Kinderheilkunde

MGL 450 beinahe alle LZ

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C. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über häufige Krankheiten und Symptome bei Kindern. Sie behandeln Themen wie plötzlicher Kindstod, Legasthenie, ADHS, Bettnässen, Meningitis, Zerebralparese, vesikoureteraler Reflux und banale Atemwegsinfekte. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Eltern, Erzieher und medizinisches Personal, die sich mit den Ursachen, Symptomen, Therapien und Prognosen dieser Erkrankungen vertraut machen möchten.
Karten
33
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Naturkunde
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
28.04.2022 / 12.10.2022

Lernkarten

Dreitagefieber

  • Definition des Krankheitsbildes
  • Nennung der Häufigkeit und Prävalenzalter
  • Nennung, dass es sich beim verursachen Erreger um einen Virus handelt, welcher durch Tröpfcheninfektion übertragen wird
  • Kenntnis der Symptome
  • Kenntnis der Differenzialdiagnose
  • Therapie

Definition des Krankheitsbildes

  • akute harmlose Viruserkrankung des Kleinkindes mit dreitägigem hohem Fieber und Haut- ausschlag

Nennung der Häufigkeit und Prävalenzalter

  • typische Kinderkrankheit, weltweit verbreitet, betrifft v.a. Kinder im Alter von 6 Mtn. bis 3 Jah- re

Nennung, dass es sich beim verursachen Erreger um einen Virus handelt, welcher durch Tröpfcheninfektion übertragen wird

  • HHV-6 (Humanes Herpesvirus 6), durch Tröpfcheninfektion übertragen

Kenntnis der Symptome

  • Nach dreitägigem hohem Fieber bis 40°C, ev. mit Erkältung und Fieberkrämpfen verbunden, tritt bei sinkender Temperatur ein blassroter Hautausschlag, ähn- lich Röteln, auf, der typischerweise vom Rumpf ausgeht und das Gesicht ausspart.

Kenntnis der Differenzialdiagnose

  • Fieberkrämpfe

Therapie

  • nur unterstützende Massnahmen nötig: Flüssigkeitshaushalt beachten, Fiebersenkung, bei Bedarf antiepileptische Zäpfchen

Phimose

  • Kenntnis der Ursachen
  • Kenntnis der Symptome der Phimose
  • Abklärung, insbesondere dass die Vorhaut nie gewaltsam zurückgezogen werden sollte
  • Kenntnis der Therapie einer Phimose
  • Prognose, insbesondere bis wann eine Phimose physiologisch ist und ab welchem Alter verschwindet

Kenntnis der Ursachen

  • Angeborene oder erworbene Verengung der äusseren Vorhaut, wobei ein Zurückziehen der Vorhaut über die Eichel ab dem 3. Lebensjahr noch nicht oder nur schwierig möglich ist.

Kenntnis der Symptome der Phimose

  • Zurückziehen der Vorhaut nicht möglich.
  • Ev. aufgeblähte Vorhaut beim Wasserlassen (Wasserlassen im Strahl nicht o- der nur annähernd möglich), was zu Reizzuständen der Haut führt.
  • bei älteren Knaben schmerzhafte Erektion (Spannung, Rissbildung)
  • Bei Neugeborenen sind die Verklebung von Vorhaut und Eichel sowie eine enge Vorhaut normal! Dennoch ist Wasserlösen im Strahl möglich. Im Kleinkindesalter, spätestens bis zum 10. Lebensjahr löst sich diese Verbindung unter Einfluss von Testosteron von selbst.

Abklärung, insbesondere dass die Vorhaut nie gewaltsam zurückgezogen werden sollte

Kenntnis der Therapie einer Phimose

  • operative Erweiterung oder Entfernung der engen Vorhaut (Beschneidung, Zirkumzision) ab dem 4. Lebensjahr

  • bei wiederholten Entzündungen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Nar- benbildung im Bereich der Vorhaut schon früher

Prognose, insbesondere bis wann eine Phimose physiologisch ist und ab welchem Alter verschwindet

  • Bis zum 3. Lebensjahr spontane Besserung möglich. Die Operation ist ein kleiner, kurzer und einfacher Eingriff. Rückfälle oder anhaltende Beschwerden sind selten.

Vesikouretraler Reflux

  • Definition des Krankheitsbildes mit Nennung der Ursachen
  • Nennung der Symptome sowie der möglichen Komplikationen
  • Prognose, insbesondere Voraussage bezüglich spontaner Ausheilung

Definition des Krankheitsbildes mit Nennung der Ursachen

  • zurückfliessen des Urins aus der Blase in den Harnleiter und das Nierenbecken

Nennung der Symptome sowie der möglichen Komplikationen

  • Der Reflux allein macht meist keine Symptome.
  • Bei Auftreten eines Harnwegsinfekts oder massivem Rückstau des Urins mit Ausbildung sog. Hydronephrosen (stark vergrösserte Nieren mit ausgeweitetem Nierenbeckenkelchsystem) treten Flanken- und Bauchschmerzen, Gedeihstörung, Schmerzen / Brennen beim Wasserlassen, häufiges Lösen kleiner Mengen Urin (Pollakisurie) sowie Bettnässen auf.
  • Gelegentlich werden die wiederkehrend auftretenden Bauchschmerzen als psy- chisch bedingt missgedeutet.

Prognose, insbesondere Voraussage bezüglich spontaner Ausheilung

  • Bei leichter Ausprägung ist eine spontane Ausheilung möglich.
  • Regelmässige Urinkontrollen und Überprüfung des Nierenwachstums mittels Ultraschall sind nötig. Manchmal ist eine antibiotische Dauerprophylaxe nicht zu umgehen.

Infantile Zerebralparese

Definition des Krankheitsbildes

Definition des Krankheitsbildes

  • Bei Kindern auftretende, nicht fortschreitende, meist spastische Störung des Nerven- und Muskelsystems, die Tonus, Stärke, Koordination und Bewegungsabläufe betrifft und ver- schiedene Ursachen hat. (Hirn hatte einen Sauerstoffmangel)

Meningitis bei Säuglingen

Nennung der speziellen Ursachen beim Säugling, insbesondere welche Infektionen beim Säugling gehäuft zu Meningitis führen können

Nennung der Symptome der Meningitis beim Säugling

Nennung der speziellen Ursachen beim Säugling, insbesondere welche Infektionen beim Säugling gehäuft zu Meningitis führen können

  • Meist entsteht eine Meningitis aus einer Sepsis, d.h. von einem Infektionsherd an einer anderen Körperstelle, von dem aus die Bakterien über den Blutkreislauf in das Gehirn gelangen.

Nennung der Symptome der Meningitis beim Säugling

  • Die Kinder fallen durch Lethargie, Erbrechen und Trinkschwäche auf; erst spät entwickeln sich Symptome wie schrilles Schrei- en, Krämpfe, Nackensteife und gespannte Fontanellen.

Bettnässen

Definition des Begriffes Enuresis

Kenntnis der Ursachen der Enuresis

Definition des Begriffes Enuresis

  • Regelmässiges, d.h. mindestens einmal monatlich vorkommendes Einnässen im Alter von über 5 Jahren.
  • Man unterscheidet ein Einnässen tagsüber (Enuresis diurna) von nächtlichem Einnässen: Enuresis nocturna sowie eine primäre Enuresis (das Kind war noch nie trocken) von einer sekundären Form (das Kind war schon einmal mindestens 6 Monate trocken).

Kenntnis der Ursachen der Enuresis

  • Bis zum 6. Lebensjahr wird Einnässen jedoch (nach Ausschluss körperlicher Ursachen) noch als normal betrachtet und klingt meist von selbst ab.
  • Bei der primären Enuresis liegt meist eine unkomplizierte Entwicklungsstörung im Sinne einer hormonellen Fehlregulation vor; dabei kann die Sekretion von Vasopressin noch gestört sein
  • Das sekundäre Einnässen wie auch Einnässen tagsüber wird eher auf psychische Ursachen zurückgeführt (z.B. Geburt eines Geschwisters, Spannungen zwi- schen Eltern, Umzug, Trauma etc.).

Psycho-Organisches Syndrom / ADHS

  • Definition des Krankheitsbildes
  • Kenntnis der Ursache
  • Nennung der möglichen Symptome

Definition des Krankheitsbildes

Kombination verschiedener Verhaltensauffälligkeiten mit Störungen von Aufmerksam- keit und Konzentration, Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und Gedächtnis- funktion, die von zusätzlichen Symptomen wie motorischer Hyperaktivität, Impulsivität, dis- sozialem Verhalten, Frustrationsintoleranz und mangelhafter emotionaler Steuerung beglei- tet sein kann und deren Ursache bis heute nicht vollständig geklärt ist.

Kenntnis der Ursache

  • biochemische Funktionsstörungen in der Signalübermittlung zwischen einzelnen Hirnabschnitten
  • Früher diskutierte Schädigungen wie z.B. Sauerstoffmangel während der Geburt
  • Es scheinen vorwiegend diejenigen Hirnareale betroffen zu sein, die für Aufmerk- samkeit, Konzentration, Gedächtnisbildung und Wahrnehmung verantwortlich sind
  • Psychologen postulieren z.T. eine gestörte Hirnfunktionsentwicklung in den ersten Lebensmonaten aufgrund eines Fehlverhaltens der Eltern.

Nennung der möglichen Symptome

  • Ablenkbarkeit
  • Rasche Ermüdbarkeit und verminderte Belastungsfähigkeit
  • Bewegungsunruhe
  • Schwankungen in der Leistungsfähigkeit
  • Ungenügend kontrolliertes Sozialverhalten
  • Soziale Isolation
  • normale Intelligenz!

Legasthenie

  • Definition des Krankheitsbildes
  • Kenntnis der Symptome der Legasthenie, insbesondere dass es sich um ein normal intelligentes Kind handelt
  • Kenntnis der Therapie
  • Prognose bei Legasthenie

Definition des Krankheitsbildes

  • Entwicklungsstörung der Lese- und Schreibfähigkeit

Kenntnis der Symptome der Legasthenie, insbesondere dass es sich um ein normal intelligentes Kind handelt

  • Startschwierigkeiten beim Vorlesen, langes Zögern, Verlieren der Zeile im Text, langsames Lesen, ungenaue Betonung des Gelesenen, Vertauschen von Buchstaben in den Wörtern oder von Wörtern im Satz.
  • Auch Zusammenhänge werden schlechter erkannt, das Kind kann sich das Gelesene schlechter merken.
  • Bei der Rechtschreibung fallen viele unterschiedliche Schreibfehler auf; typisch ist, dass auch nach angestrengtem Üben ein Wort immer wieder auf verschiedene Weise falsch geschrieben wird.

Kenntnis der Therapie

  • Sollte so früh wie möglich beginnen: Umfassende Beratung und Information, Hilfsmass- nahmen für Eltern und Lehrer im Verhalten dem Kind gegenüber, spezielle Förderung (z.B. Computer, Rhythmik, Handzeichensprache, spez. Legasthenietherapie etc.), Berücksichti- gung bei Benotung, Erlernen von Techniken zur Fehlerkontrolle und Selbstbestärkung.

Prognose bei Legasthenie

Die Zusammenarbeit von Kind, Eltern, Lehrern, Psychologen, Logopäden und Arzt ermög- licht in einem Viertel der Fälle eine gleiche schulische Leistungsfähigkeit wie bei den Klas- senkameraden

Plötzlicher unerwarteter Kindstod

Definition des plötzlichen Kindstods

Häufigkeit und Epidemiologie beim plötzlichen Kindstod

Ursachen des plötzlichen Kindstods

 

Definition des plötzlichen Kindstods

  • plötzlicher und unvorhersehbarer Tod eines gesunden Kindes unter 1 Jahr durch Herz- und Atemstillstand unklarer Ursache während des Schlafs

Häufigkeit und Epidemiologie beim plötzlichen Kindstod

Häufigste Todesursache im Säuglingsalter jenseits der Neugeborenenperiode in Industrie- ländern. Tritt vorwiegend in den Wintermonaten und häufiger bei Knaben auf. Durch ver- besserte Elternaufklärung konnte die Häufigkeit der Todesfälle seit 1990 um zwei Drittel ge- senkt werden (aktuell: 1/2’000 Lebendgeborene).

Ursachen des plötzlichen Kindstods

  • Man nimmt eine Störung oder Verzögerung der Entwicklung bestimmter Hirnzellen in dem Hirnareal an
  • Als Risikofaktoren gelten: Schlafen in Bauchlage (Risiko 10fach erhöht), Rau- chen der Mutter während der Schwangerschaft / Stillzeit (Risiko 8fach erhöht), junge Mütter mit geringer Schulbildung

 

 

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