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Internetökonomie und E-Business
Internetökonomie und E-Business
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Flashcards
Definiere die zwei Begriffe “E-Business” und “E-Commerce” und zeige dabei den Unterschied auf?
E-Business ist die integrierte Ausführung aller automatisierbaren Geschäftsprozesse eines Unternehmens mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie.
E-Commerce ist Teil des E-Business: Umfasst der Kauf und Verkauf von Waren und Leistungen über elektronische Verbindungen.
Was ist die Aufgabe eines Geschäftsmodells?
- Modellhafte Beschreibung eines Geschäftes
- Ein Geschäftsmodell besteht aus drei Hauptkomponenten: Value-Proposition, Architektur der Wertschöpfung, Ertragsmodell
- Das Geschäftsmodell kann die Beschreibung eines einzelnen Unternehmens oder einer ganzen Industrie sein.
- Geschäftsmodelle können auch der Ansatzpunkt für Innovationen sein.
Welches sind Bestandteile des Geschäftsmodell nach Wirtz?
- Ertragsmodell
- Leistungserstellungsmodell
- Leistungsangebotsmodell
- Distributionsmodell
- Ressourcenmodell
- Marktmodell
- Leistungserstellungsmodell, Leistungsangebotsmodell, Distributionsmodell, Marktmodell
Was sind NICHT Eigenschaften von digitalen Gütern?
- Individueller Besitz
- Niedrige Vervielfältigungskosten
- Wertgewinnung durch Teilung
- Preisbildungsmechanismus bekannt
individueller Besitz, Preisbildungsmechanismus bekannt
Beschreibe was mit der Besonderheit “Reproduzierbarkeit” bei digitalen Güter gemeint ist und mache ein Beispiel.
Bits und Bytes lassen sich leicht reproduzieren / kopieren und das Unterbinden einer unbefugten Weitergabe ist schwer. Beispiel: E-Book
Was wird unter dem Begriff Wechselkosten verstanden?
Der Begriff Wechselkosten bezeichnet diejenigen Transaktionskosten, die einem Konsumenten durch den Wechsel des Anbieters entstehen. Sie ergeben sich als Summe der Integrationskosten des neuen Anbieters und den Opportunitätskosten, d. h. den Kosten, die den Nutzen beschreiben, der durch den bestehenden Anbieter entgeht. So stellt sich z. B. die Frage, ob die Nutzer einer Hard- oder Software bereit sind, den Wechsel zu einer neuen Technologie zu vollziehen.
Wie wird der Effekt genannt, wenn die Wechselkosten steigen und die Bindung des Kunden an das System stärker wird:
Lock-In Effekt
Nenne mind. 3 Beispiele für Netzwerkgütter.
Soziale Netzwerk (bsp. Facebook), elektronische Marktplätze (z.B. ricardo), Wikis (z.B. Wikipedia)
Welche der nachfolgenden Marktformen ist am ehesten geeignet, die Produktionsbedingungen für digitale Güter zu kennzeichnen? Begründen Sie Ihre Antwort:
- Vollkommene Konkurrenz.
- Natürliches Monopol.
- Bertrand-Preiswettbewerb im Oligopol
Vollkommene Konkurrenz: Hier gilt die Gewinnmaximierungsregel: Preis = Grenzkosten. Die Grenzkosten digitaler Güter liegen jedoch nahe Null. Unternehmen müssten bei der Befolgung der Regel digitale Güter zu einem Preis von Null abgeben. Dies ist zwar auch zu beobachten, aufgrund der hohen Fixkostendegression sind jedoch andere Produktionsbedingungen zu erwarten.
Natürliches Monopol: Für die Entwicklung digitaler Güter sind hohe Anfangsinvestitionen notwendig, wogegen das Kopieren preiswert (nahezu kostenlos) ist. Daher werden die Kosten pro Stück immer geringer, je öfter die Güter verkauft werden. Die hohen Fixkosten verteilen sich auf immer mehr Stück. Aus diesem Grund kann ein einzelner Anbieter den Markt zu geringeren Kosten versorgen als mehrere parallele Anbieter es könnten. Diese Produktionsbedingungen begünstigen das Entstehen natürlicher Monopole bzw. zumindest großer Produktionseinheiten.
Bertrand-Preiswettbewerb (Oligopol): Die Produktionsbedingungen digitaler Güter sind durch folgende Bedingungen gekennzeichnet:
- Die Produktion lässt sich leicht hochfahren,
- es gibt keine Kapazitätsschranken und
- die Grenzkosten der Produktion gehen gegen Null.
In dieser Situation kann es zu einem kostenlosten Angebot von Gütern kommen. Unternehmen können sich bei der Produktion solange unterbieten, bis sie bei einem Nullgewinn landen. Dies gilt selbst dann, wenn sie noch nicht einmal ihre Fixkosten decken können. Dieses Ergebnis entspricht dem Bertrand Preiswettbewerb, der zwei Unternehmen betrachtet (Oligopolfall). Nach diesem Modell haben die Anbieter in einem Oligopol genauso wenig Marktmacht wie die Anbieter bei vollständiger Konkurrenz.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen Netzwerkeffekten und externen Effekten?
Der Netzwerkeffekt (auch Netzeffekt) gehört zu den positiven externen Effekten. Er beschreibt, dass der Nutzen an einem Standard oder Netzwerk wächst, wenn dessen Nutzerzahl größer wird. Wenn der Nutzen für alle bei steigender Nutzerzahl weiter anwächst, liegt eine positive Rückkopplung vor. Wird eine kritische Masse erreicht, so steigt die Nutzerzahl zum Teil deutlich an. Beispiele für den Netzwerkeffekt finden sich bei Software oder im Bereich der Telekommunikation. Sofern es zur Überlastung von Kommunikationswegen oder zu Einschränkungen der IT-Sicherheit kommt, liegen negative externe Effekte vor.
Unterscheiden Sie direkte und indirekte Netzeffekte.
Bei direkten Netzeffekten entsteht die Nutzensteigerung unmittelbar durch physische Netzverbindungen zwischen zwei Teilnehmern. Indirekte Netzwerkeffekte bestehen, wenn der Nutzen der Teilnehmer mit der Netzgröße zunimmt, diese Nutzensteigerung jedoch nicht durch unmittelbare Kommunikationsbeziehungen zwischen den Akteuren entsteht. Beispiele hierfür sind komplementäre oder Lerneffekte.
Welche Kriterien eignen sich für die Beurteilung der Effizienz elektronischer Märkte?
- Preisdifferenzierung, Preishöhe, Preisbildung
- Preishöhe, Preiselastizität, Preisdispersion, Menükosten der Preisveränderung
- Preisbildung, Preisdifferenzierung, Preisniveaustabilität, Preispolitik
- Nachfrage, Angebot, Kaufkraft, Wirtschaftswachstum
Preishöhe, Preiselastizität, Preisdispersion, Menükosten der Preisveränderung
Nenne die vier Betrachtungsfelder im Rahmen des Preismanagements
- Preisfindung, Preisdifferenzierung, Preisbündelung, Mechanismen
- Preisfindung, Preisdifferenzierung, Preisbündelung, Preisabsatzfunktion
- Preisfindung, Preisdifferenzierung, Preisbündelung, Mechanismen, Preisabsatzfunktion, Preisfestlegung
Preisfindung, Preisdifferenzierung, Preisbündelung, Mechanismen
Nenne mindestens drei verschiedene Preisstrategien, erkläre sie mit Stichworte und nenne ein Beispiel.
- Preisstrategie (1): Netzwerk und Lock In Effekte erzeugen – Beispiel: iTunes
- Preisstrategie (2): Zu unterschiedlichen Preisen – Beispiel: Ticketvertrieb für Konzerte
- Preisstrategie (3): Qualitative Differenzierung – Beispiel: unterschiedlicher Preis für gebundenes Buch und Taschenbuch
- Preisstrategie (4): Quantitative Differenzierung und Produktbündelung anwenden – Beispiel: Software “Microsoft Office” - einzeln oder im Komplettpakett
- Preisstrategie (5): Abrechnung – Beispiel: Pay per Use, Preis wird aufgrund der Zeitlänge der Inanspruchnahme des Gutes bemessen
Zu welchem System gehört “Auktion”?
- Fixierte Systeme
- Vermittlungssysteme
- Verhandlungssysteme
Verhandlungssysteme
Was ist eine Auktion und was ist das Ziel davon?
Bietprozess, bei dem Nachfrager und Anbieter bei einem Intermeditär (Auktionator) ihre Preisvorstellungen hinterlegen. Wann und zu welchen Bedienungen ein Geschäft abgeschlossen wird hängt von der Ausgestaltung der Auktionsform ab. Das Ziel von Auktionen ist: Offenlegung der Zahlungsbereitschaft der Bieter.
Was beschreibt ein Powershopping-Modell?
Powershopping beschreibt eine kundengetriebene Preisbildung und will innerhalb einer definierten Zeit möglichst viele Käufer für ein Produkt finden. Je mehr Käufer gefunden werden, desto geringer fällt der Einzelpreis für die Käufer aus. Das Preismodell (Ab welcher Anzahl Käufer welcher Einzelpreis gilt) kann offen oder geschlossen (nicht sichtbar für Käufer) sein.
Das Preismodell kann als 2-achsiges Diagramm dargestellt werden, mit der Menge auf der einen und den Einzelpreis auf der anderen Achse.
Welche Aussagen zu öffentlichen Gütern und Allmendegüter sind wahr?
- Bei Allemendegütern besteht keine Rivatlität im Konsum, und man kann auch nicht von der Nutzung ausgeschlossen werden
- Eine Rundfunkübertragung ist ein typisches Beispiel für ein öffentliches Gut
- Allemendegüter neigen überbeansprucht zu werden
- Da niemand von der Nutzung der öffentlichen Strasse ausgeschlossen werden kann, gilt sie als öffentliches Gut
Wahr sind 2 und 3. Bei 1: Es besteht bei Allemendegütern eine Rivalität im Konsum; bei 4: es gilt aber eine Rivalität im Konsum (Überfüllung, Stau), womit die öffentliche Strasse ein Allemendegut ist und kein öffentliches Gut
Nenne die fünf Entwicklungsfelder mit je einem Beispiel.
- Digitalisierung des Wertschöpfungssystems sowie Standard und Schnittstellen – Beispiel: Einfache Konfiguration und Auswertung von Sensoren
- Mensch als Dirigent – Beispiel: AR unterstützte Instandhaltung in der Produktion
- Personalisiertes Produkt – Beispiel: Intelligentes Qualitätsmodul zur Inline-Qualitätskontrolle für die Additive Produktion
- Autonome Produktion – Beispiel: Optimierung durch Mustererkennung in Produktions- und Qualitätsdaten.
Welches sind die grössten Hemmnisse beim Einsatz von Produktions-IT? Kreuzen Sie an:
- Aufwändige Einführungsphase
- Fehlende Kapazität der Mitarbeiter
- Fehlende standardisierte Schnittstellen
- IT wird als Kostentreiber angesehen
- Akzeptanz/Angst der Mitarbeiter
- Mangelnde Interdisziplinarität
Alle
Welche Auswirkungen ergibt die Integration von Produktions-IT für die Planung von Maschinen und Anlagen?
- Höhere Planungsqualität
- Reduzierung der Planungsqualität
- Vereinfachung durch unterstützende Planungswerkzeuge
- Reduzierung des Planungaufwandes
Höhere Planungsqualität, Vereinfachung durch unterstützende Planungswerkzeuge
In welchen Bereichen liegt aktuell der grösste Mehrwert für aktuelle Daten aus der Produktion? Kreuzen Sie an:
- Produktion
- Vertrieb und Management
- Beschaffung und Controlling
- Prozessentwicklung
Produktion
Geschäftsmodell 4C
Content: Sammlung, Selektion, Systematisierung, Kompilierng und Bereitstellung von Inhalten
Commerce: Anhabnung, Aushandlung und/oder Abwicklung von Geschäftstransaktionen
Context: Klassifikation und Systematisierung von verfügbaren Informationen
Connection: Herstellung eines Informationsaustausches in Netzen
Digitale Güter
Digitale Güter: aufgrund Kostenstruktur leicht reproduzieren, vervielfältigen, Wert minder sich nicht, wenn sie weitergegeben werden. Geringer Aufwand kopierbar und durch Kopien Erlöse zu erzielen. Die unbefugte Weitergabe zu unterbinden ist schwer. Leichter veränderbar
Digitalisierungsgraden bei digitalen Güter
- Güter, die vollständig digital angeboten werden, die also weder einen traditionellen Dienstleistungsanteil noch einen physischen Anteil beinhalten, werden als rein digitale Güter bezeichnet. Diese Güter können vollständig über das Internet oder andere Datennetze angeboten und genutzt werden. Digitales Produkt, digital produziert und distribuiert. Bsp. EBook, MP3, On Demand Service, Download Software
- Semi-digitale Güter enthalten einen physischen Anteil. Beispiele sind persönliche Beratungen und Schulungen zu Software-Produkten, die eine Anwesenheit des Nutzers erfordern
- Semi-physische Güter sind physische Güter, die über das Internet gehandelt werden (z. B. Kauf von physischen Gütern über den Online Handel Amazon
- Physische Güter haben keinen Anteil an digitalen Beschreibungen oder Attributen des Leistungsbündels (z. B. Kauf eines Buches bei einem Buchhändler).
Was sind NICHT Eigenschaften von digitalen Gütern? Individueller Besitz, Niedrige Vervielfältigungskosten, Wertgewinnung durch Teilung, Preisbildungsmechanismus bekannt
individueller Besitz, Preisbildungsmechanismus bekannt
Allmendegüter: Quais-öffentliche Güter
Wenn niemand von der Nutzung ausgeschlossen werden kann, aber eine Rivalität im Konsum besteht. Das Interesse des einzelnen Nutzers ist auf eine möglichst grosse Inanspruchnahme gerichtet, da er für die Nutzung direkt nichts zu zahlen hat. In Summe führt dies zu einer Überbeanspruchung der Ressource, wie z.B. an der Überfischung des Allmendeguts Weltmeere zu erkennen ist (Almweiden, Wälder)
Allmendegüter zeichnen sich durch die fehlende Anwendbarkeit des Ausschlussprinzips und
eine rivalisierende Nutzung aus. Daraus resultieren im Wesentlichen zwei Probleme:
- Da niemand von der Nutzung ausgeschlossen werden kann, besteht die Gefahr der Übernutzung von Gütern.
Es kommt zu einer suboptimalen Allokation von Gütern auf Grund falscher Zuteilungen auf konkurrierende Nutzer.