörper = axosomatisch
    • Axon und Zielzelle (z.B. Skelettmuskel)

Gliazellen

  • können sich nicht teilen
  • keine Reizweiterleitung
  • Stütz-, Ernährungs- und immunologische Schutzfunktion

Arten von Gliazellen

  • Astrozyten
    • Hirn und Rückenmark
    • sternförmig mit vielen Fortsätzen
    • mit Blutkapillaren in Verbindung
    • bilden Blut-Hirn-Schranke
    • an Regeneration von Neuronen im ZNS beteiligt
    • Stützfunktion
  • Oligodendrozyten
    • baut Myelinschicht auf 
    • zusammen mit Astrozyten = Makrogliazellen
  • Ependymzellen
  • Mikro- oder Mesoglia
    • Abwehr- & Abräumvorgänge im ZNS
    • nicht ortsständig
    • können Form und Position ständig ändern
    • sind in ZNS eingewanderte Makrophagen
  • Periphere Gliazellen
    • Schwann-Zelle genannt
    • Axon und umgebende Schwann-Zelle = Nervenfaser

Ruhepotenzial

 

  • Zellinnere ist dem Zelläusseren gegenüber negativ geladen (-70mV)
  • Dieses Membranpotenzial wird durch Natrium-Kalium-Pumpe aufrechterhalten

Aktionspotenzial (mit Depolarisierung und Repolarisation)

  • Ladungsverhältnisse kehren um
  • Depolarisation
    • Natrium-Kanäle öffnen sich für ca. 1ms
    • Es kommt zu einem starken Natrium-Einstrom in die Zelle
    • Ladungen kehren sich um (intrazellulär nun +30mV)
  • Repolarisation
    • Leitfähigkeit der Zellmembran für Natrium-Ionen nimmt ab
    • Leitfähigkeit für Kalium-Ionen steigt kurze Zeit stark an
    • Dadurch kommt es zu einem Natrium-Einstrom mit verstärkten Kalium-Ausstrom --> Membraninnenseite wird wieder negativ

Refraktärperiode

 

  • während und unmittelbar nach dem Aktionspotenzial ist die Nervenzelle nicht erneut erregbar
  • keine weiteren Impulse können aufgenommen werden
  • schützt die Zelle vor Dauererregung

Fortleitung Nervensignale (marklose und markhaltige Nervenfasern)

  • marklose Nervenfasern = kontinuierliche Erregungsausbreitung
    • Übertragung erfolgt von Abschnitt zu Abschnitt
    • Erregung fliesst innen und aussen der Membran
    • gemütliche Übertragung
  • markhaltige Nervenfasern = saltatorische Erregungsleitung
    • Myelinschicht wird durch Ranvier-Schnürringe kurz unterbrochen
    • Die Erregung springt von Schnürring zu Schnürring
    • schnelle Übertragung

Motorische Endplatte

= Synapse zwischen Nerv und Muskelzelle

Von einer Nervenzelle werden mehrere Muskelzllen angesteuert. Diese einzelne Nervenzelle mit all ihren angesteuerten Museklzellen = motorische Einheit

Synapsen und Rezeptoren

Einteilung in

  • Exzitatorische (anregende) Synapsen
  • inhibitorische (hemmende) Synapsen

Neurotransmitter

Biochemische Stoffe, welche elektrische Reize von einer Nervenzelle zu einer anderen Nervenzelle weitergeben, verstärken oder modulieren. Einige Neurotransmitter können als Hormone auftreten

Acetylcholin

  • Wichtigster Transmitter für die Übertragung des Nervensignals vom efferentem Neuron auf den Muskel
  • wirkt an der motorischen Endplatte

Glutamat

  • häufigster Transmitter im ZNS
  • Zusammen mit Dopamin zentrale Funktion bei Gedächtnisfunktionen und kognitiven Vorgängen
  • fördert SZ-Empfindung

Noradrenalin

  • wirkt in der Peripherie
  • erregender Neurot
  • im ZNS an Aufmerksamkeit und Wachheit beteiligt 

Adrenalin

  • steigert Herzfrequenz
  • wird von Nebennierenmark ausgeschüttet

Serotonin

  • periphere und zentale Wirkung
  • regelt Körpertemperatur, Schlaf und Aspekte des Gefühllebens

Dopamin

  • erregend
  • steuert emotionale und geistige Reaktion sowie Bewegungsentwürfe

Gamma-Amino-Buttersäure (GABA)

  • hemmend
  • wichtigster Antagonist von Glutamat
  • Benzodiazepine können GABA-Wirkung verstärken
  • Droge GHB ist eng mit GABA verwandt

Glycin

  • hemmend
  • herabsetzen des Muskeltonus
  • lebensbedrohliche Krämpfe bei Herabsetzung der Glycinwirkung

Neuropeptide

  • Botenstoffe im Gehirn
  • Endorphine

Sensorisches Gedächtnis

  • hält Infos für Millisekunden bis Sekunde fest
  • mehr Infos aufgenommen als im Arbeitsgedächtnis
  • Infos zerfallen nach wenigen Zehntelssekunden

Arbeitsgedächtnis (Kurzzeitgedächtnis)

  • bewusste Informationsverarbeitung
  • Speicher von kleinen Mengen an Infos
  • Infos können weiterverarbeitet werden
  • für Speicherung in Langzeitgedächtnis überführen
  • im präfrontalen Kortex 

Langzeitgedächtnis

  • deklerativs Gedächtnis
    • semantisches Gedächtnis
      • Weltwissen
      • Allgemeine Fakten
    • Prozeduales Gedächtnis
      • Fertigkeiten
      • Erwartungen
      • Verhaltensweisen

Sucht

  • stoffgebundene Abhängigkeit (Drogen, Alkohol usw.)
  • stoffungebundene Abhängigkeit (Spielsucht, Kaufsucht usw.)
  • Unterscheidung zwischen 
    • körperliche Abhängigkeit
      • Toleranzentwicklung
      • Entzugserscheinungen
    • psychische Abhängigkeit
      • unbezwingbares Verlangen 
      • verminderte Kontrolle über Beginn und Ende und Menge des Konsums
      • Ausrichtung der Alltagsaktivitäten auf Möglichkeiten des Konsums
      • Vernachlässigung sozialer, familiärer und beruflicher Interessen

Parkinson

  • progrediente Degeneration des extrapyramidalen Systems
  • Degeneration führt zu einem Dopamin-Mangel-Syndrom
  • Hauptsymptome
    • Rigor
    • Tremor
    • Hypokinesie
    • Postulare Instabilität
  • Dopamin sorgt, dass Acetylcholin in die Zelle gelangt. Wenn ein Dopamin-Mangel besteht, ist im synaptischen Spalt ein Überschuss von Acetylcholin vorhanden --> gehemmte Reizweiterleitung 

Polyneuropathie (PNP)

  • Missempfindung in Armen und Beinen
  • Brennen und Parästhesien in Händen & Füssen
  • Degeneration der Axone, Auflösung der Markscheiden
  • Ursachen: Alkoholmissbrauch, DM, Vitaminmangel, Tumore
  • Therapie: Alkoholverzicht, BZ-Einstellung, Vitaminsubstitution

Multiple Sklerose (MS)

  • herdförmige Zerstörung der Markscheiden (Entmarkung)
  • Verlust der Weiterleitung der Erregungsimpulse
  • Symptome: Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen, Sprachstörungen, Störungen des Gleichgewichts

Alzheimer

  • Anhäufung amyloider Plaques zwischen Nervenzellen im Gehirn
  • im frühen Stadium baut das Kurzzeitgedächtnis ab

 

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

  • nichtheilbare degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems
  • Therapie: Symptomlinderung
  • Überlebenszeit: 3-5 Jahre
  • Tod meist infolge von Pneumonie wegen zunehmender Dysphagie und Lähmung der Atemmuskulatur
  • progrediente und irreversible Schädigung der Neuronen

Grosshirn

  • liegt unter knöchernen Schädelkalotte
  • stülpt sich über Mittel-  & Zwischenhirn
  • an der Oberfläche liegt die Grosshirnrinde
    • Windungen = Gyri
    • Furchen = Sulci
  • Fissura longitudinalis teilt das Hirn in linke und rechte Hemisphäre 

Hirnlappen

  • Stirnlappen = Lobus frontalis
  • Scheitellappen = Lobus parietalis
  • Schläfenlappen = Lobus temporalis
  • Hinterhauptslappen = Lobus occipitalis

Weisse Substanz

  • besteht hauptsächlich aus Nervenfaserbündel
  • Kommissurenbahnen: verlaufen quer, verbinden rechte und linke Hemisphäre
  • Assoziationsbahnen: leiten Impulse in einer Hemisphäre hin und her
  • Projektionsbahnen: verbinden das Grosshirn mit tiefer gelegenen Gehirnabschnitten und dem Rückenmark

graue Substanz

  • bilden dünne Schicht auf der Hirnoberfläche
  • Kerne in der Tiefe des Gehirns = Basalganglien

Étudier