KCI 1

ZHAW_BSc_BMLD22_FS23_Klinische Chemie und Immunologie 1

ZHAW_BSc_BMLD22_FS23_Klinische Chemie und Immunologie 1

Diese Lernkarten decken medizinische Themen auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf den Knochenstoffwechsel, Elektrolytbestimmungen, Blutgasanalytik, Diabetes mellitus und Hormonstörungen. Die Karteikarten behandeln die Bedeutung von Calcium, Phosphat, Glukose und Proteinen, sowie die Interpretation von Blutgaswerten und die Diagnostik von Schilddrüsen- und Nebennierenfunktionen. Medizinstudenten und Ärzte profitieren von diesem Lernset, um ihr Verständnis der klinischen Chemie und Pathophysiologie zu vertiefen.
Flashcards
145
Students
1
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
09.04.2023 / 04.05.2023

Flashcards

Pankreas

Grösster Teil: Exokrines Pankreas (95-98%): Acinuszellen - für verdauung im dünndarm und duodeum

Endokrines Pankreas (2-5%): Langerhans-Inseln: (alpha - glucagon, beta- insulin, delta-somatostatin Zellen)

Diabetes Bedeutung

heterogene Stoffwechselerkrankungen - chronische Hyperglykämie

Ursache: gestörte Insulinsekretion oder Insulinresistenz oder beides

große Urinausscheidung

("Diabetes" bedeutet "hindurchgehen" häufiges Wasserlassen
"mellitus" bedeutet "von Honig" Zuckergehalt des Urins )

Typ 1

bei 5-10%

Autoimmunvermittelte Zerstörung der insulinproduzierenden β-Zellen in der Bauchspeicheldrüse, was zu absolutem Insulinmangel führt.

Typ 2

Bei 90-95%

Entweder unzureichende Insulinproduktion durch die β-Zellen oder Insulinresistenz oder beides aufgrund von Gründen, die nicht vollständig verstanden sind.

Komplikationen des Diabetes mellitus

Hypoglykämischer Schock

 Blutglukose < 2.8 mmol/L

• Symptome: Herzrasen, Schweißausbruch, Zittern, Angstgefühle, Hunger

• Verwirrung, Ataxie, Bewegungen unkoordiniert, Dysphasie

• Zum Schluß: Bewustseinseintrübung, Krampfanfälle, Koma

• Bei Kindern mögliche Störung der intellektuellen Entwicklung

Komplikationen  Diabetische Ketoazidose (Typ 1)

• Plasmaglukose > 13.9 mmol/L

• arterieller pH < 7,5

• Ketonkörper im Urin

 

Komplikationen 

•Hyperosmolares hyperglykämisches Syndrom (Typ 2)

• Sehr hohe Glukosewerte, z.B. Plasmaglukose > 22.2 mmol/L

• Plasmaosmolalität ≥ 315 mOsmol/kg

• Patient eingetrüb

 

Folgen von Diabetes

Diagnostik

Behandlung

Medikament Metformin wirkt auf Leber, Skelettmuskel,Fettzellen, Darm

weitere..
 

Wissen was der pH Wert ist und wie er gemessen wird

Negativer, dekadischer Logarithmus der Hydronium-Aktivität (Konz.)
pH = -log(a H+) = -log(H+)


pH im Blut vom Mensch 7.35-7.45

pKs-Wert

gibt an wie stark oder schwach eine Säure in wässriger Lösung ist (je kleiner, desto stärker die Säure)

Puffer

Gemisch aus schwacher Säure und korrespondierenden Base
Konzept von Puffer: pH Sprung wird abgefedert

Das Prinzip und die Funktionsweise des Kohlendioxid/Hydrogencarbonat-Puffers kennen

Hauptpuffer in unserem Körper

Wissen wie eine Alkalose oder Azidose definiert ist und was sie ausmacht

Azidose: Störung Säure-Base Gleichgewicht (pH <7.35)
Ursachen:
-Anfall von Ketonsäuren (Diabetes Mellitus, Hunger)
- Laktatbildung (Laktatazidose, Hypoxie bei Shock, respiratorische Insuffizienz, Anämie)
-Salicylsäure (Salicylat-Intoxikation)
-Ameisensäure (Methanol-Intoxikation)
-Erhöhte Chloridaufnahme (NH4Cl-Gabe, Uretero-Enterostomie (Austausch von Cl- mit HCO- im Darm)
-Akutes Nierenversagen/chronische Niereninsuffizienz (Bicarbonat-Resorption eingeschränkt)
-Angeborene und erworbene (medikamentös bedingt) Funktionsstörung der prox. & dist. Tubuli der Niere
-Hyperkaliämie (Kalium strömt im Austausch gegen H+ in die Zellen)

 

Alkalose: Störung Säure-Base Gleichgewicht (pH >7.35)
Ursachen:
- Chloridverluste (Erbrechen oder Magendrainage, Diuretika)
- Diuretika
-Mineralkortikoide (gesteigerte renale H+ und Kaliumsekretion)
-Primärer und sekundärer Hyperaldosteronismus sowie Cushing-Syndrom (K+serum↓, Cl-Serum ↓)
-Zufuhr alkalischer Substanzen (Natron, Antazida, Citrat (Blutkonserven), Laktat oder Milchalkalisyndrom)
-Kaliummangel
-Nach akuter Korrektur einer Hyperkapnie (e.g. nach Intubation kompensatorisch erhöhtes Bicarbonat und rasch sinkendes CO2)

 

Wissen wie und aus was (Material) im Labor Blutgas gemessen wird

Material: Arterielles heparin Vollblut (Kapillarblut) - von Herz weg daher nicht venöses Blut


gemessen wird:

• Partialdruck von Sauerstoff (pO2 )
• Partialdruck von Kohlendioxid (pCO2 ),
• pH • HCO3 -
• Elektrolyten (Na+ und K+ )
• Lactat
• Hämoglobin
• Hämatokrit

Die Präanalytischen Anforderungen der Blutgasanalytik kennen

Arterielles Blut:

• Verwendung von Kunststoffspritzen mit innen aufgesprühtem Elektrolyt-balanciertem Heparin

• Die Spritze muss sofort nach der Entnahme entlüftet und verschlossen sein

Luftblasen falsch hohe oder falsch tiefe Resultate

• Ohne Kühlung, Messung <15min bis zur Analyse

• Mit Kühlung (0-4 °C) <30 min bis zur Analyse

 

 

Arterialisiertes Kapillarblut:

• Entnahme vom Ohrläppchen oder der Fingerbeere mittels heparinisierter Glaskapillare

• Unmittelbare Analyse notwendig

• Blasenfreie Entnahme (end-to-end)

Wissen wie Blutgas-Ergebnisse Interpretiert werden (Normogramm)

 

• 1. pH-Wert

Referenzbereich 7.35-7.45: keine Störung oder Störung kompensiert

< 7.35: Azidose, >7.45: Alkalose

 

2. [HCO3] std. / base excess

Referenzbereich [HCO3] std. Erwachsener: männlich: 22.2-28.3 mmol/l, weiblich 21.2-27.0 mmol/l

↓ primär metab. Azidose oder komp. resp. Alkalose

↑ primär metab. Alkalose oder komp. resp. Azidose

 

3. pCO2

Referenzbereich Erwachsener: männlich: 4.66-6.38 kPa, weiblich 4.26-5.99 kPa

↓ primär resp. Alkalose oder komp. metab. Azidose

↑ primär resp. Azidose oder komp. metab. Alkalose

 

4. pO2

Referenzbereich 2-Tage bis 60 Jahre: 11.0-14.4 kPa

↓ Hinweis auf Sauerstoffmangel

↑ Hinweis auf maschinelle Beatmung

 

5. Serum-Anionenlücke

zur Beurteilung metabolischer Azidosen

= Na+- (Cl- + HCO3) (Normalwert: 8-16 mmol/l)

 

Die Bedeutung von Wasser, Osmolalität und Elektrolyte für das Leben

Ohne Wasser und Elektrolyte kein Leben
Mensch besteht zu 60% aus Wasser
Osmotischer Druck um Druck auszugleichen

Menschliche Regulationsmechanismen für Wasser-Elektrolyt-Osmolalität-Haushalts

Bei Wasserverlust muss wieder mehr Wasser aufgenommen werden


Einziges durch Steuerungsmechanismen reguliertes Kompartiment ist der Extrazellulärraum.


Osmoregulation erfolgt durch Ausscheiden/Retention von freiem Wasser.


Volumenregulation des Extrazellulärraums erfolgt durch Ausscheiden/Retention von Natrium.

Wichtigste Ionen und deren Bedeutung für den menschlichen Organismus

Technische und biologische Einflüsse bei Elektrolyt-Bestimmungen

Die Bedeutung von Calcium und Phosphat für den menschlichen Organismus

Aufbau des Knochens: Anorganische Bestandteile (ca. 45%) Calcium und Phosphat
Speicherfunktion (Calcium, Phosphat)

Phosphat ist zusammen zusammen mit Calcium zentrales Element der Knochenmatrix: Calcium Hydoxy Apatit. Ausserhalb des Knochens ist Phosphat wichtiger Energieträger (ATP: liefert Energie für diverse Stoffwechselvorgänge), pH Puffer.

Menschliche Regulation des Calcium-Haushalts

Wichtigste Parameter in der klinischen Chemie zur Beurteilung des Knochenstoffwechsels

Parameter:

• Calcium

• Phosphat

• Vitamin D

• Parathormon (PTH)

• Calcitonin

• P1NP (Prokollagen-1 N-terminales Propeptid)

• ß-CrossLaps (ß-CTx)

• Knochen-spezifische alkalische Phosphatase (Ostase)

Wichtigste Krankheiten im Zusammenhang mit dem Knochenstoffwechsel

Osteoporose ist eine Knochenerkrankung, die durch einen Verlust an Knochenmasse und eine Verschlechterung der Knochenqualität gekennzeichnet ist

Study