Bauvorkurs, Baukonstruktion BKP 224-228

Bauvorkurs Baukonstruktion BKP 224-228

Bauvorkurs Baukonstruktion BKP 224-228


N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Baukonstruktion, speziell im Bereich der Bedachungsarbeiten und Fassadenputze. Sie decken Themen wie Flachdach, Steildach, Abdichtungen, und spezielle Abschlüsse ab, wobei auch die Vor- und Nachteile von Wärme-Dämmplatten sowie die verschiedenen Schichten und Materialien von Putzsystemen detailliert erklärt werden. Die Karteikarten richten sich an Bauprofis und Studierende, die sich mit den praktischen und theoretischen Aspekten der Baukonstruktion vertraut machen möchten, um fundierte Entscheidungen bei der Planung und Ausführung von Bauprojekten zu treffen.
Flashcards
95
Students
6
Language
German
Category
Statics
Level
Other
Created / Updated
07.02.2023 / 21.02.2023

Cartes-fiches

225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen

Welchen Zweck erfüllt ein Wandlager?

  • Schallschutz

225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen

Beschreibe ein Deckenlager.

 

  • Art der erwartenden Bewegung der Bauteile ist genau zu bestimmen

225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen

wo werden Dämmplatten- und matten eingesetzt?

  • Im Bereich Brandschutz und Schallschutz

225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen

Schwingungsdämmungen...

Beschreibe vier Baulager.

Arten von Baulager:

  • Deckenlager: ermöglichen reibungsarme Verschiebungen zwischen massiven Betondecken und ihren Wandauflagern (vermeiden Bauschäden)
  • Wandlager: dauerelastische Schalltrennung (verhindert Lärm- und Schallübertragung)
  • Podestlager: in Treppenhäuser von MFH eigesetzt (ausreichende Trittschalldämmung zu erreichen)
  • Körperschalldämmungslager: Dämmung von mechanischen Schwingungen und Körperschallwellen (verschiedene Dämmprobleme: erzwungene Schwingungen, schlagartige Erregungen, Körperschall)

 

225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen

Dämmungen im Sprüh-, Giess, und Schüttverfahren...

Welche Funktionen erfüllen diese Dämmungen und wer führt sie aus?

Funktion:

  • Akustik
  • Wärmedämmung
  • Brandschutz

Ausführung:

  • Wärmedämmung im Sprühverfahren
  • Brandschutz im Spritzverfahren
  • Spezialunternehmer führt sie aus

225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen

Beschreibe Quellbänder.

  • Fuge mit Quellband abdichten --> Anpressdruck des quellenden Materials in Arbeitsfuge schliesst evtl. vorhandene Fugenräume --> Wasserdurchfluss wird verhindert
  • Anwendung: Grundwasser

225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen

Beschreibe Injektionsschläuche.

  • zum injizieren eines Verpressmaterials
  • Fuge und evtl. direkt anschliessende Fehlstellen im Beton ausfüllen (Wasser kann nicht mehr durch die Fuge eindringen
  • Anwendung: Stellen, welche von aussen nicht mehr abgedichtet werden können

225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen

Beschreibe Abdichtungsbänder.

  • vorgefertigte Abdichtungsbänder werden mit Kleber bei Arbeitsfugen oder Rissen auf Untergrund angebracht

Abdichtungsbänder:

  • Sika Combiflex: Aussenbereich, erdberührender Bereich, Übergang Kellerdecke zu Boden im UG
  • Vandex Flexband

225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen

Was sind die Nachteile von Fugen?

  • kann reissen
  • muss Unterhalten und erneuert werden (nach fünf Jahre erneuert werden)
  • Detail ohne Fuge ist zu bevorzugen

225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen

Wer macht Fugen?

  • Speziealist: Spezialfirma für Fugen
  • Plattenleger: macht Fugen in Nasszelle
  • Maler: macht Fugen im Dachbereich

225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen

Was ist beim Fugenquerschnitt zu beachten?

  • kleiner als 10 mm Fugenbreite: H : B = 1 : 1
  • grösser als 10 mm Fugenbreite: H : B = 1 : 2

225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen

Nenne drei Fugenformen.

225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen

Nenne drei Aufgaben von speziellen Dämmungen.

  • für bauakustische Massnahmen
  • für Brandschutztechnische Massnahmen
  • Wärmedämmung z.B. Vakuumdämmung (teuer, wird auf Mass hergestellt, lange Lieferfristen)

- Dämmungen werden nicht separat ausgeschrieben

225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen

welche zwei Systeme werden bei Fugenabdichtungen unterschieden?

  • mit Fugenabdichtungsmassen (mit Hinterfüllmaterialien)
  • mit Profildichtungen (Metallprofile, einbetonierte Fugenbänder, geklebte Membranabdichtungen)

225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen

Nenne vier Aufgaben von Fugendichtungen.

 

  • Dichtigkeit gegen Luft und Wasserdampf
  • Dichtigkeit gegen Luft und Schlagregen
  • Dichtigkeit gegen vorübergehendes Wasser
  • Dichtigkeit gegen stehendes Wasser

224 Bedachungsarbeiten

Was muss bei der Schwellenausbildung bei einem Flachdach beachtet werden?

  • Höhendifferenz bei Türschwellen zu Oberkante Nutzschicht beträgt 60 mm 
  • Höhendifferenz bei Rollstuhlgängigen Schwellen zu Oberkante Nutzschicht beträgt 25 mm (Einbau einer Entspannungs-Wasserrinne empfohlen)

224 Bedachungsarbeiten

Was muss bei der Dachentwässerung von einem Flachdach beachtet werden?

  • Gefälle: 1.5%
  • Entwässerung erfolgt in Dachfläche mit Regenwassereinläufe via innenliegende Ablaufrohre oder am Dachrand mit Regenwassereinläufe und Speier in aussenliegende Ablaufrohre
  • Kiesstreifen verbessern Abfluss und vermeiden Versinterung durch zementhaltige Nutz- und Schutzschicht
  • Notüberlauf an Dachrand

224 Bedachungsarbeiten

Was muss bei der Dachrandausbildung eines Flachdaches beachtet werden?

  • Mauer- und Brüstungskronen müssen abgedeckt werden (keine Eindringung von Wasser)
  • Nicht unterlaufsichere Abschlüsse: Stauhöhe über Oberkante Nutzschicht 120 mm 
  • Unterlaufsichere Abschlüsse: Stauhöhe über Oberkante Nutzschicht 25 mm
  • Abdeckung dachseitig leicht geneigt ausbilden

224 Bedachungsarbeiten

Was muss bei An- und Abschlüsse eines  Flachdaches beachtet werden?

  • Anschlüsse: Übergänge zwischen Abdichtungen und Gebäudeteile (Aufbauten, Kamine)
  • Abschlüsse: äussere Begrenzungen (Dachrand)
  • Abstand Oberkante von offenen Blechabschlüssen zu Nutzschicht mind. 120 mm 
  • häufigste Materialien für Bleche für Dachrand und Wandabschlüsse: Kupfer, Kupfertitanzink, Chromstahl, Uginox

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe die intensive Begrünung.

 

  • anspruchsvoll, kostenintensiv
  • Anwendung: Dachgärten
  • gefällsloses Flachdach von Vorteil
  • Einbauhöhe 20-25 cm 
  • höheres Gewicht
  • höhere Humusschicht

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe die extensive Begrünung.

  • 90% der begrünten Dachflächen
  • muss Wasser drainieren, filtern, sickern, speichern, Nährstoffe abgeben
  • Ausführung: Mehrschichtaufbau, Einschichtaufbau
  • Gewicht ca. 100kg/m²
  • Einbauhöhe 10 cm
  • Wasserspeicherung ab ca. 20l/m²
  • Kiesstreifen an Rändern 

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe ein Umkehrdach.

Aufbau:

  • Abdichtung unter Wärmedämmung
  • Gefälle: 1.5%
  • Wärmedämmung muss mit 20% Zuschlag auf erforderlicher U-Wert dimensioniert werden

Vorteile:

  • Schutz der Dachhaut gegen Aussentemparatureinflüsse
  • Schutz der Dachhaut vor mechanischer Beschädigung
  • Einwirkung der UV-Strahlen auf die Dachhaut verunmöglicht

Nachteile:

  • 20% verminderte Dämmfähigkeit
  • Kondenswasserbildung im Fugenbereich möglich

 

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe vier verschiedene Abdichtungen eines Warmdaches.

- beim Warmdach ist Abdichtung über Wärmedämmung

Polymerbitumenbahn

  • weit verbreitet
  • zweilagig verlegt (1. Lage im Giess-und Einrollverfahren, 2. Lage  im Giess-und Einrollverfahren, geschweisst)
  • Stösse mind. 10 cm überlappt

Kunststoffdichtungsbahn

  • weit verbreitet
  • einlagig verlegt
  • bewitterte Dachabdichtung: mechanisch befestigt
  • begrünte/bekieste, begehbare, befahrbare Dachabdichtung: lose verlegt

Kautschukdichtungsbahn

  • nicht weit verbreitet
  • besteht aus EPDM Synthese-Kautschuk

Flüssigkunststoff-Abdichtung

  • teuer
  • beste Abdichtung (sagt Andreas)
  • vor Ort mit Pinsel oder Rolle flüssig in mehreren Schichten aufgetragen --> Aushärtung durch chemische Vernetzungsreaktion
  • Einsatzbereich: Flachdächer, Balkone, erdüberdeckende Bauteile, Brückenbau, Parkdeckbau, Schwimmbäder, Trinkwasserbehälter
  • mit den meisten Abdichtungen kombinierbar
  • einzige Abdichtung die horizontal beendet werden darf
  • basieren auf verschiedenen reaktiven Flüssigkunststoffen PMMA,PUR,EP

- Verarbeitung: 

  1. Reinigung, Ausbesserung der Oberfläche
  2. evtl. Grundierung
  3. Abdichtung der Details
  4. zusätzliche Nutzschicht bei bei begeh- und befahrbaren Flächen
  5. Versiegelung (farbig, in unterschiedlichen Oberflächenvarianten z.B rutschehemmend)

224 Bedachungsarbeiten 

Nenne zwei weit verbreitete Arten von Flachdächern. 

  • Warmdach
  • Umkehrdach

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe die Schutz- und Nutzschicht eines Flachdaches.

  • Frage an Bauherr: begehbar, begrünt, befahrbar?
  • Nutzschicht: begehbar
  • Schutzschicht: nicht begehbar
  • Nacktdach: Flachdach ohne Schutzschicht (vollflächige Verklebung/mechanische Befestigung der Dachhaut erforderlich)
  • gebräuchlichste Schutzschicht: extensive Dachbegrünung, Rundkies
  • Funktion der Abschottung: Schaden begrenzen im Falle einer Undichtigkeit

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe die Trennlage und Drainageschicht eines Flachdaches.

  • erforderlich bei begrünten Flachdächern
  • abschwemmen der Humusschicht verhindern
  • problemloses Abfliessen von Wasser ermöglichen
  • je nach Art der Bepflanzung ist eine Wurzelschutz nötig

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe die Abdichtung eines Flachdaches.

  • Gefälle 1.5%
  • Bauwerk vor Wasserinfiltration dauerhaft schützen

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe die Wärmedämmschicht eines Flachdaches.

  • U-Wert zwischen 0.10-0.17 W/m²K anstreben
  • Stärke der Dämmschicht: 20-40 cm
  • auf Wärmebrücke bei Übergängen zu anderen Bauteilen achten
  • eps Dämmung

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe die Dampfbremse eines Flachdaches.

- Dampfbremse muss dichter sein als darüberliegende Abdichtung

- Bauphysiker überprüft

Funktion:

  • Schutz gegen direkten Innenluftaustritt und Kondenswasserbildung in den darüberliegenden Hohlräumen der Dachkonstruktion
  • Vermeidung schädlicher kondeswasserbildung in der Dachkonstruktion ( Dampfdurchlässigkeit des Unterdachs)

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe die Tragstruktur/Gefällsschicht eines Flachdaches. 

  • bildet die Unterlage für den Aufbau der Flächenbedachung
  • Oberfläche muss sauber, trocken, trittfest sein
  • Tragstruktur: Flachdecken aus Stahlbeton, Massivholzdecken/Balkenlage
  • Gefällsschicht mind. 1.5%
  • je nach Konstruktion muss auf Unterkonstruktion eine Trenn- und Ausgleichslage eingebaut werden

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe den Schichtaufbau eines Flachdaches. (Warmdach in diesem Fall)

224 Bedachungsarbeiten

Welche fünf Punkte sind bei der Planung eines Flachdaches zu beachten?

  • frühzeitige System- und Materialwahl
  • verwenden von bewährten, aufeinander abgestimmten Materialien und Systemen
  • richtige Dimensionierung der einzelnen Schichten und des Bauteils
  • Koordination und Überwachung der Arbeitsausführung
  • Planung der in unten abgebildeter Skizze aufgeführten Details

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe die Bekleidung eines Steildaches.

Funktion:

  • Ästhetik
  • Schutz der darüberliegenden Schichten gegen meschanische Beschädigungen

Materialien:

  • Täfer: Decke kann arbeiten --> Bewegungen ausgleichen
  • Gips: Platten müssen frei schwingend montiert werden

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe die Installationszone/Lattung eines Steildaches.

Funktion:

  • Holhraum für Elektrorohre
  • Montage und Schiftung der Bekleidung

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe die Luftdichtung/Dampfbremse eines Steildaches.

Funktion:

  • Schutz gegen direkten Innenluftaustritt und Kondenswasserbildung in den darüberliegenden Hohlräumen der Dachkonstruktion
  • vermeidung schädlicher kondeswasserbildung in der Dachkonstruktion ( Dampfdurchlässigkeit des Unterdachs)

224 Bedachungsarbeiten

Nenne drei verschiedenen Ausführungen von Steildächern, einfach belüftet.

  • Wärmedämmung zwischen den Sparren und über den Sparren (Unterdach als Zusatzdämmung)
  • Wärmedämmung zwischen den Sparren und mit Zusatzdämmung unter den Sparren
  • Wärmedämmung zweischichtig über den Sparren

224 Bedachungsarbeiten

Nenne drei verschiedene Ausführungen von Steildächern, doppelt belüftet (Sparren nicht sichtbar).

  • Wärmedämmung zwischen den Sparren
  • Wärmdämmung zwischen den Sparren mit Zusatzdämmung unter den Sparren
  • Wärmedämmung über den Sparren

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe die Wärmedämmung eines Steildaches.

Dämmstärken im Dach:

  • Standartkonstruktion: 24-28 cm
  • Minergie: 30-34 cm
  • Minergie-P: 36-42 cm 

- Dämmstoffe: Steinwolle, Glaswolle

Funktion:

  • Schutz gegen Wärmeverlust
  • Schutz gegen rasche Auskühlung im Winter sowie grosse Aufheizung im Sommer 

Zusatz-Wärmedämmung:

  • zusätzliche querlaufende Wärmedämmung unter oder über den Sparren ( Wärmeverlust im Bereich der Sparren wird verbessert)

 

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe den Belüftungsraum 2 eines Steildaches.

 

- selten angewendet

- befindet sich im Bereich zwischen der Wärmedämmung und dem Unterdach

- Schichtaufbau entspricht zweifach belüftetem und gedämmtem Steildach

- Undichtigkeit bei Luftdichtigkeitsschicht praktisch unvermeidbar (mögliche Pilzbildung)

Funktion:

  • Unterlüftung des Unterdachs
  • Abfuhr allfälliger durchdringender warmer, feuchter Innenluft im Winter
  • Abfuhr aufgeheizter Luft im Sommer
  • vermeiden eines Sekundärkondesates unterseitig des Unterdaches
  • Belüftung der Tragkonstruktion

Folgendes ist zu beachten:

  • Höhe des Belüftungsraums sollte mind. 5-6 cm betragen 

224 Bedachungsarbeiten

Beschreibe das Unterdach eines Steildaches.

Ausführungen:

  • fungenlose und nicht fugenlose (geschuppte) Ausführung
  • Verbundkonstruktionen (Unterdach mit Wärmedämmung)
  • Unterdachspannbahnen
  • dampfdurchlässig 

nicht fugenlose Unterdächer:

  • dicht gegen abfliessendes Regenwasser
  • nicht dicht gegen Rückschwellwasser

fugenlose Unterdächer:

  • dicht gegen Rückschwellwasser (Anwendung bei Dächer höher als 800 m.ü.M)
  • minimale Dachneigung kann um 3° - 5° reduziert werden

Funktion:

  • Schutz gegen Verschmutzung durch Russ und Staub
  • Schutz gegen Flugschnee und Wind
  • Schutz gegen Rückschwellwasser (fugenlos)
  • in der Bauphase bis zur definitiven Dacheindeckung vorübergehende Schutzfunktion

 

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