Validation (IVA)
Careum Block 06
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Cartes-fiches
Was ist Validation?
Validation ist eine spezielle Kommunikationstechnik, bei der das individuelle Erleben des Menschen mit Demenz in den Vordergrund rückt. Es wird weniger auf der Inhaltseben, sondern mehr auf der Beziehungsebene kommuniziert. Hierfür ist es besonders wichtig, dass die Gefühle und Antriebe des Betroffenen wahrgenommen und respektiert, sowie in kurzen Sätzen wiedergegeben werden.
Was sind die Grundlagen der Validation?
- Wertschätzung einer Handlung, auch wenn diese sinnlos ist
- PP orientiert sich am Patient
- Gefühle erkennen und anerkennen (Gefühle kennt der Patient immer)
- Langsam annähern und langsam sprechen
- Gefühle verbalisieren
- Regie des Dialoges liegt beim Patienten (Thema, Themawechsel, Tempo)
- Sich auf Augenhöhe begeben (Eingeschränktes Sichtfeld)
- Biografie miteinbeziehen
- Akzeptierende Grundhaltung
- Toleranz ohne korrigierendes Eingreifen
Was ist das Ziel der Validation?
- Bestätigung und Unterstützung des Person-Seins
- Stärkung von Sicherheit und Geborgenheit
- Wegnahme von Stress, Angst und Verlassenheit
- Verstärkung des Zugehörigkeitsgefühls
- Unterstützung des Selbstausdrucks (Antrieb und Gefühle)
- Förderung der Selbstständigkeit
Wann wird eine Validation angewendet?
- Auf der Lichtung
- Im Vorübergehen
- In einer Krise
Was sind die 4 Schritte einer Validation?
- Gefühle und Antriebe wahrnehmen und erspüren
- Persönliches Echo: Gefühle und Antriebe validieren
- Generelles Echo: Allgemein validieren
- Biografisches Echo: Lebensthemen validieren
Was sind Antriebe (5 Beispiele)?
Werte und Normen
- Ordnungssinn
- Fleiss
- Pflichtbewusstsein
- Fürsorge
- Sparsamkeit
Was sind Gefühle (5 Beispiele)?
Emotionen
- Trauer
- Freude
- Verzweiflung
- Angst
- Misstrauen
Was sind die Kernsymptome einer Demenz?
- Vergesslichkeit
- Einpräge- und Merkfähigkeitsstörung
- Einengung des Gesichtsfeldes
Was sind Kompensationsmechanismen eines dementen Patienten?
- Fremdbeschuldigungen
- Notieren
- Rückzug in die individuelle Innenwelt
Was ist wichtig bei der Kommunikation mit dementen Patienten?
Bewusstes Zentrieren
Kurz durchatmen, Gefühlslage prüfen
Blickkontakt
Auf gleicher Augenhöhe kommunizieren (Sichtsfeldeinschränkung)
Über den Körper sprechen
Den Pat. leicht berühren, um Kontakt aufzunehmen. Mimik und Gestik beobachten und einsetzen.
Biografie
Biographische Informationen födern das Verständnis und Verhaltensweisen können besser interpretiert werden.
Sich kurzfassen
Einfache, kurze Sätze bilden. Verlängerte Reaktionszeit beachten
Geschlossene Fragen
Sie erleichtern Menschen mit Demenz, eine Entscheidung zu treffen
Wertschätzung
- Realität des Patienten akzeptieren und Aussagen nicht korrieren
- Gefühle und Bedürfnisse hinter herausforderndem Verhalten erkennen und befriedigen
Kontakt beenden
Deutliche Abschied ist notwendig: Verbal durch Hinweise, evtl. die Hand geben, Distanz vergrössern