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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 29.08.2021 / 10.09.2021
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akute virale Pharyngitis

  • Definition
  • Symptome
  • Therapie

Definition

akute virusinduzierte Rachenentzündung

Symptome

Auftreten im Rahmen eines allgemeinen Virusinfektes der oberen Luftwege; charakteristische Symptome der akuten viralen Pharyngitis sind:

  • kratzen und brennen im Hals, Trockenheitsgefühl
  • Schluckbeschwerden
  • eventuell Kopfschmerzen
  • ggf. auch Husten und katarrhalische Erscheinungen (z.B. im Rahmen von Rhinitis, Sinusitis)
  • begleitend können Kieferlymphknotenschwellungen bestehen

Therapie

  • warme Halswickel, heisse Milch mit Honig
  • milde Öle durch Nase in Rachen laufen lassen
  • evtl. Lutschtabletten
  • Antibiotische Therapie nur bei bakteriellem Infekt und sehr schwerer Symptomatik
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Infektiöse Mononukleose

  • Definition
  • Häufigkeit
  • Ursache
  • Symptome
  • Komplikation
  • Abklärung
  • Therapie

Definition

Synonyme: Pfeiffer-Drüsenfieber, Monozytenangina, engl.: kissing disease

Häufigkeit

Betroffen sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene. Durchseuchung in Europa bis 95 % bei den 30-Jährigen.

Ursache

Die infektiöse Mononukleose wird durch eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht. Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 3 Wochen.

Symptome

Trias:

  • Tonsillitis
  • generalisierte Lymphknotenschwellungen und Milzvergrösserung
  • typisches Blutbild mit Virozyten (typisch veränderte Lymphozyten)

Neben Allgemeinsymptomen wie Müdigkeit und Appetitlosigkeit sowie erhöhten Temperaturen (38-39°C), klagen die Patienten über starke Schluckbeschwerden, Kopf- und Gliederschmerzen.

Komplikation

  • Vergrösserung der Milz und Leber, diese können spontan oder durch minimales Trauma rupturieren.
  • Myokarditis

Abklärung

  • Klinische Untersuchung: Palpatorisch finden sich neben einer Schwellung der Kieferwinkel- und nuchalen Lymphknoten auch vergrößerte axilläre und inguinale Lymphknoten, sowie vergrösserte Milz und Leber.
  • Bei der Untersuchung sind die Tonsillen hochrot geschwollen mit grauen Belägen.

Therapie

  • konservative Therapie mit Bettruhe, Mundpflege, Flüssigkeitszufuhr
  • bei bakterieller Superinfektion Beginn einer antibiotischen Therapie
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Laryngitis

Definition

Ursachen

Symptome

Therapie

Prognose

Definition

Kehlkopfentzündung, häufige Teilerscheinung im Rahmen von Erkältungserkrankungen

Ursachen

  • infektiös: meistens im Rahmen einer Virusinfektion des Nasenrachenraumes
  • physikalisch: bei Überbeanspruchung der Stimmlippen

Symptome

raue Stimme, Heiserkeit, Trockenheitsgefühl, brennen im Hals, evtl. Hustenreiz und Schmerzen

Therapie

  • Stimmschonung bis Sprechverbot, Rauchverbot
  • Daneben helfen heisse Halsumschläge und Dampfinhalationen (Gurgeln hilft nicht!).

Prognose

  • an sich gut
  • Hält eine Heiserkeit über 4 Wochen an, ist eine Abklärung bei einem HNO-Arzt indiziert (Ausschluss eines Karzinoms!).
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Eröterung des Begriff Kruppsyndrom und Aufzählung der möglichen zu Grunde liegenden Pathologien (echter Krupp, Pseudokrupp)

Unter dem Kruppsyndrom versteht man den durch eine entzündliche laryngeale bzw. subglottische Stenose verursachten inspiratorischen Stridor, der meistens mit Atemnot, Husten und Heiserkeit verbunden ist.

  • Als echter Krupp wird die spezifische Laryngitis im Rahmen einer Diphtherie bezeichnet.
  • Unter Pseudokrupp fasst man virale, bakterielle und spastische Formen einer Laryngitis subglottica zusammen.
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Kehlkopf-Diphtherie: echter Krupp

  • auslösenden Krankheitserreger
  • Komplikationen

auslösenden Krankheitserreger

Corynebacterium diphtheriae

Komplikationen

Leitsymptome sind Heiserkeit, bellender Husten und inspiratorischer Stridor.
Durch Schleimhautschwellung oder Ablösung von Pseudomembranen kann ein akuter Atemnotanfall ausgelöst werden, der ein sofortiges Eingreifen (Sicherung der Atemwege, ggf. Tracheotomie) erforderlich macht.

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Pseudokrupp, akute subglottische Laryngitis, Kruppsyndrom

  • Defintiion
  • Aussage in welchem Alter Pseudokrupp auftreten kann
  • Ursache und Pathogenese
  • Symptome
  • Komplikationen
  • Abklärung und Therapie
  • Prognose

Definition

  • Atemnotanfall und Husten bei Kehlkopfentzündung

Aussage in welchem Alter Pseudokrupp auftreten kann

  • Diese als Pseudokrupp bezeichnete, meist virale Erkrankung ist die weitaus häufigste Form (90 %) des Kruppsyndroms und findet sich hauptsächlich bei Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 Monaten bis 3 Jahren.

Ursache und Pathogenese

  • Die Erkrankung entwickelt sich allmählich innerhalb von 1 – 3 Tagen im Verlauf einer durch Tröpfcheninfektion übertragenen Virusinfektion (Parainfluenza-, RS-, Influenza-Viren) der oberen Luftwege.

Symptome

  • Infolge Mitbeteiligung der Stimmlippen wird die Stimme heiser.
  • Typischerweise tritt in den Abendstunden oder nachts nach nur wenigen Stunden Schlaf trocken-bellender, rauer Husten und Stridor auf. Der Stridor ist vorwiegend inspiratorisch und kann sich je nach dem Grad der Stenosierung bis zu schwerer Atemnot mit Zyanose steigern.

Komplikationen

  • akute respiratorische Insuffizienz

Abklärung und Therapie

  • Anamnese und klinisches Bild
  • Inspektion der Stimmlippen
  • Luft feucht halten (in schweren Fällen Kind unter Dusche mit Ziel von starker Dampfentwicklung)
  • bei starker Symptomatik und Atemnot: stationäre Behandlung!

Prognose

  • Nach dem oben genannten Alter „verwächst“ sich dieses Krankheitsbild.

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Bakterielle (Laryngo-) Tracheitis

Definition, Symptome, Komplikationen

Definition

Entzündung von Kehlkopf und Trachea, ist primär viraler Genese (Parainfluenza, lnfluenza) mit nachfolgender bakterieller Superinfektion

Symptome

Der langsame Krankheitsbeginn mit Rhinitis und Pharyngitis ähnelt zunächst dem Bild einer leichten subglottischen Laryngitis, jedoch treten bald weitere Symptome hinzu, die bei einer isolierten Laryngitis fehlen:

  • Exspiratorischer und inspiratorischer Stridor; die Stenosesymptomatik entsteht relativ langsam.
  • Rasselgeräusche über den Lungen

Komplikationen

  • totaler Verschluss der Atemwege ⇒ Notwendigkeit eines Tubus/Tracheotomie
  • Atelektase und Pneumonieausbildung
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Akute Epigolottis

  • Definition
  • Häufigkeit
  • Nennung des verursachenden Erregers
  • Pathogenese
  • Symptome
  • Komplikationen
  • Differenzialdiagnose insbesondere Unterscheidung von Pseudokrupp
  • Abklärung bei Verdacht auf eine  Epiglottis, insbesondere dass dabei kein Spatel verwendet werden darf
  • Kenntnis der Therapie einer Epiglottitis
  • Prognose einer Epiglottitis

Definition

  • Bei der Epiglottitis handelt es sich um eine lebensbedrohliche, meist bakterielle (Haemophilus influenzae) Infektion des Kehldeckels.

Häufigkeit

  • Die Epiglottitis tritt sporadisch ohne jahreszeitlichen Schwerpunkt auf und betrifft bevorzugt Kinder im Alter zw. 2 und 8 Jahren. Infolge der Hib-(Haemophilus-influenzae-Typ-b-)Impfung ist die lnzidenz rückläufig.

Nennung des verursachenden Erregers

  • Der häufigste Erreger ist Haemophilus influenzae (Typ b)

Pathogenese

  • Infolge der Entzündung kommt es zu einem Ödem oder einer Abszessausbildung in der Epiglottis.

Symptome

  • Der Krankheitsbeginn ist meist dramatisch und die betroffenen Kinder wirken innerhalb weniger Stunden schwer krank: Rascher hochfieberhafter Beginn mit lautem inspiratorischem Stridor und hochgradiger Atemnot.
  • Nahrungsverweigerung
  • Die Kinder klagen meist über ausgeprägte Schluckschmerzen.
  • Auffallend ist eine klossige Sprache und im weiteren Verlauf zunehmende jugulare, sternale und interkostale inspiratorische Einziehungen.
  • Innerhalb von Minuten oder wenigen Stunden kann durch eine zunehmende entzündliche Verlegung des Kehlkopfeinganges die Stenosierung so stark zunehmen, dass der Erstickungstod eintritt.

Komplikationen

  • Erstickungstod

Differenzialdiagnose insbesondere Unterscheidung von Pseudokrupp

  • Allergie
  • Pseudokrupp (Weniger bedrohlich, im Gegensatz zum Pseudokrupp husten die Kinder bei der Epiglottitis nicht.)
  • Tumoren

Abklärung bei Verdacht auf eine  Epiglottis, insbesondere dass dabei kein Spatel verwendet werden darf

  • Diese Inspektion darf bei Verdacht auf eine akute Epiglottitis nur durch den Arzt erfolgen und muss äusserst vorsichtig und ohne Spatel ausgeführt werden, da ansonsten reflektorisch eine vollständige Atemwegsverlegung durch einen Laryngospasmus verursacht werden kann

Kenntnis der Therapie einer Epiglottitis

  • antibiotisch und abschwellend
  • Da sich eine Intubation bei diesem Krankheitsbild im Kindesalter meist nicht vermeiden lässt, sollte diese möglichst frühzeitig erfolgen

Prognose einer Epiglottitis

  • Letalität 5 – 10 %