Kinderheilkunde
MGL 450 beinahe alle LZ
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Cartes-fiches
Psycho-Organisches Syndrom / ADHS
- Definition des Krankheitsbildes
- Kenntnis der Ursache
- Nennung der möglichen Symptome
Definition des Krankheitsbildes
Kombination verschiedener Verhaltensauffälligkeiten mit Störungen von Aufmerksam- keit und Konzentration, Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und Gedächtnis- funktion, die von zusätzlichen Symptomen wie motorischer Hyperaktivität, Impulsivität, dis- sozialem Verhalten, Frustrationsintoleranz und mangelhafter emotionaler Steuerung beglei- tet sein kann und deren Ursache bis heute nicht vollständig geklärt ist.
Kenntnis der Ursache
- biochemische Funktionsstörungen in der Signalübermittlung zwischen einzelnen Hirnabschnitten
- Früher diskutierte Schädigungen wie z.B. Sauerstoffmangel während der Geburt
- Es scheinen vorwiegend diejenigen Hirnareale betroffen zu sein, die für Aufmerk- samkeit, Konzentration, Gedächtnisbildung und Wahrnehmung verantwortlich sind
- Psychologen postulieren z.T. eine gestörte Hirnfunktionsentwicklung in den ersten Lebensmonaten aufgrund eines Fehlverhaltens der Eltern.
Nennung der möglichen Symptome
- Ablenkbarkeit
- Rasche Ermüdbarkeit und verminderte Belastungsfähigkeit
- Bewegungsunruhe
- Schwankungen in der Leistungsfähigkeit
- Ungenügend kontrolliertes Sozialverhalten
- Soziale Isolation
- normale Intelligenz!
Legasthenie
- Definition des Krankheitsbildes
- Kenntnis der Symptome der Legasthenie, insbesondere dass es sich um ein normal intelligentes Kind handelt
- Kenntnis der Therapie
- Prognose bei Legasthenie
Definition des Krankheitsbildes
- Entwicklungsstörung der Lese- und Schreibfähigkeit
Kenntnis der Symptome der Legasthenie, insbesondere dass es sich um ein normal intelligentes Kind handelt
- Startschwierigkeiten beim Vorlesen, langes Zögern, Verlieren der Zeile im Text, langsames Lesen, ungenaue Betonung des Gelesenen, Vertauschen von Buchstaben in den Wörtern oder von Wörtern im Satz.
- Auch Zusammenhänge werden schlechter erkannt, das Kind kann sich das Gelesene schlechter merken.
- Bei der Rechtschreibung fallen viele unterschiedliche Schreibfehler auf; typisch ist, dass auch nach angestrengtem Üben ein Wort immer wieder auf verschiedene Weise falsch geschrieben wird.
Kenntnis der Therapie
- Sollte so früh wie möglich beginnen: Umfassende Beratung und Information, Hilfsmass- nahmen für Eltern und Lehrer im Verhalten dem Kind gegenüber, spezielle Förderung (z.B. Computer, Rhythmik, Handzeichensprache, spez. Legasthenietherapie etc.), Berücksichti- gung bei Benotung, Erlernen von Techniken zur Fehlerkontrolle und Selbstbestärkung.
Prognose bei Legasthenie
Die Zusammenarbeit von Kind, Eltern, Lehrern, Psychologen, Logopäden und Arzt ermög- licht in einem Viertel der Fälle eine gleiche schulische Leistungsfähigkeit wie bei den Klas- senkameraden
Plötzlicher unerwarteter Kindstod
Definition des plötzlichen Kindstods
Häufigkeit und Epidemiologie beim plötzlichen Kindstod
Ursachen des plötzlichen Kindstods
Definition des plötzlichen Kindstods
- plötzlicher und unvorhersehbarer Tod eines gesunden Kindes unter 1 Jahr durch Herz- und Atemstillstand unklarer Ursache während des Schlafs
Häufigkeit und Epidemiologie beim plötzlichen Kindstod
Häufigste Todesursache im Säuglingsalter jenseits der Neugeborenenperiode in Industrie- ländern. Tritt vorwiegend in den Wintermonaten und häufiger bei Knaben auf. Durch ver- besserte Elternaufklärung konnte die Häufigkeit der Todesfälle seit 1990 um zwei Drittel ge- senkt werden (aktuell: 1/2’000 Lebendgeborene).
Ursachen des plötzlichen Kindstods
- Man nimmt eine Störung oder Verzögerung der Entwicklung bestimmter Hirnzellen in dem Hirnareal an
- Als Risikofaktoren gelten: Schlafen in Bauchlage (Risiko 10fach erhöht), Rau- chen der Mutter während der Schwangerschaft / Stillzeit (Risiko 8fach erhöht), junge Mütter mit geringer Schulbildung