VL Rotz


L. S.
Diese Lernkarten bieten einen detaillierten Einblick in die Anatomie des Verdauungssystems auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Struktur und Funktion verschiedener Darmabschnitte wie Colon, Rectum und Duodenum, sowie auf spezifische anatomische Merkmale wie die Darmschleimhaut und die Pansen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachleute, die sich mit der menschlichen und tierischen Anatomie befassen, da sie wichtige Begriffe und Konzepte wie die Innervation und Blutversorgung des Enddarms sowie die Rolle des Gastro-entero-pankreatischen Systems (GEP) abdecken.
Flashcards
332
Students
6
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
16.06.2021 / 22.01.2026

Flashcards

Welche Teile des GIT werden vom Sacralparasympatikus versorgt?

  • Colon descendens
  • Rectum

Was ist die generelle Wirkung des Parasympatikus?

fördert Muskel- & Drüsentätigkeit

-> Verdauung

Was ist die Funktion des Sympatikus?

  • hemmt Plexus myentericus -> Muskulatur erschlafft
  • Vasokonstriktion

Wie wird der Plexus myentericus auch noch genannt?

Auerbach Plexus

 

Wie wird der Plexus submucosus auch noch genannt?

Meissner Plexus

Blinddarm des Schweines: Wie viele Taenien?

3

Blinddarm des Schweines: grobe Form & Topographie

  • stumpf kegelförmiger Sack
  • Basis liegt ventral der linken Niere
  • Corpus der linken Bauchwand entlang nach caudoventral
  • Apex in linker Leistengegend, kann auch rechts bis über die Mediane reichen

Colon ascendens des Schweines: Form & Topographie

  • kegelförmig [Ansa spiralis]
  • grosse Beweglichkeit
  • dorsal mit Gekrösewurzel verwachsen
  • Darmschlingen mit mindestens 2½  Windungen
    • zentripetale Schlingen
      • liegen aussen
      • rel. weitlumig
      • haben 2 Taenien und Poschen
      • Umschlagstelle zu b. an Kegelspitze [Flexura centralis]
    • zentrifugale Schlingen: in der Tiefe verborgen, dünn, glatt
  • Topographie: im cranialen Drittel der linken Bauchhöhlenhälfte, bei starker Füllung des Magens nach caudal verlagert

Topographie Dickdarm Schwein grob (was man sich merken sollte)

  • Caecum linke Seite; mit Taenien & Poschen
  • Colonkegel links der Medianen; mit zentripetalen und zentrifugalen Schlingen
  • grosse Beweglichkeit (Lage je nach Magenfüllung)

Welcher Teil des Duodenums ist bei rechtsseitiger Laparotomie sichtbar beim Rind?

Pars descendens duodeni

Blinddarm Rind: Form & Topographie

  • gross
  • wurstförmig, glatt (keine Taenien)
  • Apex zeigt nach caudal, kann bis an Beckeneingang reichen, stark gefüllt bis ins Becken, frei beweglich

Welcher Teil des Caecums ist beim Rind bei Laparotomie zugänglich?

Auf welcher Seite?

Apex caeci von der rechten Seite zugänglich: ragt caudal aus dem Rec. supraomentalis (Anschoppungen)

Colon ascendens des Rindes: Lage

Lage der Colonscheibe:

  • rechts des Pansens sagittal im Recessus supraomentalis hängend
  • Ansa spiralis auf der linken Seite des Mesojejunum verwachsen

Rind: Wie setzt sich das Colon ascendens zusammen? (aus welchen 3 "Abschnitten")

  1. Ansa proximalis: S‐förmig, sehr weitlumig, Fortsetzung des Caecum nach cranial, wird am Übergang in Spirale enger
  2. Ansa spiralis = Colonscheibe mit:
    • Gyri centripetales (Rd. 1½ ‐2 Windungen; kl. Wdk. 3‐4)
    • Flexura centralis
    • Gyri centrifugales (1½ ‐2 Windungen)
  3. Ansa distalis: dünn, liegt medial der Ansa proximalis, Fortsetzung in Colon transversum

Blinddarm des Pferdes: Wie viele Taenien besitzt er?

4

Blinddarm des Pferdes: Lage & Form

rechts der Medianen, Spitze zeigt gegen Cartilago xiphoidea, Volumen 30 bis ca. 70 Liter, 4 Taenien (längs verlaufende Strukturen) dazwischen Poschen, kommaförmig, Curvaturae major und minor

Blinddarm Pferd: Oberflächenrelief detailliert

  1. Taenia dorsalis: an Curvatura minor bis Apex, Ansatz für Plica ileocaecalis (von dort kann man das Ileum finden), Lnn
  2. Taenia ventralis: an Curvatura major, weder Gefässe noch Lnn.[vereinigt sich mit 4)
  3. Taenia lateralis: rechts, Ansatz der Plica caecocolica (Verbindung mit Taenia libera lat. des Colon ventr. dextrum), Blutgefässe, Lnn.
  4. Taenia medialis: kräftig, bis Apex, Blutgefässe, Lnn.

Blinddarm Pferd: Wo befindet sich (topographisch) die Basis caeci?

  • in rechter Hungergrube von Th17 bis Beckeneingang
  • mit dorsaler Körperwand und Gekrösewurzel verklebt
  • cranial rechte Niere und caudal Pars transversa duodeni in Verklebungszone einbezogen

Blinddarm Pferd: Wo befindet sich (topographisch) das Corpus caeci?

rechte Flanke ‐> ventrale Bauchwand 
nach cranioventromedial Richtung Xiphoid (Brustbein), beweglich

Blinddarm Pferd: Wo befindet sich (topographisch) die Apex caeci?

  • frei beweglich
  • zwischen beiden ventralen Längslagen des Colon
  • reicht bis Cartilago xiphoidea (Schaufelknorpel)

Wie heisst der Eingang ins Caecum? Wo befindet er sich?

  • Ostium ileale
  • links an der Basis caeci

Wie heisst der Ausgang aus dem Caecum?

Ostium caecocolicum

Gliederung des Colon ascendens beim Pferd (grob die Abschnitte)

  • Colon ventrale dextrum (rechte ventrale Längslage)
  • Flexura sternalis
  • Colon ventrale sinistrum
  • Flexura pelvina
  • Colon dorsale sinistrum
  • Flexura diaphragmatica
  • Colon dorsale dextrum

Welcher Abschnitt des Colon ascendens beim Pferd hat wie viele Taenien?

(079) 444 13 33

4: Colon ventrale dextrum, Flexura sternalis, Colon ventrale sinistrum

1: Flexura pelvina

3: Colon dorsale sinistrum, Flexura diaphragmatica, Colon dorsale dextrum

Wie viele Taenien haben das Colon descendens und das Colon transversum des Pferdes?

2

Merkmale des Colon transversum des Pferdes

  • kurz (15‐20 cm)
  • englumig
  • cranial der A. mesenterica cranialis von rechts nach links
  • mit Körperwand, rechter Niere, Basis caeci und Pankreas verklebt
  • 2 Taenien

Merkmale des Colon descendens des Pferdes

  • dünn („kleines Colon“)
  • Länge: bis 4 m
  • 2 Taenien: Taenia mesocolica, Taenia libera
  • Poschenreihen bilden die Pferdeäpfel
  • sehr langes Meso damit grosse Beweglichkeit
    • ausgenützt bei rektaler Untersuchung
    • (pathol) Verlagerung hinter Lig. lienorenale (Milznierenband)

5 Engstellen im Darm des Pferdes

  1. Papilla ilealis/Ostium ileale
  2. Ostium caecocolicum
  3. Beckenflexur
  4. Übergang  von magenähnlicher Erweiterung in Colon transversum
  5. im Colon descendens häufig auch Koprostase

Mikroskopische Anatomie Darmschleimhaut: Grobrelief

  • zirkuläre bis spiralige Falten (Plicae circulares; Kerckring‐Falten)
  • permanente Gebilde, bis zu 1 cm hoch, nach caudal niedriger
  • Oberflächenvergrösserung um ca. 20%
  • Aufbau: L. epithelialis, L. propria, L. muscularis mucosae + Tela submucosa

Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: Feinrelief

  • Zotten nur im Dünndarm (im Dickdarm nicht) = Villi intestinales
  • fingerförmig, 0,5 – 1,5 mm lang
  • Oberflächenvergrösserung: 5 – 20 fach
  • Aufbau: L. epithelialis + L. propria
  • geben der Oberfläche samtartige Beschaffenheit
  • an der Zottenbasis münden die Gll. intestinales (Krypten, Lieberkühn‐Drüsen) = einfache, tubuläre, unverzweigte (Propria‐)Drüsen, 0.2‐0.4 mm tief

Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: Mikrorelief

Mikrovilli der Enterozyten. Gesamthaft: Bürstensaum.

Epitheldiagnose der Lamina epithelialis der Darmschleimhaut

einschichtiges hochprismatisches Epithel 

Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: Aufbau der Lamina propria

  • der Zotten (Zottenstroma; nur Dünndarm!)
    • zartes/feines Bindegewebe
    • dichtes subepitheliales Kapillarnetz, arteriovenöse Anastomosen
    • zentrales Lymphgefäss (zentrales Chylusgefäss)
    • einzelne glatte Muskelzellen (Zottenpumpe)
    • disseminiert Abwehrzellen (v.a. Lymphozyten, Makrophagen)
  • zwischen Zottenbasis und L. muscularis mucosae
    • lockeres Bindegewebe
    • Drüsentubuli (Gll. intestinales) ins Bindegewebe eingebettet
    • viele Abwehrzellen: Plasmazellen (v.a. IgA), Lymphozyten (viele T‐Zellen), Granulozyten, Makrophagen
    • Gefässe und Nerven

Wozu dient die Tela submucosa?

als Verschiebeschicht der SH

Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: Schichtaufbau des Darmes

6 Schichten

  • Lamina epithelialis
  • Lamina propria
  • Lamina muscularis mucosae
  • Tela submucosa
  • Tunica muscularis
  • Tunica serosa

Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: In welcher Schicht befindet sich der Plexus myentericus?

Und wie wird er nur noch synonym genannt?

der Plexus myentericus (=Auerbach Plexus) befindet sich in der Tunica muscularis

Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: In welcher Schicht befindet sich der Plexus submucosus?

Und wie wird er synonym auch noch genannt?

Der Plexus submucosus (=Meissner Plexus) befindet sich in der Tela submucosa

Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: Drüsendiagnose in der Tela submucosa

Wie werden sie genannt? Was für ein Sekret produzieren sie?

Gll. submucosae (=Brunner'sche Drüsen) sind verzweigte, tubuloazinöse Drüsen

-> alkalisches Sekret

Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: Welche Zellen befinden sich in der Lamina epithelialis?

  • Enterozyten (=Saumzellen)
  • Becherzellen
  • Panethzellen
  • Enteroendokrine Zellen 
  • Lymphozyten
  • M-Zellen

Mikroskopische Anatomie der Darmschleimhaut: Enterozyten

  • Aussehen
  • Funktion
  • Turnover-Rate

  • hochprismatische Zellen mit ovalem Kern
  • Bürstensaum (er fehlt im Tubulusgrund der Gll. intestinales)
    • Mikrovilli
    • Schlussleisten (Zonulae occludentes und adhaerentes)
    • Glykokalix, Aktinfilamente („Mikrozirkulation“)
  • Funktion:
    • Resorption (Aufnahme an luminaler Oberfläche, Durchschleusen, Abgabe an Kapillaren)
    • Sekretion: Enzyme, Elektrolyte, Wasser, IgA (Transport)
    • Neonate: Aufnahme intakter Ig bis 12 h p.n.
    • Zellen im Tubulusgrund: Abgabe des «Darmsaftes» (enzymhaltiges Sekret)
  • Turnoverrate ca. 3‐5 Tage, Stammzellen an der Basis der Krypten (für alle Zelltypen)

Study