Anatomie/ Pathologie BMA21-24

Diverses Anatomie und PathologieExkl. Nierenanatomie

Diverses Anatomie und PathologieExkl. Nierenanatomie


X. V.
Diese Lernkarten behandeln zentrale Themen der Nierenfunktion, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Blutgerinnungsstörungen auf universitärem Niveau. Im Fokus stehen Pathomechanismen wie Niereninsuffizienz, Schockformen, Thrombosen sowie deren Auswirkungen auf Organe, Gewebe und Zellen, wobei Schlüsselbegriffe wie Druck, Entzündung, Mutation und Organfunktion systematisch verknüpft werden. Ideal für Medizinstudierende, die pathophysiologische Zusammenhänge vertiefen und klinische Symptome fundiert verstehen möchten.
Karten
153
Lernende
8
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
12.11.2021 / 16.10.2026

Lernkarten

Rezidiv 

Wiederaufflammen einer Krankheit, die als geheilt galt. 

Remission

 

Vorübergehende oder andauernde Abschwächung der Symptome bei chronischen Erkrankungen, ohne dass Heilung erreicht wird. 

Epidemiologie

Beschäftigt sich mit Ursachen und Folgen, sowie Verbreitung von gesundheitlichen Zuständen und Ereignissen in Populationen. 

mittlere Lebenserwartung 

Zeitspanne, nach der 50% der Bevölkerung oder iener bestimmten Gruppe verstorben ist. 

Morbidität

Zahl Erkrankter einer Bevölkerung innerhalb eines bestimmten Zeitraums

Prävalenz

Zahl der Erkrankten in einer Bevöklerungsgruppe zu einem bestimmten Zeitpunkt

Inzidenz

Anzahl Neu-Erkrankter in einem bestimmten Zeitraum. 

Mortalität

Zahl an einer bestimmten Erkankung verstorbenen Personen pro Jahr. 

Letalität

Anzahl Verstorbener bezogen auf die Erkrankten in %

Regeneration

Ein gewebe kann zugrunde gegangene Zellen immer wieder erneuern

Funktionalität bleibt vollständig erhalten

Reparation

Zugrunde gegangenes Gewebe miss mit minderwertigem Gewebe ersetzt werden. in der Regel ist das Ersatzgewebe Bindegewebe. 

Verlust von Funktionalität

Erneuerungsgewebe

(labile Gewebe) 

Gewebe, dass sich physiologisch ständig erneuert. Verlorengegangene Zellen werden immer ersetzt. . Diese Zellen können sich an Schädigungen nur gering anpassen und gehen schnell zu grunde. 

Sehr hohe Regenerationsbereitschaft--> Gefahr von Mutationen sehr gross. 

Stabile Gewebe

Potenziell teilungsfähige Zellen. Zellen gehen aus physiologischen Gründen nur wenig zugrunde und erneuern sich kaum. Normalerweise in G0-Phase, bei Schädigung aber zurück im Zyklus. Teilung--> Verlust wird ersetzt. 

Sind sehr langlebige Zellen (eigentlich ein Leben lang) 

Beispiele: Leber und Nieren

Ruhegewebe

(permanente Gewebe) 

Irreversible postmitotische Zellen, die sehr hoch spezialisiert sind. Bei Schädigung gehen die Zellen zugrunde und werden nicht erneuert. Ersatz folgt durch Bindegewebe

Neurone, Her- und Skelettmusklezellen 

Atrophie

Verkleinerung der Organe, wenn sie weniger Arbeiten müssen als gewohnt. 

-Durch verminderte Aktivität, Blutversorgung, Ernährung, neurale Stimulation, endokrinde Stimulation 

Physiologiesche Atrophie 

Altersatrophie: Im Alter verlieren Organe an Grösse

Muskelatrophie: nach Trainingspause

Involutionsatrophie: Verkleinerung von Organen, die nur in einem begrenzten Lebensabschnitt benötigt werden (Uterus nach Geburt, Geschlechtsorgane im Alter, Brustdrüse nach dem Stillen) 

 

pathologiesche Atrophie

Inaktivitätsatrophie: z.B bei Bettlägrigkeit 

Druckatrophie:Verringerung von Gewebe durch ständigen Druck z.B wegen einem Tumor

Hirnatrophie: Alzheimer: vorzeitige atrophische Alterung des Gehirns

Muskelatrophie: bei fehlender Innervation z.B bei Lähmungen

Einfache Atrophie

Verkleinerung der Parenchymzellen

Numerische Atrophie

Abnahme der Zellzahl

Hypertrophie

Organvergrösserung durch Zellvergrösserung

Die einzelnen Zellen werden grösser

Hyperplasie

Organvergrösserung durch Zellvermehrung 

Es werden mehr Zellen gebildet. 

Metaplasie

Umwandlung eines differenzierten (Epithel)Gewebes in ein anderes

Anpassung an einen chronischen Reiz, damit es wiederstandsfähiger wird.

Nekrose

Überbegriff für die Summe aller morphologischen Erscheinungen nach einem teilweise oder totalen Zell-/Gewebetod im lebenden Organismus

Koagulationsnekrose

Eiweisse im Gewebe denaturieren, es kommt zur Koagulation. Dadurch entsteht die typisch feste Beschaffenheit. 

Gewebe erscheint gelblich, trocken, mörtelartig. Infolge Von Eiweissausfällungen

Kolliquationsnekrose

Eine Verflüssigung des Gewebes. Gewebe erscheint matschig-weich. 

Geschieht weil:

- im nekrotischen Gebiet kommen kaum koagulierbare Eiweisse vor (Gehirn) 

- es hat massenhaft Proteasen 

- Besiedlung von Bakterien, die bauen Proteine ab. 

Gangrän

Grund: arterielle Durchblutungsstörung. Wegen des Hämoglobinabbaus verfärbt sich Gewebe schwarz. 

Trockene Gangrän

Gewebe trocknet aus und sieht aus wie mumifiziert

Feuchte Gangrän

Bakterien kommen dazu. Durch ihre Enzyme sieht Gewebe feucht, schmierig aus. 

septische Entzündung 

Entzündung ausgelöst durch Mikroorganismen. 

aseptische Entzündung 

Entzündung ohne Mikroorganismen. 

 

Beispiel: Gicht

lokale Entzündung 

Entzündung bleibt in der Nähe des verletzten Gewebes

generalisierte Entzündung 

Entzündung breitet sich im Körper aus. 
Ist der Fall bei viralen Infektien wie Grippe. 

Sind Bakterien in grossem Ausmass durchs Blut im Körper verteilt, spricht man von Sepsis. 

Auch bei autoimmun Erkrankung möglich. 

 

metastatische Entzündung 

Erreger werden von lokalen Entzündungsherd in ein anderes Organ verschleppt. Dort gibt es neuen Entzündungsherd. 

Direkte Infektion 

Erreger wird von Mensch zu Mensch übertragen. Z.B über Tröpfcheninfektion 

Indirekte Infektion 

Erreger wird durch kontaminierte Gegenstände, Nahrungsmittel etc übertragen. 

Zoonose

Erreger von Tier auf Mensch übertragen. Kann direkt (Tollwut) oder indirekt (Borreliose). Oft sind auch Zwischenwirte beteiligt (Borreliose-Zecken) 

Perinatale Übertragung 

Übertragung des Erregers von der Mutter auf das Kind während der Geburt

Transplazentare Übertragung 

Erreger geht durch die Plazenta zum ungeborenen Kind. z.B Röteln, HIV, Listeriose

Laktogene Übertragung

Übertragung des Erregers durch die Muttermilch 

Infektion

Erreger befällt Organismus und vermehrt sich in diesem. 

Lernen