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Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 28.04.2022 / 02.05.2022
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Dreimonatskoliken

Definition des Krankheitsbildes 

Häufigkeit der Dreimonatskoliken 

Kenntnis der Ursachen der Dreimonatskoliken 

Symptome der Dreimonatskoliken 

Komplikationen bei der Dreimonatskoliken

Therapie

Definition des Krankheitsbildes 

  • Schreiattacken von Säuglingen in den ersten Lebensmonaten, die gehäuft nach den Mahl- zeiten und am späten Nachmittag auftreten und auf Bauchschmerzen zurückgeführt wer- den. Der Begriff ist aus der Tatsache entstanden, dass solche Symptome besonders in den ersten drei Lebensmonaten auftauchen.

Häufigkeit der Dreimonatskoliken 

  • Ca. jeder 10. Säugling ist betroffen.

Kenntnis der Ursachen der Dreimonatskoliken 

  • Ernährung (Unverträglichkeit von Kuhmilch-Eiweiss, welches in Spuren auch in der Muttermilch vorkommt, falls diese Milchprodukte zu sich nimmt; zu hoher Ge- halt der Nahrung an Milchzucker, welches zu Blähungen führt; zu starkes Luft- schlucken infolge eines zu grossen Lochs im Sauger der Flasche)
  • auch organische Erkrankungen (Wurm- oder Parasitenbefall, Darmeinstülpung = Invagination)
  • Auch Störungen der Mutter-Kind-Beziehung bzw. familiäre Spannungen kommen in Frage.
  • Oft kann die genaue Ursache nicht gefunden werden.

Symptome der Dreimonatskoliken

  • Ca. eine halbe Stunde nach der Mahlzeit sowie am späten Nachmittag beginnen die Säuglinge zu schreien und lassen sich manchmal über mehrere Stunden kaum beruhigen

Komplikationen bei der Dreimonatskoliken

  • Mit Ausnahme der Invagination, die lebensbedrohlich werden kann, keine ernsthaften Kom- plikationen.

Therapie

  • Je nach Ursache Fencheltee und Umstellung der Nahrung
  • Bauchmassage
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Windeldermatitis

Definition des Krankheitsbildes

Ursachen der Windeldermatitis

Therapie der Windeldermatitis

Definition des Krankheitsbildes

  • Im Windelbereich auftretende, entzündliche, multifaktoriell bedingte Hauterkrankung, bei der Rötung, Schwellung, Bläschen, Nässen, Knötchen, Pusteln, Krusten und Schuppen auftreten können.

Ursachen der Windeldermatitis

  • Bei unzureichendem Windelwechsel erfolgt ein Feuchtigkeits- und Wärmestau im Windel- bereich, der zu einer Vermehrung der Hautflora in diesem Bereich führt (oft Staphylococcus aureus) und in Kombination mit Hautreizungen durch Stuhl (Enzyme) und Urin (Zerfalls- produkt: Ammoniak!) die typischen Symptome bewirkt. Hinzu kommen scheuernde Windeln, Allergien gegen Inhaltsstoffe der Windeln, Durchfallerkrankungen und allgemeine Ab- wehrschwäche als Ursachen.

Therapie der Windeldermatitis

  • Trockenlegung (genügend Luftzutritt), häufiger Windelwechsel, nur kurze Bäder
  • Schutzcremes
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Stillen

Definition der folgenden Begriffe: Kolostrum, Übergangsmilch, reife Frauenmilch und Nennung der Bedeutung

Aufzählung der Vorteile des Stillens, d.h. Nennung der schützenden Faktoren in der Muttermilch

Erörterung der Herstellung und Zusammensetzung der Flaschennahrung, d.h. Definition der Begriffe: adaptierte, teiladaptierte Kuhmilch sowie hypoallergene Nahrung

Definition der folgenden Begriffe: Kolostrum, Übergangsmilch, reife Frauenmilch und Nennung der Bedeutung

  • Nach Geburt des Kindes beginnt die Mutter das so genannte Kolostrum zu produzieren, eine gelblich-trübe Milch, die mehr Eiweiss und Mineralstoffe, jedoch weniger Fett enthält als die reife Frauenmilch, welche nach einem Übergang (sog. "Übergangsmilch") in der 3. Woche nach der Geburt gebildet wird.

Aufzählung der Vorteile des Stillens, d.h. Nennung der schützenden Faktoren in der Muttermilch

  • Unter Muttermilchernährung sind Infektionen in der Neugeborenenperiode seltener.
  • Ausserdem fördert der hohe Milch- zuckergehalt (Lactose) die Darmflora des Kindes, welche krankmachende Keime an der Ausbreitung hindert

Erörterung der Herstellung und Zusammensetzung der Flaschennahrung, d.h. Definition der Begriffe: adaptierte, teiladaptierte Kuhmilch sowie hypoallergene Nahrung

  • Sie wird aus Kuhmilch hergestellt, die im Vergleich zu reifer Frauenmilch gleich viel Fett und Energie, weniger Milchzucker, weniger fettlösliche Vitamine, Eisen und Kupfer, aber mehr Eiweiss, Mineralstoffe und wasserlösliche Vitamine enthält.
  • Adaptiert wird Flaschenmilch dann genannt, wenn sie an Kohlenhydraten nur Lactose enthält; teiladaptierte Milch enthält verschiedene Kohlenhydrate.
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Zahnungsprobleme

Kenntnis der Ursachen

Kenntnis der Symptome bei Zahnungsproblemen

Therapie

Kenntnis der Ursachen

  • Aus medizinischer Sicht ist die Ursache der Begleiterscheinungen des Zahnens (Fieber, Durchfall) wie auch die Funktion bzw. Ursache von Durchbruchszysten und Durchbruchs- geschwüren unklar.

Kenntnis der Symptome bei Zahnungsproblemen

  • Schlafstörungen, Unruhe, häufigeres Schreien und vermehrte Speichelbildung
  • Zusätzlich sind Fieber, Durchfall und Hautausschläge

Therapie

  • gekühlte Beissringe
  • beruhigende und desinfizierende Mundpflege mit z.B. Kamillentinktur; bei sonstigen körperlichen Symptomen auf genügende Flüssigkeitszufuhr achten
  • allenfalls Wadenwickel (bei Fieber) und schmerzstillende Zäpfchen (Paracetamol)
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Banaler Atemwegsinfekt

Kenntnis der ungefähren Häufigkeit von banalen Atemwegsinfekten bezogen auf das Kindesalter

 

Kenntnis der ungefähren Häufigkeit von banalen Atemwegsinfekten bezogen auf das Kindesalter

  • Aufgrund der bestehenden funktionellen, anatomischen und immunologischen Besonderhei- ten erkranken Kleinkinder alle 6 8 Wochen, ein 9-jähriges Kind etwa alle 3 Monate und ein 12-jähriges Kind etwa 1- bis 2mal pro Jahr an einem Infekt der Atemwege.
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Pseudokrupp, akute subglottische Laryngitis

  • Definition des Krankheitsbildes
  • Aussage, in welchem Alter Pseudokrupp auftreten kann
  • Nennung der Ursache und Pathogenese des Pseudokrupp
  • Kenntnis der Symptome beim Pseudokrupp mit Nennung der möglichen Komplikationen
  • Kenntnis zur Abklärung sowie Therapie beim Pseudokrupp
  • Prognose bezüglich dem Verlauf mit zunehmendem Alter

Definition des Krankheitsbildes

  • Durch Viren oder Bakterien verursachte akute Erkältungskrankheit, bei der durch Schleim- hautschwellung und Muskelspasmus eine Enge in Rachen, Kehlkopf und oberen Luftröhren- abschnitt entsteht, die zu bellendem Husten, Atemnot, Heiserkeit und pfeifender Einat- mung (inspiratorischer Stridor) führt.

Aussage, in welchem Alter Pseudokrupp auftreten kann

  • Betrifft insgesamt etwa 9 % der Kinder zwischen 9 Monaten bis 6 Jahren und tritt v.a. im Winter auf

Nennung der Ursache und Pathogenese des Pseudokrupp

  • am häufigsten Parainfluenza-Viren, seltener Influenza-, Rhino- oder Masernviren, Diphtheriebakterien, Staphylokokken u.a.; Übertragung via Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen)
  • Vorbestehende Allergien oder Tabakinhalation (Eltern!) erhöhen das Risiko.

Kenntnis der Symptome beim Pseudokrupp

  • Beginn mit Husten, Schnupfen, Fieber
  • Abends oder nachts kommt es plötzlich zu trockenem oder bellendem Husten, Heiserkeit und Atemnot mit pfeifender Einatmung (inspiratorischer Stridor), die lebensgefährlich werden kann.
  • Zeichen für schwere Atemnot sind Einziehungen beim Atmen, nasenflügeln, Bläs- se, Zyanose (bläuliche Lippen), rasche Atmung. Oft klingen die Beschwerden von selbst oder nach Lüften, Dampfinhalation ab. Diese Symptome können in den fol- genden Nächten erneut auftreten, wenn auch meist milder.

Nennung der möglichen Komplikationen

  • Tod durch Erschöpfung, Ersticken

Kenntnis zur Abklärung sowie Therapie beim Pseudokrupp

  • kühle, feuchte Luft (Fenster auf)
  • Beruhigung des Kindes
  • Fiebersenkung
  • Flüssigkeitsgabe
  • in schwerwiegenderen Fällen Sauerstoffgabe, Kortison-Zäpfchen, medikamentöse Beruhigung (Sedierung)
  • im Extremfall Beatmung, Adrenalininhalation, Luftröhrenschnitt durch den Notarzt

Prognose bezüglich dem Verlauf mit zunehmendem Alter

  • Meist gutartige Erkrankung, die von selbst ausheilt. In seltenen Fällen kann sie durch ver- spätete Therapie zum Tod führen.
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Epiglottitis

  • Definition des Krankheitsbildes
  • Häufigkeit einer akuten Epiglottitis
  • Nennung des verursachen Erregers
  • Nennung der Pathogenese
  • Symptome sowie mögliche Komplikationen
  • Differenzialdiagnose insbesondere Unterscheidung von Pseudokrupp
  • Abklärung bei Verdacht auf eine Epiglottitis, insbesondere dass dabei kein Spatel verwendet werden darf
  • Kenntnis der Therapie einer Epiglottitis
  • Vornehmen einer Prognose bei Epiglottitis

Definition des Krankheitsbildes

Lebensbedrohliche bakterielle Infektion des Kehldeckels (Epiglottitis); Sonderform des Kruppsyndroms

Häufigkeit einer akuten Epiglottitis

Viel seltener als virales Kruppsyndrom, betrifft meist Kinder zwischen 2 – 6 Jahren; Knaben, besonders übergewichtige, sind häufiger betroffen.

Nennung des verursachen Erregers

meist Haemophilus influenzae Typ b, seltener andere Haemophilus-Arten

Symptome sowie mögliche Komplikationen

  • Innert weniger Stunden wirken die Kinder schwer krank: Nahrungsverweigerung, hohes Fieber, Abgeschlagenheit, Lymphknotenschwellung am Hals, dann rasch starke Schluckschmerzen, klossige Sprache und vermehrter Speichelfluss.
  • Der rasch anschwellende Kehldeckel führt zu ausgeprägter Atemnot, pfeifen- der Einatmung

Differenzialdiagnose insbesondere Unterscheidung von Pseudokrupp

  • klassisches (virales oder bakterielles) Kruppsyndrom inkl. Diphtherie
  • Asthma-Anfall, Fremdkörper in Kehlkopf oder Luftröhre, Insektenstich
  • allergisch bedingte Kehldeckelschwellung

Abklärung bei Verdacht auf eine Epiglottitis, insbesondere dass dabei kein Spatel verwendet werden darf

Kenntnis der Therapie einer Epiglottitis

  • versuchen Kind zu beruhigen
  • sofortiges Aufsuchen eines Spitals oder Alarmierung des Notarztes / Rettungswagens
  • frühzeitige Sicherung der Atemwege (Intubation), antibiotische Infusion, ev. Kor- tisonpräparate
  • Ist nicht sofort ein Arzt verfügbar, Mund-zu-Mund-Beatmung oder Luftröhren- schnitt, falls das Kind am Ersticken ist.

Vornehmen einer Prognose bei Epiglottitis

  • Bei rechtzeitiger Therapie Abheilung ohne Folgeschäden; bei ungenügender oder verspäte- ter Therapie ist auch heute noch der Tod häufig

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Pertussis

Kenntnisse des Erregers und Übertragungsmodus

Kenntnisse der klinischen Stadien und Symptome, insbesondere des Stakkato-Husten

Kenntnisse der möglichen Komplikationen sowie Prognose bei Säuglingen

Kenntnisse des Erregers und Übertragungsmodus

  • Durch Tröpfcheninfektion übertragenes Bakterium Bordatella pertussis, welches das Pertussis-Toxin absondert.

Kenntnisse der klinischen Stadien und Symptome, insbesondere des Stakkato-Husten

  • anfänglich Schnupfen, Niesen, ev. Heiserkeit und leichtes Fieber mit uncharakter- istischem Husten
  • später typische, stakkatoartige (mehrere hintereinander) Hustenanfälle, Herauswürgen von zähflüssigem, glasigem Schleim unter gequältem Gesichtsausdruck
  • mehrwöchiger Krankheitsverlauf

Kenntnisse der möglichen Komplikationen sowie Prognose bei Säuglingen

  • Pneumonie
  •  bei Säuglingen plötzlicher Atemstillstand
  • Gehirnentzündung mit Krampfanfällen