VL Rotz


L. S.
Diese Lernkarten bieten einen detaillierten Einblick in die Anatomie des Verdauungssystems auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Struktur und Funktion verschiedener Darmabschnitte wie Colon, Rectum und Duodenum, sowie auf spezifische anatomische Merkmale wie die Darmschleimhaut und die Pansen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachleute, die sich mit der menschlichen und tierischen Anatomie befassen, da sie wichtige Begriffe und Konzepte wie die Innervation und Blutversorgung des Enddarms sowie die Rolle des Gastro-entero-pankreatischen Systems (GEP) abdecken.
Flashcards
332
Students
6
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
16.06.2021 / 22.01.2026

Flashcards

Wie wird die Sekretion von Magensaft reguliert?

  • Regulation u.a.  über GEP (gastro‐entero‐pankreatisches) System z.B.
    • G‐Zellen (Gastrin)
    • EC‐Zellen (Serotonin)     Enterohormone
    • D‐Zellen (Somatostatin)

Magen Innervation

  • parasympatisch
    • N. vagus (Tr. vagalis dorsalis und ventralis)
    • regt Tonus, Peristaltik und Sekretion an (Acetylcholin)
  • sympatisch
    • via Nn. splanchnici (gehen vom Sympathikusstrang weg) zum Ggl. coeliacum (Umschaltung)
    • aus Plexus coeliacus als perivaskulärer Plexus
  • intramural (intrinsisch)
    • Plexus submucosus (Meissner)
    • Plexus myentericus (Auerbach) Histo besser darstellbar als Pl. submucosus

Magen: arterielle Gefässversorgung (+ Verlauf der Gefässe)

  • Äste der A. coeliaca (oft drei Abgänge: Aa. lienalis, hepatica und gastrica sinistra) (unpaar)
  • die grossen Gefässe verlaufen entlang der Curvaturae major (Aa. gastroepiploicae dextra und sinistra) und der Curvatura minor (Aa. gastricae dextra und sinistra) à darum immer bei Fläche Magen öffnen
  • grosse Anastomosen (Gefässarkaden)
  • Aufzweigungen siehe Arbeitsblatt

Magen: venöse Gefässe

  • münden in die V. portae (siehe Arbeitsblatt V. portae)
  • zahlreiche arteriovenöse Anastomosen (offen bei leerem Magen)

Magen: Lymphgefässe

  • in allen Schichten der Magenwand
  • Lnn. gastrici im Bereich der Curvatura minor
  • Ableitung über das Lc. coeliacum

Magen: Grobrelief des Magens

verstreichbare Falten

Magen: Feinrelief des Magens

  1. Areae: Felder durch Sulci begrenzt
  2. Foveolae (Grübchen): Eingang in die Magendrüsen; ca. 100/mm

Was ist eine Besonderheit der Lamina propria des Magens beim Fleischfresser?

Hat Str. compactum: 

  • Schicht aus kollagenen und elastischen Fasern zwischen Drüsengrund und L. muscularis mucosae
  • Funktion: mechanische Schutzschicht (spitze Futterpartikel)

Magen: Lam. propria Drüsendiagnose

einfache, verzweigte tubulöse Drüsen

Magen: Lam. epithelialis Pars glandularis Epitheldiagnose

  • einschichtiges hochprismatisches Epithel
  • schlanke Zellen, runder mittelständiger Kern, Zytoplasma blass

Magen: in welchen Teilen kommen Fibrae obliquae der T. muscularis vor?

zusätzliche, innerste 3. Muskelschicht in Fundus und Corpus

Magen: Was sind die 3 Regionen der Pars glandularis?

  1. Cardiadrüsenzone
    • gross bei Sw
    • schmaler Saum bei Flfr.
    • schmaler Streifen bei Pfd entlang Margo plicatus
  2. Eigendrüsenzone
  3. Pylorusdrüsenzone

Magen: Drüsendiagnose der Cardiadrüsen

einfache, geknäuelte tubulöse Drüsen

Magen: Drüsendiagnose der Eigendrüsen (=Fundusdrüsen)

+ Zelltypen (5 Stk.)

einfache, gestreckte tubulöse Drüsen

Unterteilung der Zelltypen:

  • Hauptzellen (im Tubulusgrund)
  • Belegzellen (im Halsbereich bis Drüsengrund)
  • Nebenzellen (im Halsbereich)
  • endokrine Zellen
  • Stammzellen (Halsbereich)

Magen: Was produzieren die Hauptzellen der Eigendrüsen?

Pepsinogen, saure Lipasen, Lab (Renin)

in Zymogengranula verpackt

Magen: Was bilden die Belegzellen der Eigendrüsen?

H+ & Intrinsic Factor

Magen: Drüsendiagnose der Pylorusdrüsen

einfache, geknäuelte tubulöse Drüsen

Magen: Produkte der Pylorusdrüsen

  • alkalischer Schleim
  • Pepsinogen
  • Lysozym
  • Gastrin (G-Zellen)

Histologische Merkmale des Magens: Oberflächenrelief

  • Reservefalten
  • Areae [oder Areolae]
  • Foveolae (bes. gross in den Sulci) [D.D. Darm]
  • [keine Zotten; D.D. Dünndarm]

Histologische Merkmale des Magens: Lamina epithelialis

  • einschichtiges hochprismatisches Epithel in der Pars glandularis [D.D. Oesophagus, Vormägen, Darm]
  • keine Becherzellen [D.D. Darm, insbesondere Dickdarm]

Was befindet sich in der Lamina propria des Magens?

  1. Cardiadrüsen (diese Drüsenzone ist nur beim Schwein breit]
  2. Eigendrüsen (mit Belegzellen) am einfachsten, wenn man diese findet (sofort klar, sonst auf 3-Schichtigkeit achten)
  3. Pylorusdrüsen (tiefe Foveolae)

Histologische Merkmale des Magens: Tunica muscularis

oft 3 Schichtig: Fibrae obliquae an Tela submucosa anschliessend [DDx zu allen anderen]

Die Oberfläche des Pansens wird von Serosa überzogen. Jedoch an 3 Stellen nicht. An welchen?

  1. Verwachsungsstelle an Diaphragma & dorsaler Körperwand (flächenhaft; 8. ICR‐L4)
  2. Anheftungsstelle der Milz (flächenhaft)
  3. Ansatz des grossen Netzes (linear)

Nenne die 4 (resp. 5) Pansensäcke

  1. Saccus ruminis dorsalis = dorsaler Pansensack
  2. Saccus ruminis ventralis = ventraler Pansensack (mit: Recessus ruminis =craniale Bucht)
  3. Saccus caecus caudodorsalis = (caudo‐)dorsaler (Pansen‐)Blindsack
  4. Saccus caecus caudoventralis =  (caudo‐)ventraler (Pansen‐)Blindsack
  5. Atrium ruminis = Pansenvorhof (Schleudermagen; le sac crânial) erreicht ventrale Bauchwand nicht

Welche 2 markanten Strukturen sind im groben Innenrelief des Pansens zu erkennen?

  1. Pansenpfeiler (wulstartige Verdickungen der T. muscularis)
  2. Plica ruminoreticularis (dünn, sichelförmige Falte, unterhalb der Cardia liegend)

Mit was für einer Schleimhaut ist der Pansen ausgekleidet?

verhornte kutane SH

Wozu sind die Pansenzotten verantwortlich?

  • Oberflächenvergrösserung
  • Resorption kurzkettige FS (Ac, But, Prop [+ Mg, Na, NH3])

Wie verändert sich die Länge der Zotten bei karger Fütterung?

werden niedrigerer (weil weniger FS produziert), kann wieder rückgängig gemacht werden

Wie ist der Netzmagen im Körper gelegen? Welche Strukturen liegen benachbart?

  • cranial des Atrium ruminis
  • auf dem Cartilago xiphoidea aufliegend
  • direkt caudal am Diaphragma (nahe des Perikards)
  • Kontakt zum Lobus hepatis sinister

Synonyme des Reticulum

Netzmagen, Haube

Wie sieht das Innenrelief des Reticulums aus?

hat Cellulae, die begrenzt sind von ca. 1cm hohen Cristae (Leisten). Untergliederung in noch feinere Leisten (diese sind mit kegelförmigen Papillae besetzt)

Welche 2 Verbindungsöffnungen bestehen im Reticulum?

  1. Ostium rumino‐reticulare: weite Öffnung gegen Atrium
  2. Ostium reticulo‐omasicum (Haubenpsalteröffnung)

Synonyme des Psalters

Blättermagen, Omasum, Buchmagen

Wie ist das Omasum im Körper gelegen? Welche Strukturen liegen direkt angrenzend?

  • rechts von Reticulum & Pansen
  • 6.-11. ICR; ventral handbreit über den Rippenbogen ragend  (Perkussion, Auskultation)
  • Facies parietalis (rechts) vom Omentum minus bedeckt (Embryo Ausbuchtung der Curvatura minor)
  • bildet auf der Leber die Impressio omasi

Innenrelief des Omasum

  • parallel liegende halbmondförmige Blätter (Laminae omasi)
    • Anheftung: dorsal an Curvatura omasi und seitlich 
    • freier Rand: ventral zur Basis omasi gerichtet
    • Wechsel von hohen & vielen mittleren, kleinen & kleinsten Blättern
    • Blätter mit kurzen Papillen besetzt
  • Canalis omasi an der Basis mit Sulcus omasi (Psalterrine)

Was ist die Funktion des Omasums?

Und wie wird sie reguliert (ZNS, peripher, intrinsisch, ...)?

  • Ansaugen der Ingesta (Kuh ca. 200 l/Tg.) aus dem Ruminoreticulum (Saugphase)
  • Pressen der Ingesta zwischen Laminae (Druckphase)
  • Abgabe der feinen Ingesta an den Labmagen
  • Resorption: Wasser (Rd. 40‐50%) kurzkettige FS, Na, K, HCO3‐
  • weitgehend intrinsisch reguliert

Welche 2 Verbindungsöffnungen bestehen im Omasum?

  1. Ostium reticulo‐omasicum (Reuse) siehe Reticulum
  2. Ostium omaso‐abomasicum mit Velum abomasicum (s. Labmagen)

Lage, Grösse und Form des Labmagens (Wdk)

  • L‐förmig mit deutlichem Magenknie (deutliche Trennung des Labmagens in 2 Abschnitte)
  • caudal des Omasum
  • Pylorus steigt an der rechten Körperwand (10. – 8. ICR) nach craniodorsal hoch. Kann mit dem Fundus auch nach links reichen
  • erreicht zwischen Reticulum und ventr. Pansensack linke Körperwand auf Höhe des 9. Rippenknies

Wie ist der Labmagen (Abomasum) fixiert/befestigt?

Welche Teile sind frei beweglich?

  • nur Cardia und Pylorus fixiert, Fundus und Corpus sehr beweglich
  • Cardia mit Basis omasi
  • Pylorus /Duodenum: straffes Lig. hepatoduodenale
  • Weil der Fundus und Corpus so beweglich sind, ist die Labmagenverlagerung bei Hochleistungs-Tieren wahrscheinlich (nach li und re)

Wie sieht das Innenrelief des Labmagens aus?

  • Velum abomasicum («Psaltersegel»): paarige Falte am Ostium omaso‐abomasicum (Ventil)
  • Plicae spirales bis Magenknie = hohe, nicht verstreichbare Schleimhautfalten
  • Pylorusbereich: niedrige, verstreichbare Falten + Torus pyloricus (Höcker am Ausgang)

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