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ET Band 4 Kapitel 15 "Licht Fortsetzung aus Band 2"

Elektrotechnik für Elektroberufe, Auflage 2022

Elektrotechnik für Elektroberufe, Auflage 2022

Diese Lernkarten behandeln Aufbau, Funktion und Anwendung von Dimmern, Transformatoren sowie elektronischen Vorschaltgeräten (EVG) in der Beleuchtungstechnik. Im Mittelpunkt stehen Phasenanschnitt- und -abschnittsprinzipien, Startermechanismen, Lastarten und deren Kompensation. Praktische Fragen zu Einbau, Eignung und Vorteilen ergänzen die technischen Grundlagen. Ideal für Elektrofachkräfte in der Berufslehre, die fundierte Kenntnisse für Planung, Installation und Wartung von Beleuchtungsanlagen benötigen.
Karten
18
Sprache
Deutsch
Kategorie
Elektrotechnik
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
02.08.2021 / 03.05.2026

Lernkarten

Nennen Sie mindestens 6 Vorteile von Leuchten mit elektronischen Vorschaltgeräten gegenüber der konventionellen Variante.

- Höhere Lichtausbeute (ca. 10%)

- Geringere Verluste à geringere Oberflächentemperatur des EVG‘s

- Flackerfreier Sofortstart, es werden keine Starter benötigt

- Kein stroboskopischer Effekt

- Der Betrieb erfolgt brummfrei

- Automatische Abschaltung bei defekter Röhre

- Geringe magnetische Streufelder

- Keine Kompensation nötig, der Leistungsfaktor beträgt 0,97 - 0,98.

- Die Lebensdauer ist im EVG-Betrieb deutlich grösser (15'000 - 30'000 h).

Warum wird die Seriekompensation bei der Einzelkompensation von FL’s bevorzugt?

Die Forderung der WV nach einer Tonfrequenzsperre wird durch die Serieschaltung von L und C erfüllt, weil der induktive Blindwiderstand XL für die Rundsteuerfrequenz hochohmig ist.

Beschreiben Sie exakt, wie der Startvorgang bei der konventionellen FL-Schaltung abläuft.

Mit 230 V kann die Röhre noch nicht zünden. Dagegen glimmt die Glimmlampe im Starter. Durch Erwärmung im Starter biegt sich die Bimetallelektrode bis sie die Gegenelektrode berührt, wodurch die Glimmentladung verlöscht und der Startstromkreis (Drossel, Elektrode 1, Starter, Elektrode 2) geschlossen wird. Während die Röhre (Elektroden) aufgeheizt wird, kühlt sich das Bimetall im Starter ab und öffnet seinen Kontakt. Dadurch entsteht an der Drossel eine Selbstinduktionsspannung von 400-1000 V welche die Zündung einleitet. Die Brennspannung fällt nun auf etwa 110 V zusammen, weil an der Drossel ein Spannungsabfall entsteht. Da die Zündspannung des Starters bei über 150 V liegt, bleibt dieser ausser Betrieb.

Ist der Bimetallkontakt im Starter zum Zeitpunkt, wo eine FL mit KVG eingeschaltet wird, offen oder geschlossen?

offen

In einer Industriehalle mit vielen alten Leuchtstofflampen stellen Sie fest, dass jede dritte Leuchte ein kapazitives Vorschaltgerät enthält. Warum wurde früher immer so installiert?

Die kapazitive FL war überkompensiert. Zusammen mit den beiden induktiven FL’s ergab sich ein cosφ von ca. 0,98.

Welche Frequenz hat die Lampenspannung bei einer FL-Leuchte mit EVG?

Je nach Hersteller zwischen 25 und 45 kHz.

Wofür brauchen EVG’s eine Filterschaltung?

Sie verhindert eine Rückwirkung der hohen Frequenzen auf das Netz.

Warum beinhaltet ein EVG eine Gleich- und eine Wechselrichterschaltung?

Jedes Gerät, welches beim Ausgangssignal eine andere Frequenz aufweist als am Eingang, muss die Netzfrequenz zuerst gleichrichten. 

Ab welchem Zeitpunkt braucht ein EVG die Strombegrenzungsschaltung?

Nach der Zündung (durch die Ionisation erfolgt ein Stromanstieg).

Wofür werden Dimmer grundsätzlich eingesetzt?

Um die Helligkeit von Lampen zu regulieren.

Welche beiden elektronischen Steuerungsarten kommen in Dimmern vor?

Phasenanschnitts- und Phasenabschnittssteuerungen

Wofür eignen sich Dimmer mit dem folgenden aufgedruckten Symbol?

Sie eignen sich für ohmsche (z. B. Halogenglühlampen) und kapazitive Lasten (z. B. bei elektronischen Transformatoren).

Wofür eignen sich Dimmer mit dem folgenden aufgedruckten Symbol?

Sie eignen sich für ohmsche und induktive Lasten (z. B. Niedervolt-Halogenbe-leuchtung mit herkömmlichen Transformatoren).

Unter welcher Bezeichnung werden Dimmer mit dem abgebildeten Symbol auf dem Markt angeboten?

Universaldimmer (funktioniert mit jeder Lastart)

Warum arbeiten Dimmer mit den Bezeichnungen R und R, L nach dem Phasenanschnittprinzip?

Selbstinduktions-Spannungsspitzen, wie sie bekanntlich beim Abschalten von Induktivitäten entstehen, werden vermieden. Es erfolgt keine Abschaltung bei irgend einem Momentanwert. Die Halbwelle endet beim Nulldurchgang.

Warum arbeiten Dimmer mit den Bezeichnungen R, C nach dem Phasenabschnittprinzip?

Wird eine Kapazität direkt an eine hohe Spannung gelegt, so entsteht bekanntlich ein hoher Einschaltstrom. Startet hingegen die angelegte Spannung sinusförmig, so kann kein hoher Einschaltstrom entstehen.

(Vergleiche C an DC-Spannung)

Ein Kunde wünscht, dass in eine vorhandene Beleuchtungsanlage (inklusive Transformator) ein Dimmer eingebaut werden soll. Wo bauen Sie den Dimmer ein?

Auf der Primärseite des Transformators.

Lässt sich jede LED-Lampe dimmen?

Nein! Es muss auf der Packung der Vermerk "dimmbar" vorhanden sein.