Grundlagen Finanzbuchhaltung

Sachbearbeiter/in Immobilienbewirtschaftung SVIT

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P. S.
Diese Lernkarten vermitteln die zentralen Prinzipien und Abläufe der Finanzbuchhaltung, von grundlegenden Begriffen wie Beleg, Saldo und Grundsatz bis zu praktischen Buchungssätzen für Geschäftsvorgänge. Sie erklären die Buchungsregeln nach OR, die Bedeutung von Belegen sowie die Pflichten und Vorteile einer ordnungsgemäßen Buchhaltung für Unternehmen. Ideal für Lernende und Praktizierende, die sich fundierte Kenntnisse der doppelten Buchführung aneignen möchten.
Karten
18
Lernende
15
Sprache
Deutsch
Kategorie
Berufskunde
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
22.05.2023 / 10.09.2026

Lernkarten

Was versteht man unter Buchhaltung?

In der Buchhaltung werden Informationen über die finanziellen Auswirkungen von Geschäftsfällen systematisch gesammelt, geordnet und für Geschäftsleitung und Öffentlichkeit aufbereitet.

Warum führt eine Unternehmung eine Buchhaltung?

Die Buchhaltung ist das wichtigste Instrument zur Führung der Unternehmung.

Welche Informationen erlangt man mit einer gut geführten Buchhaltung?

  • Ausweis von Gewinn und Verlust
  • Übersicht über Forderungs- und Schuldverhältnisse
  • Beweismittel bei Streitigkeiten
  • Kalkulationsgrundlage für die Preisgestaltung
  • Grundlage zur Berechnung der Steuern

Wer untersteht der Buchführungspflicht?

  • Juristische Personen
  • Einzelunternehmen
  • Personengesellschaften,

> CHF 500'000.- im Vorjahr.

Warum gilt in der Buchhaltung der Grundsatz 'Keine Buchung ohne Belege'?

Alle Geschäftsfälle müssen rekonstruierbar verbucht sein.

Was sind natürliche, was interne Belege?

Natürliche Belege:

  • Rechnungen
  • Bankauszüge
  • Kassenquitungen

Interne Belege:

  • selbsterstellte wo Originale fehlen wie z.B. kleinere Reisespesen usw.

Nach welchen Grundsätzen muss eine Buchhaltung gemäss OR geführt werden?

Grundsatz:

  • der Vollständigkeit und wahrheitsgetreuen Erfassung
  • des Belegnachweises
  • der Klarheit
  • der Zweckmässigkeit mit Blick auf die Art und Grösse des Unternehmens
  • der Nachprüfbarkeit
  • der Fortführung der Unternehmerstätigkeit (Going Concern Principle)
  • der periodengerechten Verbuchung
  • der Vorsicht (Vorsichtsprinzip)
  • der Stetigkeit
  • der Unzulässigkeit der Verrechnung (Bruttoprinzip)

Was ist der Zweck von Rechnungslegungsstandards?

  • 'True and Fair View'
  • Tatsächliche Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Erkläre den Begriff "Niederwertprinzip"

Ist der Anschaffungs- oder Herstellwert vom Marktwert verschieden, wählt man für die Aktive im Allgemeinen den tieferen Wert.

Die Buchungsregeln für Bilanzkonten lauten:

  1. Aktivkonten
  2. Passivkonten

Aktiven:

  • Im Soll      Eröffnungsbestand und Zunahmen
  • Im Haben  Abnahmen und Endbestand (Saldo)

Passiven:

  • Im Haben  Eröffnungsbestand und Zunahmen
  • Im Soll      Abnahmen und Endbestand (Saldo)

Her Weber beginnt mit seiner Geschäftstätigkeit und legt CHF50'000 in die Kasse.

Kasse an Eigenkapital 50'000.-

Herr Weber erhält die bestellten Einrichtungen für CHF 20'000 vom Bürogeschäft H.Sieber.

Mobilien an VLL 20'000.-

Herr Weber nimmt CHF 35'000 aus der Geschäftskasse und eröffnet damit ein Bankkonto.

Bank an Kasse 35'000.-

Herr Weber erhält vom Bürogeschäft Sieber ein Darlehen über CHF 5000.- Der Betrag wird mit der Lieferantenschuld verrechnet.

VLL an Passivdarlehen

Herrn Sieber wird die restliche Lieferantenschuld von CHF 15'000.- durch die Bank überwiesen.

Kreditor an Bank 15'000.-

Mit CHF 5'000.- aus der Geschäftskasse kauft Herr Weber weitere Büromaterialien.

Mobilien an Kasse 5'000.-

Erstellen Sie für die folgenden Geschäftsvorfälle die Buchungssätze:

  1. Barbezug vom Postkonto
  2. Barzahlung der Lieferantenschulden
  3. Kreditkauf von zwei Schreibtischen
  4. Rückgabe eines Schreibtisches
  5. Kunde zahlen auf unser Postkonto
  6. Der Geschäftsinhaber lässt seine Privatrechnung über das Postkonto des geschäftes bezahlen
  7. Kauf von Mobilien gegen bar
  8. Gutschrift der Bank für den Verkauf von Wertpapieren
  9. Der Geschäftsinhaber lässt seine eine Privatrechnung über das Postkonto des Geschäftes bezahlen
  10. Kreditkauf eines Autos
  11. Gewährleistung eiones Barldarlehens an B
  12. Wertschriftenhandel durch die Bank
  13. Gewährung eines Bardarlehens an B
  14. Werschriftenkauf durch die Bank

  1. Eigenkapital an Post
  2. VLL an Kasse
  3. Mobilie an VLL
  4. VLL an Mobilie
  5. Post an FLL
  6. Kasse an Eigenkapital
  7. Mobilien an Kasse
  8. Bank an Wertpapiere
  9. Eigenkapital an Postkonto
  10. Fahrzeug an VLL
  11.   an Passivdarlehen
  12. Wertschriften an Bank

Unterschied zwischen Aufwand und Ertrag?

Aufwand: 

  • Kosten des Inputs in den Prozess den Prozess der Leistungserstellung
  • Verbrauch von Vermögenswerten

Ertrag:

  • Erlös des Outputs aus dem dem Prozess der Leistungserstellung
  • Zuwachs an Vermögenswerten 

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