6. Semester - Gynäkologie
Osteopathie
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Lernkarten
Ab wann wird von einer Hypertension gesprochen in der SS?
Ab 140/90mmHg
Unterscheidung zwischen schwangerschaftsbedingtem Bluthochdruck und chronischer Hypertonie
Was ist eine Präeklampsie und wie ist es definiert?
Als Präeklampsie bezeichnet man das gemeinsame Auftreten einer Hypertonie mit mindestens einer weiteren Organmanifestation (meistens Proteinurie) während der Schwangerschaft. Sie gehört zur Gruppe der hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen. Die Präeklampsie ist eine Vorstufe der Eklampsie.
=> Bluthochdruck und Proteinurie!
Bluthochdruck:
≥ 140/90 mmHg, oder
↑ TAS (systolisch) ≥ 30 mmHg, oder
↑ TAD (diastolisch) ≥ 15 mmHg
Proteinurie
- ≥ 300 mg/litre/24 heures
=> periphere Ödeme, schnelle Gewichtszunahme
Was ist die Klinik einer schlimmen Präeklampsie?
TA > 160/110 mmHg
Kopfschmerzen
Erbrechen
Photophobie (Lichtsensibilität)
Hyperreflexie
Oligurie
Epigastrische Sz
Dyspnoe
Bewusstseinsstörungen (Sichtfeld)
Proteinurie > 5g/litre/24h
Wo liegt die Ursache der Präeklampsie?
Wie ist der Mechanismus?
Multifaktoriell => nicht einfach!
Mechanismus: Keine Übertragung auf die Spiralarterien (im Uterus) auf Trophoblastenebene (distale Ausdehnung, Wandverdünnung, Dilatation, gewundener Verlauf)
genaue Ursachen unbekannt, vermutlich Durchblutungsstörung im Bereich Uterus/Plazenta.
Was sind die Risikofaktoren einer Präeklampsie?
- Extremes Alter der Mutter (<20 oder >40 Jahre)
- Familienanamnese
- Primipari (60-70%)
- multiple SS
- chronischer Bluthochdruck
- Diabetes
- Übergewicht
- Tabak
- Stoffwechsel- und Autoimmunerkrankungen
- ...
Was ist das fötale Risiko bei einer Präeklampsie?
- interuterine Wachstumsstörungen
- interuteriner Tod
- Frühzeitige Entbindung
- Früher Neugeborenentod
Wie kann eine Präeklampsie behandelt werden?
nur durch eine Entbindung.
Medikamentöse Behandlung durch Blutdrucksenker, MGSO4, Antithrombotika, Kortisontherapie
Zuerst Hospitalisierung und dann konstante Evaluation von Vorteile und Risiken einer Fortsetzung der Schwangerschaft (Probleme vor der 34 SSW!)
Was ist eine Eklampsie?
Als Eklampsie bezeichnet man tonisch-klonische Krampfanfälle, die im Rahmen einer Schwangerschaft auftreten und keiner anderen spezifischen Ursache zugeordnet werden können. Die Eklampsie gehört zu den Gestosen.
- Invasionsphase: 30s
- tonische Phase: 30s
- klonische Phase: 1-2min
- Koma: 10-30min
Was sind die Komplikationen einer Eklampsie bei der Frau?
- CIVD: dissiminierte Koagulation
- Hämorraghie: intracerebral, sub-kapsulär der Leber..
- Infarkt: kardial, hepatisch
- Ödem: cerebral, pulmonär
- Netzhautablösung, Zerebrale Psychose,...
Was sind die fötalen Komplikationen einer Eklampsie?
- plazentäre Hämorragie (Infarkt)
- Plazentaablösung
- Plazentainsuffizinez
Wie ist die mutterliche und fötale Prognostik einer Eklampsie?
- Mortalität Mutter: 5%, wenn wiederholt bis 40%
- Mortalität Fötus: bis zu 30% (hoch!)
Was ist die sofortige Behandlung einer Eklampsie?
- Stabilisation der klinischen Situation: Senkung des BD, Beendigung der Krampfanfälle (Valium)
- schnelle Extraktion des Kindes und der Plazenta (fast immer per Kaiserschnitt)
Wann kann eine Eklampsie auftreten?
- vor der Geburt (60%)
- während der Geburt (20%)
- nach der Geburt (20%): bis zu 5 Tage nachher!
Was versteht man unter dem HELLP-Syndrom?
Das HELLP-Syndrom ist häufig eine schwere Verlaufsform einer Präeklampsie, kann aber auch ohne Vorzeichen und sehr plötzlich auftreten. Kennzeichnend für das HELLP-Syndrom sind Schmerzen im rechten Oberbauch, plötzliche starke und/oder ungewohnte Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit und Erbrechen.
Was ist das Ziel einer Befragung (Anamnese) bei einem Gynäkologietermin?
- Grund der Konsultation kennen
- sich Zeit nehmen und zuhören
- Vorgeschichte der Patientin kennen
- systematische Erfragung der Vorgeschichte
- Präzis, genau, detailliert: gute Fragen stellen! Offene Fragen zu Beginn, dann präziser nachfragen
- Orientierung je nach Motiv der Konsultation: Krebs, Verhütungsmethoden, Sterilität
Was muss für der persönlichen und familiären Vorgeschichte alles erfragt werden?
Persönlich:
- Menarche: Alter der ersten Menstuarion, hormonelle Probleme
- Dauer und Regelmässigkeit des Zyklus
- Dysmennorrhoe: Sz beim Zyklus
- Verhütungsmethode
Entbindungsvorgeschichten:
- Geburtsdatum des Kindes: Frühgeburt?
- Geschlecht des Kindes
- Komplikationen
- Anzahl Schwangerschaften und Anzahl Geburten: Fehlgeburten, Extrauterine SS, gewollter SS-Abbruch
- Art der Geburt: Kaiserschnitt, natürlich
- Details der Geburt: Dauer, Verletzung Perineum, Dammschnitt, PDA
- Geburtsort: zuhause, im Spital?
- Plazentaprobleme?
- Geburtsfolgen: Inkontinenz, Prolaps..
Familiär:
- Bluthochdruck/Diabetes/KHK/Hypercholesterinämie
- Menopause der Mutter
- Fruchtbarkeitsprobleme
- thrombo-embolische Ereignisse
- malfomative Syndrome (Trisomie 21)
- Karzinome: Brust, Ovarien, Colon, Uterus (Genmutationen)
Was wird für bei der medikamentösen und chirurgischen Vorgeschichte erfragt?
Medikamente:
- Beruhigungsmittel
- Neuroleptika
- Krankheiten der grossen Systeme: Bluthochdruck, Diabetes, Thyroidea (Einfluss auf Fruchtbarkeit), Autoimmunerkrankungen (Lupus --> Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten), ...
- Infektiöse Erkrankungen: Röteln, Toxoplasmose, HIV, Hepatitis C, Salpingitis
Chirurgie:
- OP/Eingriffe im Abdomen und Perineum
- Frakturen
- Appendicitis
- Peritonitis
- Endometriose: Adhärenzen!
Welche Verhütungsmittel gibt es? Welche Hormone werden eingesetzt und was gibt es für Nebeneffekte?
- Pille: Typ, Dauer der Einnahme, NW (Verboten wenn Brustkrebs)
- Patch, Ring
- Stérilet: Typ, Datum des Einführens
- Mechanisch: Kondom, Diaphragma
Hormone:
- Östradiol und Östriol: Pille
- Progesteron
Nebeneffekte:
- Kopfschmerzen und Migräne
- erhöhtes Thromboserisiko
- Scheidentrockenheit
- Libido und Stimmung kann sich verändern
Menstruationszyklus:
Beschreibe eine abnormale Blutung, Amenorrhoe, Hypo-/Hypermenorrhoe.
Abnormale Blutung
- Metrorrhagien = Blutung zwischen den Regeln
- Menorrhagien = Zu häufige Mensen, Blutung länger als 7 Tage
- Manchmal hilft ein Schema um über mehrere Zyklen zu folgen
Amenorrhoe
- Primär = wenn die Frau nie ihre Periode hatte
- Sekundär = wenn die Frau ihre Periode hatte, aber sie nicht mehr hat (SSW (physiologisch), Anorexie usw.)
Hypomenorrhö / Hypermenorrhö
- Regeln welche zu stark oder zu schwach sind (misst man an Menge der Binden und Tampons, Wechsel: 15 sicher Hyper)
Was bedeutet Dysmenorrhoe, Leukorrhoe?
Dysmenorrhoe:
- starke Regelschmerzen
- Fragen: Wann, Kontext, Rhythmus in Bezug auf Zyklus, Typ, Wo, Ausstrahlung, Intensität, Begleitsymptome
- Unterscheidung organisch und psychologisch
Leukorrhoe
- weisslicher Ausfluss aus der Scheide
- Unterscheidung zwischen physiologisch und pathologisch durch Duft, Farbe, funktionelle Beschwerden (Juckreiz, brennen)
Welche urinären, rektalen und mammäre Probleme können auftreten?
Urinär
- Inkontinenz
- nächtliche Miktion: 1x pro Nacht, 6-8x im Tag ist normal
Rektal
- Konstipation
- Assoziierter Prolapsus
- Klinisch: abdominales Schweregefühl, Probleme bei der Entleerung
Brust
- Spannungen: Verbindung zum Zyklus?
- Tropfen: serös, blutig, eitrig?
Welche sexuellen Probleme können auftreten?
- Libido
- Dyspareunie: Schmerzen beim Sex
- Gewalt!
Welche grossen Pathologien müssen immer erfragt werden und warum?
- Brustkrebs und Krebs des Endometriums
- Hormonabhängig
- BRCA-Gen
- Gebärmutterhalskrebs
- infektiös (HPV)
- Thrombose
- Kontrazeptiva, Tabak, Übergewicht
Wie läuft ein klinisches Examen in der Gynäkologie ab?
- Morphotyp bestimmen: Grösse/Gewicht
- Behaarung: Achseln, Pubis (kann Hinweis auf Hormonproblem geben)
- Brustexamen:
- stehend und liegend: Haut, Symmetrie, Kontur, Retraktion, 4 Quadranten
- Palpation der Ganglien: in Achselregion
- Abdomen:
- Topographie, Narben
- Inguinalbereich, Hernien
- Vulvo-perineale Untersuchung
- Schamlippen, Hymen, Anhangdrüse, sexuelle Reifung
- vaginale Öffnung, Prolaps (zB der Blase)
- intern
- Collum
- 2 Zelltypen, oft Infektion an Übergangszone
- Abstrich alle 3 Jahre
- Coloskopie: Einfärbung des Collums und Erkennen der Krebserregenden Zellen
- Bartholinitis, Condylom (Warzen)
- Toucher vaginal
- 2 Finger intravaginal, andere Hand auf den Bauch
- Grösse und Mobilität Uterus
- Abszesse, Zysten
- Endometriosen
- Toucher Rectal
Welche Geschlechtskrankheiten gibt es? (7)
- Herpes
- HIV
- HPV: jährlicher Krebsabstrich
- Chlamydia
- Hepatitis
- Syphilis
- Gonorrhoe
Was ist ein Schwangerschaftsdiabetes?
- Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes ist erkennbar an erhöhten Blutzuckerwerten, welche erstmals während der Schwangerschaft festgestellt werden.
- meist Beginn ab der 24. Woche, verschwindet nach Geburt
- Insulinresistenz erhöht (wie Typ II Diabetes): mehr Cortisol, mehr Plazentahormone, mehr Insulin, Renale Absorption der Glucose nimmt ab
- bei 2-8% der Schwangerschaften
Was sind die Risikofaktoren von Schwangerschaftsdiabetes?
- Alter
- Übergewicht, starke Gewichtszunahme
- St. n. DG (?)
- St. n. Makrosomie (erhöhtes Geburtsgewicht)
- Ethnie (Asien+)
- Familiäre Vorgeschichte
Was sind die Auswirkungen eines Schwangerschaftsdiabetes?
- Makrosomie (!) (=erhöhtes Geburtsgewicht)
- Präeklampsie
- Hydraminos
- Frühgeburt
- mehr Geburtsverletzungen
- mehr Kaiserschnitte
- mehr in utero Tod
- mehr perinataler Tod
- rezidiv Risiko 40-60%
- Diabetes mellitus bei Kind und Frau dann bei ca 50% der Fälle
Wann wird allgemein ein Screening auf SS-Diabetes gemacht? Welche Faktoren sind wichtig?
- Allg. Screening zwischen der 24. und 28. SSW
- früheres Screening bei Risikopatientinnen: ab der 12. SSW und zwischen 24. und 28. SSW.
Wie wird ein Schwangerschaftsdiabetes behandelt?
- Ernährung 1800 kcal/Tag
- Insulintherapie
- körperliche Aktivität
Geburt:
- Glykämie nach 3h idealerweise zwischen 3.8 und 6.1 mmol/L: kein Insulin nötig, Wohlbefinden von Mutter und Kind bei Geburt beachten
- unter Insulin: wenn keine Komplikationen Geburt einleiten ab 38. SSW oder Geburtsgewicht über 4500g
nach Geburt:
- Stillen empfohlen
- regelmässige Kontrolle des Blutzuckerspiegels
- Kleinkindernährung mit Dextrin und Maltose
- Schutz des Kindes vor Kälte
- Glykämie nach 1h, 3h, 12h (>1.7mmol/l)
- Hct, Hb, Calcium, Bilirubin, Magnesium testen
Nenne die wichtigsten Nerven im Kleinbecken. Warum ist eine Diagnose schwierig?
- N. iliohypogastricus (Th12-L1)
- N. ilioinguinalis (Th12-L1)
- N. Genitofemoralis (Th12-L3)
- N. femoralis (L2-L4)
- N. obturatorius (L2-4)
- N. pudendus (S2-4)
- (Plexus lumbosakralis)
Die Geschlechts- und Verdauungsorgane sind im Kleinbecken sehr nahe beieinander. Die Innervation ist komplex und daher ist die Lokalisierung und Zuordnung von Kleinbeckenschmerzen schwierig. Es kann auch Ausstrahlungen ins Bein/Rücken haben.
Was sind die Hauptursachen für Unterbauchschmerzen? Chirurgisch, medizinisch, gynäkologisch, extra-abdominal
Chirurgische Ursachen
- Appendizitis, Okklusionen und Hernien, Cholezystitis, Pankreatitis, Divertikulitis, Perforation (Periostitis), Ruptur, Abszess, Aneurysme, mesenterischer Infarkt
Medizinische Ursachen
- funktionelle Colopathie, Colitis und infektiöse Diarrhoe, nephretische Kolliken, Gastritis und Ulcerus, Hepatitis, Crohn, Neoplasisch, Ischämie, Metabolismus, Infarkt
Gynäkologische Ursachen
- Geplatzte Eierstockzyste, Myome, Torsion Eierstock/Eileiter, Entzündliche Erkrankungen, extra-uterine SS
extra-abdominale Ursachen
- Pneumopathie, Herz, Leber, Pneumothorax, Infarkt, Embolie
Beschreibe die akuten inflammatorischen Krankheiten des Kleinbeckens.
- Endometritis
- Adnexitis: Infektion von Ovar und Eileiter
- Genitales Pelviperitonitis: Eiter im Pelvis durch z.B. Abszess der Annexen => Chlamydia ist Ursache Nr. 1 für tubo-ovarieller Abszess: Risiko auf Perforation oder Adhärenz. Kann zu GEU oder Infertilität führen.
=> Defense (Muskeln; Transversus, Obliquii, Rektus abdominis) und Detente (Peritoneum) => Chirurgisches Abdomen = Notfall
Behandlung: Antibiotika und falls Verdacht auf Abszess eine untersuchende Laparoskopie machen (Exploratrice) – wichitg einen Abstrich auf Bakterien zu machen (Chlamydien, Gonokokken)
Was sind die klinischen Anzeichen für sexuell übertragbare Krankheiten (IST)? Was sind die Risikofaktoren und wo die Lokalisation?
Klinische Allgemeinheiten
- Pruritus: chronischer Juckreiz
- Leukorrhö
- Dyspareunie
- Brennen beim Wasserlassen
- Manchmal aber auch asymptomatisch (Chlamydien)
Risikofaktoren
- Früher Beginn sexueller Kontakt
- 2. Jahrzehnt des sexuellen Lebens
- Viele Partner
- Vorgeschichte von IST (wenn schon Chlamydien gehabt, auch nach anderen Keimen suchen)
- Tiefes Sozio-ökonomisches Niveau
Lokalisation
- Genitalorgane aber auch Mucosa (Vagina, Anus, Urethra, oraler Bereich)
- Das heisst, die Infektionen übertragen sich nicht nur durch Penetration.
- Einfaches Küssen oder Hautkontakt sowie Cunnilingus können für eine Übertragung ausreichen
- Übertragungswege:
- Körperflüssigkeiten (Sperma, Vaginalsekret, Blut)
- Schleimhaut- oder genitaler Hautkontakt
- Durch Injektion
- Durch Impfen (Einsetzen der Spirale, Abtreibung)
- Daran denken Kondom ist gegen gewisse Keime, eine nicht ausreichende Barriere (Condylome => kommt von HPV) => den Partner auch behandeln (sonst Ping-Pong)
Was sind die bekanntesten infektiösen Agenten?
Bakterien
- Gardnerella vaginalis (bakterielle Vaginose)
- Chlamydia
- Gonorrhö
- Syphilis
Viren
- Hepatitis B und C
- HPS
- Herpes (gibt Geschwüre an der Vulva)
- HIV
Pilze
- Hefe (Candida albicans)
Protozoen/Parasiten
- Trichomonas (Rote Vulva und es stinkt, (Himbeerrote Vulva mit roter Färbung, reichlich Leukorrhoe, grünlich-schaumig, übelriechend).
- Krätze
- Filzläuse
Beschreibe die Chlamydia trachomatis und die Gonorrhoe Bakterien.
Chlamydia trachomatis
- Ist die häufigste bakterielle Infektion
- Gibt uro-genitale oder ano-rektale Infektionen (90% c/o männlich)
- Steigende Anzahl (ca. 60% bei 15-24-Jährigen)
- Übertragung Mutter Kind vertikal möglich
- Gibt Beckenschmerzen (PID), Eileiter kann betroffen sein, Unfruchtbarkeit oder GEU
- Klinik: nicht immer gibt es Leukorrhöe (wenn ja, gelblicher Ausfluss mit unangenehmem Geruch)
- Oft aber asymptomatisch (also Achtung)
Gonorrhoe (Chaude-Pisse)
- = Nesseria gonorrhoeae
- Auf der Welt eines der am meisten Verbreiteten
- Durch oralen, vaginalen oder analen nicht Geschützen verkehr
- Urethritis und PID (Urethritis und PID (gelblich-eitriger Ausfluss), aber oft asymptomatisch!!!
- CAVE: Unfruchtbarkeit!
Beschreibe Hepatitis B und C, HPV und Candida albicans.
Hepatitis B
- Sehr ansteckend!
- Übertragen durch Körperflüssigkeiten (Blut (Spritzen))
- Mutter-Kind-Übertragung
- HEPATITIS
Hepatitis C
- durch Blut übertragen (Nadeln, Tätowierungen, Piercings, ...)
- Seltene sexuelle Übertragung! (Risiken bei HIV)
- zuerst Asymptomatisch dann: Appetitlosigkeit, Unterleibsschmerzen, Erbrechen...
HPV
- Viele Typen (hohes und niedriges Risiko)
- Sexuelle Übertragung
- Gebärmutterhalskrebs, aber auch Kehlkopfkrebs!
- Kondylom (Feigwarzen) (geringes Risiko 6 & 11)
- Impfung gegen HPV 6, 11, 16, 18
- Pap-Abstrich alle 3 Jahre (Empfehlungen 2019)
Candida albicans
- Saprophyten (heterotrophe Organismen) der Vagina
- Nicht notwendigerweise in Verbindung mit einem IST => Hygiene, Schwimmbad, Verhütung
- Gefördert durch Immunsuppression (Diabetes, Antibiotika-Therapie, Schwangerschaft)
- Klinik: Juckreiz, weißliche Leukorrhöe und käsiges Aussehen
Beschreibe die pelvischen Schmerzen durch die Torsion der Eierstöcke und Zysten.
Beschreibe die pelvischen Schmerzen bei einer Ruptur der Ovarialzyste.
Adnex-Torsion:
=> selten (2%), oft zusätzliche Masse auf Ovar koexistent (Teratom, Fibrom, funktionelle Zyste...meist begnin)
- intermittierende Beckenschmerzen mit Verdauungszeichen (Erbrechen, Übelkeit)
- Scharfe, unerträgliche hypogastrische Schmerzen mehr oder weniger lateralisiert
- Sz bis in die Lendengegend und den Oberschenkel
- Normale Temperatur oder Fieber
- Abdominales Abwehrverhalten
Ruptur einer Ovarial-Zyste:
=> sehr häufig, oft Gelbkörperzysten dann funktionelle Zysten oder Endometriome
=> tritt vor allem in der Lutealphase auf (nach dem Eisprung)
- Akute Schmerzen, plötzliches Auftreten +/- Übelkeit und Erbrechen
- Manchmal nach dem Koitus (Beischlaf) oder nach körperlicher Aktivität
- Klinisch: Kontraktur
- US: adnexale Masse, Doppler kontrovers, Veränderungen in Vaskularisation intra-zystisch sichtbar
- Behandlung: symptomatisch, bei Verklumpfung chirurgisch
Beschreibe die Schmerzen bei einer extra-uterinen SS (GEU). Wie kann man eine GEU diagnostizieren (diagnostische Triade)?
=> Notfall, da Gefahr für massive Hämorraghie besteht bei Ruptur der Tuba
=> 97% der Fälle ist die GEU in der Tuba
Diagnostische Triade
- "Pseudo Sac", leerer Uterus
- UND betaHCG (Schwangerschaftshormon) >1500Ul/L
- UND komplexe annexielle Masse (Extra-ovarial)
Symptome
- Akuter oder subakuter unilateraler Schmerz
- Metrorrhagie (bräunlicher Ausfluss)
- US: adnexales Bild mit manchmal Embryo
- TT: Laparoskopie vs. Methotrexat je nach Klinik (je nach Grösse)
=> oft GEU und GIU koexistenz, meist bei einer PMA (Hormonbehandlung)
Was sind die Red Flags bei akuten pelvischen Schmerzen?
- unregelmässige Blutungen und Alter >40j
- neue Darmmasse und Alter >50j
- fauliger vaginaler Scheidenausfluss
- postkoitale Blutung (nach dem Sex)
- Rektale Blutung
- Pelvische Masse
- Veränderung in Schmerzintensität und Charakter