Strahlenphysik

BMA Phase 4

BMA Phase 4


V. K.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Strahlenphysik auf Universitätsniveau und beleuchten die Wechselwirkungen von Strahlung mit Materie. Sie decken Themen wie die Arten von Strahlung, ihre Erzeugung, Messung und biologische Auswirkungen ab, einschließlich der Unterschiede zwischen Alpha-, Beta- und Gammastrahlung sowie deren medizinische Anwendungen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Physik oder Medizin, die ein tieferes Verständnis der Strahlenphysik und ihrer praktischen Anwendungen erlangen möchten.
Cartes-fiches
36
Utilisateurs
5
Langue
Allemand
Catégorie
Physique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
04.07.2023 / 27.06.2024

Cartes-fiches

Man unterscheidet zwei Arten von Kernteilchen. Wie heissen sie und wodurch unterscheiden sie sich?

Protonen und Neutronen. Protonen sind positiv geladen, Neutronen sind ungeladen

Welche beiden Grundkräfte der Physik wirken im Atomkern und wie wirken sie sich aus?

Einerseits die elektromagnetische Kraft. Sie bewirkt eine Abstossung der gleichgeladenen Protonen. Andererseits die starke Wechselwirkung (starke Kernkraft), sie bewirkt eine Anziehung zwischen allen Nukleonen. In stabilen Kernen kann die starke Kernkraft die Abstossung zwischen den Protonen ausgleichen. 

Was ist ein Nuklid?

Ein Atom mit ganz bestimmter Ordnungszahl und Massenzahl bezeichnet man als Nuklid. 

Isotop?

Solche Atome mit gleicher Ordnungszahl (Protonenzahl), aber mit unterschiedlicher Massenzahl, bezeichnet man als Isotope.

Reinelement und Mischelement

Die meisten Elemente bestehen also aus Isotopengemischen. Man bezeichnet sie als Mischelemente.

Reinelemente bestehen nur aus einer Nuklidart.

Massendefekt

Protonen und Neutronen haben eine Masse von je etwas über einer unit (1u). Das heisst, wenn man 9 Protonen und 10 Neutronen zusammenfügen würde, müsste die Masse eigentlich grösser als 19 u sein. Sie ist aber kleiner, da bei der Bildung des Fluorkerns Bindungsenergie frei wird. Diese ist direkt in eine Masse übersetzbar (E=mc2 ), welche dann „fehlt“. Das nennt man den Massendefekt.

Was ist eine Unit?

«Eine Unit entspricht 1/12 der Masse des Nuklids Kohlenstoff-12

Hier ist der Massendefekt miteinberechnet.

Alphazerfall

alpha Teilchen alpha-Teilchen bestehen aus 2 Protonen und 2 Neutronen ( 4 2 2He ). 

Ordnungszahl -2, Massenzahl -4

 

Beta minus Zerfall

Ein Neutron wird zu einem Proton

Betaplus-Zerfall oder Positron-Emission

Elektroneneinfang (Electron Capture)

Gamma Strahlung

Unterschied Gamma und Röntgenstrahlung

Ein wichtiger Unterschied zwischen gamma- und Röntgenstrahlung: gamma-Strahlung geht immer von einem angeregten Atomkern aus, Röntgenstrahlung entsteht immer in der Elektronenhülle. 

HWZ

Die Halbwertszeit ist die Zeit, nach der die Hälfte einer beliebigen radioaktiven Stoffmenge zerfallen ist.

Aktivität 

Als Aktivität bezeichnet man die Anzahl der Zerfälle pro Sekunde. Ihre Einheit ist das Becquerel: 1 Bq = 1 Zerfall pro Sekunde.

Wie entsteht Röntgenstrahlung im medizinischen Bereich?

Ein Metalldraht in einem Metallzylinder wird erhitzt. Je wärmer er wird umso mehr Elektronen werden aus dem Metallgitter geschleudert. Gegenüber befindet sich eine metallscheibe(Anode). Dazwischen wird eine Spannungangelegt. Die Elektronen schleudern mit Wucht auf die Anode. Dort interagieren sie mit dem Wolfram und es entsteht Röntgenstrahlung und Bremsstrahlung auch Röntgenstrahlung

Wechselwirkung von aplha-teilchen mit materie

Alpha-Teilchen verlieren ihre Energie im Wesentlichen dadurch, dass sie die Atome und Moleküle der durchstrahlten Materie ionisieren oder anregen

Beta-Teilchen und Materie

Treffen Elektronen (Beta-Teilchen) auf Materie, treten zusätzlich zur Ionisation und Anregung (analog zu alpha- Teilchen) Streuung und Erzeugung von Bremsstrahlung auf. Die wichtigsten Prozesse der Wechselwirkung von Elektronen mit Materie sind dabei Ionisation und die Erzeugung von Bremsstrahlung.

Wechselwirkung von Gamma-Strahlung mit Materie 

Wechselwirkung von Röntgenstrahlung mit Materie

Wechselwirkung von Neutronenstrahlung mit Materie

Neutronen sind elektrisch neutral und können deshalb nicht direkt auf die Atomhüllen der durchstrahlten Materie einwirken. Aus diesem Grund findet keine direkte Ionisation oder Anregung statt. Die Wechselwirkung mit Materie beruht auf Zusammenstössen mit den Atomkernen. Das Neutron regt den Atomkern durch den Zusammenstoss an, der diese Anregungsenergie in Form von gamma-Strahlung wieder abgibt. Das Neutron kann seine Bewegungsenergie am besten auf Kerne übertragen, wenn Kern und Neutron ähnliche Masse haben. Beim Kern des Wasserstoffatoms (Proton) ist eine Energieübertragung zu fast 100 % möglich. Der vom Neutron gestossene Kern (Rückstosskern) kann durch die Abgabe von -Strahlung auch andere Atome in seiner Umgebung ionisieren oder anregen. Auch können Neutronen von Atomkernen eingefangen werden, wodurch meist instabile Kerne entstehen (Aktivierung). Diese wandeln sich wieder in stabile um, indem sie geladene Teilchen und oft gleichzeitig gamma-Strahlung aussenden. 

Reichweiten der Strahlenarten

 Zehntelwertsschichten (ZWS) oder Halbwertsschichten (HWS

Abschirmen der Strahlenarten

Sie können folgende Dosisbegriffe erläutern und jeweils ihre Einheit angeben: 1. Ionendosis 2. Energiedosis (Absorbierte Dosis 3. Äquivalentdosis

1. Mass für die durch die Strahlung erzeugte Ladungsmenge pro Volumeneinheit Luft (oder pro kg einer anderen Materie). As/kg

2. Deponierte Energie pro kg Materie. Gray/Gy

3. Energie pro kg * Wichtungsfaktor. Eine Art Schädigungsmass, abhängig von der Strahlenart. Sievert (Sv) 1 Sv = 1 J/kg  

Was ist die Schadensursache von Strahlung?

Die wichtigste Schadensursache der ionisierenden Strahlung ist, wie der Name sagt, die Ionisierung der bestrahlten Materie

Ein ionisiertes Wassermolekül zerfällt sofort in Radikale, die innert kürzester Zeit lebenswichtige Biomoleküle in der Zelle angreifen können. Ein direkt oder indirekt verursachter DNS-Schaden kann folgende Auswirkung haben: - Zelltod - Ausfall von Zellfunktionen - Störung von Zellfunktionen 

Teratogene Schäden

Schädigung des Kindes im Mutterleib

Genetische Schäden

Genetische Schäden, das heisst Schäden bei Nachkommen, die nach der Bestrahlung der Vorfahren gezeugt worden sind

Risiko für Spätschäden

. Der Risikokoeffzient für Spätschäden ist also 4 % pro Sv

Effektive Dosis? Waarum

Unterschiede Früh- und Spätschäden

Frühschäden treten schnell auf, bei sich schnell teilendem Gewebe. Weil durch die Strahlung die Stammzellen zerstört wurden. Das rote Knochenmark und das Dünndarmepithel stehen daher im Mittelpunkt des sogenannten akuten Strahlensyndroms.  

Auswirkungen zeigen sich viel später als Bestrahlung stattgefunden hat und nur mit einer gewissen statistischen Wahrscheinlichkeit

Jahresgrenze für berufliche Strahlenbelastung

Grenze für Frühschäden

20 mSv

0.2 Sv

Mittlere Strahlendosis in der Schweiz

3 mSv

Haptgrund für Strahlung in der Schweiz

Radon, medizinische Anwendungen

Erkläre das Prinzip einer Computertomographie

CT ist eine computerabhängige Methode, welche aus vielen aufgenommene Einzelbildern eine 3DDarstellung ermöglicht

Patient fährt durch röhre mit röntgenquelle und detektor. Spiralbahn von quelle und detektor. viele bilder am computer ausgewertet erben einblick ins körperinneren. CT kontrastmittel machen gefässe sichtbar-> hat jod drin. 

Hohe Strahlenbelastung, da sehr viele Bilder gemacht werden. 

Erkläre wofür die  Positronen-Emissions-Tomographie (PET) benutzt wird und das Prinzip dahinter.

Biochemische Vorgänge sichtbar machen. Dabei werden Moleküle künstlich hergestellt, bei denen einzelne Atome durch β+ -Strahler ersetzt. Die entstandenen Positronen reagieren sofort mit Elektronen in der Umgebung. Diese beiden Teilchen sind Antiteilchen, sie «heben sich auf» und werden zu purer Energie in Form von Gammastrahlung. Diese Gammastrahlung wird Vernichtungsstrahlung genannt und ist messbar. Die Ansammlung der β+ -Strahler kann mit einem Detektor sichtbar gemacht werden, welcher mit zwei exakt gegenüber liegenden Fenstern detektiert, da die Vernichtungsstrahlung bei der Kollision von Positronen und Elektronen 180° in beide Richtungen geht:

Erkläre wie ein Gamma-Knife funktioniert und wofür es benutzt wird. 

Bestrahlung von Tumoren. Bei der sogenannten Gamma-Knife Technologie werden viele Gammastrahler gleichzeitig eingesetzt. Diese werden so ausgerichtet, dass sich die Strahlen in einem klar definierten Punkt überschneiden. Dort ist die Dosis dann hoch, rundherum sehr viel geringer. Dies ermöglicht eine selektive Bestrahlung von Tumoren.  

Étudier