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Flashcards 22 Flashcards
Students 4 Students
Language Deutsch
Level Other
Created / Updated 12.05.2021 / 29.11.2021
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Definition Anaphylaktischer Schock

Der anaphylaktischer Schock tritt auf nach Kontakt mit Allergenen z.B. Medikamenten, bestimmte Nahrungsmittel, Insektenstichen oder Tierhaaren. Es kommt zu einer Antigen – Antikörper – Reaktion mit systemischer Wirkung und akutem Kreislauf versagen. Der anaphylaktische Schock ist die schwerste Form von einer allergischen Reaktion.

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Ursachen und Verlauf Anaphylaktischer Schock

Es kommt zum Auftreten von Hautreaktionen, Ausschlag, Quaddeln, Pruritus, Schleimhautschwellung, Stridor, Bronchokonstriktion, Kreislaufstörungen, Blutdruckabfall, Tachykardie, Schock, Bewusstseinseintrübung als Folge zerebraler Minderdurchblutung.


Zu Grunde liegt eine unkontrollierte Freisetzung von Mediatoren (Histamin). Dies führt zu einer Weitstellung der Gefässperipherie und dadurch zur Hypotonie.
50% aller anaphylaktischen Schocke sind echte Reaktionen: schwere Weitgehend unabhängig von der Menge des Allergens.


50% sind nicht allergische Freisetzungen von Mediatoren: Wesentlich von der Menge des Allergens abhängig.
Der häufigste Auslöser eines anaphylaktischen Schocks ist:
- 58% Nahrungsmittel
- 24% Insektengift
- 8% Arzneimittel

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Symptome Anaphylaktischer Schock

Haut und Schleimhaut:
- Erythem (Rubor der Haut)
- Pruritus
- Ödem
- Urtikaria
- Nesselfieber


Magen-Darm-Trakt:
- Nausea/ Emesis
- Defäkation
- Diarrhoe
- Abdominaler Schmerz


Atmungssystem
- Bronchospastik
- Hustenreiz
- Glotisödem (Schwellung der Kehlkopfschleimhaut)


Kreislauf
- Periphere Vasodilatation
- Tachykardie
- Hypotonie
- Bewusstseinsstörungen

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Erstmassnahmen (Anaphylaktischer Schock)

1. Allergenexposition unterbinden (Medikamentenzufuhr
unterbrechen, Nahrungsmittel ausspucken lassen,
Insektenstiche vorsichtig entfernen)


2. Arzt informieren und evtl. Alarmieren


3. Notfallmedikation applizieren (bei bekannter Allergie)


4. Medikation verabreichen (Kortison und Antihistaminika)
Notfallmassnahmen – ABCD Regel


A: Atemwege freihalten (Bei Atemnot: Kleidung lockern, Kutschersitz,
Lippenbremse)


B: grosszügig Sauerstoffgabe (bei Kinder 5-6L, Neugeborene um
Oxygenierung der Erythrozyten zu verbessern. Ggf. Intubation um
zusätzlich Atemarbeit (Sauerstoffverbrauch) und Herzarbeit zu
reduzieren.


C: aggressives Volumenmanagement -> grosslumiger Venenzugang
legen und zügige Bolusgabe Kristalloide Lösung (NaCl), danach
Transfusion.


D: Katecholamingabe (Adrenalin und Noradrenalin) für
Blutdruckstabilisierung.

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Definition Kardiogener Schock

Der Kardiogener Schock tritt als Folge von Kardiomyopathien, Myokarditis oder Dekompensation bei angeborenen Herzfehlern auf. Es besteht die Gefahr einer Rhythmusstörung, Kreislaufversagen und Minderdurchblutung von lebenswichtigen Organen.


Durch unzureichende Herzarbeit hervorgerufener kritischer Abfall des ausgeworfenen Blutvolumens (Herzvolumen).

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Definition Hypovolämer Schock

Hier ist die Ursache ein Volumenmangel, die im Kreislauf zirkulierende Blutmenge ist vermindert.

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Urache Hypovolämer Schock

Thermische Verletzungen, Gastroenteritis (Diarrhö und Emesis), Hyperthermie, Fieber und sehr hohe Umgebungstemperaturen


Hier entsteht der Schock durch einen starken Flüssigkeitsverlust, somit nimmt die Menge des zirkulierenden Blutes in den Gefässen ab.


Lange sind keine Symptome bei Kindern sichtbar da sie die Widerstandskraft der Gefässe erhöhen können. Häufig treten die typischen Zeichen wie bei den Erwachsenen sichtbar bezüglich Hypotonie etc. erst nach 24h auf, darum muss bei Kindern unbedingt auf Risikofaktoren und unspezifische Symptome geachtet werden.

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Symptome Hypovolämer Schock

-Trockene Schleimhäute
-Verminderter Hautturgor
-Oligrie
-Unruhe
-eingesunkene Augen
-Tachykardie
-BD-Abfall (ACHTUNG BEI KINDER ERST SPÄTER), Absinken des systolischen BD’s!
-Marmorierte, kaltschweissige Haut
-Bewusstseinstrübungen
-Beim Säugling. Eingesunkene Fontanelle
Zeichen bei Volumenmangel durch Blutverlust:
-Auffallende Blässe
-Blutung nach aussen oder Hämatombildung
-wachsende Körperumfänge (z. Bsp. Bauchraum)