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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 02.05.2022 / 09.06.2022
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was ist der Unterschied zwischen
öffentlichem und zivilem Recht?

Das öffentliche Recht regelt das Verhältnis
zwischen Staat und Bürger, der Staat handelt
dabei hoheitlich, das öffentliche Recht ist immer
zwingend.
Das Zivilrecht regelt das Verhältnis zwischen
zwei Bürgern, der Staat ist nur Schiedsrichter im
Streitfall, das Zivilrecht ist in der Regel
dispositiv, es kann daher im Vertrag eine andere
Regelung vorgesehen werden als im Gesetz.

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Zu welcher Gruppe gehören:
Prozessrecht, Miete, Strafrecht,
Raumplanung Werkvertrag?

öffentliches Recht: Prozessrecht, Strafrecht,
Raumplanung
Zivilrecht: Miete, Werkvertrag

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Erklären Sie den Unterschied zwischen
dem zwingenden und dem dispositiven
Zivilrecht und nennen Sie je ein Beispiel

Zwingendes Recht: In Verträgen darf nichts
anderes vereinbart werden als im Gesetz
vorgesehen ist. Bsp.: Die Mietzinserhöhung
durch den Vermieter muss schriftlich und
begründet erfolgen.

Dispositives Recht: In Verträgen darf eine
andere Regelung vorgesehen werden als im
Gesetz, das Gesetz gilt nur, wenn im Vertrag
nicht etwas anderes vereinbart wurde. Bsp.: Die
Garantiefrist beim Kaufvertrag.

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Erklären Sie den Unterschied zwischen
einem nichtigen und einem anfechtbaren
Vertrag und nennen Sie je 1 Beispiel.

Nichtig: Der Vertrag ist ungültig. Bsp.: Ein
mündlicher Lehrvertrag

Anfechtbar: Der Vertrag ist gültig bis er vor
Gericht angefochten und vom Richter
aufgehoben wird. Bsp.: in Vertrag, der unter
Einfluss einer Drohung abgeschlossen wurde

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Welche Willensmängel beim
Vertragsabschluss kennt das OR?
Was ist die Konsequenz?

Wesentlicher Irrtum, Drohung, Täuschung,
Übervorteilung
Konsequenz: Der Vertrag ist anfechtbar.

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Was ist der Unterschied zwischen einem
Pfändungsverlustschein, einem
Konkursverlustschein und einem
Konkursverlustausweis ?

Pfändungsverlustschein: Bestätigung des
Betreibungsamtes, dass in einer Betreibung auf
Pfändung die Forderung definitiv nicht gedeckt
werden kann. Mit ihm kann man innert 20
Jahren den Schuldner wieder neu betreiben und
hat Erfolg, wenn er wieder zu Geld gekommen
ist.

Konkursverlustschein: Bestätigung des
Betreibungsamtes, dass in einer Betreibung auf
Konkurs gegen eine Personengesellschaft die
Forderung definitiv nicht gedeckt werden kann.
Mit dem Konkursverlustschein können die
Inhaber der Personengesellschaft noch
betrieben werden.

Konkursverlustausweis: Bestätigung des
Betreibungsamtes, dass in einer Betreibung
gegen eine juristische Person die Federung
definitiv nicht gedckt werden kann. Mit ihm kann
niemand mehr betrieben werden.

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Nennen Sie die 3 Betreibungsarten und
erklären Sie die wesentlichen
Unterschiede in Bezug auf Personenkreis
und Verfahren.

Pfändung: Personen: alle Personen, die nicht
im Handelsregister eingetragen sind. Verfahren:
Einzelexekution: d.h. es wird nur so viel
gepfändet, wie zur Deckung der in Betreibung
gesetzten Forderung notwendig ist.

Konkurs: Personen: alle Personen, die im
Handelsregister eingetragen sind. Verfahren:
Generalexekution: d.h. das gesamte ermögen
der Person (Betrieb) wird verwertet. Der Betrieb
wird aufgelöst.

Pfandverwertung: ,,Personen": wo bereits ein
Pfand (Faustpfand, Grundpfand) erpfändet ist.
Verfahren: Das einzelne Pfand wird verwertet,
die Phase der Pfändung fällt weg.

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Erklären Sie den Unterschied zwischen der
Kollektivgesellschaft und der Aktiengesellschaft
in Bezug auf
Rechtspersönlichkeit, Steuern, Gründungsform,
Entstehung

Rechtspersönlichkeit: Kollektivgesellschaft:
keine jur. Person AG: ist eine juristische Person

Steuern: KG: kein Steuersubjekt, d.h, die
Anteile und der Gewinn werden von den
einzelnen Gesellschaftern privat versteuert. AG:
ist Steuersubjekt und wird für Kapital und
Gewinn als Gesellschaft besteuert,
Kapitalanteile und ausgeschütteter Gewinn
müssen von den Aktionären nochmals
versteuert werden.

Gründungsform: KG: einfacher schriftlicher
Vertrag, den alle Gesellschafter Unterschreiben
müssen. AG: Die Statuten der
Gründungsversammlung müssen öffentlich
beurkundet werden und anschliessend muss die
Gesellschaft ins Handelsregister eingetragen
werden.

Entstehung: KG: durch einstimmig
genehmigten Vertrag, AG: durch Statuten,
genehmigt mit 2/3 Mehrheit