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Sprache Deutsch
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Erstellt / Aktualisiert 29.08.2021 / 10.09.2021
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chronische Otitis media

Definition

Pathogenese

Symptome

Komplikationen

Prognose

Definition

Otitis media chronica

Pathogenese

Die Pathogenese ist in der Regel multifaktoriell, folgende Faktoren spielen eine Rolle:

  • chronische Entzündung aufgrund einer gestörten Tubenfunktion
  • anatomische Besonderheiten der Mittelohrräume wie Pneumatisation und Grössenverhältnisse
  • Art, Pathogenität, Virulenz und Resistenz der infektiösen Erreger

Symptome

Die Symptome variieren: Eine Trommelfellperforation kann über Jahre trocken sein und kaum Beschwerden verursachen. Es kann andererseits häufig rezidivierender oder persistierender Ohrfluss auftreten. So finden sich folgende Symptome:

  • chronische, schleimig-eitrige Otorrhoe (Ausfluss aus dem Ohr)
  • unterschiedlich ausgeprägte Schallleitungsschwerhörigkeit
  • Schmerzen, nicht obligat

Komplikationen

  • Das Auftreten von Komplikationen wie Mastoiditis oder Abszesse ist bei der chroni-schen Otitis media selten und atypisch.
  • Bei chronischem Verlauf entwickelt sich in der Regel neben der Schallleitungs- schwerhörigkeit auch eine kochleäre (Hörschnecken bedingt) Schwerhörigkeit.
  • Greift die Entzündung auf den Knochen über, kommt es zu einer fötiden, stinkenden Eiterung, sowie zu einer Schallleitungsschwerhörigkeit. Dabei kann es gehäuft zu Cholesteatombildung und Knochendestruktion kommen.

Prognose

  • einträufeln von antibiotikahaltigen Ohrentropfen
  • kein Wasser ins Ohr kommen lassen
  • bei abgeklungener Entzündung: operativer Trommelfellverschluss
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Mastoititis

  • Definition
  • Symptome
  • Komplikationen

Definition

Eine Entzündung des Zellsystems des Warzenfortsatzes wird als Mastoiditis bezeichnet.

Symptome

Die Symptome der akutten Otitis media bestehen weiter oder werden deutlicher: Ohrschmerzen, pulssynchrones Klopfen im Ohr, Fieber

Dolenz im Bereich über dem Warzenfortsatz, welche die lokalen Entzündungszeichen aufweisen

Komplikationen

Durchbruch des Eiters in die anliegenden Strukturen mit Abszessbildung (Enzephalitis, Meningoenzephalitis)

Faszialisparese

Sapsis

 

 

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Hörsturz

Definition

Häufigkeit

Ursachen

Symptome

Komplikationen

Abklärung Hörsturz

Therapie Hörsturz

Definition

Als Hörsturz bezeichnet man eine plötzlich auftretende, meist einseitige Hörminderung oder sogar Ertaubung.

Häufigkeit

  • häufigste Funktionsstörung des Innenohres
  • zunehmend auch Jüngere betroffen, Altersgipfel im 50. bis 60. Lebensjahr, Frauen genauso häufig wie Männer

Ursachen

Die Entstehung des Hörsturzes ist noch nicht restlos geklärt. Als mögliche Ursachen werden diskutiert:

  • Durchblutungsstörung (Arterioskleroserisikofaktoren!), Störung der Blutviskosität (Thrombosierung in den Innenohrkapillaren)
  • Virusinfektion
  • Ruptur des rundes Fensters durch Innenohrdruckerhöhung mit Austritt von Innenohrflüssigkeit (Perilymphe) ins Mittelohr
  • seelischen Belastungs- und Konfliktsituationen
  • Autoimmunerkrankungen

Symptome

  • Plötzlich auftretende einseitige Schwerhörigkeit (oft morgens), der Hörverlust kann dabei entweder die hohen, die mittleren, die tiefen oder alle Frequenzen betreffen. Der Schweregrad der Hörminderung ist dabei unterschiedlich und reicht von leichten Fällen bis hin zur kompletten Taubheit.
  • Gefühl „wie Watte im Ohr“ (Druckgefühl)
  • Ohrgeräusch (Tinnitus)
  • kein Drehschwindel im Vergleich zum M. Menière (siehe unten)

Komplikationen

  • Gefahr einer dauerhaften Hörminderung
  • Die häufigste Spätfolge ist der Tinnitus; Störgeräusche im Ohr wie Pfeifen, Klingeln oder Rauschen.

Abklärung Hörsturz

  • typische Anamnese
  • Otoskopie: zeigt keine Pathologie
  • Weber- und Rinne-Versuch zeigen eine Innenohrschwerhörigkeit
  • Bei der Hörprüfung (Tonaudiogramm) zeigt sich ein Hörverlust.

Therapie Hörsturz

  • Behandlungsstrategien zur Verbesserung der Blutzirkulation durch Medikamente oder Infusionstherapie, Ginkgo kommt in zahlreichen Verfahren zur Anwendung, seine Wirksamkeit konnte in neueren Studien jedoch nicht belegt werden.
  • Ruhe
  • kein Nikotin!
  • Die Anwendung von Kortison beim Hörsturz zeigte nachweislichen Erfolg.
  • Sauerstoffüberdruck-Therapie: Patient liegt in einer Überdruckkammer, in der er über eine Atemmaske reinen Sauerstoff einatmet.

 

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Tinnitus

  • Definition
  • Abgrenzung der Begriffe Tinnitus und Ohrgeräusche
  • Aussagen bezüglich der Häufigkeit des Tinnitus
  • Einteilung Tinnitus in nicht-pulsierende und pulssynchrone Tinnitusformen
  • Abklärung des Tinnitus
  • Therapie des Tinnitus

Definition

Trotz geräuschfreier Umgebung in einem oder beiden Ohren wahrgenommenes Klingen, Brummen, Pfeifen, Zischen oder andere Geräusche.

Abgrenzung der Begriffe Tinnitus und Ohrgeräusche

  • Ohrgeräusche: objektive, vom Betroffenen und Untersucher mitzuhörende Geräusche
  • Tinnitus: subjektive, nur vom Kranken wahrgenommene Geräusche

Aussagen bezüglich der Häufigkeit des Tinnitus

In jedem Lebensalter: rund 5% der Erwachsenen leiden an einem mehr oder minder starken Tinnitus.

Einteilung Tinnitus in nicht-pulsierende und pulssynchrone Tinnitusformen

nicht pulsierend: 

  • Tieffrequentes Ohrensausen kann Symtome zahlreicher Ohrenerkrankungen sein. Innenohrentzündung, Menière-Krankheit, Mittelohrentzündung, Otosklerose
  • Hochfrequentes Pfeifen deutet auf eine Sinneszellen- oder Nervenschädigung im Innenohr

pulssynchron:

  • in vereinzelten Fällen weist Ohrensausen auch auf Hypertonie, Hypotonie, ein Aneurysma oder auf ein Blutgefäss im Kopf drückender Tumor hin.

Abklärung des Tinnitus

  • Anamnese: Beruf (Lärm, Verletzungen), Unfälle mit Kopfverletzungen, Ohrer- krankungen, Art und Häufigkeit des Tinnitus
  • Blutdruckmessung
  • Hals-Nasen-Ohren-Untersuchung, Hörprüfungen mittels Weber- und Rinne-Versuch,
  • Hörprüfung mit Abklärung des Hörvermögens sowie Frequenz etc. des Tinnitus
  • Gleichgewichtsprüfung, oft geht ein Tinnitus mit einer Gleichgewichtsstörung einher
  • Infektionskrankheiten (Herpes simplex, Masern, Mumps oder eine Lues (Syphilis)) ausschliessen
  • Magnetresonanztomographie (MRT), um einen Tumor auszuschliessen •
  • Untersuchung der Halswirbelsäule

Therapie des Tinnitus

soweit als möglich wird die Grunderkrankung behandelt.

  • Akuter Tinnitus: bei innenohrbedingter oder unbekannter Ursache,Cortison, durchblutungsförderndes Mittel, hyperbare (Druck) Sauerstofftherapie
  • chronischer Tinnitus:
  • autogenes Training oder Entspannungstherapie die Behandlung zu ergänzen.
  • Viele Betroffene gehen mit Radio und Fernsehen, Schallplatten und Walkman gegen die Ohrgeräusche an.
  • Gelegentlich kann man durch eine Elektrostimulation des Innenohres den Tinnitus erfolgreich behandeln.

 

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Menière-Krankheit

  • Definition
  • Symtome
  • Therapie

Definition

  • Erkrankung des Innenohres mit wiederholtem Auftreten von Schwindelgefühl, Hörverlust (Schwerhörigkeit) und Tinnitus. In 80 bis 85 Prozent der Fälle ist nur ein Ohr betroffen.

Symptome

  • plötzlich auftretender Drehschwindel mit Übelkeit, Erbrechen und Nystagmus
  • einseitiges Ohrgeräusch (tieffrequentes Sausen mit Druckgefühl)
  • anfallsweise einseitige Innenohrschwerhöhrigkeit (v.a. für tiefe und mittlere Frequenzen)

Therapie

  • Bettruhe, Medikamente gegen den Schwindel
  • durchblutungsfördernde Medikamente und Blutdruckregulation
  • ultima ratio, falls jede Therapie versagt: operative Ausschaltung des Labyrinthes
  • Vermeiden von gefässaktiven Genussmitteln (Kaffee, Nikotin, Alkohol) als prophylaktische Massnahme zur Vermeidung von Rezidiven.