Personalarbeit

Planung und RekrutierungPersonalbeurteilungLohn und PersonalkostenEntwicklungEntlassung, Abbau, FreistellungArbeitsrechtSozialversicherungen

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S. G.
Diese Lernkarten behandeln verschiedene Aspekte der Personalarbeit auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Sozialversicherungen, Arbeitsrecht, und Altersvorsorge, wobei Begriffe wie Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Lohn, und Kündigung zentral sind. Besonders relevant sind die Leistungen der Arbeitslosenversicherung (ALV), die Entschädigungen der EO, und die Regelungen der beruflichen Vorsorge (BVG). Diese Lernkarten sind ideal für Personalverantwortliche und HR-Experten, die ihr Wissen über arbeitsrechtliche und versicherungsrechtliche Rahmenbedingungen vertiefen möchten.
Cartes-fiches
182
Utilisateurs
5
Langue
Allemand
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
31.08.2022 / 31.08.2024

Cartes-fiches

Welche Dokumente gehören zwingend in eine Bewerbung?

- Motivationsschreiben

- Lebenslauf

- Zeugnisse

Nach welchen Kriterien wird eine Bewerbung bezüglich der Formalitäten beurteilt?

- Vollständigkeit (alle geforderten Unterlagen vorhanden)

- Ordnung (Formalitäten eingehalten, optisch sauber zusammengestellt)

- Übersichtlichkeit (Klare Struktur, Informationen klar ersichtlich)

- Angemessen (Gemäss der Position angebracht)

- Lückenlos (Lücken im Lebenslauf begründet, korrekte Chronologie)

- Plausibilität (Angaben nachvollziehbar, verständlich und mit Zeugnissen belegt)

- Aktualität (Unterlagen müssen aktuell sein)

Nach welchen Kriterien wird eine Bewerbung bezüglich des Inhalts beurteilt?

- Berufserfahrung

- Anforderungen

- Führungserfahrung

- Wieso will der Bewerber die Stelle wechseln?

- Offene Punkte und Unklarheiten

Wie soll ein Motivationsschreiben aufgebaut sein?

- Genaue Angaben des Absenders

- Adressat innerhalb des Unternehmens (z.B. Personalabteilung)

- Betreffzeile (offene Stelle)

- Förmliche Anrede (Sehr geehrte Damen und Herren, wenn Namen nicht bekannt)

- Einleitung

- Hauptteil (Auf Anforderungen eingehen, Erfahrung und Qualifikation für Stelle hervorheben, Mehrwert für das Unternehmen)

- Schlussteil (Motivation für Stellenwechsel, Interesse signalisieren und z.B. Bereitschaft für Pikettdienst erwähnen, Formale Grussformel → Freundliche Grüsse , Unterschrift)

- Beilagen

Wie soll ein Lebenslauf aufgebaut sein?

- Angaben zur Person (Name, Adresse, Bürgerort, Zivilstand etc.)

- Foto (nicht zwingend erforderlich)

- Berufliche Tätigkeiten

- Aus- und Weiterbildungen

- Sprachkenntnisse

- Publikationen (bei z.B. wissenschaftlichen Tätigkeiten)

- Diverses (Hobbys, Verein- und Verbandsmitgliedschaften etc.)

Wie soll ein Vorstellungsgespräch aufgebaut sein?

1. Gesprächseröffnung

2. Präsentation der Unternehmens

3. Interview mit dem Bewerber

4. Abschluss des Gesprächs

Wie soll das Interview mit dem Bewerber aufgebaut sein?

1. Beruflicher Werdegang

2. Fragen zu Qualifikationen, Erfahrungen, Lücken etc.

3. Beschreibung der offenen Stelle

. Fragen vom Bewerber beantworten

5. Konditionen miteinander klären (Datum für Stellenantritt, Lohnvorstellungen, Erwartungen, Leistungen)

Mit welchen Auswahlmethoden kann eine Personalentscheidung gefällt werden

- Gruppengespräche

- Assessment

- Beurteilung durch zweite oder dritte Person

- Bewerber schreibt eine Prüfung (z.B. IQ Test etc.)

- Untersuchung der Handschrift (Graphologie)

Welche Ebenen der Personalbeurteilung kennen Sie?

- Beurteilung des Potenzials (z.B. Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten)

- Beurteilung der Leistung (z.B. Anreize, Bonus, Lohnerhöhung)

- Feedback (Lob, Kritik, Zurechtweisung bei unrechtmässigem Verhalten)

Wie oft sollte ein Feedback gegeben werden?

Umgehend

Wie oft sollte eine Leistungsbeurteilung durchgeführt werden?

1 oder 2 Mal pro Jahr

Wie oft sollte eine Beurteilung des Potenzials durchgeführt werden?

1 Mal pro Jahr

Bei welchen wichtigen Entscheidungen kann ein gut eingesetztes Beurteilungssystem unterstützend wirken?

- Weiterbildungsmassnahmen

- Lohnerhöhungen, Bonus

- Gezielte Förderung des Mitarbeiters

- Führungsinstrumen

t - Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten

Welche Formen der Beurteilung kennen Sie?

- Bewertung des Mitarbeiters durch den Vorgesetzten (Top-Down)

- Selbstbeurteilung

- Beurteilung von Vorgesetzten durch die Mitarbeiter (Bottom-Up)

- Gegenseitige Beurteilung im Team

- 360 Grad Beurteilung

Wie soll ein Beurteilungsgespräch aufgebaut sein?

1. Einstieg in das Gespräch

2. Aufgaben nennen

3. Erwartungen an das Gegenüber

4. Vereinbarungen treffen

5. Abschluss des Gesprächs

Welche menschlichen Aspekte können ein Beurteilungsgespräch beeinflussen

- Allgemeine Stimmungen (z.B. schlechter / guter Tag)

- Tendenz zur Strenge (Vorgesetzter will seine hohen Ansprüche geltend machen)

- Tendenz zur Milde (Vorgesetzter scheut sich vor Kritik)

- Tendenz zur Mitte (Einfachster Weg für den Vorgesetzten, muss sich nicht exakt festlegen)

- Vergleiche (z.B. mit Teamkollegen)

- Ähnlichkeiten (Vorgesetzter nimmt sich selbst als Massstab)

Welche Erwartungen hat ein Arbeitnehmer an das Gehalt?

- Lohn muss der Leistung entsprechen

- Persönliche Ausgaben müssen bezahlt werden können

- 13. Monatslohn, Gratifikation, Gewinnbeteiligungen, Bonus

- Ausgleich der Teuerung

- Pünktliche Überweisung des Gehalts

- Lohnerhöhung in der Zukunft möglich

Welche Erwartungen hat ein Arbeitgeber an das Gehalt?

- Gehalt im Rahmen der Branche (Konkurrenzfähigkeit beibehalten)

- Leistungsanreiz schaffen

- Für alle Mitarbeitenden gerecht

- Im Rahmen der Anforderungen, Verantwortlichkeiten und Entwicklung

Nennen Sie die fünf Dimensionen der Lohngerechtigkeit

- Leistungsgerechtigkeit

- Anforderungsgerechtigkeit

- Marktgerechtigkeit

- Sozialgerechtigkeit

- Erfolgsgerechtigkeit

In welche Komponenten wird das Gehalt aufgeteilt?

- Grundgehalt (Festgehalt, fix)

- Variabler Lohn (Gewinnbeteiligung, Bonus, Incentive)

- Zusatzleistungen (Vorsorge- und Sozialbeiträge, Fringe Benefits)

Welche Sozialversicherungen werden in der Schweiz mit dem Lohn abgerechnet?

- AHV (Altes- und Hinterlassenenversicherung)

- IV (Invalidenversicherung)

- EO (Erwerbsersatzordnung)

- BVG (Berufliche Vorsorge)

- BU / NBU (Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung)

- ALV (Arbeitslosenversicherung)

- Kinderzulagen

- Krankentaggeldversicherung

Welche Zeitlohnarten kennen Sie?

- Jahreslohn

- Monatslohn

- Wochenlohn

- Stundenlohn

Welche beiden Leistungslohnarten werden grundsätzlich unterschieden?

- Akkordlohn

- Erfolgsvergütungen

Welche Arten von Akkordlöhnen werden grundsätzlich unterschieden?

- Zeit

- Akkord

- Geld-Akkord

Welche Arten von Erfolgsvergütungen werden grundsätzlich unterschieden?

- Umsatzbeteiligungen

- Provisionen

- Erfolgs- Gewinnbeteiligungen

- Prämien

- Gratifikationen

Welche Vorteile bieten Akkordlöhne?

- Abrechnung nach Leistung

- Kein Risiko bei Nachlassen der Leistung

- Motivation zur Steigerung der Leistung

Welche Nachteile haben Akkordlöhne?

- Erhöhtes Unfallrisiko

- Qualitätsminderung wegen Zeitdruck

- Gehaltsabrechnung ist aufwendig

- Kein gleichbleibendes Gehalt für den Mitarbeiter

Welche Vorteile bieten Erfolgsvergütungen?

- Leistungsgerechtigkeit

- Wirtschaftlichkeit wird optimiert

- Anreiz zur Steigerung der Leistung

- Erhöhte Verantwortungsbereitschaft

Welche speziellen Lohnformen kennen Sie?

- Naturallohn

- Fringe Benefits (z.B. Geschäftswagen, Rabatte für Mitarbeiter)

- Zulagen (Spesen)

  • Cafeteria-System als Wahlmöglichkeit der Mitarbeitenden zwischen verschiedenen Entschädigungsformen

Nennen Sie die einzelnen Lohnaufwände im Kontenplan

- Löhne

- Provisionen

- Erfolgsbeteiligungen

- Zulagen

- Sozialversicherungen

- Honorare

Welche Aspekte haben einen Einfluss auf die Personalplanung?

- Absatzplanung

- Beschaffungsplanung

- Investitionsplanung

- Finanzplanung

- Produktionsplanung

Nennen Sie einige Personalkennzahlen

- Personalkosten

- Personalstruktur

- Arbeits- und Absenzzeiten

- Personalgewinnung und -entwicklung

Wie muss eine Lohnabrechnung aufgebaut sein?

Lohn (z.B. Monatslohn)

+ Sozialversicherungsrelevante Zulagen = Bruttolohn

./. Abzüge = Nettolohn

+ oder

./. Zuschläge oder Abzüge (nicht sozialversicherungsrelevant) = Auszahlung

Welche Lohnfortzahlungspflichten bestehen bei der Berner Skala? (am häufigsten angewendet)

Antwort

1. Dienstjahr = 3 Wochen

2. Dienstjahr = 1 Monat

3. - 4. Dienstjahr = 2 Monate

5. - 9. Dienstjahr = 3 Monate

10.- 12. Dienstjahr = 4 Monate

Der Anspruch auf Lohnfortzahlung wird pro Dienstjahr berechnet und beginnt mit jedem Dienstjahr von Neuem. Mehrere Absenzen im gleichen Jahr werden zusammengezählt.

Wann ist ein Arbeitnehmer AHV pflichtig?

- Ab dem 1. Januar nach Erreichen des 17. Geburtstags

- Männer = Bis zum Ende des Monats des 65. Geburtstags

- Frauen = Bis zum Ende des Monats des 64. Geburtstags

Wie hoch ist der AHV/IV/EO-Satz für den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber?

5.3%

Wie hoch sind die Beiträge für die AHV?

AHV 8,7% (4.35% für AN + 4.35% für AG)

Wie hoch sind die Beiträge für die IV?

IV 1,4% (0.7% für AN + 0.7% für AG)

Wie hoch sind die Beiträge für die EO?

EO 0.5% (0.25% für AN + 0.25% für AG)

Wann ist ein Arbeitnehmer Verwaltungskostenbeitragspflichtig?

- Ab dem 1. Januar nach Erreichen des 17. Geburtstags

- Männer = Bis zum Ende des Monats des 65. Geburtstags

- Frauen = Bis zum Ende des Monats des 64. Geburtstags

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