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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 23.10.2021 / 27.10.2021
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Was wir alles umgestellt bei der postnatalen Adaption und was ist wichtig zu wissen?

  • Kreislaufumstellung
  • Atem und Lungenfunktion (braucht Reife von Gehirn und Lunge)
  • Verdauungsfunktion (Besiedlung des sterilen Darms mit Bakterien, Abgang von Mekonium)
  • Leberfunktion (Galle, Entgiftungs- und Ausscheidungsfunktion, Ikterus)
  • Nierenfunktion (noch geringe Konzentrations- und Verdünnungsfähigkeit)
  • Immunsystem (keine «Leihimmunität» mehr)
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Wie funktioniert der fetale Kreislauf?

  • Das sauerstoffgesättigte Blut erhält der Fetus über die Vena umbilicalis, die mit der Plazenta in Verbindung steht.
  • Diese gibt einen Gefäßast an die Vena portae ab und setzt sich in den Ductus venosus Arantii fort.
  • Der Ductus venosus Arantii umgeht das Portalsystem unter direkter Einmündung in die Vena cava inferior. (Umgehungskreislauf der Leber, da diese noch nicht arbeiten muss)
  • Das sauerstoffreiche Blut fliesst in das rechte Atrium und tritt durch das Foramen ovale (in der Herzscheidewand) in das linke Atrium über. Von dort fliesst es weiter über die Mitralklappe in den linken Ventrikel und dann über die Aortaklappe in den Körperkreislauf.
  • Eine kleine Menge des Blutes strömt über die Trikuspidalklappe in den rechten Ventrikel und von dort aus in die Arteria pulmonalis.
  • Das dem rechten Herzen zugeführte sauerstoffreiche Blut wird unter Umgehung des Lungenkreislauf über das Foramen ovale und Ductus arteriosus Botalli dem linken Herzen zugeführt, von dem es über die Aorta in den Körperkreislauf gelangt.
  • Das arterielle Blut des Fötus wird durch die Arteriae umbilicales der Plazenta zugeführt.
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Weshalb hat das fetale arterielle Blut einen geringen Sauerstoff gehalt und warum ist das wichtig?

  • Aufgrund der Vermischung arteriellen und venösen Blutes
  • Dies ist die Voraussetzung für die Oxygenierung des Blutes innerhalb der Plazenta.
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Warum fliesst das Blut des Fetus über den Ductus arteriosus Botalli?

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Weil die Gefässwände des Lungenkreislaufes bis zur Geburt noch verschlossen sind. So herrscht im Lungenkreislauf ein grosser Widerstand. Das Blut sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes und dieser führt über den Ductus arteriosus Botalli.

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Was ist besonders an der Leber im fetalen Kreislauf?

Sie wird bis zur Geburt kaum durchblutet, da es noch keine orale Nahrung im Utersuch gibt und es nichts zum Entgiften gibt.

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Was ists besonders an der Lungen des Fetus?

  • Vor der Geburt sind die Lungenbläschen (Alveolen) mit Flüssigkeit gefüllt.
  • Nach der Geburt muss diese Flüssigkeit aus der Lunge weichen, damit sich die Lungenbläschen mit Luft füllen können und die Atmung des Neugeborenen normal einsetzen kann.
  • Hormone, die während der Geburt ausgeschüttet werden, veranlassen die Zellen in den Lungenbläschen, Flüssigkeit zu absorbieren.
  • Ein Teil der Flüssigkeit wird durch den bei einer vaginalen Entbindung ausgeübten Druck aus der Lunge herausgepresst.
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Durch was wird die postpartale Adaption ausgelöst?

  • Unterbrechung des plazentaren Kreislaufes (Durchtrennung der Nabelschnur)
  • Entfaltung der Lunge durch den ersten Atemzug
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Was passiert während der postnatalen Adaption?

  • Durch das Durchtrennen der Nabelschnur wird die Blutzufuhr aus der Plazenta über den Ductus venosus unterbrochen.
  • Die unterbrochene Blutzufuhr führt zu einer massiven Druckverminderung im rechten Vorhof.
  • Gleichzeitig erfährt das Neugeborene einen Atemreiz: Mit dem ersten Schrei atmet es erstmalig ein und bläht dadurch die Lunge auf.
  • Durch die ersten Atemzüge verringert sich der Druck im kleinen Kreislauf.
  • Diese plötzlich eintretenden Druckveränderungen führen zu einer Reduktion des Blutflusses über den Ductus arteriosus Botalli
  • Der Ductus arteriosus Botalli schliesst sich
  • Der Blutfluss durch die Lunge verstärkt sich und dadurch auch der Blutfluss in den linken Vorhof.
  • Aufgrund der veränderten Drucksituation im linken und rechten Vorhof verschließt sich das Foramen ovale.
  • Aufgrund der Situationsveränderung werden verschiedene anatomische Strukturen nicht mehr benötigt und bleiben als verwachsene Bindegewebsstränge zurück