Klinische Psychologie

JMU Würzburg; Fragen aus dem Tutorium

JMU Würzburg; Fragen aus dem Tutorium


S. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über klinische Psychologie auf Universitätsniveau. Sie behandeln verschiedene psychische Störungen wie ADHS, Depression, Angst und PTBS, sowie deren Diagnose, Therapie und Risikofaktoren. Die Karteikarten beleuchten auch somatoforme Störungen, Schmerzstörungen und die Rolle von Partnern in der Schmerzverarbeitung. Sie sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich mit klinischer Psychologie beschäftigen und ein tiefes Verständnis der Störungsbilder und deren Behandlung erlangen möchten.
Karten
133
Lernende
18
Sprache
Deutsch
Kategorie
Psychologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
02.11.2021 / 16.10.2025

Lernkarten

Bei der Konversionsstörung findet sich es ein „attentional bias“ (Verzerrungen in Wahrnehmung und Kognition) beim Stroop color naming task.

Somatoforme Störungen sind von willentlich herbeigeführten Körperbeschwerden abzugrenzen.

Welche Studie konnte Verzerrungen in Wahrnehmung & Kognition bei Hypochondrie feststellen und wie haben sie das gemacht?

Attentional Bias in Health Anxiety (Owens et al., 2004)

242 TN (161 ♀, 81 ♂)

--> Einteilung in high, medium, low health anxiety

  • Aufgabe: Stroop color-naming task
  • Ergebnis: high HA-Gruppe signifikant höhere Stroop-Interferenz bei krankheitsbezogenen Wörtern (langsamere Reaktion) --> attentional bias
  • Fazit: kognitive Variablen spielen eine primäre Rolle bei Entwicklung und Aufrechterhaltung von health anxiety

Ein Diagnosekriterium der PTBS ist Veränderung in Erregung und Reaktionsfähigkeit. Diese zeigt sich in erhöhtem autonomen Arousal und übersteigerten physiologischen Reaktionen (erhöhte Vigilanz, übermäßige Schreckreaktionen).

Frauen haben ein erhöhtes Lebenszeitrisiko, an einer PTBS zu erkranken. Die Erklärung hierfür ist, dass sie weniger resilient sind als Männer.

Was ist der Unterschied zwischen Konfrontation in sensu und Konfrontation in vivo und warum ist beides bei PTBS angebracht?

Trauma beinhaltet sowohl eine interne Repräsentation (s. Flashbacks, Intrusionen etc.) sowie externe Stimuli, die an das Trauma erinnern (Trigger). Daher muss intern & extern bearbeitet werden:

In sensu= interne Repräsentation des Traumas & alle damit assoziierten sensorischen Reaktionen/ Erfahrungen

In vivo= Extinktion von Fruchtreaktionen von externen Reizen 

Positivsymptome sind Kennzeichen eines schizophrenen/ psychotischen Schubs. Man bezeichnet sie auch als Residualsymptome.

Schizophrenie ist mit hohem genetischen Risiko assoziiert: Je höher der Verwandtheitsgrad, desto höher ist auch das Risiko an Schizophrenie zu erkranken. 

Neuropsychologisch zeigen sich bei Schizophrenie Beeinträchtigungen in der Aufmerksamkeit, vor allem durch eine verstärke P50-Unterdrückung bei einem 2. Stimulus und Defiziten in der Prepulsinhibition. 

Menschen mit Autismus zeigen Schwierigkeiten in der Emotionserkennung. Bei Verwandten mit ASS zeigen sich diese Schwierigkeiten wiederum nicht, weswegen man Einschränkungen in der Emotionsverarbeitung nicht als Endophänotyp von ASS sehen kann. 

65% der autistischen Kinder sprechen nicht.

Welche Aussage bezüglich des Verlaufs von ASS stimmt nicht?

Nennt 4 absolute Indikatoren, die auf das Vorliegen einer ASS bei Kindern hinweisen.

  • Kein Brabbeln oder Zeigen mit 12 Monaten
  • Keine Wörter mit 16 Monaten
  • Keine Imitation
  • Keine spontanen Zwei-Wort-Sätze mit 24 Monaten
  • JEDER Verlust der Sprache oder sozialer Fertigkeit bei jedem Alter

Lernen