Quest - Zellbiologie - Glossar

Der Glossar zur Vorbereitung der Prüfung.

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R. D.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Zellbiologie auf Universitätsniveau. Sie decken zentrale Themen wie die Struktur und Funktion von Zellen, Organellen wie Ribosomen, Mitochondrien und Chloroplasten, sowie die Unterschiede zwischen tierischen und pflanzlichen Zellen ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Biologie, da sie präzise Definitionen und detaillierte Erklärungen zu zellulären Prozessen und Komponenten liefern.
Flashcards
30
Students
2
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
05.05.2023 / 07.12.2023

Cartes-fiches

Zelle

(Cellula, lat. = Kammer) Grundlegende Struktur- und Funktionseinheit aller Lebewesen. Die Zelle ist die einfachste Struktur der Lebewesen, die selbstständig lebensfähig sein kann.

Zelltheorie

Die Zelltheorie wurde 1838 von Schleiden und Schwann formuliert und besagt: Alle Organismen bestehen aus mindestens einer Zelle. Die Zelle ist die kleinste Einheit des Lebens. Virchow ergänzte 1855: Zellen entstehen nur durch Teilung bereits vorhandener Zellen.

Prokaryoten

Einzellige Lebewesen (pro, lat. = vor, karyon, gr. = Kern), deren Zelltypus die Procyte ist. Dazu gehören die Bakterien und Archeen.

Procyte

Procyten sind kleiner als Eucyten. Anstelle des Kerns besitzen sie eine Kernregion (Nucleoid) mit einer ringförmigen DNA (Desoxyribonukleinsäure). Sie haben keine membranumhüllten Organellen. Die Ribosomen sind alle im Plasma.

Euaryoten

Ein- oder mehrzellige Lebewesen (eu, gr. = gut, wahrhaftig, karyon, gr. = Kern) , deren Zelltypus die Eucyte ist. Dazu gehören Tiere, Pflanzen, Pilze und Einzeller.

Eucyte

Eucyten sind Zellen, die einen Zellkern besitzen sowie Organellen, die durch Membranen begrenzt sind.

Pflanzenzellen

Pflanzenzellen sind Eucyten. Sie unterscheiden sich von den Tierzellen durch die Zellwand, Plastiden (z.B. Chloroplasten) und die grosse Vakuole.

Tierzellen

Tierzellen sind Eucyten. Sie unterscheiden sich von den Pflanzenzellen durch das Fehlen von Zellwand, Plastiden und der grossen Vakuole. Tierzellen sind heterotroph.

autotroph

Als autotroph bezeichnet man Zellen und Lebewesen, die energiereiche organischen Stoffe (Kohlenhydrate) aus energiearmen anorganischen Stoffen (Wasser und Kohlendioxid) selbst aufbauen können (autos, gr. = selbst, trophe, gr. = Nahrung). Die nötige Energie beziehen sie meist aus dem Licht (Fotosynthese).

heterotroph

Heterotrophe Zellen bzw. Lebewesen sind «femdernährt» (heteros, gr. = fremd, trophe, gr. = Nahrung), d.h. sie müssen organische Stoffe als Energie- und Stoffquelle aufnehmen.

Organell

Ein Organell ist ein Bestandteil einer Zelle im Cytoplasma mit einer spezifischen Funktion (organon gr. = Werkzeug). Organelle sind wie die Organe im Organismus nur als Teil des Ganzen funktionsfähig.

Cytoplasma

Das Cytoplasma besteht aus dem Grundplasma (eiweissreiche Grundsubstanz) und allen Zellorganellen ausser dem Zellkern.

Zellwand

Die Zellwand wird von Pflanzenzellen durch die Ausscheidung des Wandmaterials aufgebaut. Sie besteht aus einer Grundsubstanz, in die Cellulosefasern eingebettet sind. Zellwände gibt es auch bei Pilzen oder Bakterien, da allerdings aus anderem Wandmaterial.

Zellmembran

Die Zellmembran ist die Membran, die jede Zelle umgibt Sie grenzt das Cytoplasma nach aussen ab. Sie reguliert den Stoffaustausch, ermöglicht die Reizaufnahme und die Kommunikation mit anderen Zellen. Die Zellmembran unterscheidet sich von den anderen Biomembranen durch Kohlenhydrat-Moleküle auf der Aussenseite, die als Erkennungs-Moleküle und als Antennen dienen.

Biomembran

Die Biomembran besteht aus einer Lipid-Doppelschicht und Eiweissen (Proteinen), die schwimmend in die flüssige Lipid-Doppelschicht eingelagert sind oder dieser aufliegen (Flüssig-Mosaik-Modell). Die Membran ist selektiv durchlässig und kann ihre Durchlässigkeit ändern. Biomembranen grenzen Zellen und Reaktionsräume ab, ermöglichen und regulieren den Stoff- und Informationsaustausch, vergrössern die Oberfläche und können auf Reize reagieren.

Zellkern

Der Zellkern ist ein kugeliges bis linsenförmiges Organell. Er ist durch die Kernhülle vom Plasma abgegrenzt und enthält Kernplasma. Der Kern ist Träger des Erbgutes und steuert die Zelle.

Kernhülle

Die Kernhülle ist eine von Poren durchbrochene Hülle aus zwei Membranen, die (bei Eucyten) den Kern abgrenzt. Sie ist mit dem Endoplasmatischen Retikulum verbunden.

Kernkörperchen (Nucleolus)

Kernkörperchen sind kleine Körperchen aus Eiweissen und RNA (Ribonukleinsäure) im Zellkern. Sie sind massgeblich an der Bildung der Ribosomen beteiligt.

Membranensystem

Das Membranensystem des Cytoplasmas umfasst die nicht-plasmatischen Kompartimente der Zelle wie Endoplasmatisches Retikulum, Golgi-Apparat, Vesikel, Vakuole.

Endoplasmatisches Retikulum

Das endoplasmatische Retikulum (Endos, gr. = innen; reticulum, gr. = Netzchen; ER) ist ein System aus Kanälen und sackartigen Hohlräumen, die durch eine Membran begrenzt sind. Es durchzieht das ganze Cytoplasma und ändert seine Gestalt ständig. Das ER stellt Stoffe her und gibt diese an Vesikel ab.

Golgi-Apparat

Der Golgi-Apparat besteht aus den miteinander verbundenen Dictyosomen (= Stapel von scheibenförmigen durch eine Membran begrenzten Hohlräume) einer Zelle. Er dient als Zwischenlager und Versandhaus der Zelle.

Vesikel

Vesikel sind kleine, durch Membranen begrenzte Bläschen zum Transport oder zur Speicherung von Stoffen. Sie werden vom Membransystem des Cytoplasmas oder von der Zellmembran abgeschnürt bzw. eingebaut.

Lysosomen

Lysosomen sind Vesikel, die Verdauungsenzyme enthalten (lysis, gr. = Auflösung). Sie werden vom Golgi-Apparat gebildet und dienen zur Zerlegung körperfremder Stoffe in Nahrungsvakuolen und zur Entsorgung bzw. Recyclierung überzähliger Zellbestandteile oder Zellen.

Plastiden

Plastiden sind lange, meist ovale Zellorganellen mit einer Hülle aus zwei Membranen. Sie enthalten Plasma, DNA und Ribosomen. Plastiden entstehen aus Proplastiden und können sich z.T. auch ineinander umwandeln. Man unterscheidet Chloroplasten (für Fotosynthese), Leukoplasten (Stärkespeicher) und Chromoplasten (gelbe bis rote Farbstoffe, z.B. in Blütenblättern und Früchten).

Chloroplasten

Chloroplasten sind die Plastiden für die Fotosynthese. Ihre innere Oberfläche ist stark vergrössert durch Einstülpungen der inneren Membran. In Chloroplasten wird aus Wasser und Kohlendioxid, Traubenzucker und Sauerstoff hergestellt.

Mitochondrien

Sind ovale Organellen. Sie sind durch eine Hülle aus zwei Membranen abgegrenzt, enthalten Plasma, DNA und Ribosomen und vermehren sich durch Teilung. Ihre innere Oberfläche ist durch Einstülpungen der inneren Hüllenmembran vergrössert und trägt die Enzyme für die Zellatmung. Mitochondrien produzieren Energie in Form von ATP.

Vakuole

Vakuolen (vacuus, gr. = leer) sind mit wässriger Lösung gefüllte Reaktionsräume. Sie können zur Speicherung (Reservestoffe, Farbstoffe, Abwehrstoffe) und zum Stoffabbau dienen. Sie gehören zu den Organellen mit nur einer Biomembran. Pflanzenzelle haben eine grosse Zellsaftvakuole oder mehrere Vakuolen.

Ribosomen

Ribosomen sind kleine Organellen aus Eiweissen und RNA, ohne Membran. Sie sitzen auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum oder liegen im Plasma. Ihre Aufgabe ist die Proteinbiosynthese.

Cytoskelett

Das Cytosklelett stabilisiert die innere Struktur der Zelle, hält wandlose Zellen in Form und ist an Bewegungsvorgängen (in) der Zelle beteiligt. Es besteht aus feinen Eiweissröhrchen (Mikrotubuli) und -stäbchen (Mikrofilamente).

Viren

Viren sind keine echten Zellen, da ihnen ein eigener Stoffwechsel fehlt. Sie verfügen weder über Stoffwechselenzyme noch Organellen für die Proteinbiosynthese (z.B. Ribosomen). Daher benötigen sie eine Wirtszelle, um sich vermehren zu können. Je nach Virentyp kann dies eine tierische, pflanzliche oder bakterielle Zellen sein.

Étudier