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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 06.06.2021 / 18.07.2021
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Bei der Integration von nomothetischen und idiografischen Einschätzungen zur Kriminalprognose ist zu
beachten, dass …

… zur Vermeidung von Urteilsfehlern die idiografische Einschätzung stets vor der nomothetischen Einschätzung vorzunehmen ist.

… die unterschiedlichen Einschätzungen (nomothetisch/idiografisch) jeweils von zwei verschiedenen Sachverständigen beigetragen werden müssen.

… Unterschiede zwischen beiden Bereichen (nomothetisch/idiografisch) Anlass geben, die nomothetische Prognose zu überdenken.

…die nomothetische Beurteilung eine empirisch begründete Einschätzung des Ausgangsrisikos liefert.

… die idiografische Einschätzung grundsätzlich den Vorrang vor der nomothetischen Einschätzung hat.

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Welche der folgenden Aussagen zu aktuarischen Risikoprognoseinstrumenten treffen zu?

Die Offender Group Reconviction Scale (OGRS) umfasst 54 statische und dynamische Merkmale.

Im Rahmen des Level of Service Inventory-Revised (LSI-R) werden biografische Merkmale, die unveränderbar sind und die Vorgeschichte betreffen, dichotom erfasst.

Als Kriteriumsvariable im Rahmen der Entwicklung der Offender Group Reconviction Scale (OGRS) diente unter anderem die Rückfallwahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres.

Das HCR-20-Schema beinhaltet ausschließlich statische (unveränderbare) Merkmale.

Ein Beispiel für die komplexen Prognoseinstrumente der dritten Generation ist das HCR-20-Schema.

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Ein aktuarisches Risikoprognoseinstrument mit fünf möglichen Punktwerten (von 0 = niedrig bis 4 = hoch)
weist die folgenden Kennwerte in einer Stichprobe von 750 Personen auf.

Die kategoriespezifischen Rückfallraten steigen mit zunehmendem Punktwert an.

Die allgemeine Rückfallrate (in der Gesamtstichprobe) ist höher als die Rückfallrate bei einem Punktwert von 1.

Die relative Häufigkeit, mit der die fünf verschiedenen Punktwerte in der Stichprobe vorkommen, ist ein Beispiel für das Mittelfeldproblem.

Bei einem Punktwert von 4 ist der Anteil richtig-positiver Fälle 1/3.

Bei einem Punktwert von 0 ist der Anteil richtig-negativer Fälle 2/3.

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Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Bei der individuellen Kriminaltheorie handelt es sich um ...

... eine persönliche Einschätzung durch den Straftäter selbst.

... einen wesentlichen Baustein der nomothetischen Risikoprognose.

... eine Rekonstruktion, die auch die Persönlichkeitsentwicklung des Täters berücksichtigt.

... eine biografische Betrachtung, die auch delinquentes Verhalten mit einschließt, das unterhalb strafrechtlicher Kriterien geblieben ist.

... eine Bewertung, die sich ausschließlich aus dem Selbstbericht des Straftäters ergibt und sein Selbstbild widerspiegeln soll.

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Welche der folgenden Aussagen zu den Empfehlungen für Prognosegutachten treffen zu?

Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Vorgutachten ist nicht erforderlich, weil Vorgutachten als bekannt vorausgesetzt werden können.

Wesentliche Resultate der Aktenauswertung müssen im Gutachten wiedergegeben werden.

Indikationsgeleitete Auswahl testpsychologischer Untersuchungen bedeutet, dass Testverfahren gewählt werden, deren Zielsetzung für die Testperson nicht durchschaubar ist (objektive Tests).

Zur Auswahl von Instrumenten zur Risikobeurteilung ist es ausreichend, wenn diese Instrumente standardisiert sind.

Unter der mehrdimensionalen Analyse individueller Delinquenz versteht man die tiefenpsychologisch fundierte Deutung des Tatmotivs.

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Welche der folgenden Aussagen zu standardisierten Untersuchungsinstrumenten treffen zu?

Der Nutzen von Selbstberichtsfragebogen ist im forensischen Kontext oft zweifelhaft.

Will man die Testwerte derselben Person in verschiedenen Tests miteinander vergleichen, spielt auch die Korrelation beider Tests eine Rolle.

Einer Untersuchung von Zimmerman (1994) zufolge war die Beurteilerübereinstimmung klinischer Interviews im Hinblick auf Persönlichkeitsstörungen höher als die Beurteilerübereinstimmung von (halb-) strukturierten Gesprächsleitfäden.

Das Komplement (Gegenstück) zur Spezifität ist die Falsch-Negativ-Rate.

Ein Vorteil von Fremdbeurteilungsverfahren ist, dass sie auch solche Auffälligkeiten erfassen können, die der Testperson selbst nicht bewusst sind.

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Welche der folgenden Aussagen zur aussagepsychologischen Begutachtung, insbesondere im Hinblick auf
die Aussagetüchtigkeit, treffen zu?

Gemäß §81c StPO werden Zeugen bei einer Aussagenverweigerung benachteiligt, auch wenn die Begutachtung grundsätzlich freiwillig ist.

Auch wenn eine Person nicht in der Lage ist, eine Situation wahrzunehmen/zu erinnern/verbal wiederzugeben, kann bei einer basalen Beherrschung relevanter kommunikativer Kompetenzen auf eine vorhandene Aussagetüchtigkeit geschlossen werden.

Da Kinder unter vier Jahren insbesondere nicht über eine ausreichende Fähigkeit zum selbständigen Abruf von Erinnerungen verfügen, neigen sie zur Beeinflussung durch Fremdsuggestion, was die Aussagetüchtigkeit beeinträchtigt.

Die Aussagetüchtigkeit ist vor allem von der Qualität der getätigten Aussage abhängig, da diese die Grundlage der Beurteilung von psychischen Auffälligkeiten einer Person ist.

Für dasselbe Ereignis kann eine Person gleichzeitig aussagetüchtig und untüchtig sein. (Gutschrift)

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Welche der folgenden Aussagen zur Aussagetüchtigkeit treffen zu?

Entwicklungspsychologisch kann bei Kindern ab sechs Jahren grundsätzlich eine Aussagetüchtigkeit angenommen werden, so dass sie nur bezüglich ihrer Fantasieneigung geprüft werden müssen.

Die psychischen Störungen, die für eine dauerhaft aufgehobene Aussagetüchtigkeit sprechen können, ähneln den Störungsbildern, die für eine krankhafte seelische Störung sprechen können.

Bei Substanzabhängigkeit ist die Aussagetüchtigkeit in der Regel dauerhaft aufgehoben.

Wenn die Kriterien, die für eine schwere andere seelische Abartigkeit sprechen, erfüllt sind, ist die Aussagetüchtigkeit einer Person in der Regel aufgehoben.

Im Hinblick auf die Aussagetüchtigkeit eines Kindes ist irrelevant, ob eine unbeteiligte Person bei dem Ereignis anwesend war.