Reaktionstechnik
RWTH WS21/22
RWTH WS21/22
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Cartes-fiches
-Batch, kont. Rührkesselkaskade oder Strömungsrohr
Zucker, Vitamine, Phosphor,Stickstoffverbindungen
- Kontaminationsgefahr steigt mit Betriebsdauer - Wahrscheinlichkeit von Rückmutationen und Plasmidverlust wächst mit Betriebsdauer - fährt bei hohen Produktkonzentrationen, die oft inhibierend wirken - in einem einstufigen kont. Prozess können Wachstum und Produktbildung nicht gleichzeitig stattfinden
Bild/Selbsterstellen
Bild/Selbsterstellen
180,1559 g/mol
Alle Bereiche, in denen Biokatalysatoren (Enzyme, Mikroorganismen oder andere Zellen) zu Produktionszwecken in eine technische Umgebung gebracht und ihre Aktivitäten zu technischen Zwecken genutzt werden, gehören zum Aufgabengebiet der Bioverfahrenstechnik bzw. Bioprozesstechnik.
Die Bioverfahrenstechnik oder Bioprozesstechnik hat eine integrative Aufgabe zu erfüllen hat, um durch erfolgreiches Zusammenwirken von Biologie, Chemie und Ingenieurwesen zu neuen und verbesserten Produkten und Produktionsprozessen auf biologischer Basis zu gelangen.
Holz/Stroh (Hözerne Biomasse) Energiepflanzen,Mais,Elefantengras (grüne Biomasse)
Reaktion,Katalysator,Betriebsweise (Prozeß)
Katalysatoren: chem., biologisch (Isolierte Enzyme, Ganzzellbiokatalysatoren, Lebende Mikroorganismen Reaktionssysteme: einphasige, mehrphasige Reaktorsysteme: Rohrreaktor ohne Einbauten “ mit festen Einbauten “ mit beweglichen Einbauten Rührkessel, Wirbelschichtreaktor
Was sind typische Problemstellungen bei der Reaktionstechnik, was wird als bekannt vorausgesetzt?
Rohrreaktor ohne Einbauten Rohrreaktor mit festen Einbauten Rohrreaktor mit beweglichen Einbauten Rührkessel, Wirbelschichtreaktor
Moleküle, die sich wie Bild und Spiegelbild verhalten. Können nicht durch Drehung Deckungsgleich gemacht werden.
Weil die Anzahl der Teilchen auf der linken Seite nicht gleich der Teilchen auf der rechten Seite sein muss
Bakterien, Pilze, Algen
Monod, Tessier, Moser,Contois,Logistic Law
Doppel-Monod Roels
Bild/Selbsterstellen
Eine Konti-Kultur frisst sich selbst in eine Substratlimitation, bis das System im GGW ist. -> Die Substratkonzentration ist dann im Bereich des Km-Wertes
Stammspezifisch: 1) Wahrscheinlichkeit von Rückmutationen oder Plasmidverlust wächst mit der Fermentationsdauer. mit Kaskade vermeidbar: 1) Aufgrund der Aufarbeitungskosten werden i. d. R. hohe Produktendkonzentrationen angestrebt, die oft inhibierend wirken. Ein einstufiger kontinuierlicher Prozess würde dauernd unter diesen unvorteilhaften Bedingungen laufen, ein (Fed-) Batch-Prozess nur am Ende 2) Produktbildung (z.B. Sekundärmetabolite) erfolgt oft wachstumsunabhängig (zweiphasig). In einem einstufigen kontinuierlichen Prozess können Wachstum und Produktbildung nicht gleichzeitig erfolgen. 3) Bei hohen KM-Werten für die C-Quelle oder für einen zu transformierenden Ausgangsstoff Verlust an diesen Edukten. mit entsprechendem Aufwand lösbar: 1) Kontaminationsgefahr wächst mit Fermentationsdauer 2) Apparativer Aufwand (Zusätzlicher Anmaischbehälter mit Sterilisationsmöglichkeit und meist Auffangbehälter, Mess- und Regeltechnik) höher als beim Batch-Betrieb 3) Zu unflexibel für die Nutzung in Mehrzweckanlagen für kleine Produktmengen 4) Großer zusätzlicher Zeitbedarf für Forschung und Prozessentwicklung (u.a. sehr lange Wartezeiten bis zur Einstellung der Fließgleichgewichte, z.B. mindestens 14 Tage für nur fünf Messpunkte) 5) Produktstrom nach Umschalten auf kontinuierliche Fahrweise bis zur Einstellung des Fließgleichgewichtes entspricht nicht den Spezifikationen
In einem kontinuierlichen Prozess ist die stationäre Eduktkonzentration permanent relativ niedrig. Daher kann die unerwünschte Nebenreaktion zurück gedrängt werden, da diese in diesem Beispiel zweiter Ordnung ist und daher bei hohen Eduktkonzentrationen relativ schnell abläuft. -Bei niedrigen Verdünnungsraten (hoher Verweilzeit) ist die Eduktausnutzung besonders hoch und die Nebenproduktbildung relativ gering. Allerdings geht das auf Kosten der Raum-ZeitAusbeute
1) Prozessen, die zwar vom Grundsätzlichen her kontinuierlich sinnvoll betrieben werden könnten, aber aus irgendwelchen Gründen nicht kontinuierlich betrieben werden sollen (in einer Vielzweckanlage sollen nacheinander mehrere Produkte produziert werden, Gefahr einer Kontamination oder Rückmutation bei Fermentationsprozessen) 2) Edukt- bzw. Substrat-überschussinhibierter Chemie- oder Fermentationsprozess 3) Prozessen, bei denen der eingesetzte Reaktor die entstehende Wärme nicht mehr abführen kann 4) Fermentationsprozessen, bei den der O2-Bedarf einer mikrobiellen Kultur nicht gedeckt werden kann, aber eine O2- Limitierungen wegen sonst einsetzender Nebenproduktbildung ( z.B. auch pH-Abfall) vermieden werden soll
-Oberer Rührer sollte zu Prozessbeginn nicht in der Luft rühren (Schaumprobleme) -Evtl. muss die Drehzahl dem veränderlichen Füllvolumen (Hydrodynamik, Leistungseintrag) nachgefahren werden. Teurer Frequenzumrichter -Sonden dürfen zu Beginn des Prozesses nicht in der Luft hängen!
-In einem Fed-batch Prozess kann die Eduktkonzentration in der Feed-Phase grundsätzlich permanent relativ niedrig gehalten werden. Daher kann, wie in einem kontinuierlichen Prozess, die unerwünschte Nebenreaktion begrenzt werden -Die Wahl geeigneter Betriebsparameter ist recht schwierig, da verschiedenste Stellgrößen möglichst optimal aufeinander abgestimmt werden müssen. -Mit der Fed-batch Betriebsweise lässt sich ein Chargenbetrieb in einer Mehrprodukteanlage realisieren (wie beim Batch Betrieb), aber ohne dass die Nebenproduktbildung Überhand nimmt.
- Bei einer Aufteilung des Reaktorvolumens in 2 oder mehr vollständig durchmischte Reaktoren, wird der Nachteil gegenüber einem Strömungsrohr geringer - Die größte Verbesserung pro Stufenerhöhung lässt sich beim Übergang vom einstufigen zum zweistufigen System feststellen - Die Verbesserung (bei einem zweistufigen System) ist größer je höher die Reaktionsordnung. - Bei unendlich vielen Rührkesseln hat man exakt das Verhalten eines Strömungsrohrs. - Dem reaktionstechnischen Vorteil steht allerdings ein Nachteil bei den Investitionskosten gegenüber. Beachte: Alle die oben angeführten Aspekte gelten für Chemiereaktoren, bei denen die katalytische Aktivität im Reaktor nicht von der Verweilzeit bzw. der Durchflussrate abhängt (kein Auswaschen des Katalysators) !
Bild/Selbsterstellen
-Bei Totwasserzonen im Reaktor - Bei Kurzschlussströmung