Osteopathie


M. D.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über gynäkologische Themen auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Schmerzen, Geburtskomplikationen und Erkrankungen wie Endometriose. Sie eignen sich besonders für Medizinstudenten, die sich auf Prüfungen vorbereiten, da sie sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Anwendungen abdecken.
Flashcards
112
Students
6
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
12.06.2022 / 14.10.2023

Flashcards

Wie wird eine primäre/essentielle Dysmenorrhoe beschrieben? Bei wem tritt sie vorwiegend auf? Was sind Begleitzeichen und Risikofaktoren? Was ist die Ursache? Wie wird es behandelt?

  • Primäre/essentielle Dysmenorrhöe: Beginnt in der Jugend, bleibt vorhanden in den ersten Monaten oder Jahren der Menstruation. Nimmt meistens nach 1. SS ab, kann aber auch umgekehrt sein.
  • Schmerzen treten mit Menstruation oder kurz vorher auf (Protoméniales und Préméniales) => funktionelle, periodische Sz
    • Dumpf oder krampfartig, in hypogastrischer Region
    • Irradiation in lumbale Region + supero-interne Seite der Oberschenkel möglich
  • Begleitzeichen: Migräne, Übelkeit, Erbrechen, IBS, Asthenie, Diarrhö, Vertigo, Müdigkeit
  • Risikofaktoren: familiäre Vorgeschichte, die erste Periode (ménarche) vor 13J. Tabak, Übergewicht

=> Betrifft ca. jede zweite junge Frau und jede dritte Frau = Hauptgrund für Absenz in Schule oder Arbeit

Ursache nicht genau geklärt, verschiedene Ansätze:

  • ischämische Theorie: erhöhte Sekretion Prostaglandine, Vasokonstriktoren und Leukotriene => Hyperkontraktion Uterus => ischämische Sz
  • spasmodische Theorie: Verspätete Öffnung des Collums (mechanisches Problem)
  • Flexionsgrad des Uterus
  • Congestive Theorie
  • Chronizität: zentrale Hypersensibilisierung: schlechte Modulation des Basistonus, Verminderung der Schmerzschwelle, unterstützt durch Stress und Angst

Behandlung

  • Schmerzmittel, AINS, Antispasmodi
  • Progestative, Kontrazeptive
  • Sterilets Mirena, Jaydes...
  • Botulinumtoxin?
  • Schmerzpädagogik
  • Elektrische Neurostimulation
  • Osteopathie, Akupunktur, 
  • Vitamin D, E, Magnesium, Zinksulfat
  • Phytotherapie
  • Training, Ernährung...

Was sind Dyspareunien? Welche Dyspareunien werden unterschieden?

Was sind die Ursachen?

  • = weibliche Schmerzen in Verbindung mit Psyche, Hormonsystem, ZNS und Immunabwehr
  • genitaler Schmerz der während Geschlechtsverkehr auftritt nach Eindringen des Penis (Tampon oder Cup) in die Vagina
  • 20-25% der Frauen in der genital aktiven Periode à starke Auswirkung auf Sexualleben
  • kann an chronische Beckenschmerzen assoziiert sein, muss aber nicht
  • Intromissions-Dyspareunie: Schmerz wird zum Zeitpunkt der Penetration empfunden
  • Präsenz-Dyspareunie: Schmerz entsteht, wenn sich der Penis in der Scheide befindet
  • Tiefe Dyspareunie: Schmerz wird ausgelöst, wenn die Penetration tief ist.

Ursachen:

  • Vulväre und vaginale Atrophie
  • Narben
  • Hauterkrankungen der Vulva und Vagina
  • Blasenschmerz-Syndrom
  • Infektion und Antibiotika
  • Prolaps
  • Pudendusneuralgie
  • Rückenmarksverletzung
  • Psychogen (Missbrauch, Abtreibung, etc.)

Wie wird eine Dyspareunie behandelt?

  • Globale osteopathische Arbeit mit neurovegetativer und zirkulatorischer Zielsetzung, spezifischere Arbeit an inneren und äußeren Spannungszonen
  • MULTIDISZIPLINÄRE INTERVENTION:
    • + Gynäkologe, wenn möglich spezialisiert auf das Gebiet, Psychologe spezialisiert auf Sexologie oder auf das Gebiet des Missbrauchs, Schmerzzentrum, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten

Was ist ein Vaginismus?

Was ist eine Vulvodysnie?

Vagisnismus:

  • Reflexartige, anhaltende oder wiederkehrende Muskelkontraktion der Beckenbodenmuskulatur bei einem Penetrationsversuch (Finger, Tampon, Penis, etc.)
  • Sie kann vollständig, teilweise oder situativ sein
  • Seine Quelle ist meist psychologisch
  • Primär: ab der ersten sexuellen Beziehung, die zum Scheitern jedes Penetrationsversuchs führt
  • Sekundär: tritt meist nach einem physischen oder psychischen Trauma (schlechte Erfahrung) jeglicher Art auf
  • Benötigt oft eine pluridisziplinäre Behandlung

Vulvodysnie:

  • = Missempfindungen und Schmerzzustände im Bereich der äusseren, primären Geschlechtsorgane einer Frau, für die oft keine erkennbaren Ursachen gefunden werden können. Anhaltend für 3 Monate.

Unterschied zu Dyspareunie: Schmerzen wird bei Vulvodynie anhaltend empfunden (Beim Eingangsbereich und im Vestibulum der Vagina, bis nach hinten zum Coccys) Im Gebiet des N. Pudendus. Schmerzen bei der Penetration sind oft damit verbunden, muss aber nicht sein

Was können organische Ursachen sein von Vulvodynie?

Was sind neuropelveologische Ursachen?

organisch:

  • Pathologien der Klitorishaube, eingewachsenes Haar
  • Infektiös (Herpes…)
  • Entzündliche (Psoriasis, Lichens)
  • Krebs (Squamosa Zell Karzinom, Paget-Krankheit)
  • Neurologisch (Neuralgie nach einem Herpes, Neurinom)
  • Traumatisch (Geburt)
  • Iatrogen (Chemotherapie, Radiotherapie)
  • Verminderung der zirkulierenden Hormone (Stillen, Menopause, Pille)

neuropelveologisch:

  • Läsionen der distalen Äste des N. pudendus (Geburt, proktologische Eingriffe).
  • Genitofemorale Neuralgie
  • Pudendusneuralgie
  • Sakrale Radikulopathien:
    • Endometriose
    • Chirurgische Schäden
    • Venöse Kompression

Was ist ein komplexes Beckenschmerzsyndrom (SDPC)?

Wie sind die schmerzhaften Manifestationen, was sind die auslösenden Faktoren und welche Komorbiditäten gibt es?

Kann das Ergebnis von Dyspareunien, Dysmenorrhö, Vulvodynie sein. Wenn diese funktionellen Problematiken nicht korrekt behandelt werden kann es sich zum SDPC weiterentwickeln.

Tritt häufig auch bei Patienten auf, die andere funktionelle Störungen haben.

Komplex weil es Einfluss von motorischen, sensitiven und neuro-vegetativen Nervensystem hat + es gibt eine starke funktionelle Verflechtung.

Schmerzhafte Manifestationen:

  • Kann eine Komplikation von neuropathischen Schmerzen sein, die mit dysfunktionalen Schmerzen gekoppelt ist
  • Der Schmerz ist das wichtigste Zeichen, das Becken ist der Bereich, in dem sich dieser Schmerz äußert. Dieser Schmerz betrifft auch andere Organe:
    • Blase: Blasenschmerzsyndrome, Harnröhrensyndrom
    • Dickdarm: Reizdarmsyndrom, anale und perianale Schmerzen (Proktalgie)
    • Gebärmutter: Dysmenorrhöe
  • Spezifischere Schmerzen: Vulvodynie, Dyspareunie

Auslösende Faktoren:

  • Infektion
  • Traumata, Missbrauch
  • Iagtrogen: abdomino-pelvis OP, Radiotherapie
  • Traumatische Geburt
  • Endometriose

Komorbiditäten:

Bezogen auf zentrale Hypersensibilisierung und Hypomodulation von Schmerz und Tonus:

  • Dysfunktionale Syndrome...
  • Fibromyalgie
  • Migräne-Status
  • Ängstlich-depressiver Zustand (Huhn oder Ei...)

Definiere Endometriose. 

  • Ist ein orange flag
  • zyklische Beckenschmerzen, können aber auch chronisch werden. Zyklisch = Schmerz während Ovulation nennt man Mittelschmerz oder Schmerz während der Menstruation.
  • KH bei der alles möglich ist: Keine Symptome, Schmerzen jeden Tag /bei Sex, Infertilität, keine Genesung, viele OP’s. Kann auch zu Depressionen, Vermindertem Selbstwertgefühl oder zu einer Isolierung der Betroffenen führen. Betrifft 1 von 10 Frauen (180 Mio. Frauen weltweit sind betroffen)
  • Endometriose ist eine proliferative Erkrankung, die durch das Vorhandensein von endometriumähnlichem Gewebe außerhalb des Uterus gekennzeichnet ist.
    • (Histologisch gesehen, ist es nicht genau das gleiche Gewebe wie das Endometrium, deshalb sagt man bloss es „ähnelt“ dem Endometrium)
  • Dieses ektopische Gewebe (Läsionen, Knötchen), das empfindlich auf Hormone reagiert, verursacht einen chronischen und progressiven Entzündungsprozess, der mit der Östrogensekretion verbunden ist (= bei jedem Zyklus)
    • Gewebe beginnt zu bluten, kann aber nicht aus dem Körper = Inflammation => Fibrinöse Reaktion => Adhärenzen
  • Die vorherrschenden Symptome sind Schmerzen und Unfruchtbarkeit. (30-50%)
    • Ähnelt einem Krebs: Fast unmöglich ganz zu heilen, auch wenn man alles daran setzt die Krankheit zu heilen, kommt es in den meisten Fällen zu Rezidiven
    • Ein Zeichen von Endometriose können auch verdickte utero-sakrale Ligamente sein

An welchen Orten kann sich die Endometriose manifestieren?

  • Uterusmyometrium, wobei der Begriff Endometriose durch Adenomyose oder interne Endometriose ersetzt wird
  • Eierstöcke (Endometriome)
  • Eileiter
  • Lig. des Uterus, des Col
  • Vagina (v.a. das Septum Rekto-vaginale), und die Vulva
  • Blase, vesiko-uterines Peritoneum, Ureter (Risiko einer uretero- oder hydronephrose)
  • Peritoneum (befällt die Gleitebene an verschiedenen Orten, welche fibrosieren und die Zirkulation der intraperitonealen Flüssigkeit wird gestört. Diese Flüssigkeit ist nicht nur in der Immunabwehr sehr wichtig, sondern spielt auch bei der Fruchtbarkeit eine Rolle)
  • Dünndarm, Sigmoid, Culs de sac anterior & posterior, (Sack von Douglass), Appendix
  • Plexus sacralis, N. pudendus
  • Diaphragma, Lungen
  • Rectus, Canalis inguinalis, Perineum
  • Plazenta
  • Narben

Wie ist die Klinik einer Adenomyose (internen Endometriose)?

Das Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) dringt durch ein Divertikel ein, das in das Myometrium hineinragt und eindringt.

Klinik:

  • Dysmenorrhö tardive,
  • Menorrhagie (Zu langanhaltende und zu starke Blutung, Achtung auf einen Eisenmangel),
  • grosser/schwerer Uterus führt durch seine Größe und Gewicht zu einem kongestiven pelvi-lumbalen Syndrom (= Lumbalgien aufgrund von Venenstau). Dieses Syndrom kann eine Zone mit Adenomyomen oder mit Hypertrophie des Endometriums verdecken. (Wichtig für uns Osteos)
  • Menorrhagien DD Fibrome! (beides gibt starke Blutungen)

 

Wie wird die Endometriose klassifiziert?

oberflächlich/peritoneal/superficiel:

  • Es besteht aus Drüsen- und Stromazellen, die denen des Endometriums ähneln, die auf dem Peritoneum oder, seltener auf bestimmten Organen abgelagert sind. (Grösse: >5mm). 
  • Gibt Neuroproliferation (je mehr es sich entzündet) & vaskuläre Proliferation

tiefe

  • es besteht aus glatten Muskelzellen, die mit faserigen Zellen vermischt sind, es dringt mehr als 5 mm unter das Peritoneum oder in das rektovaginale Septum ein.

  • kissing ovaries: Adhärenzen

  • Iceberg Läsion: wenn nur "die Spitze des Eisbergs" operiert wird

Endometriom: im Eierstock lokalisiert

Klassifikation nach Schweregrad:

Stadium I:            minim

Stadium II:           durchschnittlich, mässig

Stadium III:          mittel

Stadium IV:          schwerwiegend

=> Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem Schweregrad der Endometriose und der Häufigkeit und Schwere der Symptome. Schmerzen sind nicht pathognomonisch.

Was sind die Risikofaktoren für Endometriose?

  • Frühzeitige Menarche
  • Kurze mensturelle Zyklen
  • Nullipar
  • BMI tief
  • Uterine outlet Obstruktion
  • Gentische Prädisposition

 

Es ist wichtig zu wissen, dass ... Wege für die Forschung

  • Chronische Entzündung > Angiogenese, Neurogenese
  • "Tara" der endometrialen Stromazellen, die mit erhöhter Östrogen- und Zytokinsekretion + Progesteronresistenz assoziiert sind.
  • Östrogen und sein Katalysator, die P450-Aromatase, ermöglichen das Überleben und die Persistenz von Endometriumläsionen und verändern Immun- und Entzündungsprozesse > Grundlage der Forschung für medikamentöse Behandlungen          
  • Andere: Antioxidantien, Kinase-Inhibitoren, epigenetische Modifikatoren, microRNAs

Endometriose: Was ist oft der Konsultationsgrund und wie läuft die Anamnese ab?

  • Chronische Schmerzen tief lumbal, Becken oder Hüfte an Zyklus und/oder Ovulation gebunden (30-50%) (Unfruchtbarkeit)
    • Kann auch sein, dass zuerst nur vor und während der Regel aber nun immer
  • Bauchschmerzen
  • Wiederkehrende oder hartnäckige Probleme mit Beckenstatik
  • Sciatalgie, Cruralgie, atypische Schmerzen in der unteren Extremität
  • Infertilität (30-40%)
  • Aber auch, spezifischer und in absteigender Reihenfolge:
    • Dysmenorrhöe (60-80%) beginnen meist vor der Menstruation
    • Müdigkeit +++
    • Prämenstruelle Spottings (= prämensturelle Blutungen)
    • Menorrhagien
    • Dyspareunie, v.a. profond (25-40%) (= Schmerzen beim oder nach dem Sex, va bei tiefer Penetration)
    • Vesicale Schmerzen (Miktalgie) und/oder catameniale (nach Mens) Dysurie (+/- Hämatourie)
    • Schmerzen beim Stuhlgang oder catameniale Dyschesie (= Störung der Entleerung des Darms nach Mens)
    • Schmerzen des Perineums und der Vulva

Wie ist der klinische Ablauf der Untersuchung der Endometrose (Osteopathie)?

Welche komplementären Examen werden gemacht?

  1. Inspektion

Head Zonen und Postur

Muttermal, Wassersack auf Sakrum, Postur: Retraktion mit Muskelspannung

  1. Palpation
    1. Sakrum: dicht und schwer
    2. Abdomen: Schmerzen vor und nach Menstruation => peritoneale Inflammation
    3. Triggerpoint auf Muskeln: > 0 Psoas, Quadratus lumborum, abdominaux, Gesäss, Perineum
  2. Toucher vaginal
    1. Schmerzen? (der provozierte Schmerz entspricht oft dem vom Patienten empfundenen Schmerz)
    2. Nodule werden gesucht, können schlecht gespürt werden (vor allem beim col, cloison recto-vaginale und Lig. utero-sacral)
    3. Mobilitätstests von Uterus und Ovar. Häufig eine globale Hypomobilität, aber auch der Eierstöcke und des Isthmus
    4. Palpation der Eierstöcke, oft posterior erhöhtes Volumen und Fixierung. Endometriome?
  3. Toucher rectal (fakultativ)
    1. Nodule auf Collum, Cloison recto-vaginale und Liggs. Utéro-sacrés
    2. Hypomobilität coccygienne

Komplementäre Examen:

  • Echographie: endovaginal und endorektal
  • HSG (Hysterosalpyngographie): Radiographie mit Uterus und Eileiter
  • MRI: Zysten, Knoten, Läsionen
  • Lapraskopie: nicht oft
  • CA 125 Inflammationsmarker im Blut

Was ist die Rolle des Gynäkologen/Therapeuten vor und nach der Diagnose der Endometriose?

Unsere Rolle ist es bei Patientinnen mit Endometriose (vor Diagnose) 

  • Helfen, die Intensität der Symptome zu vermindern
  • Zum Gynäkologen schicken, wenn die Vermutung einer Endometriose besteht

Nach Diagnose:

  • Helfen, die Intensität der Symptome zu vermindern
  • Die Patientinnen auf ihren Weg bei Unfruchtbarkeit und medizinisch unterstützter Fortpflanzung begleiten

Was ist das Ziel der Behandlung der Endometriose?

Welche Behandlungen gibt es?

Ziele:

  • Schmerz behandeln
  • Entwicklung der Krankheit verlangsamen => Rezidive nach OP (50% in 5 Jahren)
  • Fruchtbarkeit beibehalten

Medizinische Behandlung:

  • AINS, Entiepileptika, Opioide
  • Östroprogestative (Pille, Ring)
  • Hormonspirale
  • GnRH Agonisten und Antagonisten, Aromatase Hemmer, Synthetische Androgene, ..

Chirurgische Behandlung

  • gesamte OP oder hormonale Therapie bei SS Wungsch
  • Indikation bei starken Beckenschmerzen, Torsion Ovarialuyste, tiefe Endometriose

Komplementäre Behandlung

  • Akupunktur
  • anti-inflamatorische Ernährung
  • Hypnose, Homöo und Phytotherapie

Behandlung durch Osteopathie

  • hormonales Gleichgewicht
  • neurovegetatives Gleichgewicht
  • Analgetikum
  • verminderung der retrograden Menstruation
  • Aufweichen von Adhäsionen
  • Begleitung bei einer medizinischen Nachuntersuchung der Unfruchtbarkeit

Was ist die Rolle der amniotischen Flüssigkeit? In welchem Volumen ist sie vorhanden? Welche Abnormalitäten gibt es?

  • erlaubt fötale Bewegungen
  • unterstützt das muskuläre und das respiratorische System
  • Schutz vor Traumatismen
  • thermische Homöostase

Austausch vor 20 SSW transudat über Membrane der Mutter und Haut des Fötus. Nach der 20 SSW durch Urinexkretion und fötales Schlucken.

ab 10. SSW bis 35 SSW steigend von 30ml bis 1000ml dann 38-42 SSW Absinken auf 800ml (95% des Volumens wird jeden Tag ausgetauscht)

Anomalien:

  • Oligoamnios (weniger): obstruktive Läsionen des Urinsystems, Placenta Funktionsstörungen, Ruptur von Membranen, renale Agenesie, Medikamente, Chromosommalformationen => Wachstumsverzögerung Fötus, ungenügender Austausch Mutter-Fötus, pulmonale Hypoplasi, Skelettdeformationen, Pottersyndrom
  • Hydroamnios (mehr): Atresie (Verschluss) der Speiseröhre oder Darm, Herzmalformaion, Chromosommalformation, Malformation des Nervensystems, Labio-maxillo-palatinums Spalte, Omphalocele (Nabelbruch), Diabetes => Frühgeburt, Membranrupturen, Nabelschnurvorfall, Placentaablösung, intrauterine Atonie postpartum => Punktion, AINS

Was sind die 3 fundamentalen Elemente der Pubertät?

  1. Erscheinen der sekundären sexuellen Merkmale: Brust, Haare, Morphologie/Skelett
    - Innerhalb von 3 Jahren (Stadien von Tanner)
    - Hypothalamo-Hypophysen-Gonadenachse (komplexer Mechanismus)
  2. Beschleunigung der Wachstumsgeschwindigkeit
  3. ossäre Reifung: Präsenz von GH, Wachstumskurve geht in dieser Zeit nach oben
    - Fortschreitung des Knochenalters: Bestimmung anhand von Röntgenbild der linken Hand
    - Reflexion der Reifung des Organismus

Wie entwickelt sich das Mädchen in der Pubertät?

  • Normalalter: 8-13 Jahre
  • 1. Zeichen: Entwicklung der Brüste (10.5-11J) Hormonproblem, wenn Pubertät nicht mit der Entwicklung der Brust beginnt. Hormonachsen anschauen!
  • Pubis-Behaarung: 6 Monate nach Brustentwicklungsbeginn
  • Modifikation der externen Genitalorgane:
    • Horizontalisierung der Vulva
    • Entwicklung innere und äussere Schamlippen
    • Leucorrhée: vor Pubertät kein vaginaler Verlust (Ausfluss beginnt)
  • Menstruation: 2-2.5 Jahre nach Beginn Pubertät
  • Ovulationszyklus: 18-24 Monate später
    • Variiert je nach Person, ethnischer Zugehörigkeit, Vererbung...

 

  • Achtung Beginn Pubertät heisst nicht = Menarche

Wie wird die Pubertät eingeteilt in die Klassifikation von Tanner?

1=präpubertät, 5=Erwachsen

  • A: Achselbehaarung A1-A5
  • B. Schambehaarung P1-P5
  • G: Gonaden G1-G5 (Grösse)
  • S: Brüste S1-S5
  • R: Regel

Welche Pathologien im Bezug zur Pubertät gibt es? 

Verfrühte Pubertät

  • einzelne oder mehrere Merkmale treten früher auf (F<8j): Brüste, Schambehaarung, Regel
  • oft idiopathisch, mehrere auftauchende Merkmale können auch einen Hypothalamus/Eierstock/Nebennierentumor sein
  • kann psychologische und soziale Folgen haben
  • Unterscheidung zwischen zentralen (Hirn: GnRH, LH, FSH tief, Östrogen und Progesteron tief) und peripherem Ursprung (Gonaden: GnRH, LH, FSH hoch, Östrogen und Progesteron tief)

Verspätete Pubertät

  • nach 13j bei Mädchen, nach 15j bei Jungen
  • oft funktional bei Jungen und organisch bei Mädchen
  • Wenn LH/FSH niedrig: zentrale Ursachen
    • Hypogonadotroper Hypogonadismus
  • Wenn LH/FSH hoch: periphere Ursachen
    • hypergonadotroper Hypogonadismus
  • Denken Sie über Turner+++ nach.
  • Zentrale Ursache
  • Einfache pubertäre Verzögerung

Was ist das Turner Syndrom?

  • Vollständiges oder teilweises Fehlen von Chr X
  • Meistens in Form eines Mosaiks
  • Morphotyp: kleine Größe (145 cm)
  • Auftreten von Anzeichen erst um 8-10 Jahre
  • Abwesenheit von Brust und Menstruation dvp
  • Herz-, Nieren- (einzigartig) und osteoartikuläre Fehlbildungen.
  • Hormonelle Behandlung (GH, ...)

Was ist ein Hypergonadismus?

  • zu viele androgene bei der Frau, also zu viel Testosteron
  • Kann zum Beispiel Akne und zu viel Schweiß geben, Haarausfall (Alopezie, Temoral), kann Spaniomenorrhö geben oder eine Amenorrhö), und Zeichen der Vermännlichung geben (zum Beispiel Haarwuchs an nicht weiblichen Stellen)
    • Raue Stimme
    • Hypertrophie Klitoris und grosse Schamlippen
    • Hypertrophie der Muskeln
  • Erhöhtes Testosteron

Was ist das polycystische Ovarialsyndrom?

  • = zu viele Follikel, Körper schafft es nicht einen zu selektieren. Meistens keine Ovulation da Rezeptoren nicht sensibel sind (>3cm).
  • Macht eine Hyperandrogenie (=zu viel Testosteron, da Ausgleich der grosser Menge an Östrogen)
    • Moderate, progressive Installation
    • Ohne Virilisierung (Vermännlichung), aber Menstruationsstörungen
  • 50% sind übergewichtig
  • moderate Erhöhung von Testosteron, normale Nebennierenandrogene, TG-Anstieg, HDL-Abnahme
  • Ultraschall Eierstock: Volume > 10cm3, mehr als 10 Follikel von 2-9mm, Stroma hyperéchogène

 

Was passiert bei der Menopause? Was sind die Hauptsymptome? Was ist eine Perimenopause?

  • Ovozyten Pool ist aufgebraucht (exokrine Funktion)
  • Die Eierstöcker stoppen die Hormonsekretion (endokrine Funktion) (Ursprung peripher => Erhöhung des FSH)

Hauptsymptome:

  • Hitzewallungen
  • Stopp der Menstruation seit 12 Monaten (ab 40 J.): Wenn eine Frau sagt ich habe meine Regel nur alle 3 Monate ich habe die Menopause, ist es nicht die Menopause aber der langsame beginn
  • +40j. (vorher: Menopause precocé)
  • verminderter Östrogenspiegel durch gestoppte Sekretion von Östradiol aus den Eierstöcken (und zu hoher FSH Spiegel im Blut)

Perimenopause = Verminderung der Fruchtbarkeit aber SSW-Risiko weiterhin vorhanden (Kontrazeptive noch möglich). Die Hormone stoppen nicht plötzlich komplett. Die Zyklen werden vor der Menopause unregelmäßiger und es gibt eine langsame Verminderung der Hormone. 

  • Perimenopause = zwischen 1. Symptome von Menopause und 12. Monate keine Menstruation.
  • Sekretionsprobleme von Östrogen
  • Desynchronisation der Sekretion von Progesteron

Welche Faktoren haben Einfluss auf das Alter der Menopause?

  • Global ist Alter der Menopause ab Geburt durch Anzahl der Ovozyten definiert. Trotzdem gibt es beeinflussende Faktoren der Hormone.
  • Normales Alter bei Eintritt der Menopause: 40-55 Jahre; 51-52 Jahre (Durchschnitt 51,6 Jahre)
  • Tabak (tötet Ovozyten)
  • Ernährungsart
  • Genetische Faktoren

 

  • Keinen Einfluss: Alter der Pubertät, Kontrazeptionsart, Anzahl SS, Stimulation der Ovarien im Rahmen vom AMP

Was sind die Symptome der Menopause?

  • Hitzewallungen
  • Trockenheit und Atrophie
  • Schlafprobleme
  • Stimmungsprobleme
  • Osteoporose und Bruchrisiko (da Östrogen wichtig für den Metabolismus des Knochens ist / Produktion und Destruktion und ein Ungleichgewicht entsteht)
  • Verstimmungen
  • Senkung Libido

Was können pathologische Konsequenzen der Menopause sein?

 

  • Kardiovaskuläre Konsequenzen: Progesteron ist Schutzfaktor für Arterien
  • Osteoporotische Komplikationen: Östrogenmangel

Wodurch wird die passive Kontinenz bestimmt? Was versteht man unter aktiver Kontinenz?

  • Tonus des glatten urethralen Sphinkters
  • Qualität der hormonabhängigen urethralen Schleimhaut
  • Grundtonus des M. puborectalis (immer schauen, dass der Puborectalis im Gleichgewicht ist, an der Muskulatur dann die Physio schauen)
  • Vaskulärer Plexus der Submukosa

Aktive Kontinenz:

  • Belastung = Husten, springen, laufen
  • Reflexbögen führen zur Kontraktion vom urethralen gestreiften Sphinkter und M. pubo-rectalis, wobei deren Wirksamkeit von der nicht-Laxität der Beckenfaszie abhängt (Effizienz hängt von der nicht Laxität, der Faszien des Pelvis ab => Solide und souple auf einmal. Ist wie eine Hängematte aus Bindegewebe (in blau)). Bei abdominaler Hyperpression muss es fest aber nachgiebig sein & im Gleichgewicht.
  • Muskel-Faszien-Verbindungen erhöhen die Steifigkeit der verbindenden Hängematte bei Muskelkontraktionen
    • Unter Stress drückt der Überdruck im Retzius-Raum die proximale Harnröhre gegen die verbindende Hängematte: Die verbindende Hängematte muss fest sein

Wie wird Inkontinenz klassifiziert?

  • Stress-Inkontinenz 50-60%
    • ungewollter Harnverlust, dem kein Harndrang vorausgeht, beim Husten, Niesen, Lachen, Springen (Erhöhung intraabdominaler Druck)
    • Hypermobilität Col Cervico-urethral (85%, junge Leute)
    • Sphincter insuffizienz (15%, ältere)
    • RF: Entbindungstrauma, chirurgische Traumata, trophische Probleme, chronischer Husten, Übergewicht, Genetik, starke Last
    • Behandlung: Physiotherapie (Reedukation), OP
  • Dranginkontinenz 10-20%
    • ungewollter Harnverlust, dem ein dringender Bedarf vorausgeht (vesikale Hyperaktivität
    • oft asoziiert mit Pollakisurie (>8x/T) und Nykturie (<1x/N)
    • Behandlung: Physiotherpaie (Reedukation)
  • Gemischte Harninkontinenz 30-40%

Was ist bei dem klinischen Examen der Vulva bei Inkontinenz wichtig?

  • SSS: Size, Symmetrie, Sun (Analrand)
  • Trophie
  • Narben
  • Ano-vulvärer Zustand
  •  Rektozele
  • Prüfung Levatoren (abdominale Palpation
  • labiale Hypertrophie

Welche Untersuchungen und  Therapieansätze gibt es für Inkontinenz? Osteopathie?

  • Kultur des Urins (Ausschluss einer unteren Harnwegsinfektion)
  • Abstrich/Frottis cervico-vaginal
  • Echographie endo-vaginale: Masse, die komprimiert ausschliessen
  • Bilan uro-dynamique

Osteopathie

  • Empfehlung von vesikaler Reedukation: Wie + was trinken, Miktionskalender machen
  • Verweisung zu Gynäkologen oder Urologe für Physioverschreibung (für DD und Verschreibung von Medis)
    • Perineale + posturale Reedukation (Mahony's perineal-vesikaler inhibitorischer Reflex)
    • Elektrostimulation: TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation via N. Tibialis posterior (Zusammenhang mit Nerven, die zur Inkontinenz führen)
    • Kognitive-Verhaltens-Therapie
  • Medizinischer Ansatz: Anticholinergika, Beta-3-Agonisten
  • Vorbeugender Rat: Rauchen aufgeben, Koffeinkonsum reduzieren und kohlensäurehaltige Getränke vermeiden.
  • Anamnese!

Was versteht man unter einem Beckenprolapsus? Was sind die Risikofaktoren?

Protrusion eines oder mehrerer Beckenorgane im vaginalen Kanal oder außerhalb der Vagina.

Risikofaktoren:

  • Schwangerschaft (Niveau 3) (= Sicher)
  • Parität: Hauptrisikofaktor. Je mehr Parität, desto höher das Risiko auf Prolapsus
  • Art Geburt: natürlich >>> Kaiserschnitt (Niveau 1) => Kaiserschnitt hat auch Risiko wegen Schwangerschaft!!!
  • Instrumentation: Forceps > Ventouse (Niveau 3)
  • Foetales Gewicht > 4000g (Niveau 2)
  • Alter: 1.6% =>40J; 3.8% > 40J. (Östrogenmangel post-menopausal)
  • OP: Hysterectomie (Niveau 3) - Matrixe = Haftstrukturen gehen verloren
  • Andere: Übergewicht, abdominale Hyperpression (Konstipation), chronische Respirationskrankheit, Ethnie (Afrika < Caucase) =>wegen Beckenform und Gewebestruktur, cogenitale KH (Ehlers-Danlos)

Niveau 1 / 2 Beweis kann man diskutieren (Voie basse ist der Risikofaktor eigentlich die SSW)

Wie wird ein Beckenprolaps evaluiert? Wo kann er sich befinden (Lokalisation)?

Durch Anamnese:       Symptomatologie – Wie lange? – Impakt auf tägliches Leben? – Einschränkung von Aktivitäten? – Anderes das betroffen ist? 3 Axes: urinär, digestiv, sexuell (Intimität)

100% aufmerksam sein bei Gefühl einer störenden Kugel in der Vagina

  • Schweregefühl im Unterbauch, kann am Abend schlimmer werden

Symptomatologie: genito-sexuelle + musculo-squelettique

  • Intermittierende Blasenentleerungsstörung, Dysurie, Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung, Dyschezia, Gefühl der unvollständigen analen Entleerung
  • Gefühl von intra-vaginaler Kugel: 100%
  • Becken oder perinealer Schweregefühl: 80%
  • Behinderung (Störend) oder Angst beim Geschlechtsverkehr: 30% (apareunia, alibido)
  • Dyspareunie: 10%
  • Miktion od. Defäkation vereinfacht durch intra-vaginale Manöver (Beckengegendruck, digitale Unterstützung)
  • Symptome der Béance vulvaire: Hyposensibilität während Sex, gaz vaginaux
  • Konstante Sakralschmerzen, tiefe lumbale Schmerzen

Lokalisation

  • anteriores Kompartiment: Cystozele, Uretrocystocele
    • Blase fällt posterior nach unten
  • mittleres (apikales) Kompariment: Hysterocele, Hysteroptose, uteriner Prolapsus
    • Uterus kommt entlang des vaginales Kanals nach kaudal
    • urinäre/vesikale Atonite, uterine Ischämie (Notfallsituation!!)
  • posteriores Kompartiment: Rectozele, Elytrozele (Perineum), Enterozele (Dünndarm)
    • Schwäche der posterioren vaginalen Wand
    • Herniation des Rektums/Cul de Sac (Douglas)

 

Wie wird ein Beckenprolaps klassifiziert? Was stellt die Referenz dar?

International society of continence Grad 0 - 4

Referenz ist das Hymen

 

Wie wird ein Beckenprolaps behandelt?

  • Informieren und beruhigen
  • Falls symptomatisch TTT anbieten, asymptomatische Prolapsus nicht behandeln (oder auch keines: Vorhandensein und Schweregrad der Symptome)
  • Modifikation der Lebensgewohnheiten: Konstipation – Gewichtsverlust – schwere Last tragen – chron. Husten (Tabak)

Konservativ

  • Lokale Östrogene (Menopause)
  • Perineale Physiotherapie: Reedukation des Beckenbodens
  • Pessar: wenn keine OP, Wunsch auf Schwangerschaft, Übergangslösung bis zur OP

Chirurgisch

  • Rekonstruktion
  • Ziele: Symptome vermindern, urinäre und digestive Funktionen aufrechterhalten oder verbessern, sexuelle Funktion beibehalten
  • Promontofixation durch Laparoskopie ist Goldstandard

Osteopathie

  • Ziel: Ausgleich Becken und Perineum, Reedukation, hygienico-dietische Ratschläge 

 

Welche Syndrome im Zusammenhang mit Blasenfüllung gibt es?

Ausschluss von urinärer und locoregionalen Infektion, neurologischen Läsionen, trophischen Problemen...

  • klinisches Syndrom der überaktiven Blase
    • Urgenturie mit oder ohne urinale Inkontinenz
    • Pollakiurie >8x/Tag
    • Nykturie >2x/Nacht
    • Therapeutischer Ansatz wie IUU: Blasenumschulung, Physiotherapie (Reedukation), Elektrostimulation, kognitive-Verhaltenstherapie
  • Blasenschmerzen (Zystalgie)
    • Schmerzen im oberen und retropubischen Bereich, die mit zunehmender Blasenfüllung zunehmen und während und nach dem Wasserlassen anhalten können (Algurie)

    • uretrales Syndrom

  • Blasen-Schmerz-Syndrom

    • Schmerzen oberhalb des Pubis während der Füllungsphase der Blase 

    • verschlimmert durch Ovulation und Stress
    • assoziiert mit einer täglichen und nächtlichen Pollakiurie und persistentem *Notfallgefühl*
    • Absenz von Harninfektion oder vesikale Gewebspathologie (es kann sein, dass es eine unterschwellige Entzündung oder Infektion gibt, darum gibt man Antibiotika über längere Zeit)
    • Kann eine Manifestation von pudendaler Neuralgie sein
    • kann in ein komplexes Beckenschmerzsyndrom hineingehen
  • interstitielle Cystitis
    • vesikales Schmerzsyndrom
    • Typische zystoskopische Merkmale (Petechien, Glomerulationen und/oder Hunnergeschwür) und/oder histologische Merkmale (Mastzellen und Granulationsgewebe).
    • Limitation der Blasenkapazität: bei einer richtigen Cystite bleibt die Blase weich

Welche Therapieansätze gibt es für Syndrome im Zusammenhang mit der Blasenfüllung?

Mediziner

  • Diätvorschriften
  • Einfache Analgetika, Beta3-Agonisten, Anticholinergika, trizyklische Antidepressiva, Antikonvulsiva
  • Kleine Dosen von kontinuierlichen Antibiotika
  • Hydrodistension, Instillation von Hyaluronsäure oder Chondroitinsulfat
  • Perineale Rehabilitation
  • Intradetrusor-Injektion von Botulinumtoxin
  • Neurostimulation des N. pudendus
  • Neurostimulation des N. tibialis posterior, sakrale Neuromodulation

Osteopath

  • Osteopathie: Lockerung von Verspannungen und vernarbten Stellen, Haltungsausgleich
  • Ratschläge zur vesikalen Reedukation: wie und was man trinken soll, Führen eines Miktionskalenders
  • Diätetische Beratung
  • Basisbehandlung
  • Mögliche Überweisung an den Gynäkologen oder Urologen zur DD und/oder Verschreibung von Medikamenten und/oder Physiotherapie:
    • Perineale und posturale Re-Edukation (Mahony's inhibitorischer perineo-vesikaler Reflex)
    • Elektrostimulation: TENS über N. tibialis posterior
    • Kognitive-Verhaltens-Therapie

Welche Probleme können bei der Miktionsphase auftreten?

Dysurie

  • Schwierigkeit die Blase zu leeren, unabhängig von den Schmerzen (Miktalgie oder Algurie), die damit verbunden sein können. Oft assoziiert mit einem Gefühl von unvollständiger Blasenleerung und oft einem zweistufigen oder ruckartigen Strahl.

  • Ursachen: Funktionell, Cystozele, Endometriose, Fibromyom, Ureterstenose, urinäre Infektion

  • Therapie: Gynäkologie oder Urologie, Osteopathie (Entspannung der Spannungs- und Narbenzonen, pelvi-perinales Gleichgewicht herstellen), Hypopressive Gymnastik

Was ist ein komplexes Beckenschmerzsyndrom?

  • Assoziierte Schmerzen: Fibromyalgie, chronische Becken- und Dammschmerzen, Vestibulodynie, interstitielle Zystitis, Reizdarm
  • Auslösende Faktoren: infektiös, post-operativ, post-obstetrisch, post-traumatisch, sexueller Missbrauch, immun-allergisch, Endometriose
  • Hypersensibilisierung: verminderte Schmerzwahrnehmungsschwelle, myofasziale Schmerzen, Allodynie
  • Angst und Depression (Huhn oder Ei)

 

Welche inflammatorischen Pelviskrankheiten gibt es? Welche Symptome äussern sich?

  • Endometritis
  • Annexitis ( Salpingitis, Eileiterentzündung)
  • Genitales Pelviperitonitis

Symptome

  • zunehmende Schmerzen
  • Leukorrhoe
  • Mobilisation schmerzhaft
  • erhöhte Leukozytenzahl (inflammatorisches Syndrom)
  • Ultraschall: annexielle Masse

Behandlung: Antibiotika, Lapraskopie wenn nötig

Étudier