Klinische
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Lernkarten
Trifft diese Aussage zu?
Hautleitfähigkeit kann als ein Maß für objektiven Schmerz benutzt werden
Trifft diese Aussage zu?
der Placebo Effekt zeigt sich stärker als der Nocebo Effekt
Trifft diese Aussage zu?
der Placebo Effekt bedingt Analgesie, der Nocebo Effekt Hyperalgesie
Erläutern Sie den Nocebo Effekt.
= nehative Wirkung bei Patient nach Gabe eines Scheinmedikaments (Placebo); Effekte meist auf psychologische Ursachen zurückgeführt
- Nocebo Effekt ist störker als der Placebo Effekt
- Placebo bewirkt Analgesie (Schmerzlinderung)
- Nocebo bewirkt Hyperalgesie (gesteigerte Schmerzemofindlichkeit)
Trifft diese Aussage zu?
Ablenkung reduziert die Schmerzwahrnehmung, v.a. hinsichtlich affektiver Ratings.
Trifft diese Aussage zu?
Emotionen steigern oder schwächen je nach Valenz die Schmerzwahrnehmung.
Trifft diese Aussage zu?
Das Stimulus Substitutionsmodell besagt, dass ein neutrales Placebopräparat als CS mit dem UCS pharmakologische Wirkung assoziiert wird.
Trifft diese Aussage zu?
Die Stärke des Placeboeffekts ist unter Klinikbedingungen 6mal höher als im Labor.
Erläutere die Placebo Analgesie.
= kognitive Schmerzmodulation
- vermindertes Schmerzerleben
- Abnahme der systemischen, autonom regulierten Reaktion auf die Noxe
- mediiert über die Ausschüttung endogener Opiate
- neurologische Korrelate: 1) Schmerzverarbeitung: rACC und seine Verbindung zu PAG und Amygdala; 2) Erwartung: dIPFC (Alzheimer mit Frontalhirndysfunktion: reduzierter erwartungsinduzierter Placeboeffekt); 3) Belohnungssystem: Ncl accumbens
Erläutern Sie Placebo Analgesie
- schon vor Placebogabe Anstieg opioderger und dopaminerger Aktivität --> induzierte Erwartungshaltung
- Metaanalyse (Vase et al 2002): Placebo Analgesie im Labor etwa 6 Mal größer als die Effektstärke einer Placebobehandlung in einer klinischen Studie
- Laborstudien: meist eine sichere (100%) Medikamentengabe suggeriert
- klinische, placebokontrollierte Studien: mit Einverständniserklärung darüber informiert, dass sie 50% oder höhere/geringere Chance haben, Placebo zu erhalten ..> reduzierte "Sicherheit" der Behandlung mit einem neuem Medikament drückt sich in reduzierter Placebowirksamkeit aus
Was sind Einflussfaktoren der Placebo Analgesie ?
- basiert auf klassischer Konditionierung: Stimulus-Substitutions-Modell (Ader 1997, Price 1999)
- neutrales Placebo Präparat als CS wird mit dem UCS pharmakologische Wirkung assoziiert
- Placeboantwort moduliert periphere Immunantwort und neuronale Funktionen
Schaubild:
1)neutraler Reiz Anblick Schmerztablette --> nichts ;
2) US Einnahme Schmerztablette --> UR Reduktion des Schmerzerlebens;
3) CS + US Einnahme Schmerztablette via Assoziation zu UR
4) CS Anblick + Einnahme Placebo Agens --> CR Placeboreaktion, konditionierte Schmerzreduktion
Trifft diese Aussage zu?
Bei Dysfunktion im Frontalhirn kann sich der erwartungsinduzierte Placeboeffekt verstärken.
Trifft diese Aussage zu?
afferente nozizeptive Infos können bereits auf Höhe des Rückenmarks gehemmt werden
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das System der Schmerzmodulation kann durch TSM des dIPFC oder durch Naloxon verstärkt werden
Erläutere Die Hemmung des Placeboeffekts
- System der Schmerzmodulation kann durch TMS (transcranial magnetic stimulation) des dLPFC (dorsolaterale präfrontal cortex) gehemmt werden
- keine Beeinträchtigung der Schmerzverarbeitung per se
--> hemmt auch Verarbeitung affektiver nozizeptiver Infos
--> Reduktion sekundärer Hyperalgesie im Rückenmark
--> afferente nozizeptive Infos können also auch bereits auf Höhe des spinalen Hinterhirns gehemmt werden
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Erwartung und Konditionierung sind maßgeblich an der Entstehung des Placeboeffekts beteiligt
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offene Meidkamentengabe wird zur Verstärkung des analgetischen Effekts durch Kontext genutzt
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Ablenkung reduziert vor allem die Schmerzwahrnehmung bei sensorischen Ratings
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Die Einteilung in therapeutische Gruppen (Gruppentherapie) bei Morbus Parkinson sollte eine Vergleichbarkeit bei kognitiver Leistungsfähigkeit, das Alter und den SÖS eines Patienten berücksichtigen
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Parkinson verfügt über eine späte Nachweisschwelle, bei der 60-70% der dopaminergen Neurone bei der Diagnosestellung bereits untergegangen sind
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Parkinson tritt familiär gehäuft auf, sodass eine erbliche Ursache angenommen wird
Trifft diese Aussage zu?
Parkinsonpatienten sollten bei Gruppentherapie aufgeteilt werden in SÖS
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Parkinson Patienten zeigen im Allgemeinen eine erhöhte Mortalität.
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Parkinson Patienten haben oft das Gefühl, dass die Umwelt ein erheblich verzerrtes Bild von ihnen hat. Deshalb ist Realitätsprüfung ein wichtiger Bestandteil psychosozialer Intervention.
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ein Parkinson Patient ist stark psychischer Belastung ausgesetzt. Die schwindende Fähigkeit, Gefühle auszudrücken verstärkt dieses noch.
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Parkinson Patienten haben häufig eine verlangsamte Sprechweise, weshalb Außenstehende sie für demente halten. Dies steht allerdings im starken Kontrast zu der unveränderten kogn. Leistungsfähigkeit
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psycologische Intervention bei Parkinson kann auch körperliche Symptome beeinflussen.
Erläutern Sie den Psychologischen Parkinson Effekt
- minimale soziale Stressoren haben starke Effekte auf die motorischen Symptome (zB Münzen zahlen, Unterschreiben)
- Bewegungsblockaden in kritischen Momenten
- auf Ärger der anderen folgen Verzweiflung und stärkerer Blockade
- Stress verstärkt L Dopa induzierte Dyskinesien
- Effekt stärler je länger die Krankheitsdauer
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Nach Leplow gibt es disability und handicap bei Morbus Parkinson. Die KVT spricht beides an
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Morbus Parkinson Patienten werden von ihrem Umfeld verzerrt wahrgenommen, deswegen ist Realitätsprüfung wichtiger Teil der sozialpsychologischen Intervention
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Parkinson Patienten zeigen ein beeinträchtigtes Belohungslernen
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ein zentralen Ziel der Therapie bei Parkinson könnte man so beschreiben: Bei bestehender disability soll das handicap so gering wie möglich gehalten werden.
Nenne übergeordnete Behandlunsgziele (bspw bei Parkinson)
- Reduktion des erkrankungsbezogenen Belastungserlebens
- impairment uns disability nicht zu handicap werden lassen
- Minimierung sozialer Einschränkungen
- unumgängliche Rolllenveränderung selber steuern
- zumindest soll erreicht werden, dass die soz. Einschränkungen möglichst spät und so geringfügig wie möglich ausfallen
Ziele einer Behandlung
§ Verbesserter Umgang mit durch die Krankheit alltäglichen Belastungen
à Symptommanagement
§ „Vermeidung des Vermeidens“
à Verbesserte Alltagskompentenz im Umgang mit unumgänglichen Stressoren
à Größere Selbstständigkeit und Stresstoleranz
à Abbau des Vermeidungsverhaltens
à Weniger Exazerbationen
Auch wenn der Krankheits- verlauf nicht direkt beeinflusst werden kann, so ist es doch möglich, die phasisch auftretenden Symptomverschlechterungen zum einen seltener und zum anderen weniger extrem auftreten zu lassen.
- Bezieht sich insbesondere auf soziale Stressoren
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um die Patienten durch die verschiedenen Krankheitssatdien zu begleiten, laufen psychotherapeutische Interventionen in der Regel über mehrere Jahre.
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Teilnehmer psychotherapeutischer Interventionen berichten im Mittel deutlich reduzierte Dymptomatik
Erläutere die Wirkweise psychologischer Interventionen.
Kreislauf:
-> Stressminderne Gedanken und Selbstanweisungen
-> Gelassenheit, Gelöstheit
-> körperliche Entspannung
-> Verminderung der Parkinsos Symptome
(psych. Interventionen können auch körperl. Symtpome beeinflussen)
Was sind Bestandteile von Therapiemodulen?
1. Aufklärung und Information (Erkrankung verstehen und anderen darüber Auskunft geben können)
2. körperbezogene Maßnahmen (Entspannungs und Symptomblockadetechniken)
3. Stressregulation und soziale Kompetenzen (Umgang mit Alltahsbelastung)
-Verständnis der eigenen Krankheit steigert LQ!
-PMR und Abwandlungen/Symptokontrolle
-Soziale Belastungssituationen kompetent und ohne übermäßige Symptomexazerbationen bewältigen können
Erläutern Sie Therapiemodule bei Depression und Angst
- ANpassung an neurologische Patientengruppe: Kürze, Prägnanz, Redundanz
- Komponenten: Psychoedukation, krankheitsbezogene Kommunikation mit Verhaltensschulung, aktivierende Verfahren, Strategien zur Bleastungsreduktion
Die meisten Parkinsonpatient*innen benötigen eine klare Struktur mit geplan- ten Wiederholungen. Dabei hängt das Ausmaß der Redundanz vom neuropsychologischen und soziodemografischen Status der beteiligten Patient*innen ab.
Erläuterre operant verstärktes Problemverhalten
- soziales Kompetenztraining: Info-vermittlung, Wahrnehmungsschulung, Selbstregulation, Stresskompetenz- und Problemlösetraining
- Exposition mit Reaktionsverhinderung
-> Verbesserung der Lebensqualität und Depressionsprophylaxe
--> Verbesserte medizinische Behandelbarkeit
--> vermindertes Risiko für Angehörige, gesundheitliche Beeinträchtigungen zu entwickeln
-Soziales Kompetenztraining dann entsprechend abgewandelt
-Ein zentraler Bestandteil hierfür ist eine genaue Wahrnehmungsschulung, über welche die situativen, kognitiven und körperlichen Auslöser der Symptomexazerbationen identifiziert werden.
-Exposition mit Reaktionsverhinderung für Verhaltensebene
-Letztlich laufen alle derartigen Programme darauf hinaus, den Patient*innen wieder ein höheres Maß an sozia- ler „Teilhabe“ zu ermöglichen, sie darin zu unterstützen, die verbleibenden Freiräume zu erkennen und trotz der manchmal starken motorischen Einschränkungen auch zu nutzen.