Anatomie/ Pathologie BMA21-24
Diverses Anatomie und PathologieExkl. Nierenanatomie
Diverses Anatomie und PathologieExkl. Nierenanatomie
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Lernkarten
Rezidiv
Wiederaufflammen einer Krankheit, die als geheilt galt.
Remission
Vorübergehende oder andauernde Abschwächung der Symptome bei chronischen Erkrankungen, ohne dass Heilung erreicht wird.
Epidemiologie
Beschäftigt sich mit Ursachen und Folgen, sowie Verbreitung von gesundheitlichen Zuständen und Ereignissen in Populationen.
mittlere Lebenserwartung
Zeitspanne, nach der 50% der Bevölkerung oder iener bestimmten Gruppe verstorben ist.
Morbidität
Zahl Erkrankter einer Bevölkerung innerhalb eines bestimmten Zeitraums
Prävalenz
Zahl der Erkrankten in einer Bevöklerungsgruppe zu einem bestimmten Zeitpunkt
Inzidenz
Anzahl Neu-Erkrankter in einem bestimmten Zeitraum.
Mortalität
Zahl an einer bestimmten Erkankung verstorbenen Personen pro Jahr.
Letalität
Anzahl Verstorbener bezogen auf die Erkrankten in %
Regeneration
Ein gewebe kann zugrunde gegangene Zellen immer wieder erneuern
Funktionalität bleibt vollständig erhalten
Reparation
Zugrunde gegangenes Gewebe miss mit minderwertigem Gewebe ersetzt werden. in der Regel ist das Ersatzgewebe Bindegewebe.
Verlust von Funktionalität
Erneuerungsgewebe
(labile Gewebe)
Gewebe, dass sich physiologisch ständig erneuert. Verlorengegangene Zellen werden immer ersetzt. . Diese Zellen können sich an Schädigungen nur gering anpassen und gehen schnell zu grunde.
Sehr hohe Regenerationsbereitschaft--> Gefahr von Mutationen sehr gross.
Stabile Gewebe
Potenziell teilungsfähige Zellen. Zellen gehen aus physiologischen Gründen nur wenig zugrunde und erneuern sich kaum. Normalerweise in G0-Phase, bei Schädigung aber zurück im Zyklus. Teilung--> Verlust wird ersetzt.
Sind sehr langlebige Zellen (eigentlich ein Leben lang)
Beispiele: Leber und Nieren
Ruhegewebe
(permanente Gewebe)
Irreversible postmitotische Zellen, die sehr hoch spezialisiert sind. Bei Schädigung gehen die Zellen zugrunde und werden nicht erneuert. Ersatz folgt durch Bindegewebe
Neurone, Her- und Skelettmusklezellen
Atrophie
Verkleinerung der Organe, wenn sie weniger Arbeiten müssen als gewohnt.
-Durch verminderte Aktivität, Blutversorgung, Ernährung, neurale Stimulation, endokrinde Stimulation
Physiologiesche Atrophie
Altersatrophie: Im Alter verlieren Organe an Grösse
Muskelatrophie: nach Trainingspause
Involutionsatrophie: Verkleinerung von Organen, die nur in einem begrenzten Lebensabschnitt benötigt werden (Uterus nach Geburt, Geschlechtsorgane im Alter, Brustdrüse nach dem Stillen)
pathologiesche Atrophie
Inaktivitätsatrophie: z.B bei Bettlägrigkeit
Druckatrophie:Verringerung von Gewebe durch ständigen Druck z.B wegen einem Tumor
Hirnatrophie: Alzheimer: vorzeitige atrophische Alterung des Gehirns
Muskelatrophie: bei fehlender Innervation z.B bei Lähmungen
Einfache Atrophie
Verkleinerung der Parenchymzellen
Numerische Atrophie
Abnahme der Zellzahl
Hypertrophie
Organvergrösserung durch Zellvergrösserung
Die einzelnen Zellen werden grösser
Hyperplasie
Organvergrösserung durch Zellvermehrung
Es werden mehr Zellen gebildet.
Metaplasie
Umwandlung eines differenzierten (Epithel)Gewebes in ein anderes
Anpassung an einen chronischen Reiz, damit es wiederstandsfähiger wird.
Nekrose
Überbegriff für die Summe aller morphologischen Erscheinungen nach einem teilweise oder totalen Zell-/Gewebetod im lebenden Organismus
Koagulationsnekrose
Eiweisse im Gewebe denaturieren, es kommt zur Koagulation. Dadurch entsteht die typisch feste Beschaffenheit.
Gewebe erscheint gelblich, trocken, mörtelartig. Infolge Von Eiweissausfällungen
Kolliquationsnekrose
Eine Verflüssigung des Gewebes. Gewebe erscheint matschig-weich.
Geschieht weil:
- im nekrotischen Gebiet kommen kaum koagulierbare Eiweisse vor (Gehirn)
- es hat massenhaft Proteasen
- Besiedlung von Bakterien, die bauen Proteine ab.
Gangrän
Grund: arterielle Durchblutungsstörung. Wegen des Hämoglobinabbaus verfärbt sich Gewebe schwarz.
Trockene Gangrän
Gewebe trocknet aus und sieht aus wie mumifiziert
Feuchte Gangrän
Bakterien kommen dazu. Durch ihre Enzyme sieht Gewebe feucht, schmierig aus.
septische Entzündung
Entzündung ausgelöst durch Mikroorganismen.
aseptische Entzündung
Entzündung ohne Mikroorganismen.
Beispiel: Gicht
lokale Entzündung
Entzündung bleibt in der Nähe des verletzten Gewebes
generalisierte Entzündung
Entzündung breitet sich im Körper aus.
Ist der Fall bei viralen Infektien wie Grippe.
Sind Bakterien in grossem Ausmass durchs Blut im Körper verteilt, spricht man von Sepsis.
Auch bei autoimmun Erkrankung möglich.
metastatische Entzündung
Erreger werden von lokalen Entzündungsherd in ein anderes Organ verschleppt. Dort gibt es neuen Entzündungsherd.
Direkte Infektion
Erreger wird von Mensch zu Mensch übertragen. Z.B über Tröpfcheninfektion
Indirekte Infektion
Erreger wird durch kontaminierte Gegenstände, Nahrungsmittel etc übertragen.
Zoonose
Erreger von Tier auf Mensch übertragen. Kann direkt (Tollwut) oder indirekt (Borreliose). Oft sind auch Zwischenwirte beteiligt (Borreliose-Zecken)
Perinatale Übertragung
Übertragung des Erregers von der Mutter auf das Kind während der Geburt
Transplazentare Übertragung
Erreger geht durch die Plazenta zum ungeborenen Kind. z.B Röteln, HIV, Listeriose
Laktogene Übertragung
Übertragung des Erregers durch die Muttermilch
Infektion
Erreger befällt Organismus und vermehrt sich in diesem.