Lernkarten

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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 21.04.2021 / 28.04.2021
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Kognitive Störungen

Kognitive Störungen sind Beeinträchtigungen der äußeren und inneren Informationsverarbeitung im Gehirn. Zu den kognitiven Funktionen gehören u.a.: Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Handlungsplanung, Urteilsfähigkeit, Problemlösung und Kommunikation.

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Konditionierung

Die Konditionierung beschreibt einen Lernvorgang auf Basis des Reiz-Reaktions-Modells. D.h., dass ein Reiz beim Menschen eine beobachtbare Reaktion auslöst und dadurch sein Verhalten bestimmt.

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Kognitionen

Kognitionen sind:

- Überzeugungen / Grundannahmen / Schemata, Gedanken, Vorstellungen, Erwartungen, Einstellungen,, Regeln, Werte, Ursachenzuschreibungen (Attributionen)

- nicht direkt beobachtbar, nicht notwendigerweise bewusst

- vermittelnd zwischen Reiz und Reaktion

- zurückgehend auf vergangene Erfahrungen/Lerngeschichte = Anpassung an bestimmte psychosoziale Gegebenheiten in Kindheit und Jugend, in späteren Lebenssituationen ggf. nicht mehr funktional - mögliche Begünstigung psychischer Störungen

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Abhängigkeits-syndrom nach ICD-10 (F1x.2)

Mindestens 3 Kriterien müssen während des letzten Jahres mindestens 1 Monat lang gleichzeitig erfüllt gewesen sein (oder wenn kürzer dann mehrfach im Jahr)

  1. Starkes Verlangen (craving) oder eine Art Zwang, die Substanz einzunehmen
  2. Verminderte Kontrolle über Substanzgebrauch
  3. Körperliches Entzugssyndrom
  4. Toleranzentwicklung
  5. Einengung Aktivitäten auf Substanzgebrauch
  6. Anhaltender Substanzgebrauch trotz deutlicher schädlicher Folgen
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multimodale Behandlung substanz-bezogener Störungen

Biologische / körperliche Komponenten

  • Entgiftung, mit und ohne Medikamente, Substitution
  • Körperliche Folgeschäden behandeln à Multi-/Komorbidität!

Psychologische / psychosoziale Komponenten

  • Rückfallpräventionstraining, Psychoedukation
  • Erlernen alternativer Selbst-/Affektregulierungsstrategien
  • Psychotherapie (Achtung: Hürden, keine klassische Psychotherapie-Indikation)

Soziale Komponenten

  • Angehörige & soziales Umfeld einbeziehen, Vernetzung mit Selbsthilfegruppen à Destigmatisierung!
  • soziale Folgen (Verschuldung, Ausbildungsabbruch, Kriminalisierung etc.)
  • Motivationsangepasste Beratungs- und Behandlungsstrategien & Recovery!
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Behandlungs-modelle bei komorbiden Störungen

  1. Sequentielles Modell: Die Störungen werden zeitlich nacheinander behandelt
  2. Paralleles Modell: Die Störungen werden zeitgleich in unterschiedlichen Einrichtungen behandelt à Problem bei DD-Patienten: unterschiedliche Behandlungskulturen in psychiatrischen Einrichtungen (eher supportiv/schützend/gewährend) und Suchthilfeeinrichtungen (eher konfrontativ)
  3. Integriertes Modell: integrierte und abgestimmte multimodale Behandlung der Störungen (ggf. durch ein multiprofessionelles Team) in der gleichen, auf Menschen mit komorbiden Störungen spezialisierten Einrichtung à nach aktueller Studienlage ist dies das zu bevorzugende Modell!  (Deloie & Deimel 2017: 363ff.)
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Störungen durch psychotrope Substanzen ICD

  • Akute Intoxikation (= akuter Rausch),
  • schädlicher Gebrauch,
  • Abhängigkeitssyndrom,
  • Entzugssyndrom,
  • Entzugssyndrom mit Delir,
  • psychotische Störung,
  • Restzustand &
  • verzögert auftretende psychotische Störung (Flashbacks).