Analysis I & II UniBas Basel

Gesammter Stoff für die Mündliche Prüfung,Enthält die wichtigsten Sätze aus dem SkriptUniBas Analysis I & II, HS2020 - FS2021

Gesammter Stoff für die Mündliche Prüfung,Enthält die wichtigsten Sätze aus dem SkriptUniBas Analysis I & II, HS2020 - FS2021


T. B.
Diese Lernkarten decken grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der Analysis auf universitärem Niveau ab, von Folgen und Reihen über Konvergenzkriterien bis zu Differentialgleichungen und Umkehrabbildungen. Zentrale Themen wie Stetigkeit, Differenzierbarkeit, Konvergenzbeweise und Anwendungen des Banachschen Fixpunktsatzes werden anhand konkreter Beispiele und Beweise vertieft. Studierende profitieren von diesem Set, da es komplexe mathematische Zusammenhänge strukturiert aufbereitet und durch praxisnahe Aufgaben das Verständnis für Analysis vertieft.
Karten
93
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Mathematik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
05.01.2022 / 15.05.2026

Lernkarten

Cauchy Folge oder Fundamentalfolge

Eine folge (\(a_n\)) heisst Cauchy-Folge, falls gilt zu jedem \(\varepsilon > 0 \text{ gibt es } N \in \mathbb{N}\), so dass

 

\(|a_n - a_m| < \varepsilon\) für alle \(n, m > N\)

Jede konvergente Folge ist eine Cauchy-Folge

Eigenschaften der Cauchy Folge

  • In \(\mathbb{R}\) konvergiert jede Cauchy Folge (Vollständigkeitsaxiom)

Intervallschachtelungsprinzip (IP)

Gegeben: Intervall \([a,b] = I\)
Länge: \(\mathit{diam}([a,b]) := b - a = |I|\)

Intervallschachtelungsprinzip:

Wenn für eine folge von intervallen gilt \(I_{n+1} \subset I_n\) und \(\lim_{n \to \infty} diam(I_n) = 0\)

Dann existiert genau eine zahl \(x \in \mathbb{R}\) mit \(x \in I_n \text{ für alle } n \in \mathbb{N}\)

Beweise \(\sqrt{2} \) ist keine rationale Zahl (\(\sqrt{2} \not\in \mathbb{Q}\))

  • Annahme \(r = \sqrt{2}\) ist rational.
  • Dann ist \(r = p/q \text{ mit } p,q \in \mathbb{Z}\)
  • p und q sind teilerfremd (kürzen)
  • Dann ist \(2 = \frac{p^2}{q^2}\)
  • \(2 q^2 = p^2\)
  • Daraus folgt q und p sind gerade, nicht teilerfremd ⚡

Teilfolgen

Eine Teilfolge entsteht wenn man Elemente einer Folge auslässt.

Beispiel

\((a_n) = -1 ^n = (-1, 1, -1 ...)\)
\((a_{2n}) = -1^{2n} = (1,1,1,...)\)

Bolzano-Weierstrass

Jede beschränkte Folge \((a_n)\) in \(\mathbb{R}\) besitzt eine konvergente Teilfolge.

Beweis mit Intervallschachtelungsprinzip (IP):

  • Die Folge ist beschränkt, teile das Intevall in der Mitte
  • mindestens eines der Intervalle enthält unendlich viele Elemente
  • wiederhole das unendlich oft
  • Wähle folgende teilfolge: Element 1 in intervall 1, element 2 in intervall 2 usw => convergente teilfolge

Häufungspunkte

Eine Zahl \(a \in \mathbb{R}\) heisst Häufungspunkt einer Folge \((a_n)\) wenn es eine Teilfolge von \((a_n)\) gibt die gegen \(a\) konvergiert.

 

=> (Bolzano Weierstrass) jede beschränkte Folge hat mindestens ein Häufungspunkt.

Jede beschränkte monotone Folge \((a_n)\) reeller Zahlen ist konvergent.

Beweis:

Da die Folge beschränkt ist besitzt sie eine konvergente Teilfolge (Bolzano Weierstras).
 

obdA: die folge ist monoton wachsend.

Limes der Teilfolge (Bolzano Weierstras) ist die kleinste obere schranke \(a\).

Für jedes \(\varepsilon > 0\) finden wir ein genug grosses \(n \in \mathbb{N}\) so dass \(|a_n - a| < \varepsilon\)

Da epsilon immer kleiner wird, konvergiert die Folge.

Beweise Konvergente Folge \(\to\) Cauchy Folge

Beweis:

Sei \((a_n) \to a\) dann gilt:
für jedes \(\varepsilon > 0\) gibt es \(N \in \mathbb{N}\) mit \(|a_n - a| < \frac{\varepsilon}{2}, n \geq N\)

=> für alle n,m
\(|a_n - a_m| = |(a_n - a) - (a_m - a)| \leq |a_n - a| + |a_m - a| < \frac{\varepsilon}{2}+\frac{\varepsilon}{2} = \varepsilon\)

Was folgt aus der Vollständigkeit und dem Intervallschachtelungsaxiom?

Intervallschachtelungsprinzip impliziert Vollständigkeit

 

Vollständigkeitsaxiom: In \(\mathbb{R}\) konvergiert jede Cauchyfolge (\(|a_n - a_m| < \varepsilon\))

Intervallschachtelungsprinzip: Ineinandergeschachtlelte Intervalle min lim (diam) -> 0: genau ein grenzwert.

Zahlenmengen Abzählbarkeit

\(\mathbb{N,Z,Q}\) sind abzählbar

\(\mathbb{R}\) ist überabzählbar

Beweis:

Annahme: \(\mathbb{R}\) ist abzählbar ⇒ es existiert eine Folge \((r_n)\) die \(\mathbb{R}\) zwischen 0 und 1 abzählt.

Wir schreiben die \((r_n)\) in eine tabelle:

\(r_1 = 0, x_{1,1},x_{1,2},x_{1,3},...\)
\(r_2 = 0, x_{2,1},x_{2,2},x_{2,3},...\)
usw.

 

wir kreieren eine neue Zahl \(z = 0, z_1 \neq x_{1,1}, z_2 \neq x_{2,2}, ...\)

Diese zahl unterscheidet sich an jeder stelle von mindestens einer anderen zahl und kommt daher nicht in \((r_n)\) vor. ⚡

⇒ \(\mathbb{R}\) ist überabzählbar

Geometrische Reihe & Beweis

\(\displaystyle \sum_{n=0}^{\infty} q^n = \frac{1}{1-q}\) für \(|q| < 1\)

Beweis

\(\displaystyle \sum_{k=0}^n q^k = q^0 + q^1 + q^2 ... + q^n\) | multipliziere beide seiten mit \((1-q)\)

\(\displaystyle \sum_{k=0}^n q^k (1-q) = (q^0 + q^1 + q^2 ... + q^n) (1-q) = 1 - q^{n+1}\) | dividiere beide seiten mit \((1-q)\)
(teleskopsumme, \(q^0 * 1 = 1\), \(q^n * q = q ^{n+1}\))

\(\displaystyle \sum_{k=0}^n q^k = \frac{1 - q^{n+1}}{1-q}\)

 

Für \(n \to \infty\) gilt deshalb

\(\displaystyle \sum_{k=0}^\infty q^k = \frac{1}{1-q}\)

Geometrische Reihe, was passiert bei

  • \(q < 1\)
  • \(q = 1\)
  • \(q > 1\)

\(q < 1\)

Die Reihe \(\displaystyle \sum_{k=1}^\infty q^k = \frac{1}{1-q}\) konvergiert

\(q = 1\), \(q > 1\)

Die Reihe divergiert

Konvergenzkriterien Reihen: Folge der Partialsummen beschränkt

Folge der Parzialsummen beschränkt

Sei \(a_n \geq 0\) für alle \(n \in \mathbb{N}\), dann konvergiert die Reihe \(\displaystyle \sum_{n=0}^{\infty} a_n \) genau dann wenn die Folge der Partialsummen nach oben beschränkt ist.

Das heisst \(S_N \leq C \) für alle \(n \in \mathbb{N}\), wobei \(C \geq 0 \) eine Konstante ist

 

(PER DEFINITION)

 

Harmonische Reihe

Die Harmonische Reihe \(\displaystyle \sum_{n=1}^{\infty} \frac{1}{n}\) ist divergent.

 

Beweis

\(\displaystyle S_N = \sum_{n=1}^{\infty} = 1 + \frac{1}{2} + ... + \frac{1}{N}\)

\(S_{2^k} = 1 + \frac{1}{2} + ... + \frac{1}{2^k}\)

\(= 1 + \frac{1}{2} + (\frac{1}{3} + \frac{1}{4}) + (\frac{1}{5} + ... + \frac{1}{8}) + ... + (\frac{1}{2^{k-1}+1} + ... + \frac{1}{2^k})\)

\(\geq 1 + \frac{1}{2} + 2\frac{1}{4} + 2^2\frac{1}{8} + ... + 2^{k-1}\frac{1}{k} = 1 + \frac{k}{2}\)

Die abschätzung für die Partialsummen sind nicht nach oben beschränkt, => die harmonische Reihe ist divergent.

Konvergenzkriterien Reihen: Cauchy Kriterium

Sei \((a_n)\) eine Folge in \(\mathbb{R}\). Dann konvergiert die Reihe \(\displaystyle \sum_{n=0}^{\infty} a_n\) genau dann wenn gilt: für jedes \(\varepsilon > 0\) existiert eine Zahl \(N \in \mathbb{N}\) so dass

\(\displaystyle \left|\sum_{n=l}^{m} a_n\right| < \varepsilon\) für alle \(m \geq l \geq N\)

Beweis

Per definition konvergiert \(\sum_{n=0}^\infty a_n\) genau dann wenn die Folge der Partialsummen \(S_N = \sum_{n=0}^N a_n\) konvergiert.
\(S_N\) konvergiert genau dann wenn es eine Cauchy-Folge bildet.
\(|S_k-S_{k'}|< \varepsilon\) für alle \(k,k' \geq N\)

\(S_k - S_{k'} = \sum_{n=0}^k a_n - \sum_{n=0}^{k'}a_n = \sum_{n = k' + 1}^k a_n\)

 

Konvergenzkriterien Reihen: Leibniz Kriterium

Sei \((a_n)\) eine monoton fallende Folge mit \(a_n \geq 0\) für alle \(n \in \mathbb{N}\) und \(\displaystyle\lim_{n \to \infty} a_n = 0\)

Dann konvergiert die alternierende Folge

\(\displaystyle \sum_{n=0}^{\infty} (-1)^n a_n\)

 

Absolute Konvergenz (Reihe)

Eine Reihe \(\displaystyle \sum_{n=0}^{\infty} a_n\) heisst absolut konvergent wenn auch \(\displaystyle \sum_{n=0}^{\infty} |a_n|\) konvergent ist.

 

Absolute konvergenz impliziert konvergenz.

Konvergenzkriterien Reihen: Majoranten-Kriterium

Sei \(\displaystyle \sum_{n=0}^{\infty} c_n\) konvergent mit \(c_n \geq 0\) für alle \(n \in \mathbb{N}\) und \((a_n)\) eine Folge mit \(|a_n| \leq c_n\) für alle \(n \in \mathbb{N}\). Dann konvergiert die Reihe \(\displaystyle \sum_{n=0}^{\infty} a_n\) absolut.

 

\(\sum_{n=0}^{\infty} c_n\) ist die Majorante

Definition Stetigkeit

Eine Funktion ist stetig im punkt \(a \in D\) falls gilt

\(\displaystyle \lim_{x\to a} f (x) = f(a)\)

Zwischenwertsatz (ZWS)

Sei \(f: [a,b] \to \mathbb{R} \) stetig mit \(f(a) < 0\) und \(f(b) > 0\) (oder umgekehrt)

Dann existiert ein \(p \in [a,b] \text{ mit } f(p) = 0\)

Eine stetige Funktion auf einem intervall welches durch den Nullpunkt geht hat eine Nullstelle.

 

Beweis:
Wir definieren eine Folge von ineinandergeschachtelten Intervallen \([a_n, b_n] \subset [a_{n-1}, b_{n-1}]\). Jeder dieser Intervalle wird so gesetzt dass es den Vorzeichenwechsel enthält, und den halben Durchmesser vom letzten Intervall hat.
Es folgt dass \(a_n\) gegen einen punkt \(p_1\) konvergiert und \(b_n\) gegen einen punkt \(p_2\). Da der intervallradius immer halbiert wird ist \(p_1 = p_2 = p\).

\(\varepsilon\) - \( \delta\)-Kriterium

Sei f eine funktion dann ist sie im Punkt \(a \in D\) genau dann stetig wenn gilt:
Für jedes \(\varepsilon > 0\) gibt es \(\delta > 0\) so dass

\(|f(x) - f(a)| < \varepsilon \text{ für alle } y \in D \text{ mit } |x-a| < \delta\)

Gleichmässige Stetigkeit

Sei f eine funktion dann ist sie dann gleichmässig stetig wenn gilt:
Für jedes \(\varepsilon > 0\) gibt es \(\delta > 0\) so dass

\(|f(x) - f(y)| < \varepsilon \text{ für alle } x,y \in D \text{ mit } |x-y| < \delta\)

 

f gleichmässig stetig ⇒ f stetig

 

\(f: [a,b] \to \mathbb{R}\) stetig ⇒ f gleichmässig stetig

Wie ist die Exponentialfunktion definiert und was sind ihre Eigenschaften

Definition

\(\displaystyle exp(x) := \lim_{n\to \infty} (1 + \frac{x}{n})^n = \sum_{k=0}^{\infty}\frac{x^k}{k!} = 1 + x + \frac{x^2}{2!} + \frac{x^3}{3!} + ...\)

Eigenschaften

  • \(\exp(x+y) = \exp(x)\exp(y)\)
  • \(\displaystyle \lim_{x \to 0} \frac{\exp(x) -1}{x} = 1\)

Beweis für \(\exp(x+y) = \exp(x)\exp(y)\)

\(\exp(x)\exp(y) = \lim_{n \to \infty} (1 + \frac{x}{n})^n(1 + \frac{x}{n})^n = \lim_{n \to \infty} (1 + \frac{x+y+\frac{xy}{n}}{n})^n = \exp(xy)\)

exp ist die einzige funktion mit diesen Eigenschaften!

  • exp ist stetig
  • exp(x) > 0 für alle x in R
  • exp ist streng monoton wachsend
  • exp \(\mathbb{R} \to \mathbb{R}_{>0} \) ist bijektiv

Exponentialfunktion Graph

Natürlicher Logarithmus

Umkehrfunktion der Exponentialfunktion

\(x = e^y \quad\equiv\quad y = \log(x)\)

Eigenschaften

  • \(\log(xy) = \log(x) + \log(y) \) für alle x,y > 0
  • \(\displaystyle \lim_{x \to 0} \frac{\log(1+x)}{x} = 1\)

Differenzierbarkeit

Eine Funktion \(f: I \to \mathbb{R}\) heisst differenzierbar an der stelle \(x \in I\) wenn der Grenzwert

\(\displaystyle f'(x) := \lim_{h \to 0} \frac{f(x+h) - f(x)}{h} \)

existiert. Wir nennen f' die Ableitung von f an der stelle x.

Ableitungsregeln

Lineare Approximierbarkeit (1D)

Eine funktion \(f : I \to \mathbb{R}\) ist genau dann an der Stelle a in I differenzierbar wenn es die Konstante gibt, so dass

\(f(x) = f(a) + c(x-a) + \varphi(x)\)

wobei phi eine Funktion ist für die gilt

\(\displaystyle \lim_{x\to a} \frac{\varphi (x) }{x-a} = 0\)

 

In diesem fall ist c = f'(a).

Definition vom lokalen Maximum/Minimum (ohne Ableitung)

Eine funktion hat an einer stelle \(x \in I\) ein lokales Maximum falls \(\varepsilon > 0\) existiert so dass gilt:

Für alle \(\xi \in I\) mit \(|\xi - x| < \varepsilon\) ist \(f(x) \geq f(\xi)\)

 

Satz von Fermat

Wenn eine funktion an der stelle x differenzierbar dann gilt:

f hat lokales extremum bei x ⇒ f'(x) = 0

 

Beweis:

\(f\) hat ein lokales Maximum bei \(x \in (a,b)\).

Es existiert also ein \(\varepsilon > 0\) mit \(f(x) \geq f(\xi)\) für alle \(\xi \in (x-\xi, x+\xi)\).

\(\displaystyle f'(x) = \lim_{\xi \searrow x} \frac{f(\xi) - f(x)}{\xi - x}\)

Aus dem lokalen maximum folgt \(f'(x) \leq 0\). Analog für \(\xi \nearrow x\). Aus dem zwischenwertsatz folgt also f'(x) = 0.

Satz von Rolle

Sei \(f: [a,b] \to \mathbb{R}\) eine stetige Funktion mit \(f(a) = f(b)\).

Ist die funktion \(f\) differenzierbar in \((a,b)\) dann existiert \(\xi \in (a,b) \) mit \(f'(\xi) = 0\)

Beweis

  1. Entweder \(f\) ist konstant und hat überall \(f'(x) = 0\)
  2. \(f\) ist nicht konstant und hat mindestens einen kleinsten oder grössten wert an der stelle \(p \in (a,b)\) ⇒ \(f'(p) = 0\).
    (Satz von Fermat)

Mittelwertsatz (MWS) der Differentialrechnung

Sei \(f: [a,b] \to \mathbb{R} \) stetig und \(f\) differenzierbar auf \((a,b)\) . Dann existiert \(\xi \in (a,b) \) mit

\(\frac{f(b) - f(a)}{b-a} = f'(\xi)\)

Erläuterung:

Eine stetige funktion nimmt zwischen zwei punkten an mindestens einer stelle die Ableitung gleich der Steigung zwischen diesen punkten an.

Beweis:

Betrachte die Hilfsfuntkion

\(F(x) = f(x) - \frac{f(b) - f(a)}{b-a} (x-a)\) (= f(x) minus der geraden zwischen den punkten)

Durch satz von rolle gilt nun dass f'(x) = 0 vorkommen muss.

Monotonie

Sei \(f: [a,b] \to \mathbb{R} \) stetig und differenzierbar in \((a,b)\) dann gilt:

  • \(f'(x) \geq 0 \text{ für alle } x \in (a,b) \quad\Longleftrightarrow f\) ist monothon wachsend auf \([a,b]\)
  • \(f'(x) > 0 \text{ für alle } x \in (a,b) \quad\Longrightarrow f\) ist streng monothon wachsend auf \([a,b]\)

Lokale Minima/Maxima mittels differenzierung

Ist f differenzierbar und es existiert f''(x) an der stelle x und

\(f'(x) = 0\) und \(f''(x) > 0\)

Dann hat \(f\) ein striktes lokales minimum

Konvexität

Definition:
TODO

Wenn \(f\) zweimal differenzierbar:

\(f\) ist konvex \(\quad \Longleftrightarrow \quad f''(x) \geq 0\)

Anwendungsbereich von de l'Hospital

Untersuchen von unbestimmten Ausdrücken der Form \(\displaystyle \frac{0}{0}, \frac{\infty}{\infty}\).

Monothone Funktionen sind Integrierbar

\(f: [a,b] \to \mathbb{R}\) ist monoton wachsend. Die Funktion \(f\) muss also beschränkt sein, (das maximum ist \(f(b)\))

Wir wählen eine äquidistante zerlegung (\(x_k = a + k \frac{b-a}{n}\))

Wir definieren die Treppenfunktionen \(\varphi, \psi \in \mathcal{T}[a,b]\) wobei \(\varphi \) untere Treppenfunktion und \(\psi\) obere Treppenfunktion.

sowie

\(\displaystyle\int_a^b \psi(x) dx - \int_a^b \varphi(x) dx = \sum_{k=1}^nf(x_k)(\frac{b-a}{n}) - \sum_{k=1}^nf(x_{k-1})(\frac{b-a}{n})\)

\(\displaystyle= \frac{b-a}{n}\left(\sum_{k=1}^nf(x_k) - \sum_{k=1}^n f(x_{k-1})\right) = \frac{b-a}{n}(f(b) - f(a)) \leq \varepsilon\) falls \(n \geq 1\) genügend gross ist.

 

Integral für Treppenfunktionen

\(\displaystyle \int_a^b \varphi(x)dx := \sum_{k=1}^n c_k \Delta x_k\)

Eigenschaften

  • \(\displaystyle \int_a^b (\varphi + \psi) (x)dx = \int_a^b \varphi(x)dx + \int_a^b \psi(x)dx\)
  • \(\displaystyle \int_a^b (\lambda\varphi)(x)dx = \lambda\int_a^b \varphi(x)dx\)
  • \(\displaystyle \varphi \leq \psi \quad \Longrightarrow \quad \int_a^b \varphi(x)dx \leq \int_a^b \psi(x)dx\)

Das Ober- und Unterintegral

Sei \(f: [a,b] \to \mathbb{R}\) eine beschränkte Funktion, dann definieren wir das Oberintegral als

\(\displaystyle \overline{\int_a^b}f(x)dx := \inf \left\{\int_a^b \varphi(x) dx: \varphi \in \mathcal{T}[a,b], \varphi \geq f \right\}\)

In worten, das oberintegral ist definiert als das integral der kleinsten treppenfunktion die grösser als die funktion f ist.

Analog das unterintegral.

 

Es gilt \(\displaystyle \underline{\int_a^b}f(x)dx \leq \overline{\int_a^b}f(x)dx\)

 

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