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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 25.04.2021 / 22.07.2021
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Wie lässt sich die biologische Psychologie definieren? Warum macht es wenig Sinn, die Definition auf die Funktionsweise des Gehirns einzuschränken?

  • Defintion:
    • Die Biologische Psychologie erforscht die Zusammenhänge zwischen biologischen Prozessen und Verhalten.
    • Dabei werden die Lebensprozesse aller Organe des Körpers, nicht nur des Gehirns, betrachtet.
  • Warum nicht nur Gehirn?
    • die Biologische Psychologie ist ein Teil der Lebenswissenschaften insb. Neurowissenschaften
    • zum Gehirn gehört ein weit verzweigtes Nervensystem 
    • auch die Effektoren der Nerven sind zu beachten
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Was hat die biologische Psychologie mit den Lebenswissenschaften zu tun?

Die biologische Psychologie ist ein Teilbereich der Lebenswissenschaften („Life Sciences), insbesondere der Neurowissenschaften („Neurosciences“).

Es eght in der Psychologie und auch in der Biologie um Lebewesen, speiziell den Menschen.

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Womit beschäftigen sich die Neuroanatomie, Neurophysiologie und Neurochemie?

  • Neuroanatmoie:
    • Aufbau der Nervensysteme
  • Neurophysiologie
    • Funktionsweise des Nervensystems
  • Neurochemie
    • Chemischen Vorgängen, die in Nervenzellen ablaufen und die Erregungsleitung auslösen
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Beschreiben Sie kurz die unterschiedlichen Perspektiven auf das Leib-Seele-Problem.

Was hat das mit der biologischen Psychologie zu tun?

  • Materialistischer Monismus:
    • Es gibt nur Materie
    • Psychisches Erleben und Verhalten ist vollständig beschreibbar durch neuronale Prozesse
  • Idealistischer Monismus:
    • Es gibt nur Geist
    • Eine Existenz des Materiellen wird grundsätzlich ausgeschlossen
  • Dualismus
    • Geist und Materie existieren
      nebeneinander

Biopsychologie: Materialistische Sicht. Davon ausgehend, dass die Vorgänge im menschlichen Körper, v.a. im Nervensystem das Erleben und Verhalten des Menschen vollständig erklären können.

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Was unterscheidet die Physiologische Psychologie von der Psychophysiologie?

Physiologische Psychologie:

  • Untersuchung der Beziehungen zwischen somatischen Merkmalen und psychischen Vorgängen unter psychologischer Perspektive.
  • Es interessieren primär psychische Vorgänge (abhängige Variable)

Psychophysiologie:

  • Untersuchung der physiologischen Korrelate psychischer Funktionen.
  • Nicht-invasive Messungen der Physiologie stehen im Vordergrund, psychische Vorgänge haben eher den Status einer unabhängigen Variable
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Welchen Ansatz und welche Forschungsmethoden charakterisieren die Neuropsychologie?

  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Hirnstrukturen und Verhalten am Menschen.
  • Primärer Zugang: Verhaltensbeobachtungen an Personen mit Hirnschäden (z.B. durch neurochirurgische Eingriffe, Unfälle, Krankheiten).
  • Fokus ist klinisch:
    • Begutachtung der Beeinträchtigungen (neuropsychologische Diagnostik)
    • Neuropsychologische Rehabilitation
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Welches sind die drei wesentlichen Untersuchungsansätze der Biologischen Psychologie?

Geben Sie für jeden dieser Untersuchungsansätze ein Beispiel.

Variation somatischer Strukturen oder Funktionen ⇒ Messung von Erleben und Verhalten

  • Physiologische Psychologie
  • Beispiel 1: Interferenz mit Neurotransmittersystemen
    • Beruht der Placeboeffekt auf endogenen Opiaten?
    •  Naloxon (Opiat) vs. Placebo ⇒ Ausmaß des Placeboeffekts
      • "Hitzecreme" (siehe VL Definition; F. 24)
  • Besipiel 2: Neurostimulation von Ratten

Variation von Erleben und Verhalten ⇒ Messung somatischer Variablen

  • Psychophysiologie
  • Beipiel: Auswirkung von Stress auf körperliche Vorgänge
    • Trier Social Stress Test
      • Fiktive Bewerbungssituation
      • Unangenehmes Setting
      • Aufgaben: 5 bis 10 Minuten Antizipation; Freie Vorstellung der eigenen Person; Unangekündigte Kopfrechenaufgabe

Soma ⇔ Erleben und Verhalten

  • Korrelativer Ansatz zur Untersuchung der Interaktionen zwischen Biologie und Psychologie
  • Keine Kausalschlüsse möglich!
  • Beispiel: Wie unterscheiden sich die Gehirne von Schizophrenie Patienten und psychisch gesunden Probanden?
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Wann muss man einen korrelativen Untersuchungsansatz einsetzen?

Was lässt eine korrelative Untersuchung nicht zu?

  • Korrelat. Untersuchungsansätze werden genutzt, wenn es nicht möglich ist, für die Fragestellung ein adäquates experimentelles Setting herzustellen
  • z.B. aus ethischen Gründen, oder weil eine zufällige Zuweisung der Merkmale nicht möglich ist
  • keine Kausalaussagen möglich!