EP 2.2 Physiologie Verdauung

nur die wichtigsten Sachen, die man wissen sollte (isch doch chli usgartet...)

nur die wichtigsten Sachen, die man wissen sollte (isch doch chli usgartet...)


L. S.
Diese Lernkarten behandeln die Physiologie der Verdauung auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Funktionen der Leber, des Pankreas und des Dünndarms, sowie auf die Rolle von Hormonen wie Insulin und Cortisol. Die Karteikarten beleuchten auch die Verdauung bei Tieren, einschließlich der Bedeutung von Pansen und die Auswirkungen von Mangelernährung. Ideal für Medizinstudenten, die ein tiefes Verständnis der Verdauungsprozesse und ihrer Regulation erlangen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
20.06.2021 / 05.05.2022

Flashcards

Was ist ECM? (im Zusammenhang mit Milchkuh) 

Energy corrected milk

(es geht nicht um Flüssigkeitsvolumen, sondern auch die Nährstoffgehalte der Milch (Fett, Protein & Lactose werden berücksichtigt))

Wie viel Energie entspricht 1 kg ECM?

(Angabe in NEL = Netto Energie Laktation)

3.41 MJ NEL

Was ist der Zusammenhang von Insulin und Energieversorgung der Milchdrüse (Milchproduktion)?

Versorgung der Milchdrüse mit Energie und Nährstoffen ist am Beginn der Laktation von der Homöostase des Stoffwechsels der Kuh abgekoppelt (von Insulin unabhängig). 

Welcher Faktor beeinflusst das produzierte Milchvolumen?

indirekt natürlich auch Glucose, weil daraus Laktose hergestellt. Glukose ist wiederum abhängig von Verfügbarkeit von Propionat, AS, Laktat und Glycerin!

Warum wird bei einem Energiedefizit v.a. Ketonkörper produziert?

Hängt mit dem Citrat-Zyklus zusammen. Propionat wird eingespiesen, wird zu Succinat. Dieses sollte mit Oxalacetat verknüpft werden, um dann zu Glucose verarbeitet werden zu können. Wenn aber alles Oxalacetat (limitierender Faktor) verbraucht ist -> Citratzyklus kann nicht mehr ablaufen. Acetyl-CoA -> zu Ketonkörper umgebaut.

Für welche Krankheiten steigt das Risiko bei einer negativen Energiebilanz? (Kuh)

  • Milchfieber
  • Fettleber
  • Nachgeburtsverhaltung
  • Ketose
  • Mastitis
  • Endometritis
  • Labmagenverlagerung
  • Klauenerkrankungen
  • Fruchtbarkeitsstörungen

Welches Organ spielt eine Schlüsselrolle bei der Stoffwechselanpassung während der Hochlaktation?

die Leber

(80% der Glucose für Lactose-Synthese aus Leber; NEFA (=non esterified fatty acids = freie FS) wichtig als Energiequelle für Milchfettsynthese; B-Hydroxybutyrat)

Magen: Schleimhautregionen vergleichend

Magen: Synonym für Parakrine Zellen

enterochromaffin-ähnliche Zellen (ECL)

Magen: Welche Zellen produzieren Mucin?

Nebenzellen

Magen: Welche Zellen produzieren v.a. Pepsinogen?

Hauptzellen

Magen: Welche Zellen sind für HCl-Produktion zuständig?

Belegzellen

Magen: Welche Zellen produzieren Histamin?

Parakrine Zellen

Magen: Welche Zellen produzieren den Intrinsic factor?

Belegzellen

Magen: Wie funktioniert die HCl-Produktion (welche Pumpen)?

aktiver Transport: H+ aus Zelle raus im Gegenzug zu K+

via Kanäle: Cl- aus Zelle raus zusammen mit K+
HCO3- aus Zelle raus

 

H+ entsteht durch Dissoziation von Wasser
 

Welche Hormone stimulieren die HCl-Produktion?

  • Gastrin (über Ganglien & G-Zellen aus DüDa)
  • Acetylcholin (via Ganglien)
  • Histamin (via Parakrine Zellen)

Welche Hormone wirken hemmend auf die HCl-Produktion?

  • Sekretin (aus DüDa)
  • Prostaglandine
  • Adenosin
  • TGF-α

 

Nervale Reize für Magensaftproduktion. Welcher Nerv?

N. vagus.

mechanische & chemische Stimulation sensibler Nervenendigungen in Maul- & Rachenhöhle, teilweise auch über akustische, optische Reize

Gastrische Reize für Magensaftproduktion.

Dehnreflexe am Fundus und angedaute Eiweisse in Antrum und Pylorusregion 

Intestinale Reize für Hemmung der Magensaftproduktion.

mechanische & chemische Reize im Dünndarm erhöhen Sekretin-Sekretion (Hemmung der Magensaftsekretion)

 

Nb.: CCK reduziert auch die HCl Produktion. 

GIT-Mediatoren: Auf was wirkt Cholezystokinin (CCK)?

Funktion als "Sattheitshormon"

CCK erhöht: Pankreasenzymsekretion, Pepsinogen, Gallenblasenkontraktion

CCK verursacht verminderte HCl-Sekretion

Was stimmt?

warum? -> weil Relaxation, je mehr der Magen gefüllt ist

bei welchem Tier ist das Dehnungsvermögen am kleinsten?

Was passiert mit Flüssigkeit in vollem Magen?

bei vollem Magen: entlang der kleinen Kurvatur, Umfliessen des gespeicherten Inhalts und unmittelbare Entleerung direkt in den Dünndarm

Welche nervalen Strukturen machen die Kontraktionsauslösung im Magen?

N. vagus  & Plexus myentericus

Wann ist die Magenentleerung gehemmt?

(3 Ursachen im Magen selbst)

  • niedriger pH
  • hohe Osmolarität (durch Spaltung eines Polymers entsteht Grosszahl osmotisch wirksamer Polymere)
  • Fett

Mikrobielle Verdauung: nenne einige negativen Aspekte der Mikrobiota im GIT

  • Verbrauch von für den Wirt essenziellen Nährstoffen & Vitaminen
  • Verkürzte Lebensdauer der Enterozyten und reduzierte Verdauungskapazität
  • Reservoir potenzieller Erreger endogener Infektionen (z.B. versch. Stämme E. coli)
  • Bildung schädlicher Metaboliten und Toxine

Mikrobielle Verdauung: nenne einige positiven Aspekte der Mikrobiota im GIT

  • Verdauung von Nahrung die der Wirt nicht abbauen kann (v.a. RF)
  • Lieferung energiehaltiger Metaboliten und von mikrobiellen Proteinen und Vitaminen (B + K). anaerobe Fermentation. (Wenn aerob → Endprodukt wäre CO2 → bleibt also nichts übrig, was energievoll ist)
  • Kolonisationsresistenz
  • Entgiftung von Futterkomponenten oder endogenen toxischen Produkten

Wie kann man eine bakterielle Überwucherung des Dünndarms messen/feststellen?

Messung der Exhalation (=Abatmung über Lunge) von H2

→ Mikrobieller Abbau von KH & Proteinen im Dünndarm (zeitlich vor Abbau im Dickdarm). → Produktion von flüchtigen FS & Gasen (Acetat, Propionat, Butyrat, CO2, H2) & deren Absorption im Dünndarm

Mikrobielle Verdauung im Dickdarm: Rohfaser (hoch) Stickstoff (niedrig) Energie (niedrig).

Steigt oder sinkt die Mikrobenmasse?

sie sinkt.

Mikroben brauchen: viel Energie (v.a. Stärke) und Stickstoff

Was ist Koprophagie?

Wiederaufnahme der eigenen Faeces

(Kaninchen, Hund, Ratte, Pferd)

Mikrobielle Verdauung: Ruminohepatischer Kreislauf beim Wiederkäuer

 

Ruminohepatischer Kreislauf bei Wdk. bereits im Dünndarm werden Proteine verdaut. Er frisst aber schwer verdauliche Substrate, deshalb ist er auf MO angewiesen. Leber bildet Harnstoff aus Stickstoff, der durch Fermentation entsteht. Ein Teil bleibt in Zirkulation, gelangt über Pansenwand oder über Speichel wieder in Pansen. Ist quasi eine Art «Stickstoffspeicher», falls mal zu wenig vorhanden ist.

Vor- & Nachteile der Koprophagie

Vorteile: Effiziente Verwertung der im Dickdarm hergestellten mikrobiellen Nährstoffe (v.a. Proteine, Vitamine B & K) -> bessere Futterverwertung

Nachteile: potentielle Übertragung von pathogenen Bakterien & von Parasiten

Was sind Gnotobioten?

Keimfrei aufgezogen in steriler Umgebung ab Geburt (Antibiose). 

Warum steigt der Energiebedarf bei Gnotobioten?

vermutlich wegen ungenügendem Abbau der Nahrung

Aufbau der Pansenwand

Epithel ähnlich der Epidermis (verhornt), aber permeabel für Wasser und Ionen. Keine Sekretion.

Zotten: keine Sekretion, aber Resorption von flüchtigen FS. Keine Muskulatur, immobil;

 

glatte Muskulatur in der Pansenwand. Blutkapillaren unterhalb des Epithels; nach der Futteraufnahme starke Zunahme des Blutflusses.

Was bilden die Mikroorganismen im Pansen?

und zwar B-Vitamine + Vitamin K

Was bilden Mikroorganismen im Pansen?

Warum muss die Pansenfermentation möglichst anaerob ablaufen?

Ansonsten würden die Nährstoffe vollständig bis zum CO2 abgebaut und eine weitere Ausnutzung durch den Wiederkäuer wäre nicht möglich. Ein bisschen O2 kommt mit dem Futter natürlich mit, kann nicht vermieden werden.

Was ist die Funktion von Protozoen im Pansen?

  • fördern NH4+-Produktion aufgrund des schlechteren N-Umsatzes
  • fördern Methanbildung, da sie als Wirt für Methanbildner dienen
  • aber:
    • verbessern Zellwandabbau
    • stabilisieren den pH-Wert (können vorübergehend Stärke aufnehmen und speichern)
    • schützen gegen das Wachstum pathogener Keime

Study