Anatomie Verdauung
VL Rotz
VL Rotz
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Cartes-fiches
Welche Teile des GIT werden vom Sacralparasympatikus versorgt?
- Colon descendens
- Rectum
Was ist die generelle Wirkung des Parasympatikus?
fördert Muskel- & Drüsentätigkeit
-> Verdauung
Was ist die Funktion des Sympatikus?
- hemmt Plexus myentericus -> Muskulatur erschlafft
- Vasokonstriktion
Wie wird der Plexus myentericus auch noch genannt?
Auerbach Plexus
Wie wird der Plexus submucosus auch noch genannt?
Meissner Plexus
Blinddarm des Schweines: Wie viele Taenien?
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Blinddarm des Schweines: grobe Form & Topographie
- stumpf kegelförmiger Sack
- Basis liegt ventral der linken Niere
- Corpus der linken Bauchwand entlang nach caudoventral
- Apex in linker Leistengegend, kann auch rechts bis über die Mediane reichen
Colon ascendens des Schweines: Form & Topographie
- kegelförmig [Ansa spiralis]
- grosse Beweglichkeit
- dorsal mit Gekrösewurzel verwachsen
- Darmschlingen mit mindestens 2½ Windungen
- zentripetale Schlingen
- liegen aussen
- rel. weitlumig
- haben 2 Taenien und Poschen
- Umschlagstelle zu b. an Kegelspitze [Flexura centralis]
- zentrifugale Schlingen: in der Tiefe verborgen, dünn, glatt
- zentripetale Schlingen
- Topographie: im cranialen Drittel der linken Bauchhöhlenhälfte, bei starker Füllung des Magens nach caudal verlagert
Topographie Dickdarm Schwein grob (was man sich merken sollte)
- Caecum linke Seite; mit Taenien & Poschen
- Colonkegel links der Medianen; mit zentripetalen und zentrifugalen Schlingen
- grosse Beweglichkeit (Lage je nach Magenfüllung)
Welcher Teil des Duodenums ist bei rechtsseitiger Laparotomie sichtbar beim Rind?
Pars descendens duodeni
Blinddarm Rind: Form & Topographie
- gross
- wurstförmig, glatt (keine Taenien)
- Apex zeigt nach caudal, kann bis an Beckeneingang reichen, stark gefüllt bis ins Becken, frei beweglich
Welcher Teil des Caecums ist beim Rind bei Laparotomie zugänglich?
Auf welcher Seite?
Apex caeci von der rechten Seite zugänglich: ragt caudal aus dem Rec. supraomentalis (Anschoppungen)
Colon ascendens des Rindes: Lage
Lage der Colonscheibe:
- rechts des Pansens sagittal im Recessus supraomentalis hängend
- Ansa spiralis auf der linken Seite des Mesojejunum verwachsen
Rind: Wie setzt sich das Colon ascendens zusammen? (aus welchen 3 "Abschnitten")
- Ansa proximalis: S‐förmig, sehr weitlumig, Fortsetzung des Caecum nach cranial, wird am Übergang in Spirale enger
- Ansa spiralis = Colonscheibe mit:
- Gyri centripetales (Rd. 1½ ‐2 Windungen; kl. Wdk. 3‐4)
- Flexura centralis
- Gyri centrifugales (1½ ‐2 Windungen)
- Ansa distalis: dünn, liegt medial der Ansa proximalis, Fortsetzung in Colon transversum
Blinddarm des Pferdes: Wie viele Taenien besitzt er?
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Blinddarm des Pferdes: Lage & Form
rechts der Medianen, Spitze zeigt gegen Cartilago xiphoidea, Volumen 30 bis ca. 70 Liter, 4 Taenien (längs verlaufende Strukturen) dazwischen Poschen, kommaförmig, Curvaturae major und minor
Blinddarm Pferd: Oberflächenrelief detailliert
- Taenia dorsalis: an Curvatura minor bis Apex, Ansatz für Plica ileocaecalis (von dort kann man das Ileum finden), Lnn
- Taenia ventralis: an Curvatura major, weder Gefässe noch Lnn.[vereinigt sich mit 4)
- Taenia lateralis: rechts, Ansatz der Plica caecocolica (Verbindung mit Taenia libera lat. des Colon ventr. dextrum), Blutgefässe, Lnn.
- Taenia medialis: kräftig, bis Apex, Blutgefässe, Lnn.
Blinddarm Pferd: Wo befindet sich (topographisch) die Basis caeci?
- in rechter Hungergrube von Th17 bis Beckeneingang
- mit dorsaler Körperwand und Gekrösewurzel verklebt
- cranial rechte Niere und caudal Pars transversa duodeni in Verklebungszone einbezogen
Blinddarm Pferd: Wo befindet sich (topographisch) das Corpus caeci?
rechte Flanke ‐> ventrale Bauchwand
nach cranioventromedial Richtung Xiphoid (Brustbein), beweglich
Blinddarm Pferd: Wo befindet sich (topographisch) die Apex caeci?
- frei beweglich
- zwischen beiden ventralen Längslagen des Colon
- reicht bis Cartilago xiphoidea (Schaufelknorpel)
Wie heisst der Eingang ins Caecum? Wo befindet er sich?
- Ostium ileale
- links an der Basis caeci
Wie heisst der Ausgang aus dem Caecum?
Ostium caecocolicum
Gliederung des Colon ascendens beim Pferd (grob die Abschnitte)
- Colon ventrale dextrum (rechte ventrale Längslage)
- Flexura sternalis
- Colon ventrale sinistrum
- Flexura pelvina
- Colon dorsale sinistrum
- Flexura diaphragmatica
- Colon dorsale dextrum
Welcher Abschnitt des Colon ascendens beim Pferd hat wie viele Taenien?
(079) 444 13 33
4: Colon ventrale dextrum, Flexura sternalis, Colon ventrale sinistrum
1: Flexura pelvina
3: Colon dorsale sinistrum, Flexura diaphragmatica, Colon dorsale dextrum
Wie viele Taenien haben das Colon descendens und das Colon transversum des Pferdes?
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Merkmale des Colon transversum des Pferdes
- kurz (15‐20 cm)
- englumig
- cranial der A. mesenterica cranialis von rechts nach links
- mit Körperwand, rechter Niere, Basis caeci und Pankreas verklebt
- 2 Taenien
Merkmale des Colon descendens des Pferdes
- dünn („kleines Colon“)
- Länge: bis 4 m
- 2 Taenien: Taenia mesocolica, Taenia libera
- Poschenreihen bilden die Pferdeäpfel
- sehr langes Meso damit grosse Beweglichkeit
- ausgenützt bei rektaler Untersuchung
- (pathol) Verlagerung hinter Lig. lienorenale (Milznierenband)
5 Engstellen im Darm des Pferdes
- Papilla ilealis/Ostium ileale
- Ostium caecocolicum
- Beckenflexur
- Übergang von magenähnlicher Erweiterung in Colon transversum
- im Colon descendens häufig auch Koprostase
Mikroskopische Anatomie Darmschleimhaut: Grobrelief
- zirkuläre bis spiralige Falten (Plicae circulares; Kerckring‐Falten)
- permanente Gebilde, bis zu 1 cm hoch, nach caudal niedriger
- Oberflächenvergrösserung um ca. 20%
- Aufbau: L. epithelialis, L. propria, L. muscularis mucosae + Tela submucosa
Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: Feinrelief
- Zotten nur im Dünndarm (im Dickdarm nicht) = Villi intestinales
- fingerförmig, 0,5 – 1,5 mm lang
- Oberflächenvergrösserung: 5 – 20 fach
- Aufbau: L. epithelialis + L. propria
- geben der Oberfläche samtartige Beschaffenheit
- an der Zottenbasis münden die Gll. intestinales (Krypten, Lieberkühn‐Drüsen) = einfache, tubuläre, unverzweigte (Propria‐)Drüsen, 0.2‐0.4 mm tief
Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: Mikrorelief
Mikrovilli der Enterozyten. Gesamthaft: Bürstensaum.
Epitheldiagnose der Lamina epithelialis der Darmschleimhaut
einschichtiges hochprismatisches Epithel
Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: Aufbau der Lamina propria
- der Zotten (Zottenstroma; nur Dünndarm!)
- zartes/feines Bindegewebe
- dichtes subepitheliales Kapillarnetz, arteriovenöse Anastomosen
- zentrales Lymphgefäss (zentrales Chylusgefäss)
- einzelne glatte Muskelzellen (Zottenpumpe)
- disseminiert Abwehrzellen (v.a. Lymphozyten, Makrophagen)
- zwischen Zottenbasis und L. muscularis mucosae
- lockeres Bindegewebe
- Drüsentubuli (Gll. intestinales) ins Bindegewebe eingebettet
- viele Abwehrzellen: Plasmazellen (v.a. IgA), Lymphozyten (viele T‐Zellen), Granulozyten, Makrophagen
- Gefässe und Nerven
Wozu dient die Tela submucosa?
als Verschiebeschicht der SH
Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: Schichtaufbau des Darmes
6 Schichten
- Lamina epithelialis
- Lamina propria
- Lamina muscularis mucosae
- Tela submucosa
- Tunica muscularis
- Tunica serosa
Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: In welcher Schicht befindet sich der Plexus myentericus?
Und wie wird er nur noch synonym genannt?
der Plexus myentericus (=Auerbach Plexus) befindet sich in der Tunica muscularis
Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: In welcher Schicht befindet sich der Plexus submucosus?
Und wie wird er synonym auch noch genannt?
Der Plexus submucosus (=Meissner Plexus) befindet sich in der Tela submucosa
Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: Drüsendiagnose in der Tela submucosa
Wie werden sie genannt? Was für ein Sekret produzieren sie?
Gll. submucosae (=Brunner'sche Drüsen) sind verzweigte, tubuloazinöse Drüsen
-> alkalisches Sekret
Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: Welche Zellen befinden sich in der Lamina epithelialis?
- Enterozyten (=Saumzellen)
- Becherzellen
- Panethzellen
- Enteroendokrine Zellen
- Lymphozyten
- M-Zellen
Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: Enterozyten
- Aussehen
- Funktion
- Turnover-Rate
- hochprismatische Zellen mit ovalem Kern
- Bürstensaum (er fehlt im Tubulusgrund der Gll. intestinales)
- Mikrovilli
- Schlussleisten (Zonulae occludentes und adhaerentes)
- Glykokalix, Aktinfilamente („Mikrozirkulation“)
- Funktion:
- Resorption (Aufnahme an luminaler Oberfläche, Durchschleusen, Abgabe an Kapillaren)
- Sekretion: Enzyme, Elektrolyte, Wasser, IgA (Transport)
- Neonate: Aufnahme intakter Ig bis 12 h p.n.
- Zellen im Tubulusgrund: Abgabe des «Darmsaftes» (enzymhaltiges Sekret)
- Turnoverrate ca. 3‐5 Tage, Stammzellen an der Basis der Krypten (für alle Zelltypen)