D2 Atmosphärische Zirkulation

Steps zum Thema Atmosphärische Zirkulation

Steps zum Thema Atmosphärische Zirkulation


S. B.
Diese Lernkarten erklären die grundlegenden Mechanismen der atmosphärischen Zirkulation, insbesondere wie Luftströmungen durch Erwärmung, Druckunterschiede und die Corioliskraft entstehen und sich auf der Erde verteilen. Im Fokus stehen Windrichtungen, Hoch- und Tiefdruckgebiete sowie deren Auswirkungen auf Wetterphänomene wie den Jetstream oder die innertropische Konvergenzzone. Ideal für Mittelschüler, die meteorologische Zusammenhänge verstehen möchten.
Karten
15
Lernende
7
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geographie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
20.01.2023 / 26.07.2026

Lernkarten

Richtung des Druckausgleichs zwischen Hoch und Tief

Die Luft strömt immer vom Hoch zum Tief.

Wie entsteht Wind?

Durch die unterschiedliche Erwärmung auf der Erde entstehen Druckunterschiede. Die Ausgleichsströmung zwischen hohem und tiefem Druck spüren wir als Wind. Je höher der Druckunterschied ist, umso stärker ist der Wind.

Instrument zur Windmessung

Windrichtung und -geschwindigkeit werden mit dem Schalenkreuzanemometer gemessen.

Umrechnung km/h in kn (Knoten)

1km/h entspricht in etwa 0.5 kn

Benennung der Winde (Richtung)

Ein Wind wird benannt nach der Richtung aus der er kommt.

Drehrichtung von Hoch- und Tiefdruckgebiet auf der Nordhalbkugel

  • Hochdruckgebiete drehen im Uhrzeigersinn
  • Tiefdruckgebiete drehen im Gegenuhrzeigersinn

Weshalb drehen sich Hoch- und Tiefdruckgebiete überhaup?

Corioliskraft

Richtung der Ablenkung eines Windes auf der Nordhalbkuge bzw. auf der Südhalbkugel.

Ein Wind der auf der Nordhalbkugel vom Pol in Richtung Äquator strömt (oder umgekehrt) wird immer nach rechts abgelenkt.

Auf der Südhalbkugel wird er immer nach links abgelenkt. 

Land-Seewind-System

Land erwärmt sich schnell am Tag, Luft steigt auf ->Seewind

Land kühlt nachts stärker ab als die Luft über dem Meer, Luft steigt über dem Meer auf -> Landwind

Passatzirkulation (Hadley-Zelle)

ITC (Innertropische Konvergenzzone)

Die innertropische Konvergenzzone, kurz ITC, ist eine Tiefdruckrinne im äquatorialen Gebiet, die sich um den ganzen Erdball herum bildet. Steht die Sonne im Zenit, also senkrecht zur Erdoberfläche, so findet eine große Lufterwärmung statt. 
Über den Kontinenten wird sie stärker in Richtung Pole verschoben (aufgrund der stärkeren Erwärmung der Kontinente im Sommer)

Polarzelle

Die Sonneneinstrahlung an den Polen ist maximal gering. Die Luft ist kühl und steigt ab. Es bildet sich ein Hochdruckgebiet. Die Luft strömt in Richtung Äquator als Polare Ostwinde. Bei ca. 60° (Breitengrad) ist sie soweit erwärmt, dass sie beginnt aufzusteigen.

Westwindzone (Ferrel-Zelle)

Am Boden wird Luft polwärts transportiert. Durch die entstehende Ablenkung (NHK rechts, SHK links) entsteht eine Strömung in Richtung Westen (Westwindzone). Mit ihr wandern abgeschnürte Hoch- und Tiefdruckgebiete westwärts. Aufgrund der geringen Konstanz wird sie auch "Chaoszone" genannt. 

35.-45. Breitengrad

Jetstream

Ein Jetstream ist ein sehr schneller, bandförmiger Westwindstrom in der Höhe, der Windgeschwindigkeiten von bis zu 500 Kilometern pro Stunde erreichen kann. Sowohl auf der Nord- als auch auf der Südhalbkugel gibt es Westwindströme, insgesamt zwei Jetstreams auf jeder Halbkugel. Der polwärtige Jetstream mäandriert in mehreren Wellen um die Erde und beeinflusst die Wetterlage der mittleren Breiten.

Jetstream und Klimawandel

  • durch stärkere Erwärmung der Arktis verringern sich die globalen Temperaturunterschiede
  • -> Jetstream weniger stark
  • ->mäandriert stärker, stationäre Lage
  • ->lang anhaltende Trockenheit/Dürre (2018)
  • das nennt sich Omega-Wetterlage

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