Medientheorie Probeklausur (von 2019/2020)
Paradigmen der Medientheorie 2018/2019 Wahr/Falsch Fragen (zum Großteil
Paradigmen der Medientheorie 2018/2019 Wahr/Falsch Fragen (zum Großteil
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Cartes-fiches
Eisenstein geht davon aus, dass erst Gegensätze Bedeutungen generieren können.
- Basis: Produktionsverhältnisse, -kräfte, -mittel
- Überbau: Medien, Politik, Moral, Kunst, Kultur...
- Überbau, Überbau II und Überbau III
- Basis determiniert Überbau
- Basis I: Feudalismus
- Basis I ->Basis II: Widerspruch von Produktionsverhältnissen und Produktionskräften (Revolution)
- Basis II: Kapitalisierung
- Basis II -> Basis III: Wiederspruch... (Revolution)
- Basis III: Sozialismus
-Kunst hat immer Besitz eines Mediums gemeinsam"
-Medien als formbares Material
Vertow arbeitet mit einem komplexen theoretischen Ansatz: Er analysiert die Dialektik von natürlichem und technischem Menschen.
- Erweiterung unserer kognitiven Strukturen
- Symbiose mit unserem physischem Körper
- Terrorismus ist ein Effekt der neuen Medien
Nach Horkheimer und Adorno sind die Differenzierungen des Systems der Massenmedien vom Interesse einer totalen Erfassung des Konsumenten geleitet. Sie differenzieren daher vor allem nach Zielgruppen.
– Entwicklung eigenständiger medientheoretischer Paradigmen
– Medientheorie koppelt sich von anderen Bezugsdisziplinen ab.
– Aussagen über das Wesen und die Struktur von Medien an sich
– Möglichkeit zu einer einheitlichen Medientheorie, wenn die Paradigmen dieser generellen Medienontologien allgemein akzeptiert würden
– Bei Nichtakzeptanz: Koexistenz von mehreren unterschiedlichen Einzelmedienontologien
Fritz Heider entwirft einen eigenen Medienbegriff: „Das Mediumgeschehen hingegen ist außenbedingt. Was in den Medien geschieht, ist von der Form der ankommenden Energie abhängig, die spezielle Beschaffenheit des Mediums ist für die Form des Geschehens weitgehend gleichgültig.“
Die folgenden Aussagen lassen sich aus seinem Medienbegriff ableiten:
Nach Eisenstein bewegt sich der Film linear und nicht dialektisch. Es geht um die Addition von Bewegungseindrücken.
Dovifat entwickelte das Leitbild einer umfassenden Publizistik
- aus Sicht der Literaturwissenschaften ("Sprache des Films", "Grammatik")
- marxistische Ästhetik -> Ökonomische Struktur determiniert Kultur
- zentrale Elemente im Film:
1. Großaufnahme: Unterschied zum Theater (Mikrophysiogomie)
2. Montage: Bilder bekommen neue Bedeutung durch Montage
3. Einstellung: Atmosphäre wird zur Dichtung
-Rundfunk als Distributionsmedium vs. als Kommunikationsmedium"
-Fordert Dominanz der Inhalte & wird Teil des Definitionsprozesses"
-M. Entwicklungen sind zufällig, kommt drauf an was draus gemacht wird
-3 Höllen = Stalinismus, Faschismus, amerik. Kulturindustrie"
-Substitution der Religion durch MassMedien
Negativer Medienbegriff
Luhmanns Begriff der generalisierten Kommunikationsmedien steht eher
nicht im Zentrum der medienkulturwissenschaftlichen Reflexion.
Platon schätzt im folgenden Zitat die Schrift als eine zukunftsweisende Medientechnik und als Bedingung der Möglichkeit von Wissenschaft und Erkenntnis ein:
“Wer also eine Kunst in Schriften hinterläßt, und auch, wer sie aufnimmt, in der Meinung, dass etwas Deutliches und Sicheres durch die Buchstaben kommen könne, der ist einfältig genug [...], wenn er glaubt, geschriebene Reden wären noch sonst etwas als nur demjenigen zur Erinnerung, der schon das weiß, worüber sie geschrieben sind. [...] Denn dieses Schlimme hat doch die Schrift [...] und ist darin ganz eigentlich der Malerei ähnlich; denn auch diese stellt ihre Ausgeburten hin als lebend, wenn man sie aber etwas fragt, so schweigen sie gar ehrwürdig still. Ebenso auch die Schriften: Du könntest glauben, sie sprächen, als verständen sie etwas, fragst du sie aber lernbegierig über das Gesagte, so bezeichnen sie doch nur stets ein und dasselbe.”
- Computer ist eine Universalmaschine (Keine spezifische Funktion in sich eingeschrieben)
- Wesen des Mediums: Simulation
- Wir können nur simulieren, was wir verstehen
- Koexistenz verschiedener Medienbegriffe
- Medienbegriffe enstehen in Theorien
- Einzelmedientheorien bringen keinen Medienbegriff hervor, erst wenn man größer das Mediensystem betrachtet
- Bezug zum Kunstystem
Nach Eco sind die Apokalyptiker von ihrer Angst vor den Massen bestimmt.
Eco wirft den Apokalyptikern vor, sich niemals ernsthaft mit den Strukturen massenmedialer Programme auseinandergesetzt zu haben.
-Wirklichkeit ist dialektisch"
-Applikation auf Denken & Gestalten = dialektischer Materialismus"
-Bedeutung entsteht durch Gegensätze (Schnitte, Montage)
- Raum+Zeit = Bewegung -> Film über Bewegung verstehen
- neuer Mensch= optimale Bewegung
- Film als Utopie für Bewegung
- legt Wert auf maschinelles Verhalten, Ordnung...
- Vorläufer von Kommunikationswissenschaften
- stellt Zusammenhänge von Medien fest
- vorher nur Einzelmedien als Gegenstände
- entwickelt keine umfassende Publizistik, der Bereich sei viel zu groß und nicht fassbar
Die Kamera zielt auf die unbeherrschten kleinen Flächen des Gesichts und kann das Unterbewusste fotografieren.
McLuhans Medienbegriff, wonach Medien Ausweitungen unseres Körpers darstellen, haben einen sehr offenen und weiten Medienbegriff zur Folge. Dies hat jedoch für die Medienwissenschaft keinerlei Folgen.
- Computer als Kommunikationsmedium (von Daten)
- optimistische Sicht auf das Medium
- Interaktivität (gut) statt Passivität (schlecht)
- Dynamisches Medium
- soziale Wirkung: Aufbrechen von Grenzen, glückliche Existenz, dauerhafte Verbannung der Arbeitslosigkeit, Optimierung von Sozialsystemen
- Datenübertragung ohne Schrift -> niemand muss mehr lesen können in der Zukunft
- hat nie tatsächlich Computer genutzt, sehr problematische Theorie
- marxistischer Ansatz: Medien gehören zur Basis, nicht Überbau
- Distibutions vs Kommunikationsmedien
- jeder soll zum Medienproduzenten werden, egalitäre Strukturen in den neuen Medien
- regressiver Mediengebrauch: - Distribution (Sender/Empfänger)
- zentral gesteuertes Programm
- Entpolitisierung
- emanzipatorischer Gebrauch: - Kommunikation
- kollektive Produktion
- politischer Lernprozess
- Technohermeneutik, versucht Sinn in Technik zu finden
- Medien bestimmen unsere Lage
- Künstliche Intelligenz als Ende der Menschheit
-Neuentdeckung der Tiefenschärfe
Der Medienbegriff in den Medienwissenschaften ist konsensuell definiert
Die soziale Funktion von neuen Medien ist in der Phase der primären Intermedialität nicht besonders bedeutsam. Man versucht erst einmal das Medium als Ausdrucksmöglichkeit zu begreifen, bevor man sich über die möglichen sozialen Folgen Gedanken macht.
-Apokalyptische Perspektive"
-Körper-Geist-Dychotomie => Medien als Erweiterung des ZNS"
-Mensch Technik Verbund
Der philosophische Medienbegriff hat keinen Bezug zur Kommunikation.
Die Definition des Medienbegriffs ist abhängig von den jeweiligen Theorien, in deren Zusammenhang er steht
- Ding und Medium (Form und Medium)
- Medium: lose Kopplung; Ding: feste Kopplung, z.B. Töne (Medium) können gekoppelt werden um Musik zu erzeugen (Ding/Form)
- Transparenz der Medien -> Medien sollen nur transportieren, keine Eigenleistung geben
- Formbarkeit als kriterium für Medialität
Brecht möchte aus dem Distributionsapparat Rundfunk einen Kommunikationsapparat machen, was bedeutet, dass jeder Rezipient selbst ein individuelles Radioprogramm entwickelt.
Der Medienbegriff der sozialwissenschaftlich orientierten Lasswell- Formel bezieht sich auf das Verhältnis von Kommunikator und der sozialen Wirkung von Medien
-Zentraler Repräsentant des russ. Revolutionskinos"
-Versucht Regeln für das Medium Film zu entwickeln"
-Bewegung als Alleinstellungsmerkmal
-Weltbild des Ohres = Bild generiert sich aus Gehörtem"
-Medium nur qualitativ & eigenständig, wenn es Kunst produzieren kann
-Keine Veränderung von Stumm- zu Tonfilm"
-Idealistische vs. Realistische Position