Bio 2

ZHAW_BSc_BMLD22_FS23_Biologie 2

ZHAW_BSc_BMLD22_FS23_Biologie 2

Diese Lernkarten decken fortgeschrittene biologische Themen auf Universitätsniveau ab, mit Fokus auf Zellbiologie, Hormonsysteme und Leberfunktionen. Sie behandeln die Rolle von Rezeptoren, Neuronen und Proteinen, sowie die Produktion und Freisetzung von Hormonen. Besonders relevant sind die Auswirkungen auf das Gehirn, das ZNS und die Leber, einschließlich der Pathologien wie Leberzirrhose und Fibrose. Diese Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Forscher, die ein tiefes Verständnis der zellulären und systemischen Prozesse im menschlichen Körper erlangen möchten.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
22.02.2023 / 23.06.2024

Cartes-fiches

Mikroglia

  • Teil des "Immunsystems" des Gehirns
  • Wandern in grossen Mengen in beschädigte oder entzündete Hirnbereiche

Astrozyten

  • erhalten Gleichgewicht
  • Stoffwechsel zwischen Neuronen und Gliazellen
    • Glucoseaufnahme aus den Blutkapillaren
    • Glycolyse zur oxidativen Phosphorylierung
    • verstoffwechseln Glucse zu Lactat, Neuronen gewinnen Energie aus Lactat
  • beeinflussen neuronale Weiterleitung an der Synapse
  • Entfernen überrschüssiges Glutamat (Neurotransmitter)

Uni- oder monopolare Neuronen

eine Nervenfaser, kein Dendrit

Bipolare Neuronen

eine Nervenfaser, ein Dendriten

Multipolare Neuronen

eine Nervenfaser, mehrere Dendriten

sensorische/ afferente Nerven

  • leiten von Rezeptoren der Sinnesorgane/ Organe an Gehirn und Rückenmark oder Nervenzellen des Darms
  • Wahrnehmung
  • Bewegungskoordination

motorische/ efferente Nerven

  • Impuls von Gehirn/ Rückenmark zu Muskel/ Drüsen
  • Kontraktion Muskelzellen
  • Hormonausschüttung

Interneuronen

  • verarbeiten Informationen in lokalen Schaltkreisen
  • vermitteln Signale über weite Entfernungen zwischen Körperbereichen
  • Vermittlerfunktion

Hirnnerven

  • alle Nervenfaserbündel, welche oberhalb des Rückenmarks das ZNS verlassen
  • 12 Paare von Hirnneerven
  • Abkürrzuung HN oder N. = Nervus

Nervus Vagus

  • 10. Hirnnerv (Eingeidenerv)
  • Hauptnerv des Parasymathikus
  • reguliert Tätigkeit vieler inneren Organe von den Halsorganen bis Brust- und Baucheingeweide

vegetatives Nervensystem

  • Synonyme: autonomses/ viszerales Nervensystem
  • Steuert lebensnotendige Organfunktionen (Atmung, Kreislauf, Stoffwechsel)
  • unbewusst/ unwillkürlich
  • untertelung in Parasymathikus, Symathikus und Darmnervensystem

Parasympathikus und Wirkung auf Organe

Sympathikus und Wirkung auf Organe

Darmnervensystem (enterisches Nervensystem ENS)

  • Komplexes Geflecht aus Nervenzellen innerhalb der Darmwand, das Gastrointestinaltrakt durchzieht
  • Zahl der Neuronen entspricht etwa der des Rückenmarks
  • Reguliert unabhängig die Bewegung des Darms bei der Verdauung
  • Funktion: starken Einfluss auf den Verdauungsprozess
    • die Darmmotilität
    • den mit Sekretion und Absorption verbundenen Ionentransport
    • den gastrointestinalen Blutfluss

Hirnhäute

  • strukturierte Bindegewebsschichten, die das gesamte Gehirn umschliessen und sich als Rückenmarkshäute fortsetzen. Gehören zu den Meningen
  • Von innen nach aussen:
    • Dura mater (harte Hirnhaut)
    • Arachnoidea (Spinngewebshaut)
    • Zwischen Archnoidea und Pia mater befindet sich der Liquor
    • Pia mater (weiche Hirnhaut)

Dura mater

  • Die Dura mater ist die Äußerste der drei Hirnhäute und recht straff
  • Derbe Schicht aus zwei Blättern, die im Schädel miteinander verwachsen sind
  • Kleidet die Schädelhöhle aus und besteht aus zwei Bindegewebsschichten:
    • einer niedrigen, inneren Epithelschicht
    • einer äusseren Schicht, in der Gefässe verlaufen
      • versorgt den Schädelknochen und ist gleichzeitig die
        Knochenhaut (Periost) des Schädelknochens.

Hirnhautentzündung

Wo kommt der Liquor her ?

Arachnoidea

  • Besteht aus Bindegewebe
  • gefässlos
  • verbindet sich auf der Innenseite über kleine Bälkchen und Häutchen mit der darunter liegenden, inneren Hirnhaut (Pia mater)
  • bildet nach aussen (zur Dura mater) eine Abschlussmembran für den Liquor
    • Liquor kann diese Grenze nicht passieren
  • Bildet zottenartige bindegewebige, gefässlose Auswüchse (Arachnoidalzotten)
    • reichen in Dura mater, Venen und Schädelknochen 
    • resorbiert Liquor aus dem Subarachnoidalraum und gibt ihn ins Blut ab

Pia mater

  • Liegt direkt auf dem Gehirn auf und enthält zahlreiche Blutgefässe
  • Folgt den Furchen und Vertiefungen des Gross- und Kleinhirns
  • Führt die Gefässe und Nerven, die in das Gehirn hineinführen
  • Reicht auch in die Hirnkammern hinein

Ablauf der Mineralisation durch Osteoblasten

  1. Osteoblasten schnüren Vesikel in den Extrazellulärraum ab
    • Vesikel enthalten Enzyme (bspw. alkalische Phosphatase), die die lokale Phosphatkonzentration durch Spaltung von Glyzerol 3P
    • Kalzium-bindende Moleküle im Vesikel dienen wahrscheinlich als Kristallisationskern
  2. Bildung erster Hydroxylapatit-Kristalle um die Kristallisationskerne in den Vesikeln
  3. Eigenständiges Heranwachsen der Kristalle, bis die Vesikelmembran durchstoßen wird
  4. Freisetzung der Kristalle in den Extrazellulärraum
  5. Heranwachsen der Kristalle im Extrazellulärraum und Anlagerung an Kollagenfibrillen

Hierarchie des Hormonsystems

  • Tätigkeit von einigen Hormondrüsen wird über das Hypothalamus-
    Hypophysensystem gesteuert
    • hypothalamisch-hypophysär-gonadotrope Achse
    • hypothalamisch-hypophysär-adrenotrope Achse
    • hypothalamisch-hypophysär-thyreotrope Achse

Wirkmechanismus über nukleäre Rezeptoren – Typ 2

  • Schilddrüsenhormone diffundieren direkt in den Zellkern, wo der Rezeptor bereits an die DNA gebunden ist

Wirkmechanismus über nukleäre Rezeptoren – Typ 1

  • Der Rezeptor stellt einen Transkriptionsfaktor dar, welcher eine Liganden (Hormon) Bindungsdomäne und eine DNA Bindungsdomäne aufweist (komplexiert mit einen Hitzeschockprotein
  • Typ 1 Rezeptoren (Beispiel: Androgenrezeptor) binden an den Rezeptor und veranlassen dadurch die Freisetzung des Hitzeschockproteins
  • Nach Dimerisierung, Translokation in den Nucleus und Bindung von Co-Faktoren kann er die Transkription veranlassen

Proteohormone und Peptidhormone

  • lipidunlösliche/lipophobe
  • Beispiele Insulin, EPO und PTH

Wirkung:

  • Bindung an einen Rezeptor
  • Intrazelluläre Antwort über
    • Proteinkinase Aktivitäten des Rezeptors
    • G-Protein und second messengern (z.B. cAMP, IP3)
  • Rezeptor stellt einen Ionenkanal dar, der Leitfähigkeit für bestimmte
    Ionen verändert

Aminosäurederivate

  • kleine Moleküle, die aus einer einzelnen Aminosäure synthetisiert werden
  • Tyrosinabkömmlinge: Adrenalin und Thyroxin
    • Thyroxin ist lipidlöslich
    • Adrenalin ist wasserlöslich
  • Unterschiedliche Transportmechanismen und Lokalisation der Rezeptoren

Steroidhormone

  • Aus Cholesterolmolekülen synthetisiert
  • Besiepiele: Corticosteroide (Nebenniere) und die
    steroidalen Sexualhormone (Gonanden)

Aglanduläre Hormone

  • Werden in spezialisierten Einzelzellen gebildet
  • Gelangen durch Diffusion im Interstitium zum Erfolgsorgan (parakriner Mechanismus)
  • Beispiel: Gastrin

Glanduläre Hormone

  • In Drüsen gebildet und an die Blutbahn abgegeben
  • Adrenotrope Hormone kontrollieren die Nebenniere (ACTH)
  • Periphere Hormone wirken auf andere Organe (Cortisol, Insulin)

Neurosekretorische Hormone

  • Ausgeschüttet von neurosekretorischen Zellen (besondere Neuronen) im Hypothalamus
  • Gelangen über einen meist kurzen Transportweg zu ihren Zielorganen
  • Beispiel: Corticotropes-Releasing Hormon (CRH)

lipidlösliche Hormone

  • haben meistens eine Steroidstruktur
  • überwinden die Zellmembran und wirken daher direkt am Zellkern über Transkription und Translation auf die Neusynthese von Proteinen
  • z.B. Geschlechtshormone, Glukokortikoide, Mineralkortikoide

wasserlösliche Hormone

  • Meist Peptide wie z.B. Insulin, ADH (antidiuretisches Hormon), oder kleine Proteine wie Wachstumshormon
  • Hormone mit Aminstruktur wie z.B. Adrenalin, Schilddrüsenhormone
  • können die Zellwand nicht überwinden; Rezeptoren befinden sich auf der Zellmembran
  • Bildung von sekundären Botenstoffen im Zellinneren ( z.B. cAMP)

Hormone und Hormonsystem

  • chemische Botenstoffe
  • werden in spezialisierten Geweben der Hormondrüsen gebildet
  • werden direkt ins Blut oder Gewebsflüssigkeit abgegeben (Transport zum Wirkort)
  • Hormone ändern spezifisch die Aktivität ihrer Zielzellen

 

  • Hormonsystem besteht aus einzelnen Organen an festgelegten Orten
  • Lösliche Botenstoffe mit Fernwirkung
    • Nervensystem: weitreichende Zellen aber kurze Wege für Botenstoffe (Neurotransmitter)
    • Hormonsystem: begrenzte Organe aber weitwirkende Botenstoffe (Hormone)

Rezeptor-Tyrosin-Kinase (RTK)

  • Die RTK liegt im unaktivierten Zustand als nicht-phosphoryliertes Monomer zum Teil in der Zellmembran
  • Die Rezeptoren ragen aus der Zelle heraus, die Peptidmonomere mit den Tyrosingruppen ins Zellinnere hinein
  • Bindet ein Ligand an die extrazelluläre Domäne der RTK, dimerisieren zwei RTKs
  • Nach der Dimerisierung überträgt jede RTK eine Phosphatgruppe von ATP auf die andere RTK = Autophosphorylierung
  • Nach der Autophosphorylierung fungieren die Phosphotyrosine als Bindungs- und Aktivierungsstellen für weitere Proteine, in der Regel für Enzyme

G-Protein gekoppelter Rezeptor (GPCRs)

  • Inaktiver Zustand:
    • G-Protein ist aus einem Heterotrimer (α-, β- und γ-Untereinheit) aufgebaut und daran gebunden
    • GDP ist an die α-Einheit gebunden
       
  • Durch Interaktion des Liganden mit dem GPCR wird in der intrazellulären Domäne des Rezeptors eine Konformationsänderung induziert → Abspaltung der Heterodimeren β- γ-Einheit und Bindung von GTP → Aktivierung des G-Proteins
     
  • Folglich wird durch die aktive α-Untereinheit die Signalkaskade eingeleitet

7TM Rezeptor

  • Signaltransduktionswege der 7TM-Rezeptoren laufen über G-Proteine. Daher bezeichnet man sie häufig auch als G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs)
  • Gehören zu den Membranrezeptoren deren gemeinsames Merkmal die 7-Helix-Bündelstruktur ist
  • Hierzu gehören alle G-Protein gekoppelten rezeptoren
  • Zur Gruppe der 7-Transmembranhelix-Rezeptoren zählen: 
    • Lichtrezeptoren
    • Geruchsrezeptoren
    • Hormonrezeptoren

Prinzip der Signalübertragung

  1. Signalwahrnehmung durch Interaktion mit Zelloberflächenrezeptor:
    • Ausschüttung eines primären Botenstoffs
    • Signalmoleküle (Ligand) binden an Rezeptoren in der Zellmembran
    • Übertragen der Information an das Zellinnere, dass Molekül gebunden hat
       
  2. Verstärkung des Signals durch Aktivierung bestimmter Kaskaden:
    • Konformationsänderung wird durch sekundäre Botenstoffe weitervermittelt
    • Konzentrationsänderung von sekundären Botenstoffen wie z. B. cAMP, cGMP oder der Ca2+-Ionen tritt ein
       
  3. Übertragung des Signals durch Aktivierung von Effektoren:
    • Effektoren wirken direkt auf physiologische Reaktion ein
    • Pumpen oder Kanäle werden geöffnet, Enzyme oder Transkriptionsfaktoren aktiviert
       
  4. Auslösung von Reaktionen:
    • Steuerung von Stoffwechselwegen, Genexpression, Durchlässigkeit von Membranen
    • Rückkopplungsmechanismen steuern Signalübertragungsvorgang und beenden dann die Signalübertragung.

Natwort auf Langzeitstress

Wirkung von Mineralcorticoiden:

  1. Zurückhaltung von Natriumionen und Wasser durch die Nieren
  2. Erhöhung von Blutvolumen und Blutdruck

Wirkung von Glucocorticoiden:

  1. Abbau von Proteinen und Fetten und deren Umwandlung zu Glucose, was den Blutzuckerspiegel erhöht
  2. Immunsystem wird möglicherweise gehemmt                        

Cortisolwerte

  • Bestimmung im Blutserum, Speichel und Urin.
  • Im Serum ist Cortisol vorwiegend an Plasmaproteine (z.B. Transcortin) gebunden
  • Im Speichel und Urin liegt das freie (biologisch aktive) Cortisol vor
  • In der Regel führt man ergänzend Funktionstests durch:
    • Dexamethason-Suppressionstest
    • ACTH-Stimulationstest
    • CRH-Test
  • Cortisol-Werte sind Zeitabhängig

Étudier