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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 28.04.2022 / 02.05.2022
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Nennung der häufigsten Ursachen beim sekundären Minderwuchs

Ursachen für einen sekundären Minderwuchs können sein:

  • Fehl- / Mangelernährung: Vitaminmangel, Hunger
  • Darmerkrankungen, z.B. Morbus Crohn, Zöliakie
  • Nierenerkrankungen, z.B. chronische Nierenbeckenentzündung
  • Herzfehler
  • körperliche und emotionale Vernachlässigung
  • hormonelle Störungen, z.B Schilddrüsenunterfunktion, Wachstumshormonmangel
  • konstitutionelle Entwicklungsverzögerung, z.B. familiär gehäuft sehr spät auftre- tende Pubertät
  • Störungen des Eiweiss-, Kohlenhydrat- oder Fettstoffwechsels, z.B. Enzymmangel
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Nennung der möglichen Gründe für grosses Wachstum

  • Zu grosse Kinder sind häufig einfach überernährt, dementsprechend auch übergewichtig und in ihrer körperlichen Entwicklung anderen Kindern voraus.
  • Andere Ursachen können zu frühe Pubertät, Schilddrüsenüberfunktion, gross gewachsene Eltern, Chromosomenanoma- lien (z.B. Klinefelter-Syndrom), wachstumshormonbildende Tumoren und andere Gründe sein. Insgesamt ist Grosswuchs jedoch seltener als Minderwuchs.
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Fieber

Erörterung des physiologischen Sinns von Fieber

Nennung des Grenzwertes, wann Fieber aus schulmedizinischer Sicht gesenkt werden soll.

Aufzählung der Gründe, wann Kinder mit Fieber medizinisch abgeklärt werden sollten.

Erörterung des physiologischen Sinns von Fieber

  • Fieber ist ein häufiges Phänomen bei Kindern und eine gesunde Reaktion des Körpers in der Auseinandersetzung mit Viren, Bakterien, Allergien oder Fremdkörpern.
  • Es ist ein Zeichen, dass sich der Körper gegen etwas Fremdes wehrt und dabei Ruhe braucht (Bettlägrigkeit) und kann für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes wichtig sein.

Nennung des Grenzwertes, wann Fieber aus schulmedizinischer Sicht gesenkt werden soll.

  • Bis 38°C ist Fieber nicht besorgniserregend, die Temperatur sollte nachkontrolliert werden. Generell gilt: Fieber ab 39°C sollte gesenkt (z.B. durch fiebersenkende Wadenwickel, "Es- sigsöckli" oder Paracetamol-Zäpfchen (Dafalgan®, Panadol®, Ben-u-ron®) und engmaschig nachkontrolliert werden.

Aufzählung der Gründe, wann Kinder mit Fieber medizinisch abgeklärt werden sollten.

  • bei Fieber über 40°C
  • Wenn das Fieber länger als 3 Tage dauert.
  • Wenn das Kind jünger als 3 Monate alt ist und über 38°C Fieber hat. Bei zusätzlichen Zeichen:
    • Schüttelfrost
    • zunehmende Hals- oder Ohrenschmerzen
    • Brechdurchfall
    • Hautausschlag
    • starke anhaltende Kopfschmerzen mit Lichtscheu, Brechreiz, Nackensteife bei speziellen Veranlagungen (z.B. Asthma, Fieberkrampfneigung)
  • bei Unsicherheit der Eltern bezüglich Schwere der Erkrankung

 

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Fieberkrämpfe

Definition des Krankheitsbildes

Ungefähre Häufigkeit

Symptome eines Fieberkrampfes

Differenzialdiagnose des Fieberkrampfs

Therapie eines Fieberkrampfes

Definition des Krankheitsbildes

  • Meist harmlose Sonderform von Krampfanfällen, die bei sonst gesunden Kindern im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren bei Fieber auftreten können, ohne dass eine Entzündung des Zentralnervensystems (Meningitis, Enzephalitis) vorliegt.

Ungefähre Häufigkeit

  • ca. 4% aller Kleinkinder weisen die Neigung zu Fieberkrampfen

Symptome und Formen eines Fieberkrampfes

  • ist abhängig von der Dauer und der Häufigkeit des Anfalles

Differenzialdiagnose des Fieberkrampfs

  • echte Epilepsie-Erkrankung
  • Meningitis, Enzephalitis
  • Hypoglykämie
  • Elektrolytstörungen

Therapie eines Fieberkrampfes

  • einfache Fieberkrämpfe können mit Fiebersenkung (Wickel, Paracetamol-Zäpfchen) therapiert werden.
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Husten

Nennung der Ursachen beim chronischen sowie akuten Husten

Therapie des Hustens, insbesondere wenn zusätzlich Atemnot auftritt

Nennung der Ursachen beim chronischen sowie akuten Husten

Chronischer Husten

  • Keuchhusten
  • chronische Bronchitis (länger als 2 – 3 Monate), Reizhusten nach Bronchitis
  • Asthma bronchiale
  • Inhalationsnoxen (Tabakrauch!), Fremdkörper
  • Mukoviszidose
  • Tuberkulose
  • chronische Bronchitis (länger als 2 – 3 Monate)
  • anatomische Fehlbildungen der Atemwege oder Kompression derselben
  • durch Gefässe, Lymphknoten, Tumoren oder eine vergrösserte Schilddrüse o Herzfehler
  • psychogener Husten

Akuter Husten

  • am häufigsten viraler, seltener bakterieller Infekt der mittleren und unteren Atemwege
  • Bronchiolitis, Pneumonie, Brustfellentzündung (Pleuritis) o allergische Bronchitis, Asthmaanfall
  • Fremdkörperaspiration, Reizgase

Therapie des Hustens, insbesondere wenn zusätzlich Atemnot auftritt

  • Kopfteil des Bettes höher stellen, Kleinkind aufrecht auf Schoss nehmen
  • Hustensirup ist bei unproduktivem, nächtlichem Reizhusten empfehlenswert.
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Erbrechen

Nennung der ungefähren Häufigkeit bei Erbrechen bei Kleinkindern und seinen Krankheitswert

Aufzählung der Gründe, wann Erbrechen weiter abgeklärt werden sollte

Aufzählung der Gründe für wiederkehrendes, persistierendes Erbrechen bei Neugeborenen und Säuglingen

Aufzählung der Ursachen für wiederkehrendes Erbrechen bei älteren Kindern

Nennung der ungefähren Häufigkeit bei Erbrechen bei Kleinkindern und seinen Krankheitswert

  • Je jünger ein Kind ist, umso leichter und häufiger erbricht es. Etwa die Hälfte aller Säuglinge spuckt oder erbricht gelegentlich, aber nur bei 5 % lässt sich eine zugrunde liegende Erkrankung nachweisen.

Aufzählung der Gründe, wann Erbrechen weiter abgeklärt werden sollte

  • Treten bei einem Neugeborenen Brechepisoden mehr als zweimal täglich oder schwallartig auf, sollte es abgeklärt werden, da es sich um Missbildungen des Magen-Darmtrakts handeln könnte (z.B. Pylorusstenose).

Aufzählung der Gründe für wiederkehrendes, persistierendes Erbrechen bei Neugeborenen und Säuglingen

  • Missbildungen im Magen-Darm-Trakt, Hiatushernie
  • nekrotisierende Enterokolitis (Darmnekrose unklarer Ursache)
  • Infektionen des Magen-Darm-Trakts, des Nabels, der Harnwege; auch Sepsis
  • Ernährungs- und Fütterungsfehler
  • Erbrechen bei erhöhtem Hirndruck oder Hirnhautentzündung (Meningitis)
  • Allergien (Kuhmilchallergie, Zöliakie)
  • Enzymdefekte (Disaccharidasemangel)
  • Stoffwechselstörungen (Galaktosämie, Phenylketonurie, Fructoseintoleranz)
  • reflektorisches Erbrechen bei Appendizitis, Hodentorsion, Nierensteinkolik
  • Rumination ("Wiederkäuen"): bei emotional vernachlässigten Kindern auftretendes Hochwürgen, erneutes Kauen und Verschlucken der Nahrung

Aufzählung der Ursachen für wiederkehrendes Erbrechen bei älteren Kindern

  • oft viraler Infekt des Magendarmtrakts ("Grippe", Gastroenteritis)
  • nahrungsbedingt
  • Streptokokken-Angina
  • Blinddarmentzündung (Appendizitis)
  • Harnwegsinfekt
  • Hirnerschütterung (Commotio)
  • Meningitis
  • Hirntumor
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Durchfall

Nennung der möglichen Ursachen bei Durchfall im Kindesalter

Therapie bei Durchfall

Erörterungen von Gründen, wenn weitere medizinische Abklärungen und Interventionen bei Durchfall angezeigt sind.

Nennung der möglichen Ursachen bei Durchfall im Kindesalter

  • virale Infektionen ("Darmgrippe", 2/3 der Fälle), z.B. durch Rotaviren, Adenoviren, Coxsackieviren u.a.
  • bakterielle Infektionen (1/5 der Fälle), z.B. bestimmte E.coli-Bakterien, Staphylo- kokken, Salmonellen u.a. (Schmierinfektion, verunreinigte Nahrung)
  • Pilzinfektionen (Candida albicans)
  • Parasiten (Giardia lamblia, Amöben)
  • Nahrungsumstellung (Abstillen)
  • Kuhmilchallergie oder -unverträglichkeit
  • Enzym- und Resorptionsdefekte, z.B. Mukoviszidose, Zöliakie, Disaccharidase- mangel
  • gestörte Darmflora nach antibiotischer Therapie
  • Infektionen ausserhalb des Magendarmtraktes: Infektionen des Nabels, Mittel-
  • ohrs, Mastoides, der Atem- und Harnwege oder des ZNS

Mögliche Komplikationen bei Durchfall

  • Es ist wichtig, verlorene Flüssigkeit und Elektrolyte zu ersetzen

Erörterungen von Gründen, wenn weitere medizinische Abklärungen und Interventionen bei Durchfall angezeigt sind.

  • bei schwerer Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes (Schwäche, Schlaff- heit, Erschöpfung, Schläfrigkeit)
  • bei Auftreten von zusätzlichen Symptomen wie hohem Fieber, Schmerzen (auch in anderen Körperregionen), Bewusstseinsstörungen, Krämpfen
  • bei blutigem, schleimigem oder mit Gewebsfetzen vermischtem Stuhl (bakte- rielle / parasitäre Durchfallerkrankung)
  • bei mangelnder Urinausscheidung oder Auftreten von stehenden Hautfalten z.B. an Bauch, Handrücken (Zeichen für Dehydratation = Flüssigkeitsmangel)
  • falls die Diarrhoe über eine Woche anhält
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Neugeborenenikterus

Definition des Krankheitsbildes

Erörterung der Ursachen bei Neugeborenenikterus

 

Definition des Krankheitsbildes

  • Der physiologische Neugeborenenikterus, der bei der Hälfte aller Neugeborenen vor- kommt, tritt meist am 3. Lebenstag auf und dauert maximal 10 Tage.

Erörterung der Ursachen bei Neugeborenenikterus

  • Grund für die Hyperbilirubinämie sind einerseits ein relativ hoher Erythrozytenzerfall bei Neugeborenen (Hämoglobin ist anders bei Erwachsenen als bei Kindern), andrerseits eine Unreife der Leber, deren Fähigkeit, indirek- tes (fettlösliches) in direktes (wasserlösliches) Bilirubin umzuwandeln (Glucuronidierung), unmittelbar nach der Geburt noch vermindert ist.