Kinderheilkunde

MGL 450 beinahe alle LZ

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C. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über häufige Krankheiten und Symptome bei Kindern. Sie behandeln Themen wie plötzlicher Kindstod, Legasthenie, ADHS, Bettnässen, Meningitis, Zerebralparese, vesikoureteraler Reflux und banale Atemwegsinfekte. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Eltern, Erzieher und medizinisches Personal, die sich mit den Ursachen, Symptomen, Therapien und Prognosen dieser Erkrankungen vertraut machen möchten.
Karten
33
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Naturkunde
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
28.04.2022 / 12.10.2022

Lernkarten

Dreimonatskoliken

Definition des Krankheitsbildes 

Häufigkeit der Dreimonatskoliken 

Kenntnis der Ursachen der Dreimonatskoliken 

Symptome der Dreimonatskoliken 

Komplikationen bei der Dreimonatskoliken

Therapie

Definition des Krankheitsbildes 

  • Schreiattacken von Säuglingen in den ersten Lebensmonaten, die gehäuft nach den Mahl- zeiten und am späten Nachmittag auftreten und auf Bauchschmerzen zurückgeführt wer- den. Der Begriff ist aus der Tatsache entstanden, dass solche Symptome besonders in den ersten drei Lebensmonaten auftauchen.

Häufigkeit der Dreimonatskoliken 

  • Ca. jeder 10. Säugling ist betroffen.

Kenntnis der Ursachen der Dreimonatskoliken 

  • Ernährung (Unverträglichkeit von Kuhmilch-Eiweiss, welches in Spuren auch in der Muttermilch vorkommt, falls diese Milchprodukte zu sich nimmt; zu hoher Ge- halt der Nahrung an Milchzucker, welches zu Blähungen führt; zu starkes Luft- schlucken infolge eines zu grossen Lochs im Sauger der Flasche)
  • auch organische Erkrankungen (Wurm- oder Parasitenbefall, Darmeinstülpung = Invagination)
  • Auch Störungen der Mutter-Kind-Beziehung bzw. familiäre Spannungen kommen in Frage.
  • Oft kann die genaue Ursache nicht gefunden werden.

Symptome der Dreimonatskoliken

  • Ca. eine halbe Stunde nach der Mahlzeit sowie am späten Nachmittag beginnen die Säuglinge zu schreien und lassen sich manchmal über mehrere Stunden kaum beruhigen

Komplikationen bei der Dreimonatskoliken

  • Mit Ausnahme der Invagination, die lebensbedrohlich werden kann, keine ernsthaften Kom- plikationen.

Therapie

  • Je nach Ursache Fencheltee und Umstellung der Nahrung
  • Bauchmassage

Windeldermatitis

Definition des Krankheitsbildes

Ursachen der Windeldermatitis

Therapie der Windeldermatitis

Definition des Krankheitsbildes

  • Im Windelbereich auftretende, entzündliche, multifaktoriell bedingte Hauterkrankung, bei der Rötung, Schwellung, Bläschen, Nässen, Knötchen, Pusteln, Krusten und Schuppen auftreten können.

Ursachen der Windeldermatitis

  • Bei unzureichendem Windelwechsel erfolgt ein Feuchtigkeits- und Wärmestau im Windel- bereich, der zu einer Vermehrung der Hautflora in diesem Bereich führt (oft Staphylococcus aureus) und in Kombination mit Hautreizungen durch Stuhl (Enzyme) und Urin (Zerfalls- produkt: Ammoniak!) die typischen Symptome bewirkt. Hinzu kommen scheuernde Windeln, Allergien gegen Inhaltsstoffe der Windeln, Durchfallerkrankungen und allgemeine Ab- wehrschwäche als Ursachen.

Therapie der Windeldermatitis

  • Trockenlegung (genügend Luftzutritt), häufiger Windelwechsel, nur kurze Bäder
  • Schutzcremes

Stillen

Definition der folgenden Begriffe: Kolostrum, Übergangsmilch, reife Frauenmilch und Nennung der Bedeutung

Aufzählung der Vorteile des Stillens, d.h. Nennung der schützenden Faktoren in der Muttermilch

Erörterung der Herstellung und Zusammensetzung der Flaschennahrung, d.h. Definition der Begriffe: adaptierte, teiladaptierte Kuhmilch sowie hypoallergene Nahrung

Definition der folgenden Begriffe: Kolostrum, Übergangsmilch, reife Frauenmilch und Nennung der Bedeutung

  • Nach Geburt des Kindes beginnt die Mutter das so genannte Kolostrum zu produzieren, eine gelblich-trübe Milch, die mehr Eiweiss und Mineralstoffe, jedoch weniger Fett enthält als die reife Frauenmilch, welche nach einem Übergang (sog. "Übergangsmilch") in der 3. Woche nach der Geburt gebildet wird.

Aufzählung der Vorteile des Stillens, d.h. Nennung der schützenden Faktoren in der Muttermilch

  • Unter Muttermilchernährung sind Infektionen in der Neugeborenenperiode seltener.
  • Ausserdem fördert der hohe Milch- zuckergehalt (Lactose) die Darmflora des Kindes, welche krankmachende Keime an der Ausbreitung hindert

Erörterung der Herstellung und Zusammensetzung der Flaschennahrung, d.h. Definition der Begriffe: adaptierte, teiladaptierte Kuhmilch sowie hypoallergene Nahrung

  • Sie wird aus Kuhmilch hergestellt, die im Vergleich zu reifer Frauenmilch gleich viel Fett und Energie, weniger Milchzucker, weniger fettlösliche Vitamine, Eisen und Kupfer, aber mehr Eiweiss, Mineralstoffe und wasserlösliche Vitamine enthält.
  • Adaptiert wird Flaschenmilch dann genannt, wenn sie an Kohlenhydraten nur Lactose enthält; teiladaptierte Milch enthält verschiedene Kohlenhydrate.

Zahnungsprobleme

Kenntnis der Ursachen

Kenntnis der Symptome bei Zahnungsproblemen

Therapie

Kenntnis der Ursachen

  • Aus medizinischer Sicht ist die Ursache der Begleiterscheinungen des Zahnens (Fieber, Durchfall) wie auch die Funktion bzw. Ursache von Durchbruchszysten und Durchbruchs- geschwüren unklar.

Kenntnis der Symptome bei Zahnungsproblemen

  • Schlafstörungen, Unruhe, häufigeres Schreien und vermehrte Speichelbildung
  • Zusätzlich sind Fieber, Durchfall und Hautausschläge

Therapie

  • gekühlte Beissringe
  • beruhigende und desinfizierende Mundpflege mit z.B. Kamillentinktur; bei sonstigen körperlichen Symptomen auf genügende Flüssigkeitszufuhr achten
  • allenfalls Wadenwickel (bei Fieber) und schmerzstillende Zäpfchen (Paracetamol)

Banaler Atemwegsinfekt

Kenntnis der ungefähren Häufigkeit von banalen Atemwegsinfekten bezogen auf das Kindesalter

 

Kenntnis der ungefähren Häufigkeit von banalen Atemwegsinfekten bezogen auf das Kindesalter

  • Aufgrund der bestehenden funktionellen, anatomischen und immunologischen Besonderhei- ten erkranken Kleinkinder alle 6 – 8 Wochen, ein 9-jähriges Kind etwa alle 3 Monate und ein 12-jähriges Kind etwa 1- bis 2mal pro Jahr an einem Infekt der Atemwege.

Pseudokrupp, akute subglottische Laryngitis

  • Definition des Krankheitsbildes
  • Aussage, in welchem Alter Pseudokrupp auftreten kann
  • Nennung der Ursache und Pathogenese des Pseudokrupp
  • Kenntnis der Symptome beim Pseudokrupp mit Nennung der möglichen Komplikationen
  • Kenntnis zur Abklärung sowie Therapie beim Pseudokrupp
  • Prognose bezüglich dem Verlauf mit zunehmendem Alter

Definition des Krankheitsbildes

  • Durch Viren oder Bakterien verursachte akute Erkältungskrankheit, bei der durch Schleim- hautschwellung und Muskelspasmus eine Enge in Rachen, Kehlkopf und oberen Luftröhren- abschnitt entsteht, die zu bellendem Husten, Atemnot, Heiserkeit und pfeifender Einat- mung (inspiratorischer Stridor) führt.

Aussage, in welchem Alter Pseudokrupp auftreten kann

  • Betrifft insgesamt etwa 9 % der Kinder zwischen 9 Monaten bis 6 Jahren und tritt v.a. im Winter auf

Nennung der Ursache und Pathogenese des Pseudokrupp

  • am häufigsten Parainfluenza-Viren, seltener Influenza-, Rhino- oder Masernviren, Diphtheriebakterien, Staphylokokken u.a.; Übertragung via Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen)
  • Vorbestehende Allergien oder Tabakinhalation (Eltern!) erhöhen das Risiko.

Kenntnis der Symptome beim Pseudokrupp

  • Beginn mit Husten, Schnupfen, Fieber
  • Abends oder nachts kommt es plötzlich zu trockenem oder bellendem Husten, Heiserkeit und Atemnot mit pfeifender Einatmung (inspiratorischer Stridor), die lebensgefährlich werden kann.
  • Zeichen für schwere Atemnot sind Einziehungen beim Atmen, nasenflügeln, Bläs- se, Zyanose (bläuliche Lippen), rasche Atmung. Oft klingen die Beschwerden von selbst oder nach Lüften, Dampfinhalation ab. Diese Symptome können in den fol- genden Nächten erneut auftreten, wenn auch meist milder.

Nennung der möglichen Komplikationen

  • Tod durch Erschöpfung, Ersticken

Kenntnis zur Abklärung sowie Therapie beim Pseudokrupp

  • kühle, feuchte Luft (Fenster auf)
  • Beruhigung des Kindes
  • Fiebersenkung
  • Flüssigkeitsgabe
  • in schwerwiegenderen Fällen Sauerstoffgabe, Kortison-Zäpfchen, medikamentöse Beruhigung (Sedierung)
  • im Extremfall Beatmung, Adrenalininhalation, Luftröhrenschnitt durch den Notarzt

Prognose bezüglich dem Verlauf mit zunehmendem Alter

  • Meist gutartige Erkrankung, die von selbst ausheilt. In seltenen Fällen kann sie durch ver- spätete Therapie zum Tod führen.

Epiglottitis

  • Definition des Krankheitsbildes
  • Häufigkeit einer akuten Epiglottitis
  • Nennung des verursachen Erregers
  • Nennung der Pathogenese
  • Symptome sowie mögliche Komplikationen
  • Differenzialdiagnose insbesondere Unterscheidung von Pseudokrupp
  • Abklärung bei Verdacht auf eine Epiglottitis, insbesondere dass dabei kein Spatel verwendet werden darf
  • Kenntnis der Therapie einer Epiglottitis
  • Vornehmen einer Prognose bei Epiglottitis

Definition des Krankheitsbildes

Lebensbedrohliche bakterielle Infektion des Kehldeckels (Epiglottitis); Sonderform des Kruppsyndroms

Häufigkeit einer akuten Epiglottitis

Viel seltener als virales Kruppsyndrom, betrifft meist Kinder zwischen 2 – 6 Jahren; Knaben, besonders übergewichtige, sind häufiger betroffen.

Nennung des verursachen Erregers

meist Haemophilus influenzae Typ b, seltener andere Haemophilus-Arten

Symptome sowie mögliche Komplikationen

  • Innert weniger Stunden wirken die Kinder schwer krank: Nahrungsverweigerung, hohes Fieber, Abgeschlagenheit, Lymphknotenschwellung am Hals, dann rasch starke Schluckschmerzen, klossige Sprache und vermehrter Speichelfluss.
  • Der rasch anschwellende Kehldeckel führt zu ausgeprägter Atemnot, pfeifen- der Einatmung

Differenzialdiagnose insbesondere Unterscheidung von Pseudokrupp

  • klassisches (virales oder bakterielles) Kruppsyndrom inkl. Diphtherie
  • Asthma-Anfall, Fremdkörper in Kehlkopf oder Luftröhre, Insektenstich
  • allergisch bedingte Kehldeckelschwellung

Abklärung bei Verdacht auf eine Epiglottitis, insbesondere dass dabei kein Spatel verwendet werden darf

Kenntnis der Therapie einer Epiglottitis

  • versuchen Kind zu beruhigen
  • sofortiges Aufsuchen eines Spitals oder Alarmierung des Notarztes / Rettungswagens
  • frühzeitige Sicherung der Atemwege (Intubation), antibiotische Infusion, ev. Kor- tisonpräparate
  • Ist nicht sofort ein Arzt verfügbar, Mund-zu-Mund-Beatmung oder Luftröhren- schnitt, falls das Kind am Ersticken ist.

Vornehmen einer Prognose bei Epiglottitis

  • Bei rechtzeitiger Therapie Abheilung ohne Folgeschäden; bei ungenügender oder verspäte- ter Therapie ist auch heute noch der Tod häufig

Pertussis

Kenntnisse des Erregers und Übertragungsmodus

Kenntnisse der klinischen Stadien und Symptome, insbesondere des Stakkato-Husten

Kenntnisse der möglichen Komplikationen sowie Prognose bei Säuglingen

Kenntnisse des Erregers und Übertragungsmodus

  • Durch Tröpfcheninfektion übertragenes Bakterium Bordatella pertussis, welches das Pertussis-Toxin absondert.

Kenntnisse der klinischen Stadien und Symptome, insbesondere des Stakkato-Husten

  • anfänglich Schnupfen, Niesen, ev. Heiserkeit und leichtes Fieber mit uncharakter- istischem Husten
  • später typische, stakkatoartige (mehrere hintereinander) Hustenanfälle, Herauswürgen von zähflüssigem, glasigem Schleim unter gequältem Gesichtsausdruck
  • mehrwöchiger Krankheitsverlauf

Kenntnisse der möglichen Komplikationen sowie Prognose bei Säuglingen

  • Pneumonie
  •  bei Säuglingen plötzlicher Atemstillstand
  • Gehirnentzündung mit Krampfanfällen

Dreitagefieber

  • Definition des Krankheitsbildes
  • Nennung der Häufigkeit und Prävalenzalter
  • Nennung, dass es sich beim verursachen Erreger um einen Virus handelt, welcher durch Tröpfcheninfektion übertragen wird
  • Kenntnis der Symptome
  • Kenntnis der Differenzialdiagnose
  • Therapie

Definition des Krankheitsbildes

  • akute harmlose Viruserkrankung des Kleinkindes mit dreitägigem hohem Fieber und Haut- ausschlag

Nennung der Häufigkeit und Prävalenzalter

  • typische Kinderkrankheit, weltweit verbreitet, betrifft v.a. Kinder im Alter von 6 Mtn. bis 3 Jah- re

Nennung, dass es sich beim verursachen Erreger um einen Virus handelt, welcher durch Tröpfcheninfektion übertragen wird

  • HHV-6 (Humanes Herpesvirus 6), durch Tröpfcheninfektion übertragen

Kenntnis der Symptome

  • Nach dreitägigem hohem Fieber bis 40°C, ev. mit Erkältung und Fieberkrämpfen verbunden, tritt bei sinkender Temperatur ein blassroter Hautausschlag, ähn- lich Röteln, auf, der typischerweise vom Rumpf ausgeht und das Gesicht ausspart.

Kenntnis der Differenzialdiagnose

  • Fieberkrämpfe

Therapie

  • nur unterstützende Massnahmen nötig: Flüssigkeitshaushalt beachten, Fiebersenkung, bei Bedarf antiepileptische Zäpfchen

Phimose

  • Kenntnis der Ursachen
  • Kenntnis der Symptome der Phimose
  • Abklärung, insbesondere dass die Vorhaut nie gewaltsam zurückgezogen werden sollte
  • Kenntnis der Therapie einer Phimose
  • Prognose, insbesondere bis wann eine Phimose physiologisch ist und ab welchem Alter verschwindet

Kenntnis der Ursachen

  • Angeborene oder erworbene Verengung der äusseren Vorhaut, wobei ein Zurückziehen der Vorhaut über die Eichel ab dem 3. Lebensjahr noch nicht oder nur schwierig möglich ist.

Kenntnis der Symptome der Phimose

  • Zurückziehen der Vorhaut nicht möglich.
  • Ev. aufgeblähte Vorhaut beim Wasserlassen (Wasserlassen im Strahl nicht o- der nur annähernd möglich), was zu Reizzuständen der Haut führt.
  • bei älteren Knaben schmerzhafte Erektion (Spannung, Rissbildung)
  • Bei Neugeborenen sind die Verklebung von Vorhaut und Eichel sowie eine enge Vorhaut normal! Dennoch ist Wasserlösen im Strahl möglich. Im Kleinkindesalter, spätestens bis zum 10. Lebensjahr löst sich diese Verbindung unter Einfluss von Testosteron von selbst.

Abklärung, insbesondere dass die Vorhaut nie gewaltsam zurückgezogen werden sollte

Kenntnis der Therapie einer Phimose

  • operative Erweiterung oder Entfernung der engen Vorhaut (Beschneidung, Zirkumzision) ab dem 4. Lebensjahr

  • bei wiederholten Entzündungen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Nar- benbildung im Bereich der Vorhaut schon früher

Prognose, insbesondere bis wann eine Phimose physiologisch ist und ab welchem Alter verschwindet

  • Bis zum 3. Lebensjahr spontane Besserung möglich. Die Operation ist ein kleiner, kurzer und einfacher Eingriff. Rückfälle oder anhaltende Beschwerden sind selten.

Vesikouretraler Reflux

  • Definition des Krankheitsbildes mit Nennung der Ursachen
  • Nennung der Symptome sowie der möglichen Komplikationen
  • Prognose, insbesondere Voraussage bezüglich spontaner Ausheilung

Definition des Krankheitsbildes mit Nennung der Ursachen

  • zurückfliessen des Urins aus der Blase in den Harnleiter und das Nierenbecken

Nennung der Symptome sowie der möglichen Komplikationen

  • Der Reflux allein macht meist keine Symptome.
  • Bei Auftreten eines Harnwegsinfekts oder massivem Rückstau des Urins mit Ausbildung sog. Hydronephrosen (stark vergrösserte Nieren mit ausgeweitetem Nierenbeckenkelchsystem) treten Flanken- und Bauchschmerzen, Gedeihstörung, Schmerzen / Brennen beim Wasserlassen, häufiges Lösen kleiner Mengen Urin (Pollakisurie) sowie Bettnässen auf.
  • Gelegentlich werden die wiederkehrend auftretenden Bauchschmerzen als psy- chisch bedingt missgedeutet.

Prognose, insbesondere Voraussage bezüglich spontaner Ausheilung

  • Bei leichter Ausprägung ist eine spontane Ausheilung möglich.
  • Regelmässige Urinkontrollen und Überprüfung des Nierenwachstums mittels Ultraschall sind nötig. Manchmal ist eine antibiotische Dauerprophylaxe nicht zu umgehen.

Infantile Zerebralparese

Definition des Krankheitsbildes

Definition des Krankheitsbildes

  • Bei Kindern auftretende, nicht fortschreitende, meist spastische Störung des Nerven- und Muskelsystems, die Tonus, Stärke, Koordination und Bewegungsabläufe betrifft und ver- schiedene Ursachen hat. (Hirn hatte einen Sauerstoffmangel)

Meningitis bei Säuglingen

Nennung der speziellen Ursachen beim Säugling, insbesondere welche Infektionen beim Säugling gehäuft zu Meningitis führen können

Nennung der Symptome der Meningitis beim Säugling

Nennung der speziellen Ursachen beim Säugling, insbesondere welche Infektionen beim Säugling gehäuft zu Meningitis führen können

  • Meist entsteht eine Meningitis aus einer Sepsis, d.h. von einem Infektionsherd an einer anderen Körperstelle, von dem aus die Bakterien über den Blutkreislauf in das Gehirn gelangen.

Nennung der Symptome der Meningitis beim Säugling

  • Die Kinder fallen durch Lethargie, Erbrechen und Trinkschwäche auf; erst spät entwickeln sich Symptome wie schrilles Schrei- en, Krämpfe, Nackensteife und gespannte Fontanellen.

Bettnässen

Definition des Begriffes Enuresis

Kenntnis der Ursachen der Enuresis

Definition des Begriffes Enuresis

  • Regelmässiges, d.h. mindestens einmal monatlich vorkommendes Einnässen im Alter von über 5 Jahren.
  • Man unterscheidet ein Einnässen tagsüber (Enuresis diurna) von nächtlichem Einnässen: Enuresis nocturna sowie eine primäre Enuresis (das Kind war noch nie trocken) von einer sekundären Form (das Kind war schon einmal mindestens 6 Monate trocken).

Kenntnis der Ursachen der Enuresis

  • Bis zum 6. Lebensjahr wird Einnässen jedoch (nach Ausschluss körperlicher Ursachen) noch als normal betrachtet und klingt meist von selbst ab.
  • Bei der primären Enuresis liegt meist eine unkomplizierte Entwicklungsstörung im Sinne einer hormonellen Fehlregulation vor; dabei kann die Sekretion von Vasopressin noch gestört sein
  • Das sekundäre Einnässen wie auch Einnässen tagsüber wird eher auf psychische Ursachen zurückgeführt (z.B. Geburt eines Geschwisters, Spannungen zwi- schen Eltern, Umzug, Trauma etc.).

Psycho-Organisches Syndrom / ADHS

  • Definition des Krankheitsbildes
  • Kenntnis der Ursache
  • Nennung der möglichen Symptome

Definition des Krankheitsbildes

Kombination verschiedener Verhaltensauffälligkeiten mit Störungen von Aufmerksam- keit und Konzentration, Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und Gedächtnis- funktion, die von zusätzlichen Symptomen wie motorischer Hyperaktivität, Impulsivität, dis- sozialem Verhalten, Frustrationsintoleranz und mangelhafter emotionaler Steuerung beglei- tet sein kann und deren Ursache bis heute nicht vollständig geklärt ist.

Kenntnis der Ursache

  • biochemische Funktionsstörungen in der Signalübermittlung zwischen einzelnen Hirnabschnitten
  • Früher diskutierte Schädigungen wie z.B. Sauerstoffmangel während der Geburt
  • Es scheinen vorwiegend diejenigen Hirnareale betroffen zu sein, die für Aufmerk- samkeit, Konzentration, Gedächtnisbildung und Wahrnehmung verantwortlich sind
  • Psychologen postulieren z.T. eine gestörte Hirnfunktionsentwicklung in den ersten Lebensmonaten aufgrund eines Fehlverhaltens der Eltern.

Nennung der möglichen Symptome

  • Ablenkbarkeit
  • Rasche Ermüdbarkeit und verminderte Belastungsfähigkeit
  • Bewegungsunruhe
  • Schwankungen in der Leistungsfähigkeit
  • Ungenügend kontrolliertes Sozialverhalten
  • Soziale Isolation
  • normale Intelligenz!

Legasthenie

  • Definition des Krankheitsbildes
  • Kenntnis der Symptome der Legasthenie, insbesondere dass es sich um ein normal intelligentes Kind handelt
  • Kenntnis der Therapie
  • Prognose bei Legasthenie

Definition des Krankheitsbildes

  • Entwicklungsstörung der Lese- und Schreibfähigkeit

Kenntnis der Symptome der Legasthenie, insbesondere dass es sich um ein normal intelligentes Kind handelt

  • Startschwierigkeiten beim Vorlesen, langes Zögern, Verlieren der Zeile im Text, langsames Lesen, ungenaue Betonung des Gelesenen, Vertauschen von Buchstaben in den Wörtern oder von Wörtern im Satz.
  • Auch Zusammenhänge werden schlechter erkannt, das Kind kann sich das Gelesene schlechter merken.
  • Bei der Rechtschreibung fallen viele unterschiedliche Schreibfehler auf; typisch ist, dass auch nach angestrengtem Üben ein Wort immer wieder auf verschiedene Weise falsch geschrieben wird.

Kenntnis der Therapie

  • Sollte so früh wie möglich beginnen: Umfassende Beratung und Information, Hilfsmass- nahmen für Eltern und Lehrer im Verhalten dem Kind gegenüber, spezielle Förderung (z.B. Computer, Rhythmik, Handzeichensprache, spez. Legasthenietherapie etc.), Berücksichti- gung bei Benotung, Erlernen von Techniken zur Fehlerkontrolle und Selbstbestärkung.

Prognose bei Legasthenie

Die Zusammenarbeit von Kind, Eltern, Lehrern, Psychologen, Logopäden und Arzt ermög- licht in einem Viertel der Fälle eine gleiche schulische Leistungsfähigkeit wie bei den Klas- senkameraden

Plötzlicher unerwarteter Kindstod

Definition des plötzlichen Kindstods

Häufigkeit und Epidemiologie beim plötzlichen Kindstod

Ursachen des plötzlichen Kindstods

 

Definition des plötzlichen Kindstods

  • plötzlicher und unvorhersehbarer Tod eines gesunden Kindes unter 1 Jahr durch Herz- und Atemstillstand unklarer Ursache während des Schlafs

Häufigkeit und Epidemiologie beim plötzlichen Kindstod

Häufigste Todesursache im Säuglingsalter jenseits der Neugeborenenperiode in Industrie- ländern. Tritt vorwiegend in den Wintermonaten und häufiger bei Knaben auf. Durch ver- besserte Elternaufklärung konnte die Häufigkeit der Todesfälle seit 1990 um zwei Drittel ge- senkt werden (aktuell: 1/2’000 Lebendgeborene).

Ursachen des plötzlichen Kindstods

  • Man nimmt eine Störung oder Verzögerung der Entwicklung bestimmter Hirnzellen in dem Hirnareal an
  • Als Risikofaktoren gelten: Schlafen in Bauchlage (Risiko 10fach erhöht), Rau- chen der Mutter während der Schwangerschaft / Stillzeit (Risiko 8fach erhöht), junge Mütter mit geringer Schulbildung

 

 

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