Lernkarten

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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 28.10.2021 / 28.10.2021
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Lernen

Lernen ist ein Prozess kognitiver, emotionaler und motivationaler Operationen, der zu neuen Strukturen, Denk- und Handlungsmöglichkeiten führt. Durch das Lernen werden individuelle Erfahrungen gewonnen, welche im Gedächtnis abgespeichert werden und das Verhalten verändern können. 

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Lernprozess

Informationsaufnahme -> Inforamtionsverarbeitung -> Informationsgebrauch 

Ein Lernprozess kann kontinuierlich und diskontinuierlich ablaufen

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Besonderheiten schulischen Lernens 

Jeder schulische Lernprozess kann durch externale und internale Bedingungen beschrieben werden. Fünf Besonderheiten des schulischen Lernprozesses:

  • Ziel ist die Aneignung gesellschaftlichen Wissens und Könnens
  • Individuelle Reproduktion gesellschaftlicher Erfahrungen
  • Anleitung und Unterstützung des Lernens durch Expert*innen
  • Spezifische, gesellschaftlich organisierte Bedinungen 
  • Lernen erfolgt im Rahneb der Persönlichkeitsentwicklung 
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Lernen unter den Bedingungen von Lehre

Lehrpersonen haben die Aufgabe, das Lernen der Schüler*innen zu begleiten und sicherzustellen. Was die Schüler*innen lernen ist nicht immer das, was die Lehrperson lehrt. D.h. Lernen wird z.B. von biologischen Verankerungen, Vorwissen und Interesse beeinflusst und jede Person lernt somit anders.  

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Ausserunterrichtliches Lernen

Schüler*innen müssen einen erheblichen Lernaufwand ausserhalb der regulären Unterrichtszeiten betreiben, um den Leistungsanforderungen der Schule gewachsen zu sein. (z.B. Hausaufgaben, Repetition des Lernstoffs, Nachhilfestunden, Prüfungsvorbereitung etc.) 

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Bezugsnormen

soziale Bezugsnorm:

  • Die Leistung einer Einzelperson wird mit der Leistung einer Gruppe verglichen

Individuelle Bezugsnorm:

  • Die Leistung eines Schülers wird mit seinen eigenen Leistungen in der Vergangenheit verglichen

Kriteriumsorientierte Bezugsnorm:

  • Hier wird nach festgelegten Kompetenzen und Standards bewertet (z.B. nach Lernplan)
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Lehrzielbezogene Aktivitäten 

Sind Aktivitäten, die ergänzend zu den Lernzielen formuliert wurden, um Ziele zu erreichen. Lehrpersonen sollten die nach Krathwohl (2002) definierten sechs lehrzielbezogenen Aktivitäten bei Schüler*innen aktivieren:

  1. Erinnern (Abrufen von Wissen aus dem LZG)
  2. Verstehen (Bedeutung von Wissen erfassen)
  3. Anwenden (Durchführen einer Prozedur in einer Situation)
  4. Analysieren (Zerlegen von Wissen in Elemente)
  5. Evaluieren (Bewerten von Wissen in Relation zu Standards)
  6. Generieren (Zusammenstellen von Elementen, um etwas Neues zu erzeugen)
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Output-orientierte Steuerung

Gegensätzlich zu anfänglichen Schulen, die «über den Input, d.h. über die schulischen Rahmenbedingungen gesteuert wurden» (Holmeier, 2019, S.79). Schulen bekommen grössere Handlungsoptionen und eine verstärkte Autonomie, die «nach einer ‘Sicherung der Vergleichbarkeit der Arbeitsergebnisse’ und einer ‘systematischen Überwachung der Zielerreichung’ verlangten» (Holmeier, 2019, S. 79). Die Leistung soll nach vergleichbaren Kriterien gemessen werden können, um Abschlüsse zu vereinheitlichen und vergleichbar zu machen. Damit kann auch die Qualität der Schulen und des Unterrichts sichergestellt werden -> Bildungsstandards für die obligatorische Schulstufe in der Schweiz.