VL Rotz


L. S.
Diese Lernkarten bieten einen detaillierten Einblick in die Anatomie des Verdauungssystems auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Struktur und Funktion verschiedener Darmabschnitte wie Colon, Rectum und Duodenum, sowie auf spezifische anatomische Merkmale wie die Darmschleimhaut und die Pansen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachleute, die sich mit der menschlichen und tierischen Anatomie befassen, da sie wichtige Begriffe und Konzepte wie die Innervation und Blutversorgung des Enddarms sowie die Rolle des Gastro-entero-pankreatischen Systems (GEP) abdecken.
Flashcards
332
Students
6
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
16.06.2021 / 22.01.2026

Flashcards

Zähne Hund, Welpen

  • Fangzahn: C
  • Reisszahn: UK: M1; OK: P4 grösster Backenzahn
  • 3‐wurzlig (2 buccal, 1 palatinal) sind: P4, M1, M2 nur im OK
  • Krone der I1 und I2: OK 3‐lappig; UK 2‐lappig
  • bei Geburt zahnlos, mit 1½ Monaten Milchgebiss komplett
  • mit 6‐7 Monaten vollzähliges, gewechseltes Gebiss

Zähne Rind

  • OK: alle I & C fehlen; Ausbildung des Pulvinus dentalis (Dentalplatte)
  • UK: C gleich wie Schneidezähne geformt, I & C lockere Verankerung
  • Schaufeln=permanente I und C, Altersbestimmung (Anzahl Schaufeln)*
  • I1: Zange; I2: innerer Mittelzahn; I3: äusserer Mittelzahn; C: Eckzahn 

Was gehört zum Nasenrachen?

Was gehört zum Schlingrachen?

Isthmus faucium 

Isthmus faucium (Rachenenge): weite Verbindungsöffnung vom Cavum oris proprium zum Mundrachen

Recessus pharyngis

Recessus pharyngis: bei Ungulaten, Aussackung dorsocaudal im Nasopharynx

Choanae

 

(rostral dorsal): Verbindung zwischen Pars nasalis und Cavum nasi

Pharynxwand: Aufbau T. mucosa

  • L. epithelialis
    • respiratorische SH: Pars nasalis
    • kutane SH: in den übrigen Abschnitten
    • Velum palatinum: ventral kutane SH, dorsal Übergang in respiratorische SH
  • L. propria: viele muköse Drüsen (Gleitfähigkeit des Bissens)

Pharynxwand: Aufbau T. muscularis

--> quergestreifte Muskulatur

  • Pharynxschnürer
    • entspringen an Schädelbasis, Zungenbein oder Kehlkopfknorpel und treffen in der Medianen
    • zur Raphe pharyngis (Sehnenstreifen)
    • Gruppen:
      • rostrale Schlundkopfschnürer (Mm. pterygopharyngeus, palatopharyngeus, stylopharyngeus rostralis)
      • längs verlaufende Fasern wirken auch als Verkürzer
      • mittlere Schnürer (M. hyopharyngeus)
      • caudale Schnürer (Mm. thyropharyngeus, cricopharyngeus)
  • Pharynxerweiterer (M. stylopharyngeus caud.)

Beschrifte

1 rostrale
2 mittlere Schnürer
3 caudale

a) Zungenwurzel
b) M. styloglossus
c) M. hyoglossus
d) M. thyrohyoideus
e) M. tensor veli palatini
f) M. levator veli palatini
g) Oesophagus
h) M. sternothyroideus
i) Ln. retropharyngeus med.
k) Stylohyoid
l) Thyrohyoid
m) Cartilago thyroidea
n) Raphe pharyngis

sensible Innervation Pharynx

  • Gaumensegel: N. glossopharyngeus (R. lingualis)
  • Schleimhaut des Rachens und Tonsillen: N. glossopharyngeus & N. vagus

motorische Innervation Pharynx

  • rostrale und mittlere Schlundkopfschnürer: N. glossopharyngeus
  • caudale Schlundkopfschnürer, Pars cervicalis oesophagi: N. vagus

Pharynx: Sympatikus Funktion

innerviert Drüsen & Gefässe

Pharynx: Parasympatikus Funktion

innerviert Drüsen (mit IX (=N. glossopharyngeus) und X (=N. vagus))

Schluckakt

  1. willentliche Phase
    • Zunge bei geschlossenem Maul nach dorsal angehoben (u.a. M. mylohyoideus)
    • Bolus durch den Isthmus faucium nach caudal befördert
  2. reflektorische Phase
    • Gaumensegel angehoben, Ostium intrapharyngeum durch die Falten des Arcus palatopharyngeus verschlossen
    • Zungenbein und Larynx werden gegen Zungenwurzel gepresst
      • Epiglottis passiv nach caudal umgebogen (elastischer Knorpel)
    • reflektorischer Schluss der Glottis (Atemwege blockiert!)
    • caudal fortschreitende, wellenartige Kontraktionen der Schlundkopfschnürer
    • feste Nahrung gleitet über die Epiglottis
    • Flüssigkeiten durch Recessus piriformis (seitlich der Kehlkopfkrone)

Ösophagus Abschnitte (3)

  1. Pars cervicalis (Halsteil)
  2. Pars thoracica (Brustteil)
  3. Pars abdominalis (Bauchteil)

Ösophagus Engstellen (4)

  1. Pars oesophagea pharyngis
  2. Apertura thoracis cran. + Herzbasis
  3. cranial der Herzbasis
  4. Hiatus oesophageus

Was für Konsequenzen hat die Linksverschiebung des Ösophagus im Halsteil?

  • wegen der Linksverschiebung des Oesophagus
    • kann eine Schlundsonde beim Einführen links palpiert/gesehen werden
    • verlaufen die Leitungsstrukturen der linken Seite näher am Oesophagus als auf der rechten Seite

Ösophagus: Verlauf Pars thoracica

  • im Mediastinum
  • zieht dorsal der Bifurcatio tracheae über das Herz hinweg
  • zieht rechts am Aortenbogen vorbei
  • im hintersten Drittel begleitet von Abgängen des N. vagus:
    • Truncus vagalis dorsalis
    • Truncus vagalis ventralis

Verlauf N. vagus

Aufteilung des paarigen N. vagus (X. Gehirnnerv) in seinem thorakalen Verlauf:

  • N. laryngeus recurrens (sinister und dexter)
    • der linke zieht um den Aortenbogen
    • der rechte zieht um den Tr. costocervicalis
    • beide enden am Larynx und geben vorher Rr. oesophagei und tracheales ab
  • Rr. cardiaci (Abgabe ans Herz)
  • der verbleibende rechte und linke N. vagus teilt sich caudal der Bifurcatio tracheae in je 1 R. dorsalis und R. ventralis
    • der rechte und linke R. dorsalis vereinigen sich zum Tr. vagalis dorsalis
    • der rechte und linke R. ventralis vereinigen sich zum Tr. vagalis ventralis
    • beide Trunci vagales ziehen dorsal bzw. ventral dem Oesophagus entlang in den Bauchraum

Ösophagus: Verlauf Pars abdominalis

  • tritt durch Hiatus oesophageus in Bauchhöhle begleitet von
    • Truncus vagalis dorsalis
    • Truncus vagalis ventralis
  • sehr kurz
  • endet mit dem Eintritt in den Magen (Cardia)

Ösophagus: Gefässversorgung (arteriell) Pars cervicalis

Äste von Gefässen, die aus der A. carotis communis entspringen. z.B. Aa. thyroideae

Ösophagus: Gefässversorgung (arteriell) Pars thoracica

  • cranial: Äste aus Tr. brachiocephalicus oder A. subclavia
  • caudal: A. bronchooesophagea (kleines Gefäss aus Aorta thoracica; versorgt auch Bronchen  und Perikard)

Ösophagus venöse Gefässe

  • Plexus submucosus, Plexus superficialis
    • Abfluss in Vv. jugulares, V. cava cranialis, V. azygos

Ösophagus Innervation (2 grosse Nerven)

  • N. vagus:
    • Rr. oesophagei: Muskulatur der Pars cervicalis oesophagi (SVE)
    • Rr. oesophagei der Trunci vagales dorsalis und ventralis: Parasympathicus für Drüsen und Muskulatur (auch die quergestreifte!)
  • Sympathicus: Plexus oesophageus (gemischt mit Fasern des N. vagus)

Ösophagus Muskulatur (Wechsel quer und glatt)

  • Ktz., Pfd.: nur pharyngeales Drittel quergestreift
  • Sw.: Wechsel erst kurz vor Mageneingang
  • Hd.: bis an den Mageneingang quergestreift
  • Wdk. einzelne quergestreifte Fasern bis in Pansen

Bei welchen Tieren läuft die Peristaltik des Ösophagus in beide Richtungen?

Wdk: → Rejektion des Bolus fürs Wiederkäuen

Schichtung von Hohlorganen

a) T. mucosa
b) T. muscularis

1. Lam. epithelialis
2. Lam. propria
3. Lam. muscularis mucosae
4. Tela submucosa
5. Str. circulare
6. Str. longitudinale

7: T. serosa mit: Lam. propria (dünn) und L. epithelialis (einschichtig, platt)

8: T. adventitia: lockeres BG

Schichtung Hohlorgane: T. mucosa des Oesophagus

  • L. epithelialis: kutane Schleimhaut (mehrschichtiges Plattenepithel)
    • Herbivoren deutlich verhornt (raues Futter)
    • Karnivoren, Schwein schwach oder nicht verhornt
  • L. propria: Bindegewebe im Oesophagus ohne Drüsen
  • L. muscularis mucosae: cranial lückenhaft
  • Tela submucosa: muköse Drüsen von cranial nach caudal abnehmend:
    • Hund: über ganze Länge
    • Schwein: obere Hälfte
    • übrige Hssgt. nur im cran. Drittel

Magen: Orientierung der Cardia (im Verhältnis zur Medianen)

links der Medianen

Embryo Magen: Aufteilung der Mesos

  • dorsales Meso
    • Omentum majus
    • Hauptteil der Pankreas entwickelt sich hier
  • ventrales Meso
    • Omentum minus
    • Lig. falciforme (dazw. entwickeln sich Leber & kl. Teil der Pankreas)
    • geht nur bis Leber/Pankreas, fehlt weiter caudal

Embryo Magen: Entwicklung, frühes Stadium

  • Darm
    • durch Abfaltung des Embryos wird Archenteron in Dottersack und Darmrohr getrennt
    • ursprünglich gestrecktes Rohr (mit Schleife beim Ductus vitellinus)
    • Magenanlage als spindelförmige Erweiterung am caudalen Ende des Vorderdarmes
  • Meso
    • das dorsale Meso ist durchgehend ausgebildet
    • das ventrale Meso endet caudal der Magenspindel
  • Magenspindel
    • sagittal (längs) ausgerichtet
    • dorsal konvex bei Ansatz des Maesogastrium dorsale =>  grosse Kurvatur (Curvatura major)
    • ventral konkav bei Ansatz des Mesogastrium ventrale =>kleine Kurvatur (Curvatura minor)
  • caudal der Magenspindel anschliessend
    • im ventralen Meso: Leberanlage bestehend aus Pars hepatica und Pars cystica
    • ventral und dorsal: je 1 Spross für Pankreas

Embryo Magen: Lageveränderung

  • durch unterschiedliche Wachstumsgeschwindigkeiten einzelner Abschnitte der Magenwand kommt es zu beträchtlichen Lageveränderungen des Magens (keine passive Drehung)
  • die Lageveränderungen werden gedanklich in 2 Phasen getrennt:
    1. Drehung um die Längsachse (ca. 140°)
    2. Drehung um eine dorsoventrale Achse (ca. 90°) → Pylorus nach rechts verlagert
  • die Ansatzstellen der Mesos am Magen machen diese  Lageveränderung mit

aus welchen Ligamenten besteht das Omentum minus?

  • Lig. hepatogastricum
  • Lig. hepatoduodenale

Was ist die Bursa omentalis?

kapillärer Spalt zw. der Serosaduplikatur (Paries superficialis & Paries profundus des Omentum majus)

Was ist das Foramen omentale?

früher: For. epiploicum

  • Zugang von der rechten Seite
  • Begrenzungen:
    • dorsal: V. cava caudalis
    • ventral: V. portae
    • cranial: Leber (Lobus caudatus)
    • caudal: Verbindung von Mesoduodenum zum Pancreas, A. hepatica

Durch das Foramen gelangt man in den Netzbeutelvorhof (Vestibulum bursae omentalis) und von dort über die Curvatura minor in den Recessus caudalis der Bursa omentalis.

Dünndarmschlingen können sich durch das F. omentale verlagern (Kolikursache Pferd)

Funktionen des grossen Netzes

  • Fettspeicher
  • grosse resorbierende Oberfläche
  • Abkapselung von Infektionsherden
  • Abwehr (Reservoir von Abwehrzellen)

Magen Schwein Beschreibung

  • einhöhlig, zusammengesetzt
  • Diverticulum ventriculi (ohrförmiges Anhängsel)
  • Torus pyloricus

Magen Flfr. Beschreibung

  • einhöhlig, einfach
  • sehr dehnungsfähig

Magen Pferd, Beschreibung

  • einhöhlig, zusammengesetzt
  • Saccus caecus (entspricht dem Fundus)
  • Margo plicatus
  • beschränkt dehnungsfähig

Study