BBZ Olten


K. N.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in die Psychologie, insbesondere in die Untersuchung des menschlichen Verhaltens, der Wahrnehmung und der Kommunikation. Sie decken Themen wie die Grundgesetze der Kommunikation, die verschiedenen Arten der Konditionierung, die Hierarchie der Bedürfnisse nach Maslow sowie die Bedeutung von Mimik und Emotionen ab. Diese Karteikarten eignen sich besonders für Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis der psychologischen Grundlagen vertiefen möchten, um menschliches Verhalten besser zu analysieren und zu verstehen.
Flashcards
59
Students
5
Language
German
Category
Psychology
Level
Other
Created / Updated
30.08.2021 / 08.09.2021

Flashcards

Wissenschaftliche Psychologie

zur Forschung benötigt die Psychologie einen Gegenstand, ein Ziel und Methoden.

Wissenschaftliche Psychologie

 

Ziel der Psychologie

  • Beobachtung und Beschreibung
  • Erklärung und Bewertung
  • Vorhersage und Kontrolle

Wissenschaftliche Psychologie: 

 

Gegenstand

 

 

Forschungsgegenstand ist das Erleben und Verhalten eines Individuums.

Wissenschaftliche Psychologie

 

Methoden

 zuerst wird eine Forschungsfrage formuliert, danach Hypothesen aufgestellt und am Schluss untersucht und bestätigt oder widerlegt.

Beobachtung: Fremdbeobachtung oder Selbstbeobachtung
Experiment: Kriterien sind Objektivität, Validität und Reliabilität
Test: misst Merkmale einzelner Personen
Befragung: einzelner Personen

Sichtweisen / Schulen der wissenschaftlichen Psychologie

Jede Sichtweise definiert Verhalten unterschiedlich, bieten andere Blickwinkel auf diverse Fragestellungen und entwickelten andere methodische Zugänge.

Tiefenpsychologie

Untersucht werden unbewusste Prozesse, Verhalten wird von unbewussten Konflikten gesteuert (Hypnosen, Trauma Deutung)

Behaviorismus /Verhalten

Untersucht wird Verhalten und Reaktionen der Menschen, Verhalten wird von Umweltbedingungen gesteuert, (Messung von Reiz und Reaktion, Laborexperiment)

Humanistische Psychologie

Untersucht wird Selbstverwirklichung, wird durch Zielgebung und Selbstentwicklungswunsch gesteuert, (Gespräch)

Kognitivismus: 

Untersucht wird der Lern- und Denkprozess, wird durch Mentaleprozesse und das logische Denken gesteuert, (Selbstbeobachtung und Befragung)

Biopsychologie: 

Untersucht wird die Wechselwirkung von Körper und Psyche, wird durch Biologie gesteuert z.B., wenn jemand weniger isst, (experimentelle und klinische Methoden) 

Psychologische Prozesse

 Prozess Wahrnehmung

  • Dank unserer Wahrnehmungsfähigkeit, können wir uns an den sich ständig veränderten Umweltbedingungen anpassen und angemessen agieren. Wir nehmen durch unsere Sensoren (Sinnesorgan), die Reize unserer Umwelt auf. Die werden dann im Gehirn zu subjektiven Eindrücken verarbeitet, und in Verbindung gebracht mit Erinnerungen und Erfahrungen.

Nicht sensorische Einflüsse auf die Wahrnehmung:

 

Soziale und selektive Aufmerksamkeit bestimmen die Art wie wir die Informationen aufnehmen. Wir konstruieren unsere Wirklichkeit aufgrund unserer Erwartungen, Erfahrungen und Einstellungen. Dies erklärt warum wir unterschiedlich Grösse und Farbe, Lautstärke und Düfte wahrnehmen.

Soziale Wahrnehmung:

  • Die soziale Wahrnehmung kommt durch unseren augenblicklichen emotionalen Zustand, unsere Erfahrung und unsere Einstellungen zustande.
  • Erfahrung entsteht aus vorangegangenen Lernprozesse, dazu hehört auch Vorurteile machen
  • Beeinflusst kulturell bedingte Einstellung und Werthaltung

 

Selektive Aufmerksamkeit

Unser Gehirn selektiert, in dem es die wichtigen Informationen aufnimmt und verarbeitet während es die unwichtigen Informationen ausblendet.

Motivation

Motivation sind Gründe für ein bestimmtes Verhalten. Die Motivationspsychologie fragen sich inwiefern Situationsfaktoren (wie z.B. Umweltreiz, äussere Umstände, Kultur) und inwiefern Personenspezifische Faktoren (innere Zustände, Fähigkeiten, Bedürfnisse) unsere Motivationen beeinflussen. Die bekannteste Motivationstheorie ist die Hierarchie von Maslow.

Die Hierarchie der Bedürfnisse

Motive stehen immer für ein individuelles Bedürfnis, das wir befriedigen wollen. Man unterscheidet:

  • Primäre Motive: angeborenen, körperliche Befindlichkeiten und physiologischen Druck (Hunger und Durst)
  • Sekundäre Motive: umweltbedingt, kulturabhängig, (streben nach Macht.)

Niedrige Motive (Grundbedürfnisse) müssen vor den höheren Motiven (Wachstumsbedürfnisse) befriedigt werden.

Grundbedürfnisse

  • Physiologische und soziale Bedürfnisse, das Sicherheitsbedürfnis, Bedürfnis nach Anerkennung
  • Bei nicht Befriedigung führt es zu einem Mangelzustand.

Wachstumsbedürfnisse

  • Umfassen das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung
  • Sind notwendig für unsere psychische Gesundheit
  • Merkmale die einen erfüllter Mensch auszeichnen: Wahrnehmung der Realität, Selbstakzeptanz, Kreativität, Spontanität und Tiefgehende Zwischenmenschliche Beziehungen.

Reihenfolge der Bedürfnispyramide

  1. Physiologische Bedürfnisse (Atmen, Hunger, Durst, Schlafen, Sexualität)
  2. Sicherheitsbedürfnis (Schutz, Schmerzvermeidung, Ruhe, Beruf, Wohnen, Zukunft)
  3. Sozialbedürfnisse (Geborgenheit, Partnerschaft, Zuneigung, Liebe)
  4. Individualbedürfnisse (Ansehen, Status, Macht, Kariere, Leistung)
  5. Selbstverwirklichung (Entfaltung aller persönlicher Fähigkeiten z.B. malen, schreiben, dichten, lernen.)
  6. Transzendenz (Sinnerfahrung, das Streben nach einer höheren Bewusstseinsebene, die Suche nach Gott)

Extrinsische Motivation

  • Verhalten durch äussere Faktoren motiviert.
  • Ist verbunden mit Belohnung oder Ziel, das ausserhalb der Person liegt. (Note, Geld, Macht)

Intrinsische Motivation

  • Verhalten durch innere Faktoren (Neugier, Wissensdrang, Interesse) motiviert.
  • Bezieht sich auf das Tun selbst.
  • Ist von längerer Dauer (z.B. Erfolgserlebnis)

Emotionen und Ausdruck

Die Mimik verrät viel über die Persönlichkeit eines Menschen und liefert in der Nonverbalen Kommunikation wichtige Hinweise auf unsere Gefühle.

Der angeborene emotionale Ausdruck

Forschungen zeigen, dass Säuglinge schon ab der Geburt Gesichtsausdrücke anderer Menschen interpretieren und emotionale Ausdrücke imitieren können. Die Mimik blinder Kinder unterscheidet sich nicht von sehenden Kindern. Menschen bringen, unabhängig von kulturellen Unterschieden, grundlegende Emotionen in nahezu gleicher Weise zum Ausdruck.

Sieben Basisemotionen nach Ekman

Freude, Trauer, Überraschung, Ärger, Ekel, Angst, Verachtung

Basisemotionen werden weltweit und Kulturen unabhängig in gleicher Weise erkannt und mimisch ähnlich ausgedrückt.

Kombination aus den Basisemotionen ergeben weitere Emotionenà Sekundäremotionen (sind individuell und kulturell verschieden)

Die Facial-Feedback-Hypothese geht darum, dass unsere Mimik Einfluss auf die Emotionserzeugung im Gehirn hat. Z.B. Selbstbewusstsein verstärken, in dem man aufrichtig steht und einen ernsten Gesichtsausdruck hat.

Lernen und Gedächtnis

Gedächtnis ist die Fähigkeit, Informationen zu verarbeiten, zu speichern und später bei Bedarf wieder abzurufen. Es gibt verschieden Lerntheorien:

Klassische Konditionierung:
Instrumentelle und Operante Konditionierung:
 

Klassische Konditionierung

Zwei Reize miteinander verknüpfen, die nichts miteinander zu tun haben.

Instrumentelle und Operante Konditionierung

Verknüpfung zwischen Verhalten und Konsequenz. Wenn ich bei einem Verhalten positive Konsequenz erhalte, mache ich es öfters. Wenn ich negative Konsequenz erhalte, mache ich es nicht mehr.

Instrumentelle Konditionierung

Durch einen inneren Reiz (wie z.B. Hunger) wird ein Verhalten ausgelöst, um diesen Triebspannung zu lösen.

Operante Konditionierung

(Operant=wirksam)

Das Erlernen eines Verhaltens durch eine ursprüngliche zufällige Handlung. Mit verstärkenden oder bestrafenden Konzequenzen

Positive und negative Verstärkung

Verstärkung= immer etwas gutes

Verhalten können verstärkt werden, indem man mit positiven Konsequenzen (Taschengeld) reizt oder mit negativen Konsequenzen (sich anschnallen damit Ton weg) droht

Positive und negative Bestrafung

Bestrafung=immer negativ

Bei einer positiven Bestrafung wird ein unangenehmer Reiz hinzugeführt. (z.B. Strafzettel). Bei einer negativen Bestrafung wird ein angenehmer Reiz entfernt (Taschengeld gestrichen, Fehrsehverbot)

Kommunikation

Jede Art von Beziehung zwischen Menschen wird als Kommunikation verstanden. Kommunikation kann verbal oder nonverbal sein.
Folgende Verhaltensweisen können ein konstruktives Gespräch hemmen: Egozentrismus, Bewertung, Vorwürfe, Herunterspielen.

Sender- Empfänger- Model

Besteht immer aus Sender, Nachricht und Empfänger.

  • Jeder Sender ist auch Empfänger.
  • Beteiligte Übertragungskanäle können sich gegenseitig beeinflussen: Sprache, Gestik, Mimik, Symbole, Töne, Schrift.
  • Der Empfänger entziffert und gibt eine entsprechende Reaktion.

Grundgesetze der Kommunikation:

5 Grundgesetze:

  • Man kann nicht nicht Kommunizieren
  • Jede Kommunikation hat einen Inhalt- und Beziehungsaspekt.
  • Jeder Gesprächspartner setzt einen subjektiven Anfangspunkt.
  • Es gibt digitale (verbale) und analoge (Körpersprache) Aspekte.
  • Gespräche sind entweder symmetrisch (gleichrangige Person) oder komplementär (hierarchische ungleiche Person)

Die Vier Seiten einer Nachricht

  1. Sachinhalt: Worüber ich informiere
  2. Selbstoffenbarung: Was ich von mir selbst kundgebe
  3. Beziehung: Was ich von dir halte und wie wir zueinanderstehen
  4. Appell: Wozu ich das veranlassen möchte

Metakommunikation:

Sender und Empfänger machen die Art, wie sie miteinander umgehen, zum Gegenstand des Gespräches. Sich über ein nicht gelungenes Gespräch noch einmal Unterhalten und analysieren.

Themenzentrierte Interaktion

Wichtige drei Faktoren die Gruppeninterkation bestimmen: das Ich (Persönlichkeit), das Wir (die Gruppe), dass Es (das Thema). Diese Faktoren müssen im Gleichgewicht sein damit Kommunikation kann gelingen.

  • Nur einer kann sprechen. Sonst auch Reihenfolge bestimmen
  • Sprich in Ich Form
  • Teile persönliche Gedanken und Ehrfahrungen
  • Übernimm Verantwortung zu dir selbst
  • Sei authentisch und selektiv
  • Unterbrich Gespräch wenn unkonzentriert, verärgert bist

Psychologie, seit wann?

Seit rund 150 Jahren, also noch nicht so lange

Merkmale wissenschaftliche Psychologie (5)

-Allgemeingültigkeit: keine einzelfälle sondern soll auf fast alle Menschen zutreffen

-Überprüfbarkeit: ist nachvollziehbar und überprüfbar

-Objektivität:versch. Forschenden sollen vergleichbare Bedinungen zu gleichem Ergebniss kommen

-Systematik: Aussagem werden nach Regeln durch Wissensch. Methoden gewonnen

-Wiederlegbarkeit: Aussage ist so lange richtig bis Falschheit bewiesen

Theoretische Psychologie (5)

  • Biologische Psych.
  • Allgemeine
  • Differentielle und pers.
  • Entwicklungspsych.
  • Sozialpsych.

Study