Careum Block 06


S. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pharmakologie von Psychopharmaka und deren klinische Anwendung. Sie behandeln die Wirkungen, Nebenwirkungen und Indikationen von Neurotransmittern wie Serotonin und Noradrenalin, sowie die Verwendung von Benzodiazepinen, Antipsychotika und Antidepressiva. Besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich mit der Verschreibung und Überwachung von Psychopharmaka befassen, da sie detaillierte Informationen zu spezifischen Präparaten und deren Wechselwirkungen liefern.
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Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
14.11.2021 / 20.06.2024

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Definition Psychopharmaka

Psychopharmaka sind Substanzen, die gestörte Stoffwechselprozesse im Gehirn beeinflussen und sie bei Fehlregulation normalisieren können.

Was sind Neurotransmitter?

Botenstoffe im Hirn (Neurotransmitter) vermitteln Informationsverarbeitung zwischen den Neuronen

Welche Neurotransmitter sind die wichtigsten bei den Psychopharmaka?

  • Serotonin
  • Adrenalin
  • Noradrenalin
  • GABA (Glutamat bzw. Gamma Amino Buttersäure)

Wie wirken Neurotransmitter?

Wenn die Signale (Aktionspotenziale) die präsynaptischen Endknöpfe erreicht haben, werden Neurotransmitter ausgeschüttet. Sie gelangen in den synaptischen Spalt (Extrazellulärraum) und werden von den Rezeptoren der nächsten Zelle aufgenommen.

Welche Substanzgruppen gibt es bei den Psychopharmaka?

  • Antidepressiva
  • Antipsychotika
  • Anxiolytika
  • Hypnotika

Nenne 5 Gruppen von Antidepressiva

  • Trizyklische Antidepressiva
  • Serotonininselektive Wiederaufnahmehemmer (SSRI)
  • Selektive Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI)
  • Johanniskraut
  • Lithium

Nenne ein Beispiel von Antipsychotika

Haldol

Nenne 3 Beispiele von Anxiolytika und Hypnotika

  • Benzodiazepine
  • Z-Subtanzen
  • Barbiturate

Was heisst selektiv?

Ausgewählt, klar abgegrenzt, die Auswahl betreffend

Seretoninselektiv = das Serotonin betreffend

Wie wirken Wiederaufnahmehemmer?

Hemmen die Wiederaufnahme von Neurotransmitter aus dem synaptischen Spalt und erhöhen so dessen Konzentration und Wirkung

Warum werden trizyklische Antidepressiva kaum mehr verwendet?

  • Diese Medikamente sind aus der Mode gekommen
  • Die Wirkung kann durch SNRI oder auch SSRI genauso gut erzielt werden, jedoch mit weniger Nebenwirkungen

Wie wirken trizyklische Antidepressiva?

Hemmen unselektiv die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin im synaptischen Spalt

Welche Nebenwirkungen haben trizyklische Antidepressiva?

Anticholinerge Wirkung

  • Mundtrockenheit
  • Akkommodationsstörungen
  • Obstipation
  • Kardiovaskuläre Störungen (BD↓; Tachykardie)

Worauf muss man bei der Dosierung von trizyklischen Antidepressiva achten?

  • Cave Überdosierung
  • Wochendosis kann letal sein

Nenne 3 Präparate der trizyklischen Antidepressvia

  • Tofranil
  • Surmontil (auch als Schlafmittel eingesetzt)
  • Saroten

Für was steht SSRI?

Serotoninselektive Wiederaufnahmehemmer

Wie wirken SSRI?

Hemmen selektiv die Wiederaufnahme von Serotonin im synaptischen Spalt

Welche Nebenwirkungen haben SSRI?

  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Schlaflosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Tremor
  • Müdigkeit
  • Libidoverlust

Nenne 3 Präparate von SSRI

  • Citalopram
  • Cipralex
  • Zoloft

Für was steht SNRI?

Selektive Serotonin- und Noadrenalin-Wiederaufnahmehemmer

Wie wirken SNRI?

Hemmen selektiv die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin im synaptischen Spalt

Welche Nebenwirkungen haben SNRI?

  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Schlaflosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Tremor
  • Müdigkeit
  • Libidoverlust

Nenne zwei Präparate der SNRI

  • Venlafaxin
  • Cymbalta

Wie wirkt Johanniskraut?

Hemmen unselektiv die Wiederaufnahme von Serotonin, Noradrenalin und anderen Neurotransmitter im synaptischen Spalt

Welche Interaktion gibt es bei Johanniskraut?

Gleichzeitige Einnahme anderer Arzneimittel → Wirkung wird abgeschwächt

  • Orale Antikoagulanzien
  • Orale Kontrazeptiva
  • Digoxin
  • Ciclosporin

Welche Nebenwirkungen hat Johanniskraut?

Photosensibilisierung, vor allem bei hellhäutigen Patienten

Wie wirken Lithiumsalze?

  • Wirkungsmechanismus ist noch unerforscht
  • Wirkung bestimmter Neurotransmitter wird abgeschwächt
  • Beeinflusst den Tag-Nacht-Rhythmus
  • Mildert manische und depressive Phasen

Welche Indikationen haben Lithiumsalze?

  • Bipolare Störung
  • Therapierefraktäre Depression

Welche Nebenwirkungen haben Lithiumsalze?

Speziell zu Beginn der Therapie

  • Durst
  • Harndrang
  • Nierenschädigung
  • Fingertremor
  • Gewichtszunahme

Welche Kontraindikationen haben Lithiumsalze?

  • Niereninsuffizienz
  • Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schwangerschaft: Gering erhöhte Teratogenität (Fehlbildungen)

Welche Interaktionen können bei Lithiumsalzen auftreten?

Gefahr von Lithiumintoxikationen bei:
- Diuretika und NSAR
- Salzarme Diät oder Salzverlust (starkes Schwitzen, Erbrechen, Diarrhö)
 

Wie ist die therapeutische Breite bei den Lithiumsalzen?

kleine therapeutische Breite
- Überwachung Blutspiegel
- Gute Instruktion der Patienten

Was sind erste Anzeichen einer Lithium-Intoxikation?

  • Grobschlägiger Tremor
  • Muskelzuckungen
  • Nausea
  • Somnolenz
  • Diarrhöe

Was ist das Serotonin-Syndrom?

Überflutung des Körpers mit Serotonin , oft in Kombination von AD mit anderen serotonerg wirkenden Substanzen
→ Lithium, Antipsychotika ,Opiate

Welche Symptome zeigen sich beim Serotonin-Syndrom?

Trias von
- Hohem Fieber (Schüttelfrost)
- Neurmuskuläre Symptoem (Hyperrigidität, Hyperreflexie, Myoklonien)
- Psychopathologische Symtome (Delirante Symptome: Desorientiertheit, Erregungszustände, Reizbarkeit)

Andere Symptome
- Abdominalschmerzen mit Diarrhoe, Emesis und Nausea
- Hypertonie und Tachykardie
- Epipeptische Anfälle
- Multiorganversagen

Was sind die Indikationen von Antipsychotika?

  • Bipolare Störung
  • Schizophrenie
  • Erregungszustände (Intoxikationen)

Wie werden Antipsychotika auch noch genannt?

Neuroleptika

Was ist die Wirkungsweise von Neurleptika?

  • Hemmung der Dopamin Erregungsübertragung im Gehirn
  • Es werden auch andere Neurotransmitter beeinflusst

Was ist die Wirkung von Antipsychotika?

  • Hemmung von Affekten und Antrieb
  • Hemmend gegenüber inneren sowie äusseren Reizen
  • Verminderung von Ängsten und Aggressionen
  • Verbesserung der Stimmung

Was ist bei der Einnahme von Neuroleptika zu beachten?

  • Haben eine Depot-Wirkung
  • Regelmäßige Einnahme über längere Zeit ist wichtig → Compliance
  • Non-Compliance: intramuskuläre Verabreichung sinnvoll (freiwillig)

Étudier