Osteopathie


M. D.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Pharmakologie des Knochenmetabolismus auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Wirkmechanismen von Vitamin D, Calcitonin, Biphosphonaten und anderen Mitteln, die den Knochenaufbau und -abbau beeinflussen. Die Karteikarten erläutern auch die Risiken und Nebenwirkungen dieser Substanzen, wie Osteonekrose oder Thrombosen. Medizinstudierende und Fachkräfte profitieren von diesen Informationen, um den Knochenstoffwechsel und die Behandlung von Erkrankungen wie Osteoporose besser zu verstehen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
04.05.2021 / 23.02.2022

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Von welchen Organen und Hormonen hängt der Gehalt an freiem Calcium im Körper ab?

  • vom Darm, den Nieren und den Knochen
  • vom Parathormon (Nebenschilddrüsenhormon), vom Vitamin D und vom Calcitonin
    • Vitamin D favorisiert die Absorption von Calcium: gleichzeitige Verabreichung

Was sind die Quellen des Vitamin D und wie heissen sie? Wie wird es synthetisiert im Körper? Wie ist ein Mangel ersichtlich und wie nennt man diesen?

  • Vitamin D2 (Ergocalciferol): pflanzliche Herkunft
  • Vitamin D3 (Cholecalciferol): tierische Herkunft
  • Synthese: Aufnahme mit der Nahrung und synthetisiert im Körper auf der  Haut unter der Einwirkung von UV-Strahlen 
  • Beteiligung an der Absoption von Calcium und Phosphor
  • Mangel an Vitamin D: Rachitis, Osteomalzie (Entkalkung des Knochens durch mangelnde Mineralisierung, Erweichung des Knochens), Osteoporose (Knochenmassenabnahme)

Was sind die antiresorptiv wirkenden Mittel?

  • hormonelle Substitutionstherapie
  • selektive Modulation der Östrogenrezeptoren
  • Biphosphonate
  • Calcitonin
  • andere

Was ist der Aktionsmechanismus von substituiertem Östrogen? Was sind die Nebenwirkungen?

  • Verminderte Knochenresorption durch Unterdrückung der Transkription von Genen, die für 
    Zytokine, die die Proliferation, Differenzierung und Aktivierung von Osteoklasten induzieren:
    • Selbstzerstörung (Apoptose) der Osteoklasten 
    • Hemmung der Osteoblasten-Apoptose
  • Der Knochen bildet sich nicht neu, aber die Knochenmasse bleibt erhalten und der Knochenabbau wird verlangsamt. 
  • Östrogene werden mit einem Gestagen kombiniert, um das Risiko von Endometriumkrebs zu begrenzen. 
  • Nebenwirkungen
    • Risiko für Thrombose und kardiovaskuläre Erkrankungen
    • Risiko für Brustkrebs
    • Vaginale Blutung 

Was ist der Aktionsmechanismus von Raloxifen (selektiver Östrogenrezeptor-Modulator)? Was sind die Nebeneffekte?

  • ossärer Agonist, Antagonist auf Niveau des Endometriums und der Brüste
  • bindet sich mit den Östrogenrezeptoren
  • Nebenwirkungen:
    • Erhöhtes Risiko von Thromboembolien
    • Erhöhtes Risiko für Brustkrebs
    • Hitzewallugen
    • Krämpfe in den Beinen

Behandlung sofort abbrechen beim Auftreten der Nebenwirkungen!

Was sind Biphosphonate, wie ist deren Aktionsmechanismus und was sind die Nebenwirkungen?

  • Biphosphonate sind Derivate von Pyrophosphat, einem Inhibitor der Knochenmineralisierung: Biphosphonsäure enthält zwei Reste R1 und R2, die substituiert werden können
  • Die P-C-P-Bindung und die R1-Kette haken sich in der Knochenmatrix des betroffenen Knochens ein.
    Durch Hinzufügen eines Restes an der R2-Kette erhält man verschiedene Biphosphonate, die jeweils eine eigene Pharmakokinetik aufweisen
  • Einnahme der Tabletten auf nüchternen Magen mit viel Wasser, in aufrechter Position, 1x pro Woche
  • Nebenwirkungen: Osteonekrose des Kiefers, Femurfraktur nach Absetzen der Behandlung
  • nicht mehr als 5 Jahre behandelt, enge Zusammenarbeit mit Zahnarzt

Was ist Calcitonin? Wie ist der Aktionsmechanismus von Calcitonin und wie heisst das Medikament?

  • Calcitonin ist ein Schilddrüsenhormon, das für die Regulierung des Kalziumstoffwechsels verantwortlich ist  
    und Knochenmineralisierung in Verbindung mit Vitamin D. 
  • Aktionsmechanismus: Bindung und anschließende Aktivierung des G-Protein-gekoppelten Rezeptors auf Osteoklasten. => Verminderung ihrer Resorptionsaktivität.
  • Miacalcic®: Der Wirkstoff ist ein synthetisches Lachs-Calcitonin (Nasenspray)

Welche anderen antiresorptiven Mittel gibt es?

Strontiumranelat 

  • Es wird selten verschrieben, weil es Thrombosen und allergische Reaktionen verursacht.

Denosumab 

  • Ein Molekül aus der Familie der monoklonalen Antikörper, das als Ligand im Knochenstoffwechsel 
    auf Osteoblasten und Osteoklasten wirkt (RANKL)
  • Indikationen: Metastasen und Riesenzellknochentumore, Osteoporose
  • Unerwünschte Wirkungen: wie alle monoklonalen Antikörper, erhöhtes Risiko von Infektionen

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