KCI 1

ZHAW_BSc_BMLD22_FS23_Klinische Chemie und Immunologie 1

ZHAW_BSc_BMLD22_FS23_Klinische Chemie und Immunologie 1

Diese Lernkarten decken medizinische Themen auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf den Knochenstoffwechsel, Elektrolytbestimmungen, Blutgasanalytik, Diabetes mellitus und Hormonstörungen. Die Karteikarten behandeln die Bedeutung von Calcium, Phosphat, Glukose und Proteinen, sowie die Interpretation von Blutgaswerten und die Diagnostik von Schilddrüsen- und Nebennierenfunktionen. Medizinstudenten und Ärzte profitieren von diesem Lernset, um ihr Verständnis der klinischen Chemie und Pathophysiologie zu vertiefen.
Flashcards
145
Students
1
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
09.04.2023 / 04.05.2023

Cartes-fiches

Ionen Selektive Elektroden

  • selektive Bindung von Ionen an eine Membran -> Potential
  • Diffusionspotential -> an der Berührungsstelle zweier unterschiedlich konzentrierten Elektrolyt-Lsg. 
  • Vorteile
    • schnelle Messung
    • Proben können direkt analysiert werden
    • kein Verschleiss der Elektroden (wenig Wartung)
    • weiter Konzentrationsbereich

Quantitative Analyseergebnisse

Qualitative Analyseergebnisse

Zahlenwert

positiv/negativ (oder Bereiche)

Anforderungen an Laborbefund

Fragestellung muss mit dem Reszultat beantowortet werden (richtig und schnell)

jede Analyse bracuht eine Fragestellung durch Arzt (ausser Cholesterin und Glucose das es so häufig vorkommt)

Vademecum

Begleitinfo / Zusätzliche Informationen zum Laborbefund

Fehler

-nichterfüllung der Anforderung

-Statistik der Normalverteilung (bsp 10mal gleiche Probe messen mit jeweils leichten abweichungen im Resultat)

-Messunsicherheit

 

Labormedizinischer Prozess

Summe von Arbeitsabläufen mit definiertem Anfang/Ende

Präanalytik: Frage,Anforderung,Probe,Transport
Analytik: Analyse,Qualitätskontrolle
Postanalytik: Plausibilität,Befund,Übermittlung,Massnahmen

Variationskoeffizient

\(Variationskoeffizient = Standartabweichung/Mittelwert *100%\)

 

(Messunsicherheit=2* VK)

Bias

Systematischer Fehler

Abweichung in %

-> Ergebniss, welches systematisch in eine bestimmte Richtung von den wahren Werten abweicht

interne Qualitätskontrolle

kontinuerliche Überwachung der Richtigkeit und Präzision

-obligatorisch bei quantitativer Analyse
-täglich bei komplexen, alle 2 wochen bei einfachen Geräten (5j. aufbewahren)
-QUALAB externe Kontrolle

Jede Messung hat eine Messunsicherheit Es ist auch möglich, dass ein Messwert zufällig im Kontrollbereich liegt,
obwohl das System ausser Kontrolle ist -> zuerst Fehler suchen, bevor Messung wiederholt wird

QUALAB

externe Qualitätskontrolle (in CH obligatorisch)

bei Praxislabor/Apotheke: Ringversuche
bei Spital/Auftragslabor: Obligatorische Analyse und Toleranzen (+/- angaben)

QKZ=Qualitätskontrollzentrum schicken/erhalten Proben und vergeben Zertifikat (Ringversuch)

 

Ringversuchresultate

um Qualität im Labor zu verbessern

KVP= Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Abweichungsbericht erstellen (unterschr. Laborleiter)

externe Hilfe bei wiederholt ungenügenden Resultaten

Plausibilitätskontrolle

Technisch: Messbereich, Nachweisgrenze, Qulitätskontrolle, Warnhinweis von Gerät

Medizinisch: Extremwerte, Alarmbereich, Trend, Konstellation, Erwartung

die Vielzahl der Plasmaproteine

  • ca 5'000 Proteine im Plasma (viele in Leber Produziert)
    • Ausnahm Immunglobuline Plasmazellen und Proteohorone (div. endokrine Organe)
    • andere Proteine sind von sterbenden Zellen freigesetzt -> keine Funktion im Plasma
  • grosse Konzentrationsunterschiede der Plasmaproteine erfordern unterschiedliche Messtechniken
    • photometrische Tests
    • Immunpräzipitationsverfahren
    • immunologische Bindungsassays

Einfussfaktoren, Störfaktoren und Methoden der Protein- und Albuminmesssung im Plasma oder Serum

Einfussfaktoren:
-Hämokonz. (Stauung, Exsikkose - Flüssigkeitsmangel, Sitzen/Liegen -> Konz. nimmt ab mit Dauer des Liegens)
-Hämodilution (Schwanger, Infusion, Polydipsie - Trinken)

Messung & Störfaktoren:
Biuretmethode (Hämolyse, Ikterie, Lipämie, Röntgenkontrastmittel, Ammoniumsalz)
Farbstoffbindung (Proteinzusammensetzung, Konz. bei Albumin)
Trübungsmessung (Proteinzusammensetzung, Konz. bei Albumin)

photometrischen Farbtests: Messung Gesamteiweiss und Albumin (da hohen Konzentrationen im Plasma) 

Die Beurteilung zu hoher und zu tiefer Konzentrationen erfordert in der Regel die gleichzeitige Bestimmung des Hämatokrits um Störungen des Wasserhaushaltes von echten Dysproteinämien zu unterscheiden

Echte Hypoproteinämie

  • Gesamteiweis und Albumin ist tief, Hämatokrit normal
  • Häufig durch Albuminmangel, manchmal auch Antikörpermangel
  • Verminderte Proteinsynthese
    • Leberversagen
    • Malassimilation
    • Unter-/ Mangelernährung
    • Genetisch: Analbuminämie
  • Proteinverluste
    • Niere: nephrotisches Syndrom
    • Darm: exsudative Enteropathie
    • Haut: Verbrennungen, Ekzeme
  • meistens durch Immunglobuline verursacht -> Serumeiweisseelektrophorese als nächster diagnostischer Schritt

Nachweis und Differenzierung der monoklonalen Gammopathie

  • monoklonale Gammopathie: Ansammlung von monoklonalen Antikörpern, die aus fehlgebildeten, aber gutartigen Plasmazellen stammen.
  • Nachweis: Serumeiweisselektrophorese (Erkennung von Agammaglobulinämie und monoklonalen Gammopathien)
  • monoklonale Gammopathie erfordert die Abklärung der ursächlichen Klone (schwere und leichte Ketten) durch Immunfixationselekrophorese oder immunsubtraktive Kapillarelektrophorese

Diagnostik eines Multiplen Myeloms

  • Serumeiweisselektrophorese und Immunfixationselektrophorese:
    • Diagnosestellung: Monoklonale Gammopathie mit M-Gradienten
    • Freie Leichtketten -> wichtige Untersuchung der Malignität
  • Urin
    • Bence-Jones-Proteinurie: Nachweis von Leichtketten
  • Knochenmarkzytologie
    • Plasmazellnester:
    • Radspeichenkerne:
    • Perinukleäre Aufhellungen
  • Blut
    • Blutbild: Im Verlauf Panzytopenie
    • stark beschleunigte Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)
    • Hyperkalzämie
    • Gesamteiweißkonzentration↑
    • Hohes β2-Mikroglobulin hat eine negative prognostische Bedeutung

Entzündung
 

Antwort des Organismus auf Gewebsschädigung

Ziel: Schädigung begrenzen durch Entfernen von Fremdmaterial und nekrotischem Material

Problem: ungenügend oder überschiessende Entzündungsreaktion

Konzentrationsspektrum der Plasmaproteine und die Implikationen für Messmethode

Funktionen: Regulation, Transport, Abwehr, Blutstillung
ohne Funktionen:  Hinweis auf etwas das im Körper passiert (zb von sterbenden Zellen;  ALS,ALAT)

 

Bsp Konzentrationen: Albumin 50g/lg, Interleukin 5ng/l (spezifische Messungen: Photometer, Assay, Immunpräzipitation)

Echte Hypoproteinämien

Meistens Albuminmangel (manchmal auch Antikörpermangel)

Echte Hyperproteinämien

Vermehrung der Immunglobuline --> erfordert meistens Serumeiweisseelktrophorese für Diagnostik

multiple Myelom

wichtige Ursache der monoklonalen Gammopathie

Beurteilung der Malignität und Therapiebedürftigkeit:
-Bestimmung der freien Leichtketten (Urin)
-Untersuchung von Plasmazellen im Knochenmark, des Blutbildes, der Nierenfunktion und des Skeletts/Calciums
-Blutsenkungsgeschwindigkeit

allgemeinen Entzündungs-Biomarker

Aktivierung von Monozyten, Makrophagen, Thrombozyten
Steigerung der Durchblutung (rötung)
Freisetzung Zytokine
Aktivierung der Enzyme
Fieber
Leukozytose

Blutkörperchensenkungs-Reaktion (sehr Fehleranfällig)

 

typische Indikationen

Leukozyten
Reaktive Linksverschiebung (granula, Vakuolen, Döhle-Körperchen)

APA Akut-Phase-Antwort: 
Konzentrationsänderung von sekretorischen Proteinen bei Entzündungsreaktion (frühe Antwort der systematischen Entzündungreaktion)

CRP:
Ca2+-bindendes Protein
schnelle Synthese nach IL-6-Stimulation
wichtigste Früh-Indikation von akutem Infekt
-> starker Anstieg bei Bakteriellem Infekt
IL-6: bei Neugeborenen, Intensivstation

Procalcitonin:
guter diagnostischer Marker für Früherkennung von bakteriellen Infektion

 

*Je früher Erkennung, desto bessere Chancen*

Herzzyklus

Leitsymptome Notfallstation (Cardial)

Dyspnoe und Thoraxschmerz

Häufigste Ursachen der Leitsymptome

Angina pectoris

akute myocardiale infarktion

Herzversagen

Lungenembolie

Thoraxschmerzen Differentialdiagnose

Herz (angina pectoris, Myokardinfakt)

Lunge (Embolie, Pneumothorax)

Gefässe (Aortendissektion)

Skelett (Arthrittis, Verletzung Interkostalmuskulatur)

Gastrointestinaltrakt (Pankreatritis, Ösophagusruptur)

Psychosomatische Störung (Stress, Belastung)

akuter Myokardinfarkt

-ansteigen/fallen von Troponinkonz. im Blut

UND (mind. ein Symptom von)

- klinische Symptome der kardialen Ischämie
- EKG-Veränderungen einer neu aufgetretenen Ischämie (ST-, T-Veränderungen, Entstehung von Q-Zacken)
- Bildgebender Nachweis des Verlustes von vitalem Myokard oder einer regionalen Bewegungsstörung der Herzwand
- Nachweis des intrakoronaren Thrombus durch Angiographie oder bei der Autopsie 

häufigste Ursache akuter Myokardinfarkt

Atherosklerose - Plaquesbildung (Lipide, Calcium) in Arterien

  • Akutes Koronarsyndrom
    • instabile Angina pectoris (Herzkranzgefässe sind stark verängt)
    • Herzinfarkt (nach EKG)
      • mit ST-Streckenhebung (STEMI)
      • ohne ST-Streckenhebung (NSTEMI)

Labordiagnostik bei Thoraxschmerzen

Myokardnekrosemaker: Troponin I oder T (Myoglobin, CK, CK-MB)

Kreatini, Glucose, Elektrolyt, CRP,..

Blutbild, Gerinnung

D-Dimer

Labordiagnostik bei Thoraxschmerzen

Myokardnekrosemaker: Troponin I oder T (Myoglobin, CK, CK-MB)

Kreatini, Glucose, Elektrolyt, CRP,..

Blutbild, Gerinnung

D-Dimer

Diagnose Thoraxschmerzen

Stabile Angina pectoris

Myocardinfarkt

unterschied hoch-sensitive cTn-Tests undherkömmliche, POC Tests

hoch-sensitive cTn-Tests: Testintervall 1h, Messbare cTn-Konz. bereits bei instabile Angina

undherkömmliche, POC Tests: Testintervall 3h

Ursache von erhötem cTn-Plasmaspiegel bei Myokardschädigung

-akute Myokardischämie (wegen Plaques aufbrechen oder Sauerstoffangebot/bedarf)

-weitere Herzkrankheiten

-nicht kardiale Ursachen (Sepsis, Chemo, Marathon)

 

Vorteile und Nachteile der hoch sensitiven cTn-Tests

+ sichere und schnelle Rule-out Diagnostik eines akuten Koronarsyndroms -> mehr Myokardinfarkten werden erkennt 

+Erkennung eines akuten oder chronischen Herzmuskelschadens, der bisher später oder gar nicht erkannt worden wäre

- kompliziertere Rule-in Diagnostik wegen nicht AKS-assoziierter cTroponin-Erhöhung 

Venöse Thromboembolie (TVE)

Verengung/Verschluss eines Blutgefässes durch Thrombus

lokale Störungen der Hämodynamik zusammen mit Entzündungsprozessen der Gefäßwand führen zu einer Aktivierung der Blutgerinnun

D-Dimer Testung bei Verdacht auf Lungenembolie Herausforderungen

-Fehlende Standardisierung des D-Dimer-Tests

-andere Erkrankungen und Zustände assoziiert mit erhöhtem D-Dimer-Spiegel

- Zustände bei denen eine D-Dimer-Testung nicht empfohlen ist (Schwanger, Sepsis, Trauma,)

Herzinsuffizienz (Herzschwäche) 

Herzerkrankung mit ungenügendem Auswurf an Blut in den Körperkreislauf

Einteilung:
Links-/Rechts- und Globalinsuffizienz
Ruhe- oder Belastungsinsuffizienz
akut oder chronisch
Vorwärts-/Rückwärtsversagen
kompensiert oder dekompensier

Lernen